Alte Tapeten entfernen – So wird die Arbeit einfacher

Alte Tapeten ablösen von den Wänden, kann einfach sein. Häufig entpuppt sich das Ablösen aber als sehr zeitaufwendige, wie nervenaufreibende Arbeit. Vor allem bei mehrfach überstrichener Raufasertapete. Wobei dies stets von der Qualität, sowie von der Art der Tapete abhängt. Ihr erster Schritt bei der Renovierung sollte demnach sein, sich eine Tapetenecke auszusuchen, um diese mit Wasser zu besprühen. Jetzt schauen Sie genau hin, was an dieser Stelle passiert.

Bevor Sie nun in die Vollen gehen und mit dem Abreißen der alten Tapeten beginnen, raten wir Ihnen dazu erst einmal das Abkleben in Angriff zu nehmen. Zudem schützen Sie alle Böden, Steckdosen, Lichtschalter, Fenster-, wie Türrahmen vor Verschmutzungen, indem Sie diese mit einer Folie abdecken. Damit die Folie nicht während der Renovierung verrutscht, kleben sie diese mit Malerkrepp ab und drücken Sie das Klebeband gut fest.

Damit sich die alte Tapete zuhause leichter von der Wand löst, setzen Sie immer auf ein Besprühen mit reichhaltig viel Wasser. Ist der Wandbelag gut durchfeuchtet, kann diese einfacher mit Hilfe eines Spachtels von der Wand entfernt werden. Steckdosen, aber auch Lichtschalter sollten Sie zudem im Vorfeld entfernen, denn so verhindern Sie Unfälle und vermeiden Schäden. Ohnehin empfehlen wir indem Raum, indem Sie arbeiten den Strom gänzlich abzuschalten, da Sie hier mit Wasser hantieren.

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Finden Sie die Tapeten-Art heraus

  1. Als erstes sollten Sie herausfinden, ob Ihre alte Tapete wasserdurchlässig ist. Dies erfahren Sie, indem Sie diese mit Hilfe eines Quasts mit Wasser einstreichen. Kommt es zu einer dunklen Verfärbung des Untergrunds ist ihre Tapete wasserdurchlässig, so dass sich das Ablösen eher einfach gestaltet, denn hier müssen Sie sich nicht erst mit lästigen Vorarbeiten aufhalten. Möchten Sie diese eher unschöne Arbeit zudem noch schneller erledigen, können Sie auch auf den Tapeten-Ablöser Metylan Aktiv setzen. So müssen Sie in diesem Fall die alte Tapete vorab einfach mit der Ablösermischung einstreichen und diese dann eine gewisse Zeit einwirken lassen. Anschließend können Sie die Tapete, Bahn für Bahn, mit einem Spachtel von der Wand entfernen. Im besten Fall, haben Sie nach einer Viertelstunde eine Wand von der alten, hässlichen Tapete befreit.
  2. Entpuppt sich die alte Tapete hingegen als wasserundurchlässig, sieht die Entfernung schon wieder ein wenig anders aus. Bei den sogenannten spaltbaren Tapeten handelt es sich um eine Tapetenart, die mit einer Oberschicht versehen ist, welche sich in der Regel ganz leicht ablösen lässt. Experten sprechen bei dieser Vorgehensweise von einer Spaltbarkeit. Vorteilhaft ist hier, dass das verbleibende Trägermaterial eine gleichmäßige Tragfähigkeit mitbringt, so dass dieses Material ruhig übertapeziert werden darf. Diese müssen Sie also nicht zwingend von der Wand lösen. Um die Haftbarkeit auf Dauer zu testen, benetzen Sie dieses Papier einfach an mehreren Stellen mit Wasser. Kommt es in den nächsten Minuten zu keinerlei Bläschenbildung, können Sie ohne weiteres die neue Tapete auf diesem Untergrund anbringen, ohne vorab eine Vorbehandlung vornehmen zu müssen. Zudem sollten Sie wissen, dass wasserundurchlässige Tapeten, wie zum Beispiel Metalltapeten, die verklebt werden immer vorab von ihrem Trägerpapier befreit werden sollten.
  3. Handelt es sich bei Ihrer alten, wasserundurchlässigen Tapete hingegen um eine mit Farbe versehene Tapete oder Sie müssen einer mehrfach tapezierte Wand von dem alten Papier befreien, können Sie sich das Ablösen erleichtern, indem Sie die Tapete im Vorfeld mit einer Nadelwalze oder mit „Tapeten-Tiger“ perforieren, so dass der Tapetenablöser dann zügiger in diese Eindringen und so den gewünschten Effekt erzielen kann.

Das richtige Werkzeug um Tapeten entfernen zu können

Der Tapetenigel bzw. die Stachelwalze

Sogenannte Tapetenigel helfen Ihnen dabei die Tapete vor dem Ablösen schnell mit gleichmäßigen Löchern zu versehen, so dass der Tapetenablöser sehr viel zügiger in die alte Tapete eindringen kann. Würden Sie hier lediglich die Arbeit mit einem Spachtel verrichten, würde das ganze weitaus länger dauern. Somit ist der Tapetenigel durchaus ein lohnenswertes Tapezierwerkzeug und wird außerdem auch als Stachelwalze bezeichnet.

Ein jeder Maler-Profi besitzt eine solche Stachelwalze, so dass eine Anschaffung sich schnell bezahlt macht. Sie können dieses Tapezierwerkzeug in verschiedenen Größen erwerben, so dass auch schmale Stellen mit der Stachelwalze gut erreichbar sind. Wählen Sie hingegen eine große Stachelwalze, können Sie die Tapeten zügiger von der Wand ablösen. Zumal der Walzenkopf sich schnell, wie einfach an einem Stil anbringen lässt. Stachelwalzen finden Sie zudem sowohl aus Kunststoff, als auch aus Metall gefertigt.

Bedeutend ist an diesem Werkzeug lediglich, dass die Walze über diverse Stacheln verfügt, die im besten Fall in einem Abstand von einem halben Zentimeter angebracht sind. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Stacheln nicht bei der geringsten Belastung sofort abbrechen, denn bei der Nutzung gilt es doch einen gewissen Druck auf diese Auszuüben, damit die Tapete mit kleinen Löchern versehen wird. Kommt jetzt ausreichend Wasser oder Tapetenablöser zum Einsatz, dringen diese schneller in das Papier ein und das Entfernen der Tapete wird ungemein vereinfacht. Kommen doch einmal Stellen zum Vorschein, wo die Tapete hartnäckig an der Wand haften bleibt, nutzen Sie einen Spachtel, um diese Reste zu entfernen.

Der Tapetenschaber

Mit dem Tapetenschaber ist das restlose Entfernen von Tapeten fast schon ein Kinderspiel. Mit den integrierten, speziellen Klingen ist dieses Werkzeug weitaus besser zum Tapeten entfernen geeignet, als ein normaler Malerspachtel. Wobei der Wandschaber auch weitaus belastender ist. So besitzt ein Spachtel nun einmal keine messerscharfe Klinge, so dass dieser nur unzulänglich unter die Tapete geschoben werden kann. Ein Tapetenschaber verfügt zudem über auswechselbare Klingen, so dass Sie jederzeit messerscharf zu Werke gehen können.

Drucksprüher für die Nutzung von Tapetenlöser

Setzen Sie auf das GARDENA Drucksprüher-Set erhalten Sie gleich zwei Sprühgeräte auf einem Schlag. So besitzen Sie ein Gerät für große Flächen und eins für kleinere Oberflächen. So umfasst der kleinere GARDENA Comfort Pumpsprüher 0,5 l eine Füllmenge von einem halben Liter und eignet sich ausgezeichnet als Vielzwecksprüher für kleinere Flächen im Garten, wie im Haushalt. Hier kommen Sie in den Genuss einer komfortablen, wie einfachen Handhabung. So verfügt dieses Gerät über einen ergonomisch geformten Griff und liegt somit gut in der Hand. Das Gerät wird mit über die eingebate Luftpumpe geladen.

Zudem kann die Sprühdüse stufenlos verstellt werden, so dass Sie die Wahl zwischen einem Vollstrahl und einen feinen Sprühnebel haben. Des Weiteren besitzt der Comfort Pumpsprüher über eine große Einfüllöffnung, so dass das Wasser einfüllen unter dem Wasserhahn problemlos möglich ist. Zudem findet sich außerdem noch eine äußerst praktische Vorrichtung an diesem Gerät, denn der eingebaute Filtervorsatz am Saugrohr verhindert Verstopfungen durch Schmutzeinlagerungen. Zumal dieser Pumpsprüher ebenso eine Füllanzeige mitbringt, so dass Nutzer diesen auch ablesen können, ohne dieses Gerät erst einmal öffnen zu müssen.

Der GARDENA Drucksprüher 5 L hingegen fasst eine Füllmenge von satten fünf Litern und eignet sich damit auch durchaus für die Pflege der Pflanzen im heimischen Garten. Bis maximal 3 bar ist dieses Gerät entwickelt worden und verfügt zudem über ein Sicherheitsdruckventil, dass bei Bedarf betätigt werden kann. Auch hier lässt sich die Füllmenge anhand einer Anzeige von außen ablesen. Wobei ein ergonomisch geformter D- Griff für ein leichtes Pumpen sorgt. Die abgewinkelte Lanze, die Sie hier finden können, erlaubt eine optimale Handhabung bei der Unterblattspritzung. Zudem ist aber ebenso der Impulsauslöser samt Dauerarretierung äußerst praktisch. Was ebenso für den Schultertragegurt gilt.

Tapeten entfernen mit Hausmittel – Essigwasser löst Papier von der Wand

Möchten sich die alten Tapeten einfach nicht von der Wand lösen, können Sie auf verschiedene Möglichkeiten setzen, um Ihr Vorhaben doch noch erfolgreich erledigen zu können. Ein toller, wie effektiver Geheimtipp ist auch heute noch die Verwendung von Essigwasser, denn mit Hilfe des Essigs löst sich der Kleister weitaus besser.

Schütten Sie auf zehn Liter Wasser einfach drei Tassen Essig und rühren Sie dieses Gemisch gut um. Anschließend benetzen Sie die Tapeten mit dieser Essig-Wasser-Mischung und lassen Sie die Feuchtigkeit gut in die Tapete einziehen. Minutenschnell zeigen sich erste Effekte. Sollte die Tapete hingegen die Feuchtigkeit nicht gut aufnehmen, müssen Sie auch diese erst einmal mit einem Tapetenigel vorbehandeln.

Spülmittel um Tapeten von Wänden zu lösen

Viele Heimwerker setzen beim Tapeten entfernen auch gerne auf Spülmittel. Auch dieses wird ins Wasser gegeben, wobei Sie hier ebenfalls nicht geizen sollten. Schütten Sie so viel Spülmittel ins Wasser bis ein schöner Schaum entstehen kann. Anschließend gilt es auch dieses Spülwasser auf den Tapeten zu verteilen. Durch die Entstehung des Schaums gelangt hier die Feuchtigkeit besser ins Tapeteninnere, da diese nicht gleich wieder hinauslaufen kann. Feuchten Sie die Tapete allerdings stets gut an, denn so erleichtern Sie sich das Entfernen ungemein.

Handelt es sich eher um eine kleine Oberfläche, kann diese mit Hilfe eines Sprühers mit der nötigen Feuchtigkeit versehen werden. Bei großen Wandflächen empfiehlt es sich auf einen Schwamm zurückzugreifen. Wird die Tapeten beim ersten Versuch nicht ausreichend durchweicht, wiederholen Sie den Vorgang bis die alte Tapete wirklich ganz durchnässt ist. Mit etwas Glück können Sie nach einer kurzen Einwirkzeit die Tapete bahnweise von der Wand ziehen, so dass diese lästige Arbeit auch in einem großen Raum zügig erledigt ist.

Der Geheimtipp: Tapeten entfernen mit Hilfe von Wasserdampf

Auch mit der Hilfe von Wasserdampf lassen sich alte Tapeten leichter und schneller von der Wand entfernen. Benötigte Geräte können Sie ebenfalls im Baumarkt erwerben. Wobei sich diese aber auch im Internet finden lassen oder einfach bei Bedarf ausgeliehen werden können. Führend als praktischer Helfer ist hier zudem das Modell Wagner W 14 Dampf-Tapetenablöser, ein Kassenschlager der auch bei Amazon unter den Bestsellern in diesem Bereich zu finden ist.

In dem nachfolgenden Video können Sie sich ansehen, wie mühelos das Modell 705 des Herstellers Wagner beim Tapeten lösen behilflich ist. In der Leistung, ist dieses Modell vergleichbar mit dem Bestseller W 14 von Wagner. Der Unterschied findet sich hier lediglich darin, dass der 705er Dampf-Tapetenablöser nur in den USA erhältlich ist, während der W 14 extra für den deutschen Markt entwickelt wurde.

Wie ziehen Sie die Tapeten richtig von der Wand ab?

Auch beim Tapeten abziehen, können hilfreiche Tipps helfen. So nutzen Sie einen Spachtel, sowie ein Kittmesser, um die Tapetenecke anzuheben und diese dann abzuziehen. Ziehen Sie dabei stets in einem spitzen Winkel und keinesfalls rechtwinklig, denn so verhindern Sie zum großen Teil, dass Sie auch gleich noch den Putz von den Wänden holen. Zudem lösen Sie besser immer nur die Tapeten, die bereits gut durchgefeuchtet sind.

Während Sie an der einen Wand bereits die Tapeten abreißen, können Sie eine andere Wand bereits einweichen, denn so ist viel schneller ein Ende in Sicht. Unter Umständen zeigt sich nach dem ersten Einweichen noch nicht der gewünschte, lösbar Effekt, so dass es empfehlenswert ist ein erneutes Anfeuchten vorzunehmen. Lassen Sie der Tapete Zeit und pausieren Sie wenn nötig etwa zehn Minuten. Ist die Einwirkzeit verstrichen, suchen Sie sich eine Ecke oben oder unten an der Tapete und ziehen Sie diese zur Mitte hin weg.

Es kann passieren, dass jetzt eine dünne Papierschicht an der Wand verbleibt. Diese müssen Sie nicht zwingend ebenfalls entfernen, denn in der Regel kann diese als Untergrund für die neue Tapete dienlich sein. Ist eine Wand von der alten Tapete befreit, können Sie dich dem nächsten Bereich widmen. Vorab gilt es auch hier die Tapete mit Dampf zu bearbeiten oder diese mit einer Lösung zu bearbeiten.

Ist die Feuchtigkeit gut in die Tapete eingedrungen, kann die nächste Wand von dem unschönen Belag befreit werden. So lange die Tapete noch weich und nass ist, lässt sich diese am einfachsten entfernen. Sind alle Wände Tapetenfrei, raten wir Ihnen diese noch einmal auf Restbestände hin zu überprüfen.

Wände reinigen

Die schlimmste Arbeit haben Sie geschafft, wenn alle Wände von der alten Tapete befreit sind. Anschließend empfiehlt es sich die jetzt nackten Seitenwände mit einem Schwamm abzuwaschen. Dafür benötigen Sie lediglich warmes, sauberes Wasser. Dieser Vorgang bereitet die Wände gleich auf den nächsten Arbeitsschritt vor. So könnten Sie Ihre Wände jetzt reparieren, falls der Putz doch beim Tapeten entfernen, heruntergefallen ist oder aber Sie setzen auf einen Vorstrich. Unter Umständen greifen Sie aber auch gleich auf Ihre neue Tapete zurück und verkleiden die Wände unverzüglich in einem neuen, ansprechenden Design.

Platzsparend den Tapetenmüll entsorgen

Wer eine Wohnungsrenovierung startet, wird alsbald vor einem riesigen Berg Tapetenmüll stehen. Dieses Altpapier füllt in Minuten gleich mehrere Papiersäcke. So mancher fragt sich anschließend, wo er diesen jetzt einfach und schnell loswerden kann. Wer hier nicht gleich die große Lust verspürt den nächsten Werkstoffhof zu besuchen, kann hier auch einfach auf einen sehr einfallsreichen Trick zurückgreifen. Weichen Sie einfach den ganzen Tapetenmüll in einem wassergefüllten Eimer oder gleich in der vollen Badewanne ein.

Nach einigen Minuten können Sie die aufgeweichten Tapeten wieder herausnehmen. Wobei Sie vorab das Wasser aus dem Papier drücken. Jetzt können Sie den Müll platzsparend in den Müllsäcken verstauen. Sie werden staunen, wie viele Säcke Sie jetzt einsparen, so dass der Tapetenmüll auch ohne weiteres in Ihrer Mülltonne seinen Platz finden kann. Wobei dieser Trick nicht immer funktioniert und vorzugsweise bei einer gestrichenen Raufasertapete angewendet werden kann, denn diese löst sich mit Sicherheit im Wasser.

Nachdem Sie mit den Tricks des Fachmanns die Tapeten entfernt haben können Sie die Wände neu gestalten. Unter anderem bietet sich auch das streichen mit einem Rollputz als Alternative zum Verputzen an.

 

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