Baumaßnahmen für einen schönen Garten

Die Temperaturen machen es bereits vor: der Sommer rückt langsam in greifbare Nähe und mit ihm der ersehnte Sommerurlaub. Wen es dafür nicht in die Ferne zieht, der verbringt die freie Zeit sicher gerne im eigenen Garten. Jetzt wird fleißig gewerkelt, damit der Garten für die Sommertage gut in Schuss ist. So mancher Gartenbesitzer wünscht sich Veränderungen in seiner grünen Wohlfühloase und plant ein größeres Projekt. Wir haben ein einige Ideen und wichtige Informationen zum Thema Gartengestaltung gesammelt.

Das Gartenprojekt planen

Gerade dann, wenn das Haus schon einige Jahre steht und abbezahlt ist, kommt es häufig vor, dass im Anschluss daran die Umgestaltung des Gartens auf der Wunschliste der Hauseigentümer steht. Wie umfangreich die Umgestaltung wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Zum Beispiel die Größe des Gartens. Je nachdem, wie klein die Gartenfläche ausfällt, kommen manche Bauprojekte aus Platzgründen nicht infrage. Dazu kommt die Beschaffenheit des Grundstücks und des Bodens. Für eine ebenerdige Fläche gibt es ganz andere Möglichkeiten als bei Hanglage. Mutterboden lässt sich anders bearbeiten und gestalten als Lehm, Sand oder Fels.

Natürlich hängt es auch von den persönlichen Vorstellungen und Wünschen ab, inwiefern der Garten umgestaltet wird. Das geht einher mit der Frage, wer den Garten nutzt: Sind es nur Erwachsene oder eine Familie mit Kindern? Außerdem gibt es rechtliche Vorgaben, die etwa festlegen, wie hoch die Hecke wachsen darf und ob ein Baum einer bestimmten Größe gepflanzt werden muss. Ein weiterer Knackpunkt ist die Bauordnung des jeweiligen Bundeslandes. Hier ist unter anderem vorgegeben, ab welcher Größe ein geplantes Gartenhaus eine Baugenehmigung benötigt wird.

Nicht zuletzt ist so ein Gartenprojekt immer auch eine Kostenfrage. Abhängig von der Art und dem Umfang des Projektes, fallen die Kosten unterschiedlich hoch aus. Wird die Planung und Ausführung des Projektes einem Landschaftsgärtner oder -architekten überlassen, wird das Ganze allein schon durch die Personalkosten eine teure Angelegenheit. Dazu kommen Kosten für Werkstoffe wie Bäume, Pflanzen, Erde und Steine, die Kosten für Minibagger, Rüttelplatte und andere Maschinen sowie Wasser- und Stromkosten.

Das Projekt finanzieren

Ist der Plan für die Gartengestaltung gemacht, bleibt nur noch zu entscheiden, ob man die Kosten aus eigener Tasche zahlt oder dafür Geld bei der Bank leiht. In jedem Fall lohnt es sich, die verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten miteinander zu vergleichen. So sieht man gleich, welche Option für das eigene Vorhaben bzw. die finanziellen Möglichkeiten infrage kommt.

Gartengestaltung mit Immobilienfinanzierung

Hauseigentümer haben die Möglichkeit, die Gestaltung ihres Gartens über die Immobilienfinanzierung, also den Baukredit zu bezahlen. Der Garten ist als Außenanlage Teil des Grundstücks, auf dem das Bauobjekt steht. Bauliche Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Gestaltung der Außenanlagen anfallen, können daher über die Baufinanzierung abgewickelt werden.

Das ist ein großer finanzieller Vorteil für die Hauseigentümer, da die Zinsen bei einem Baukredit recht niedrig ausfallen und die Laufzeiten lange. Dadurch ist pro Monat ein geringerer Kreditbetrag für die Rückzahlung fällig. Allerdings zahlen nicht alle Banken dafür den vollen Betrag. Manche finanzieren die Gestaltung der Außenanlagen nur teilweise.

Dazu kommt, dass die Konditionen für die Finanzierung nicht über die gesamte Laufzeit festgelegt sind. Daher sollte man sich früh genug überlegen, wie es danach weitergehen soll und was bei der Anschlussfinanzierung zu beachten ist. Zum Beispiel sollte man sechs Monate vor Ende des Kreditvertrages damit beginnen, verschiedene Angebote zu vergleichen.

Es muss auch geklärt werden, welche Art der Anschlussfinanzierung am besten passt: Prolongation, Umschuldung oder Forward-Darlehen. Bei der Wahl sind die angebotenen Konditionen wie auch die Restlaufzeit der Erstfinanzierung ausschlaggebend.

Es ist jedenfalls ratsam, die Gartenplanung beim Hausbau so genau wie möglich zu machen, damit die Kosten sowie der nötige Kreditbetrag realistischer kalkuliert werden können und keine teure Nachfinanzierung fällig wird. Viele vergessen es, die Gartengestaltung bei der Hausfinanzierung miteinzurechnen, dabei macht sie zwischen fünf und fünfzehn Prozent der gesamten Baukosten aus.

Gartengestaltung mit einem Garten-Kredit

Wer seinen bestehenden Garten umgestalten oder neu anlegen lassen möchte, die Gartengestaltung aber nicht über die Immobilienfinanzierung abbezahlen möchte, kann bei der Bank nach einem speziellen Kredit fragen. Vor allem Banken und Kreditinstitute mit einem regionalen Schwerpunkt bieten für solche Baumaßnahmen besonders günstige Kredite.

Diese sind aber in vielen Fällen an bestimmte Bedingungen geknüpft. Zum Beispiel kann es vorgeschrieben sein, dass bei der Gartengestaltung umweltfreundliche oder umwelterhaltende Kriterien erfüllt werden müssen. Wie diese im Einzelnen aussehen, ist von Bank zu Bank unterschiedlich.

Wer plant, dass sein Garten zukünftig viele Grünflächen haben und reich an Vegetation sein soll, hat gute Chancen auf solch einen günstigen Kredit. Ebenso diejenigen, die für die Umsetzung ihres Gartenprojektes ortsansässige Gärtner und Landschaftsarchitekten beauftragen.

Gartengestaltung mit einem Verbraucherdarlehen oder Kleinkredit

Bei einem kleineren Gartenprojekt reicht es aus, für die Finanzierung ein sogenanntes Verbraucherdarlehen zu nutzen. Dabei handelt es sich um einen Kredit speziell für geringere Beträge, die gerne genutzt werden, wenn die Gartenbesitzer einen Großteil der Umgestaltung selbst übernehmen.

Meistens sind beim Verbraucherdarlehen keine besonders günstigen Konditionen oder andere Vergünstigungen zu erwarten, dennoch gibt es große Unterschiede, zum Beispiel was Ratenaussetzen oder Sondertilgungen betrifft. Ein Vergleich verschiedener Angebote ist also ein Muss.

Eine Alternative bei geringen Beträgen, die als Darlehenssumme aufgenommen werden, ist ein Kleinkredit, der sich über eine kurze Laufzeit von nur einem Jahr auszeichnet. Somit ist der Kredit schnell abbezahlt. Außerdem gibt es eine große Auswahl an Anbietern, sodass es für jeden die richtigen Konditionen gibt.

Möglichkeiten zur Gartengestaltung

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, wie man seinen Garten verschönern und umgestalten kann. Sie reichen von kleinen Veränderungen bis hin zu umfangreichen Projekten.

Mehr Sichtschutz im Garten

Wer im Garten für mehr Sichtschutz vor neugierigen Blicken sorgen möchte, kann sich mit verschiedenen Mitteln aushelfen. Natürlichen Sichtschutz bietet eine klassische Hecke oder Pflanzen wie Kirschlorbeer, Bambus, Efeu oder Chinaschilf.

Es gibt auch schöne Alternativen aus Holz in kreativen Designs, die längst nicht mehr nach einem simplen Holzzaun aussehen. Eine Sichtschutzwand aus Weide oder ein Pflanzengitter sind da etwas ansehnlicher.

Anstatt einer massiven Steinmauer kann man Gabionenkörbe aufstellen lassen, die mit Steinen oder anderen natürlichen Materialien individuell befüllt werden können. Damit wirken sie nicht so massiv und schaffen eine angenehmere Atmosphäre als eine Mauer.

Ein Pool für die kühle Erfrischung

Bei hohen Temperaturen ist jede Abkühlung willkommen. Besonders praktisch ist es, wenn man sie jederzeit im Garten zu Verfügung hat. Swimmingpools gibt es in den verschiedensten Formen und Arten: eckig, rund, oval oder individuell gestaltet, als Stahlwandbecken, aus Polyester, aus Beton, aus Schal- oder Iso-Steinen.

Je nach Material ist der Bau eines Pools eine sehr aufwendige Gelegenheit, für die ein großes Maß an handwerklichem Geschick gefordert ist. Der Untergrund muss fest und eben sein, Steine und Wurzeln sind zu entfernen. Auch der Boden an sich muss geprüft werden, weil die Beschaffenheit Einfluss darauf hat, welche Baumaterialien überhaupt infrage kommen. Der Pool braucht außerdem einen Anschluss an die Strom- und Wasserleitung.

Die Terrasse neu gestalten

Statt im Wohnzimmer, sitzt man in den Sommermonaten viel lieber draußen, um die Sonne bei einem guten Buch oder einem gemütlichen Grillabend mit Freunden zu genießen. Nicht umsonst gilt die Terrasse immer mehr als Wohnzimmer für draußen. Dementsprechend wohnlich und gemütlich sollte sie gestaltet bzw. mit Möbeln und Pflanzen ausgestattet sein.

Bei der Gestaltung ist auch darauf zu achten, dass die Terrasse einen schönen Übergang vom Haus in den Garten darstellt. Aus diesem Grund sollte man die Materialien und den Stil der Möbel auf die Inneneinrichtung abstimmen, um ein harmonisches Gesamtbild zu schaffen.

Den Garten neu anlegen

Manch einer wünscht sich nach einer gewissen Zeit eine komplette Veränderung für seinen Garten. Das ist mit viel Aufwand verbunden, aber wenn die Planung gründlich durchgeführt wird, lohnt sich die Arbeit allemal. In einem ersten Schritt ist zu überlegen, was genau verändert werden soll bzw. welche Elemente der Garten nach der Umgestaltung enthalten soll. Etwa ein Gartenhaus, eine neue Terrasse, einen Bachlauf oder einen Nutzgarten.

Als nächstes wird der Garten ausgemessen und die Anordnung der Elemente in einer Skizze festgelegt, sofern man das Projekt Gartenumgestaltung selbst angehen möchte. Anschließend werden die Materialien ausgesucht und dann können die Arbeiten starten. Wer die Angelegenheit lieber einem Profi überlassen möchte, sollte einen Landschaftsgärtner oder Gartenarchitekten beauftragen.

Baumaßnahmen für einen schönen Garten
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Autor: Peter Baumeister

Der Autor > Über 25 Jahre Berufserfahrung im Bereich Bauen und Sanierung verdienen es zu Papier gebracht zu werden. Dabei neue interessante Tools und Techniken für Handwerker zu testen ist meine Passion.
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