Einbruchschutz bei Lichtschachtgitter – Gitterrost absichern

9.4

GESAMTBEWERTUNG

9.4/10

Positiv

  • Idealer Schutz für Gitterroste gegen Aufhebeln
  • Spezialhangschloss schnell lösbar für Fluchtwegvorschriften
  • mit variabler Kette
  • ideal für Kunststofflichtschächte
  • besonders für Kunststofflichtschächte geeignet

Negativ

  • keine Bekannt

Warum das Lichtschachtgitter mit Einbruchschutz ausstatten

Ein Haus bietet Einbrechern in der Regel eine Vielzahl an relativ leicht zugänglichen Einstiegsmöglichkeiten. Ins Auge fallen dabei natürlich zunächst Türen und die Fenster im Erdgeschoss. Der Markt für Mittel zur Einbruchsprävention bietet dementsprechend viele Produkte, die Fenster und Türen sichern. Lichtschachtgitter und die darunter liegenden Kellerfenster hingegen werden oft übersehen, dabei sind sie hervorragend geeignet, um sich unbefugten Zugang zum Haus zu verschaffen.


Nicht selten können Einbrecher hier eindringen, ohne die geringsten Spuren zu hinterlassen, weil der Lichtschachtgitter nicht gesichert ist und das Kellerfenster zum Lüften offen steht. Das geht zudem schneller als das Aufhebeln eines Fensters oder einer Tür im Erdgeschoss. Ein schlanker und wendiger Einbrecher kommt dabei auch in kleinere Lichtschächte und durch die dazugehörigen Fenster und selbst wenn das Fenster geschlossen ist, kann er nun in aller Ruhe dieses Fenster aufbrechen, denn im Lichtschacht ist er vor Blicken aus der Nachbarschaft verborgen.

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Doch das dicke Ende muss für den oder die Hauseigentümerin nicht mit dem Verlust von Wertsachen kommen. Das dicke Ende ist nicht selten das Schreiben der Versicherung, bei der eine Police gegen Einbruch abgeschlossen wurde. Versicherungen gegen Einbruch setzen entsprechende Präventivmaßnahmen voraus, die den unbefugten Zugang erschweren. Ein oder mehrere ungesicherte Lichtschachtgitter sind zweifellos ein Grund für die Versicherung, die Leistung im Schadensfall zu verweigern.

Wie kann ich Lichtschachtgitter sichern

Lichtschachtgitter liegen in der Regel auf dem obersten Rand eines Lichtschachtes aus Beton, GFK oder Kunststoff auf beziehungsweise sind in einen Rahmen eingefasst, der wiederum aus Kunststoff oder aber auch aus Stahl bestehen kann. Da Lichtschächte nur auf drei Seiten eine Auflage bieten, wird die notwendige wandseitige Auflage meist durch einen an der Wand verschraubten Stahlwinkel ersetzt. Das muss aber nicht unbedingt sein. Die Sicherung eines Lichtschachtgitters gegen anheben erfolgt immer von unten, denn eine Sicherung von oben würde eine Stolperfalle erzeugen.

Je nach Modell besitzen Lichtschachtgitter zur Wandseite hin einen Winkel, der unter den Winkel der wandseitigen Auflage geschoben wird. Damit sind nur noch zwei Sicherungspunkte an der gegenüberliegenden Längsseite des Lichtschachtgitters notwendig. Besteht keine wandseitige Auflage, sollte das Lichtschachtgitter an vier Punkten, am besten an den vier Ecken, gesichert werden.

Zur Sicherung selbst werden Festhaltevorrichtungen, meist aus verzinktem oder aus Edelstahl bestehend, an das Gitter geschraubt, wobei die Verschraubung verdeckt ist, damit Einbrecher hier nicht von Oben mit entsprechendem Werkzeug ansetzen können. Von den Festhaltevorrichtungen führt eine Kette oder ein Gestänge etwa 30 bis 40 cm hinab, wo das untere Ende an der Lichtschachtwand oder der Kellerwand befestigt wird. Auf diese Weise lässt sich das Lichtschachtgitter nicht mehr von oben anheben oder aufbiegen.

Wann eine Sicherung für das Lichtschachtgitter mit Panikfunktion

Der Begriff Panikfunktion wird gerne mit dem populären „Panic Room“ in Verbindung gebracht, der vor allem aufgrund eines gleichnamigen Hollywoodstreifens mit Jodie Foster in der Hauptrolle eine hohe Bekanntheit erlangte. Allerdings sind die Vorzeichen bei der Panikfunktion an einer Sicherung für Lichtschachtgitter genau umgekehrt. Im Panic Room sperren sich Menschen absichtlich vor Einbrechern ein. Die Panikfunktion an der Sicherung des Lichtschachtes hingegen soll es Menschen erleichtern, das Lichtschachtgitter von Innen schnell entfernen zu können, um so selbst schnell ins Freie gelangen zu können.

Eine Panikfunktion an der Sicherung eines Lichtschachtgitters lässt sich am ehesten mit dem Schloss eines Sicherheitsgurtes im Pkw vergleichen. Durch das Drücken einer Taste wird die Verriegelung gelöst und das Lichtschachtgitter lässt sich von unten hochdrücken. Genauso einfach lässt sich die Sicherung wieder herstellen, indem die Verriegelung wieder in das Schloss hineingedrückt wird.

Eine Panikfunktion an einem Lichtschachtgitter ist immer dann vorteilhaft oder sogar vorgeschrieben, wenn sich Personen häufig im Keller aufhalten, etwa in einer Kellerwohnung oder in einem im Keller eingerichteten Büro. In solchen Fällen werden das Kellerfenster und das Lichtschachtgitter Bestandteile eines Fluchtweges, wenn zum Beispiel durch einen Brand im Erdgeschoss der Fluchtweg über die Kellertreppe versperrt ist und es keine weiteren Ausgänge gibt.


Fazit: Ist das Lichtschachtgitter sichern sinnvoll?

Die Frage lässt sich am besten beantworten, indem die Folgen durchdacht werden, die ein ungesichertes Lichtschachtgitter nach sich ziehen kann. Hier sollte nicht die Erfahrung klug machen, sondern die Prävention nicht nur materielle, sondern auch seelische Schäden verhindern, die ein Einbruch durchaus auslösen kann.

Gründe für die Sicherung des Lichtschachtgitters

Der Einbruchschutz steht bei der Sicherung der Lichtschachtgitter rund ums Haus an absolut erster Stelle. Ein zwar selten vorkommendes, aber mögliches Ereignis ist ein Starkregen mit solchen Wassermassen, die den Lichtschacht vollaufen lassen und das Lichtschachtgitter herausdrücken. Immerhin schafft es Wasser, schwere Kanaldeckel aus Beton oder Gusseisen hochzuheben, dann stellt ein Lichtschachtgitter kein Problem dar. Der offene Lichtschacht jedoch bildet im meist trüben Wasser eine potenzielle Gefahrenquelle für Menschen.

Wann kann auf eine Sicherung des Lichtschachtgitters verzichtet werden

Eigentlich kann auf die Sicherung von Lichtschachtgittern nur dann verzichtet werden, wenn gewährleistet ist, dass weder Einbrecher noch Regenwasser in entsprechenden Mengen an den Lichtschacht herankommen. Ebenso kann auf die Sicherung des Lichtschachtgitters verzichtet werden, wenn das darunter liegende Fenster selbst gut gegen Einbruchsversuche gesichert ist.

Dabei ist jedoch die Sicherung des Lichtschachtgitters, sogar inklusive einer Panikfunktion, die vermutlich preiswertere Variante, wenn das gesicherte Kellerfenster einen gleichwertigen Schutz bieten soll. Hier muss auch bedacht werden, dass ein zusätzlich vergittertes Kellefenster den Lichteinfall und die Belüftung zusätzlich einschränkt.

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