7 schnelle Heimwerker-Maßnahmen bei Sommerhitze

Wie Sie schnell und einfach die Sommerhitze bekämpfen

Mobile Klimageräte

9.4

GESAMTBEWERTUNG

9.4/10

Positiv

  • Schnelle und einfache Möglichkeit, jeden Raum zu kühlen
  • einfach zu tragen
  • in 7 Farben einstellbares weiches LED-Licht
  • Luftkühler ist klein und leicht
  • Tragbar und einfach zu bedienen

Negativ

  • keine Bekannt

Ob der diesjährige Rekordsommer mit seinen wochenlang tropischen Temperaturen oder einzelne Hitzewellen, die alljährlich teils mehrfach auftreten. Hitze ist für viele Menschen mehr als ein Ärgernis. Man kann nicht richtig schlafen, jede Bewegung eine Qual. Natürlich, mit einer festinstallierten Klimaanlage, die das ganze Haus abkühlt, ließe sich das Problem, zumindest zuhause, endgültig aus der Welt schaffen – doch zu einem ziemlich hohen Preis. Wer den nicht bezahlen möchte, aber dafür ein handwerkliches Händchen hat, kann sich auch anders helfen. Wir zeigen, wie es geht.

  1. Mobile Klimaanlage – aber richtig!

Eine Klimaanlage fürs gesamte Haus verbraucht horrende Mengen an Strom und kostet mehrere tausend Euro ohne Einbau. Mithilfe mobiler Klimageräte kann man jedoch für einige hundert Euro zumindest einen Raum, etwa Kinder- oder Schlafzimmer, auf erträgliche Temperaturen bringen.

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Wichtigstes Kaufkriterium: Es ist nur dann eine echte Klimaanlage, wenn ein Abluftschlauch dazugehört, das ist dem physikalischen Wirkprinzip geschuldet: Wo kalte Luft blasen soll, muss die Hitze abgetrennt und abgeführt werden. Alle anderen Geräte („Schlauchlose Klimageräte“) haben nur einen Bruchteil der Kühlleistung.

Und bei der mobilen Klimaanlage sollte man dafür sorgen, dass dieser Schlauch ohne Nachteile nach draußen gelegt werden kann. Das geht nur übers Fenster – doch greift man zu speziellen Foliensystemen mit Schlauchanschluss, die zwischen gekipptem Fensterelement und Rahmen fixiert werden, muss zwangsläufig der Rollladen aufbleiben, um die Warmluftabfuhr zu gewährleisten – das lässt Sonnenlicht und -hitze ins Zimmer und senkt die Klimaanlagen-Effizienz – die Folie dämmt praktisch gar nicht.

Besser ist folgendes: Zu den meisten mobilen Klimageräten gehört ein rundes Schlauch-Anschlusselement, für den Fall, dass man ein Abluftloch in die Außenwand stemmen möchte. Dieses Element kann man anders nutzen. Dazu besorgt man sich eine OSB-Platte. Diese muss so breit und dick sein, dass sie genau in die Rollladenschienen passt und gerade hoch genug, dass man ein Loch hineinsägen kann, in welches das Schlauch-Anschlusselement geschraubt wird. Dieses Brett schiebt man in die Rollladenschienen, lässt den Rollladen dann herab, bis er auf dem Brett aufliegt und schließt den Schlauch an. Dunkles Schlafzimmer, maximale Kühl- und Dämmwirkung.

  1. Kompromisslos aussperren

Hitze dringt zwar auch durch Wände. Besonders schnell kommt sie jedoch durch Fenster – das liegt daran, dass die Sonne primär über Wärmestrahlung aufheizt. Was wir bei einer Hitzewelle spüren, sind nur Sekundäreffekte dadurch, dass sich auch unsere Umgebung, Wände, Boden, Luft, erwärmt. Das gleiche Prinzip wie der Unterschied zwischen Infrarot- und Konvektionsheizungen.

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Wenn man also den primären Warmmacher, die Sonne, aussperrt, kann man bei kurzen Hitzeperioden das Haus kühl halten. Das bedingt aber, dass man von den zur Verfügung stehenden Fenster-Abdeckungen mindestens zwei, besser drei, appliziert:

  • Die Rollläden müssen vollständig geschlossen sein. Sie bilden die erste und wichtigste Barriere, bevor die Wärme überhaupt die Fenster passiert hat
  • Plissees bzw. Rollos oder Jalousien bieten gleich hinter dem Glas eine zweite Hürde
  • Dicke Vorhänge halten anschließend auch noch den letzten Rest Wärme ab – notfalls in Form einer Wolldecke, die an der Gardinenstange befestigt wird.

Bei kurzen Hitzeperioden reicht es, wenn man bei den südlichen Fenstern so verfährt. Dauert die Welle aber, wie in diesem Jahr, gleich mehrere Wochen, sollten alle Fenster tagsüber so verschlossen werden.

Fenster sind die Lindenblattstellen einer ansonsten guten Dachdämmung. Eine dicke Lage Styrodur wirkt hier bei schweren Hitzewellen Wunder.
Fenster sind die Lindenblattstellen einer ansonsten guten Dachdämmung. Eine dicke Lage Styrodur wirkt hier bei schweren Hitzewellen Wunder.
  1. Dachfenster-Notfall

Egal wie gut ein Dach gedämmt wird, darin eingelassene Fenster sind immer eine Schwachstelle – ganz besonders auf Dachböden, wo in Bestandsbauten häufig einfach verglaste Elemente verwendet werden.

Da gibt es für den Heimwerker nur eines: Ad—hoc-Dämmung, falls man nicht auf teure, umfangreiche Totalumbauten ausweichen möchte. In bewohnten Räumen empfiehlt sich wegen der Optik dafür Styropor bzw. Styrodur: Einfach eine passend dicke Platte kaufen und mit scharfer Klinge auf die Maße der Dachfensteröffnung bringen. Dann die Platte in die Öffnung drücken, wo sie sich selbst hält. Auf dem Dachboden indes kann man etwas gröber vorgehen. Da reicht es, die Fensteröffnung mit Mineraldämmwolle ganz ähnlich wie bei einer Zwischensparrendämmung vollzustopfen. Tipp: Vor der Dämmung kann man das Fenster innen mit einer Lage Haushalts-Alufolie bzw. einer Rettungsdecke versehen, die die Sonneneinstrahlung reflektiert, bevor sie überhaupt auf das Dämmmaterial trifft.

  1. Der Sprühflaschen-Trick

Bei großer Hitze soll man nachts bzw. am frühen Morgen das Haus gut durchlüften, bevor man die Fenster wieder verrammelt. Dieses Lüften kann man spielend noch ein wenig effizienter machen. Und zwar mit Fliegengittern. Die sind einfach zu installieren und halten als Mindestmaß lästige Blutsauger ab. Doch man kann sie auch beim Lüften mithilfe der Physik noch zusätzlich nutzen.

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Und zwar, indem man mit einer handelsüblichen Sprühflasche lauwarmes Wasser großzügig auf das Fliegengitter sprüht. Dadurch, dass es so fein ist, bilden sich dabei abertausende feinste Tröpfchen, die daran hängenbleiben – und wenn die kühle (oder wenigstens nicht glutheiße) Nachtluft über diese strömt, funktioniert Verdunstungskälte und die Luft, die ins Haus gelangt, wird noch ein Stückchen kühler. Wer sowieso wach ist, sollte einmal stündlich die Gitter neu anfeuchten.

Jeder Kochvorgang steigert Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Haus. Deshalb bei großer Hitze etweder kalt essen oder draußen grillen.
Jeder Kochvorgang steigert Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Haus. Deshalb bei großer Hitze etweder kalt essen oder draußen grillen.
  1. Stecker raus

Wo Spannung anliegt, wird immer auch ein elektrischer Widerstand erzeugt. Und dessen unangenehmer Nebeneffekt ist es, dass dabei Wärme freigesetzt wird. Diese Tatsache sollte man als Anlass nehmen, die Hitzewelle zu nutzen, um die Verbraucher in seinem Haus gründlich unter die Lupe zu nehmen.

All die Ladegeräte, die tatenlos eingesteckt sind. All die Doppelstecker, an denen nur ein Gerät hängt, alle Fernseher in Standby usw. Also kurz alles, was in diesem Moment nicht benötigt wird, kann und sollte vom Strom getrennt werden. Denn die Masse machts. Hier ein Fernseher, der die Luft um einige Kelvin erwärmt, dort ein Netzgerät. Das summiert sich. Und falls man tagsüber wegen der Fenster-Verriegelungs-Politik mehr Beleuchtung im Haus benötigt, sollte man ausschließlich auf LEDs setzen – die erwärmen sich ungleich zu Energiesparleuchten und natürlich besonders klassischen Glühbirnen im Betrieb nur sehr wenig.

  1. Grill mal wieder

Natürlich, Sommerzeit ist sowieso Grillzeit. Aber gerade bei Hitze bekommt die draußen(!) wabernde Glut von Kohle-, Gas- oder Stromgrill eine andere Bedeutung. Denn bei jedem Kochvorgang bringt man etliche Mengen an zusätzlicher Hitze und natürlich auch Wasserdampf in das traute Heim, das man bislang so mühevoll kühl gehalten hat. Realistisch betrachtet, wer abends auf drei Herdplatten kocht und vielleicht noch den Backofen anwirft, hätte sich alle anderen Maßnahmen dieses Artikels fast schenken können.

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Deshalb: Elektrogrill anschaffen – dann gibt es auch keinen Ärger mit den Nachbarn oder Brandgefahr bei extremer Trockenheit – und sein Abendmahl auf Balkon oder Terrasse zubereiten. Und wer gar keine Lust auf warme Kost hat, umso besser. Vielleicht die richtige Gelegenheit, um eine etwas vergessene Köstlichkeit namens Kalte Platte wiederzubeleben.

  1. Holz hinter der Hütte

Unser letzter Tipp ist vielleicht nichts für die aktuelle Hitzewelle – da will man auch als hartgesottener Heimwerker der Gesundheit wegen nicht draußen arbeiten. Aber man kann es sich ja in den Langzeitprojekt-Kalender schreiben. Denn falls draußen Balkon oder Terrasse mit Fliesen oder Steinplatten bedeckt sind, werden sie bei zu starker Sonneneinstrahlung regelrecht unbenutzbar. Nicht nur bei direktem Kontakt mit nackten Füßen (und natürlich Tierpfoten). Sondern die Fliesen und Steine speichern die Wärme auch noch und strahlen sie mit etwas Pech die ganze Nacht über ab.

Um das künftig zu unterbinden, kann man eine niedrigbauende Holzbodenkonstruktion darüber zimmern. Traglattung mit dem alten Boden verschrauben (längst zum Gefälle), darauf quer die neuen Bohlen aus Holz oder Holz-Kunststoff-Mix („WPC“) – und idealer Weise so hell wie möglich. Das Material ist in jedem Fall inhärent kühler (gilt umgekehrt auch im Winter) und der Zwischenraum zum alten Boden wirkt auch noch als Dämm-Element, das verhindert, dass dieser sich künftig nochmal so aufheizt.

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