Diese Förderung für Dämmung, Fenster & Dach gibt es

Welche Förderungen gibt es für die Sanierung von Fenstern, Dach und Dämmung? Und vor allem: Wie läuft die Förderung ab?

Welche Förderung für Wärmedämmung gibt es?

Möchte man langfristig bei den Heizkosten sparen, kommt man um eine Wärmedämmung nicht herum. Für Sanierungsmaßnahmen in den Bereichen Fenster, Dach und Fassade gibt es Förderungen vom Staat.

Förderprogramm Fördermaßnahme Beschreibung Förderung
Zuschuss KfW 430 Dämmung von Fassade, Dach, Keller und Geschossdecken 10 bis 30 % aller Kosten werden bezuschusst max. 5.000 € je Wohneinheit
Kredit KfW 152 Dämmung von Fassade, Dach, Keller und Geschossdecken Zinsgünstiger Kredit auch für Einzelmaßnahmen max. 3.750 € je Wohneinheit + 7,5 % Tilgungszuschuss
Kredit KfW 151 Dämmung von Fassade, Dach, Keller und Geschossdecken Zinsgünstiger Kredit bei Dämmung zu einem KfW-Effizienzhaus max. 27.500 € pro Wohneinheit und bis zu 27,5 % Tilgungszuschuss

Plant man eine Dämmung, dann sollte man in sich in jedem Fall zuerst an einen Energieberater wenden. Dieser ist sowieso bei einer Zusammenarbeit mit der KfW notwendig, denn nur er kann am ende die Verbesserung des energetischen Zustandes des Hauses garantieren.

Was ist bei der Erneuerung von Fenstern zu beachten?

Bevor man sich aufgrund einer Dämmung zum Austausch der Fenster entschließt, sollten einige Fragen geklärt sein. Bei Fenstern kommt es schließlich nicht nur auf Farbe und Material an, denn das Fenster muss bauphysikalisch zum Haus passen. Aus diesem Grund sollte beim Tausch der Fenster aufgrund einer Dämmung immer das ganze Haus mit seinen Eigenschaften im Vordergrund stehen. Oftmals ist es so, dass nach einem Tausch der Fenster, die Wärmedämmung hier besser ist als bei den Wänden. Dies wiederum kann langfristig zu Schimmelproblemen führen. Aus diesem Grund muss entweder die Lüftung angepasst oder es mehr generell mehr gelüftet bzw. anders gelüftet werden. Empfehlenswert sind hier raumluftgesteuerte Lüftungssysteme.

Besonderheiten bei der Dachdämmung

Mit einer Dachdämmung lassen sich die Heizkosten spürbar senken. Die effektivste, aber auch teuerste Variante ist hier die Aufsparrendämmung. Günstiger wird es mit der altbewährten Zwischensparrendämmung. Letztere kann auch kostengünstig im Rahmen einer Einblasdämmung vorgenommen werden. Für sämtliche Arbeiten in diesem Bereich werden die Kosten im Rahmen von bestimmten Förderprogrammen übernommen. Hilfestellung in diesem Bereich bekommt man von einem Energieberater vor Ort, der das Für und Wider der angestrebten Maßnahmen abwägt.

Wo kann ich Förderungen für Dämmung beantragt werden?

Um eine Förderung für eine Dämmung zu beantragen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zuerst sollte man sich fragen, welche Förderprogramme infrage kommen und ob man Förderprogramme auch miteinander kombinieren kann. Neben den Anbietern KfW und BAFA gibt es auch Programme vom Kreis, vom Land oder auf kommunaler Ebene.

Den KfW-Zuschuss stellt man direkt bei der KfW-Bank. Dies geht einfach online im Zuschuss-Portal der KfW. Man benötigt hier nur die Bestätigung zum Antrag vom Energieberater. Man kann auch seinem Energieberater eine Vollmacht erteilen, damit er die Angelegenheit übernimmt.

Zuschüsse für eine energetische Einzelmaßnahme kann man mit den entsprechenden Formularen direkt bei der BAFA beantragen. Man benötigt hier nur die ID der technischen Projektbeschreibung vom Energieberater.

Einen KfW-Förderkredit kann man sowohl bei der Bank wie auch bei der Bausparkasse beantragen. Zum Termin sollte man die Bestätigung zum Antrag vom Energieeffizient-Experten dabei haben.

Viele der Förderungen müssen vor Baubeginn beantragt werden. Beginnt man mit den Baumaßnahmen davor, kann es sein, dass die Förderung abgelehnt wird. Man sollte also eine Modernisierung schon im Vorfeld auf eine eventuelle Förderfähigkeit überprüfen. Unter Umständen ist es dann möglich, dass die Fördersumme erhöht wird, wenn man die Planung entsprechend verbessert.

Welche Förderung man wo erhält kann man ganz einfach mit der Fördermittel Suche herausfinden. Dazu benötigt man nur ein paar Eckdaten des Hauses und der geplanten Maßnahme.

Warum einen Energieberater beauftragen?

Im ersten Schritt kommt es durch den Energieberater zu einer Art Bestandsaufnahme des energetischen Zustandes. Der Energieberater beurteilt die Gebäudehülle sowie die Qualität der vorhandenen Heizung. Somit ist im Vorfeld schon einmal klar, welche Mängel das Objekt hat und wo man mit einer Dämmung ansetzen kann.

Nach der Bestandsaufnahme kann der Energieberater Vorschläge machen, wie man die Schwachstellen beseitigen kann und welche Kosten dies verursacht.

Hat man sich für eine bestimmte Maßnahme entschieden, dann wird der Energieberater eine detaillierte energetische Fachplanung vornehmen, sodass die Arbeiten ausgeschrieben werden können. Der Energieberater sollte4 dann nach Möglichkeit auch die Baubegleitung übernehmen.

Man erhält dafür ca. 50 % der Kosten zurück. Vorteil ist, dass der Energieberater sofort Schwachstellen entdeckt und dafür sorgen kann, dass es zu Nachbesserungen kommt. Nach Fertigstellung der Maßnahmen weist er den Bauherren auf das richtige Heizen und Lüften ein.

Des Weiteren wird der Energieberater benötigt, da nur er die entsprechenden Anträge und Gutachten erstellen kann, die man für den Antrag zur Förderung einer Dämmung benötigt. Ohne die entsprechenden Unterlagen des Energieberaters kann man bei vielen Stellen keine Förderung beantragen und würde somit leer ausgehen.

Wesentliche Voraussetzung für eine Förderung in den verschiedenen Programmen ist die Erstellung eines Sanierungskonzeptes sowie die anschließende Baubegleitung. Diese kann fachgerecht nur von einem Energieberater durchgeführt werden.

Welche Zuschüsse gibt es von der KfW?

Die KfW-Förderung ist sehr vielfältig und es gibt eine Reihe von verschiedenen Zuschüssen.

Tilgungszuschuss – Für Effizienzhaus 55, 40 und 40 Plus

Förderkredit – Es gibt verschiedene KfW-Kredite. Es wird hierbei unterscheiden in folgende Varianten:

  • bis zu 10 Jahre Kreditlaufzeit bei 1 bis 2 tilgungsfreien Jahren
  • bis zu 20 Jahre Kreditlaufzeit bei 1 bis 3 tilgungsfreien Jahren
  • bis zu 30 Jahre Kreditlaufzeit bei 1 bis 5 tilgungsfreien Jahren
  • bis zu 10 Jahre Kreditlaufzeit mit vollständiger Tilgung zum Laufzeitende

KfW-Programm 153 – Mit diesem Programm wird man beim Neubau oder dem Ersterwerb eines KfW-Effizienzhauses 55, 40 oder 40 Plus unterstützt.

Das KfW-Effizienzhaus muss dabei einem definierten energetischen Standard unterliegen. Ausschlaggebend ist hierbei die Kennzahl. Als Faustregel kann man hier sagen – Je kleiner die Kennzahl, umso geringer ist der Energiebedarf des Gebäudes und umso mehr Geld bekommt man von der KfW. Es gibt hierbei unterschiedliche Standards des KfW-Effizienzhauses, welches mit 55, 70, 85, 100 und 115 bezeichnet wird. Im Gebäude4energiegesetz gibt es dafür Maximalwerte, die nicht überschritten werden dürfen.

KfW-Programm 124/134 – Dieses Programm kann man mit dem Programm 153 kombinieren, wenn man das Haus selbst bezieht. Mit der Kombination der beiden Programme kann man seine Gesamtkosten bis zu 100 % finanzieren.

KfW-Programm 151 – Dieses Programm greift, wenn das Gebäude energetisch saniert wird. Allerdings muss der Bauantrag hier vor dem 1. Februar 2002 gestellt worden sein.

Wie eine Förderung für Dämmung beantragen?

Möchte man eine Förderung für eine Dämmung beantragen, dann müssen einige Punkte beachtet werden. Bei einigen Maßnahmen, die an der Gebäudehülle vorgenommen werden, muss ein Energieberater mit Energieberater muss hierfür eine technische Projektbeschreibung anfertigen.

Erst mit der entsprechenden TBP-Identifikationsnummer kann man den Antrag stellen. Die KfW fordert vor der Antragstellung eine spezielle Bestätigung zum Antrag durch den Energieberater. Dieses Formular muss man dann an den Finanzierungspartner schicken, damit der Tilgungszuschuss ausgezahlt werden kann.

Ganz wichtig ist dabei, dass man den Antrag auf Fördermittel vor dem Beginn der Dämmungsmaßnahmen stellt. Stellt man den Antrag erst während der Bauarbeiten ist die Förderung nicht mehr möglich und man muss die Kosten komplett selbst tragen.

Wann bekommt man KfW Zuschuss?

Es gibt verschiedene KfW-Zuschüsse. In der Tabelle kann man sehr gut erkennen, welche Zuschüsse man wofür bekommt.

KfW Zuschuss Zweck Zuschussart maximaler Zuschuss
KfW 151 energieeffiziente Sanierung einer Bestandsimmobilie Tilgungszuschuss 48.000 € pro Wohneinheit
KfW 153 Kauf eines energieeffizienten Neubaus Tilgungszuschuss 30.000 E pro Wohneinheit
KfW 424 Baukindergeld Direktzuschuss 1.200 € pro Kind und Jahr
KfW 430 Zuschuss zur energieeffizienten Sanierung Direktzuschuss 48.000 € pro Wohneinheit
KfW 431 Zuschuss zur Baubegleitung Direktzuschuss 4.000 € pro Wohneinheit
KfW 455 Altersgerechter Umbau zur Barrierereduzierung und Einbruchschutz Direktzuschuss 6.250 € pro Wohneinheit

Wer bekommt KfW Zuschuss?

Als Immobilienbesitzer oder als -käufer kann man einen KfW-Zuschuss bekommen. Dazu müssen für das Eigenheim folgende Maßnahmen geplant sein: die Umwandlung in ein energieeffizienzhaus, eine energieeffiziente Sanierung des Gebäudes oder einen altersgerechten Umbau eines bestehenden Gebäudes.

Man bekommt ebenfalls einen Zuschuss, wenn man seine Immobilie altersgerecht, barrierereduzierend oder einbruchsichernd umbaut. Für mehr Wohnkomfort und Einbruchschutz kann man ein KfW-Darlehen bis zu einer Höhe von 50.000 € beantragen.

Der Antrag muss dabei immer über ein Kreditinstitut laufen. In den meisten Fällen ist eine Energieberatung im Vorfeld für die erfolgreiche Förderung notwendig. Alle Unterlagen müssen dann mit dem Förderantrag eingereicht werden. Die Energieberatung kann ebenfalls gefördert werden, wenn sie durch einen Energieeffizienz-Experten durchgeführt wird.

Kann man KfW nachträglich beantragen?

Mit einer Förderung werden Sanierungen meist erleichtert und sind somit auch vielfach Anreiz für die Sanierung. Jedoch muss ein wesentliches Merkmal beachtet werden. Die Förderung muss immer im Vorfeld beantragt werden.

Dabei ist es vollkommen egal, ob man sich für eine Dämmung, eine neue Heizung, neue Fenster oder einer neuen Haustür entscheidet. Das KfW-Programm 430 muss immer vor Beginn der Sanierung gestellt werden. Gleiches gilt für das Programm 455 zum Einbruchschutz und zur Barrierefreiheit.

Auch bei der BAFA müssen die Förderanträge vor der Sanierung gestellt werden. Dazu muss man sich zuerst auf der Homepage der BAFA registrieren. Den Zuschuss kann man dann nur vor der Sanierung und innerhalb von 6 Monaten nach der Registrierung stellen.

Beantragt man die Förderung während oder gar erst nach den Sanierungsmaßnahmen, geht man in jedem Fall leer aus, denn die Förderung wird dann nicht mehr genehmigt.

Einzig und allein bekommt man vom Finanzamt einen Zuschuss, wenn man den Antrag für die Förderung verpasst hat. Man kann beim Finanzamt am Jahresende alle Handwerkerkosten absetzen. Materialkosten sind hier jedoch nicht enthalten. Man kann bis zu 6.000 € steuerlich geltend machen und bekommt 20 % – also 1.200 € zurück.

Fazit: Ist es sinnvoll eine Förderung für Dämmung zu beantragen?

Es lohnt sich in jedem Fall eine Förderung für eine Dämmung zu beantragen. Egal ob man nur die Wände, die Dachflächen oder die einzelnen Geschossdecken auch als Einzelmaßnahme saniert, kann man einen Zuschuss für eine förderfähige Investition bis zu 50.000 € pro Wohneinheit beantragen.

Dieser Zuschuss beträgt immerhin 20 % der förderfähigen Baukosten. Somit sind höchstens 10.000 € pro Wohneinheit gefördert. Bei einer vollständigen Sanierung zu einem KfW-Effizienzhaus, also einem Haus mit einem höheren Energiestandard gibt es immerhin förderfähige Investitionen bis zu 120.000 € pro Wohneinheit.

Des Weiteren kann man durch eine Sanierung nicht nur eine Förderung bekommen, sondern wiederum Steuern sparen. Innerhalb von 3 Jahren ist es somit möglich, dass man 20 % der Investitionskosten von der Steuer absetzen kann. Höchstens werden 40.000 € bewilligt. Wird eine Energieberatung benötigt, dann kann man diese Kosten ebenfalls bis zu 50 % von der Steue5r absetzen.

Allerdings muss man sich zwischen dem Steuervorteil und den staatlichen Förderprogrammen entscheiden. Beides gleichzeitig ist nicht möglich. Für welche der Möglichkeiten man sich entscheidet, sollte man mit seinem Steuerberater oder seinem Energieberater durchrechnen.

Auf keinen Fall sollte man auf eine Förderung verzichten und dadurch bares Geld verschenken. Mit einem kostenlosen Fördermittel-Check kann man im Vorfeld ausrechnen mit welcher Förderung man rechnen kann und ob sich dann eine Dämmung überhaupt lohnt. Die Möglichkeiten sind hierbei jedoch sehr vielversprechend.

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