Dachpappe verlegen – Anleitung – nageln oder kleben?

Mit der richtigen Anleitung kann Dachpappe selbst verlegt werden

Streichbare Dichtmasse für Dachreparatur

Streichbare Dichtmasse für Dachreparatur
9.2

GESAMTBEWERTUNG

9.2/10

Positiv

  • gebrauchsfertige, dauerelastische Dichtmasse
  • Minustemperaturen und in Feuchtigkeit verwendbar
  • sofort dicht
  • Polyesterfaserverstärkung
  • für Dachpappe, Mehrschichtsysteme, Aluminium, Glas, Schindeln, Zink, Dachrinnen, Camper und vieles mehr

Negativ

  • keine Bekannt

Als Erfinder der Dachpappe wird ein gewisser Friedrich Wilhelm Buttel genannt. Der aus Neustrelitz stammende Baumeister hat die Dachpappe 1842 der Öffentlichkeit erstmals vorgestellt. Somit war der Weg frei, unerwünschte Feuchtigkeit effizient fernzuhalten.

Die Zusammensetzung hat sich massgeblich geändert

Ursprünglich war Dachpappe ein Gemisch aus Jutegewebe, Polyester und Glasfaser. In Steinkohlenteer getränkt, ist diese Verbindung hochgiftig und stellte eine Gefahr für Mensch und Tier dar.

Muss heute bei Gebäudesanierungen alte Dachpappe entsorgt werden, sind Schutzmassnahmen für die Atmung ein MUSS. Diese Dachpappe darf nur fachgerecht als Sondermüll entsorgt werden. Bei einer Verbrennung entstehen sehr giftige Dämpfe.

Dies hat sich jedoch glücklicherweise anfangs der 1970er Jahre geändert. Heutige Dachpappen sind frei vom herkömmlichen Teer. Polymerbitumen (Bitumen) hat den schädlichen Teer abgelöst. In Europa soll es angeblich keine Produktion von Dachpappe mehr geben die nach alten „Rezepten“ arbeitet.

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  • Farbe: schwarz/grau
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Neue Dachpappen werden oft mit Sand der etwas grobkörnig ist veredelt. Die Beständigkeit gegen UV-Strahlen und die Abriebfestigkeit kann dadurch verbessert werden.

Die zweite Haut für das Dach

Dachpappe wird auch als „Unterdach“ bezeichnet. Es soll so verlegt werden, dass möglichst keine Feuchtigkeit oder gar Wasser in ein Gebäude eindringen kann.

Die heutigen Materialien sind langlebig, relativ einfach zu verarbeiten. Auch Hobbyhandwerker sind in de Lage Dachpappe richtig zu verlegen.

Bei einfachen Gebäuden, zum Beispiel Schrebergarten-Häuschen, Gartenenhäuschen oder einem Hühnerstall und dergleichen reicht oft Dachpappe. Auf ein Überdach etwas mit Ziegeln, Kupfer oder verzinktem Blech kann gelegentlich verzichtet werden

Video: Dachschindeln & Dachpappe verlegen.

Den Erfolg beschert die fachgerechte Verlegung

Vor der Materialbeschaffung stellt sich die Frage: Soll die Dachpappe genagelt oder geklebt werden. Der Handel bietet spezielle (Dachpappen)-Nägel mit extra-grossen Köpfen falls die Version nageln angewendet wird.

Ist die Option kleben angesagt, hat der Handel auch Lösungen im Angebot. So zum Beispiel Dachpappe die ab Werk bereits mit einem Klebeband versehen sind. Vergleichbar einem doppelseitigen Klebeband. Es muss lediglich noch die Schutzfolie am Klebstreifen abgezogen werden.

Die Stellen auf dem Untergrund wo das Klebeband hin soll ist vorgängig möglichst gut zu reinigen. Loser Untergrund und Staub verringern die Klebefähigkeit.

Vor-und-Nachteile von Klebe-Dachpappe

  • Lässt sich so gut wie auf allen Untergründen anwenden
  • Einmal geklebt lässt sich die Dachpappe nicht nach-richten
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Für das belegen von Flachdächern ist es empfehlenswert eine professionelle Firma zu engagieren. Flachdächer waren eine Zeit ein Renner im modernen (Wohnraum)-Bau. Davon ist man jedoch wieder abgekommen.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass mit den Jahren viele solcher Dächer Lecke bekommen haben. Irgendwo hat es dann bei Starkregen getropft. Ein solches Leck zu finden ist so gut wie unmöglich, da dass Wasser innerhalb des Betons grössere Strecken zurücklegen kann bis es irgendwo dann austreten kann.

In solchen Fällen hilft nur noch Dachpappe.

  • Professionelle Firmen verlegen Dachpappe in zwei aufeinanderliegenden Schichten.
  • Sie verfügen über ausreichen Know-How und auch das richtige Werkzeug wie Gasbrenner, Spachteln etc.
  • Die obere Schicht wird akribisch genau mit Bitumen verschweisst.
  • Um die Dachpappe gegen Umwelteinflüsse, (UV-Strahlen, Hagel) zu schützen wird diese dann meistens noch mit Kies oder Split eingedeckt.
  • So fachgerecht sanierte Flachdächer halten über viele viele Jahre. Darüber muss die ausführende Firma natürlich ein entsprechende Garantie ausstellen.

Variante Dachpappen-Schindeln

Um ins Ortsbild zu passen wird im Fachhandel auch Dachpappe in Form von Schindeln angeboten. Sie ähneln herkömmlichen Schindeln aus Holz oder Schiefer. In Bergdörfern sind solche Dachpappen-Schindeln eine gerne gesehene Option, Häuser gegen eindringendes Wasser und Feuchtigkeit zu schützen.

Damit diese Funktionsweise greift, sollte ein Dach eine Mindestneigung aufweisen. Lieferanten sind in der Lage Dachpappen-Schindeln in jeder gewünschten Form und Grösse zu liefern, sogar die Farbe kann gewählt werden.

Dies kann von Vorteil sein, wenn es zum Beispiel darum geht An-und-Neubauten bestehender Gebäude im gleichen Stiel mit neuen Materialien einzudecken. Auf etwas Entfernung ist kaum ein optischer Unterschied festzustellen. Allerdings ist der Wirkungsgrad der neuen Materialien um ein X-faches besser.

Dachpappe verlegen: Keine Hexerei

Männer (auch Frauen) mit einem Flair für handwerkliche Arbeiten können Dachpappe durchaus in Eigenregie verlegen. Ausgenommen bei Flachdächern und Dachpappen-Schindeln sind keine besonderen Kenntnisse erforderlich.

Die Vorgangsweise ist immer gleichbleibend. Zuerst muss immer die zu belegende Fläche zu berechnen. Mit der einfachen Formel, Länge x Breite ist dies schnell ermittelt. Es müssen jedoch pro zu verlegender Bahn immer etwas 10 cm Überschlag dazu gerechnet werden.

Je nach Trägermaterial kann nun selbstklebende Dachpappe oder Dachpappe zum aufnageln gekauft werden. Im Fachhandel gibt es Rollen mit einer Standardbreite von einem Meter und zehn Metern Länge.

Zur Vorbereitung gehört natürlich auch den Untergrund von alten, vorstehenden Nägeln zu befreien. Danach sollte der Untergrund möglichst gut gereinigt werden. Dies ist sehr wichtig um mechanische Schäden zu vermeiden.

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Verlegt wird immer von unten nach oben. Reichen 10 Meter nicht bis zum First wird die nächste Rolle angesetzt. Auch hier muss die Überlappung mindestens 10 cm betragen. Beim ansetzen der Rolle am unteren Dachende müssen ebenfalls mindestens 2 cm überstehen.

Mit dem abrollen der Dachpappe kann diese nun nach und nach genagelt werden. Dies kann von Hand sein, oder aber auch mit Klammern die über eine Luftdruckpistole eingeschossen werden. Wer sich eine elektrische Klammer-Pistole zulegen möchte muss darauf achten ein leistungsfähiges Werkzeug zu kaufen. Gelegentlich kann Holz doch recht hart sein. Bastlerwerkzeuge haben oft nicht den nötigen Power.

Je nach Dachschräge sollte eine vernünftige Eigensicherung in Betracht gezogen werden.

Nach dem fixieren sollte die verlegte Bahn nun gut vernagelt werden. Hier ist darauf zu achten nicht auf die Dachpappe zu treten um diese nicht zu beschädigen.

Nun kann begonnen werden die nächste Bahn nach gleichem Muster hoch zu ziehen. Zu Beginn kann und sollte ein Reststück verwendet werden damit sich die horizontalen Überlappungen verschieben. Im Fachjargon nennt man dies „englisches Verlegen“. Beim Nachnageln ist darauf zu achten, dass die Nägel nicht zu weit am Rand der Dachpappe gesetzt werden. Der ideale Abstand vom Rand ist etwa 8 cm. Eine weitere Nagelreihe sollte ungefähr in der Mitte der Breite vorgenommen werden.

Die einzige Schwierigkeit besteht lediglich darin, die Nägel mit Gefühl einzuschlagen. Das heisst dass der Nagelkopf auch wirklich auf der Dachpappe aufliegt, diese aber nicht verletzt. Ein leichter Hammer lässt sich feinfühlender führen wie ein schwerer Hammer.

Bei Überlappungen, ist zu beachten, dass hier die doppelte Materialstärke vorliegt. Ein Nagel kann also nicht gleich weit vorgetrieben werden.

Sollte doch einmal eine Verletzung der Dachpappe erkannt werden, empfiehlt es sich diese mit einem Tupfen Silikon gleich sofort auszubessern. Nachträgliche Flickarbeiten sind nicht nur Mühsam, es besteht das Risiko weitere Beschädigungen anzurichten. Nun kann der Dachdecker damit beginnen die Dachlatten zu setzen um das Dach mit Ziegeln einzudecken.

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