Fensterdurchführung aus Plexiglas für Klimaanlage

Eine Fensterabdichtung oder Fensterdurchführung aus Plexiglas für Klimaanlage selber bauen?

9.8

GESAMTBEWERTUNG

9.8/10

Positiv

  • klebefrei, ohne Klett, ohne Reißverschluss, kein Bohren, nur rasten!
  • einfach anwendbar
  • für Rollladenführungen
  • für alle Schlauchdurchmesser
  • 3-fach Dichtsystem

Negativ

  • keine Bekannt

Jede Klimaanlage, ob es sich nun um ein mobiles oder ein fest installiertes Gerät handelt, muss warme Abluft nach draußen leiten können. Gleichzeitig muss gewährleistet sein, dass der Bereich rings um die Fensterdurchführung gut abgedichtet ist. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Auch Plexiglas wird darunter immer wieder genannt.


Ist Plexiglas als Fensterabdichtung für Klimaanlagen geeignet?

Dass Plexiglas ein ganz besonderes Material ist, konnte es der breiten Bevölkerung spätestens mit der Corona-Pandemie beweisen, als es als transparentes, schützendes Material allgegenwärtig wurde.

Dies sind auch die Eigenschaften, die man sich an anderer Stelle zunutze machen kann, etwa bei Fensterabdichtungen, die für mobile Klimaanlagen benötigt werden. Hier sind die positiven Eigenschaften von Plexiglas unübersehbar: Es ist robust und weitgehend bruchsicher, hat dennoch nur ein geringes Eigengewicht und lässt sich nahezu so einfach bearbeiten wie Sperrholz. Vor allem aber ist es transparent und bietet sich daher besonders für den Einsatz am Fenster optimal an.

Wichtig ist allerdings, beim Plexiglas auf einige Details zu achten. So ist dieses Material in unterschiedlichen Stärken zu bekommen. In den meisten Fällen bietet sich für die Fensterabdichtung eine Materialstärke zwischen 4 und 10 Millimetern an. Dünnere Platten bieten zu wenig Widerstand gegen Wind und Wetter, noch dickere Platten sind überdimensioniert, dadurch im doppelten Sinne schwer zu verarbeiten und vergleichsweise teuer.

Da Plexiglas recht schnell verkratzt, wird es immer mit einer Schutzfolie verkauft. Diese sollte erst abgezogen werden, wenn die Fensterabdichtung an ihrem endgültigen Platz installiert wurde.

Übrigens gibt es auch Händler, die vorgefertigte Plexiglasplatten für die Fensterabdichtung anbieten. Bei diesen wurde der Ausschnitt für die Schlauchdurchführung bereits gemacht, sodass die Platte nur noch auf die individuellen Maße zugeschnitten werden muss.

Was brauche ich um eine Fensterdurchführung aus Plexiglas für Klimaanlagen zu bauen?

Um eine Fensterdurchführung aus Plexiglas für das Klimagerät zu bauen, wird einiges an Material benötigt. Zu nennen sind hier v.a.

  • Eine Plexiglasplatte (zwischen 5 und 10 mm stark)
  • Ein Aluflexrohr
  • Einen Fensteradapter (zum Einpassen des Rohrs in die Plexiglasplatte)
  • ein entsprechendes Reduzierstück
  • Material zum Festhalten der Plexiglasplatte in der Fensteröffnung (zum Beispiel doppelseitiges Klebeband)
  • Eine Stich- oder Decoupiersäge nebst geeignetem Sägeblatt
  • Eine Bohrmaschine mit geeignetem Bohrer
  • Einen Markierstift
  • Ein Maßband
  • Ein Lineal
  • Schutzausrüstung (Handschuhe, Mund-, Nasen- und Augenschutz)

Es lohnt sich in keinem Fall, am falschen Ende zu sparen und auf Material zu verzichten oder zu improvisieren. Dafür zeichnet sich die Fensterdurchführung als langlebige, professionelle Lösung aus.

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Wie eine für die Klimaanlage eine Fensterdurchführung selber bauen?

Zuerst muss das notwendige Material besorgt werden. Vieles aus der genannten Liste werden Heimwerker bereits zu Hause haben, andere Dinge erfordern die Fahrt in den Baumarkt. Meistens sind diese aber ständig vorrätig, sodass man zu Hause direkt mit der Arbeit beginnen kann.

Natürlich müssen die Abmessungen des Fensterrahmens im nächsten Schritt eingezeichnet werden. Die Plexiglasplatte wird im Prinzip wie ein Fliegengitter eingesetzt, daher werden die Abmessungen des Rahmens innen gemessen.

Beim Ausschnitt für den Schlauch müssen die Abmessungen sowohl auf den Schlauch als auch auf den zuvor einzusetzenden Fensteradapter abgestimmt sein. Reicht die Länge des Abluftschlauches bis zur vorgesehenen Öffnung? Müssen spezielle Vorgaben des Klimaanlagenherstellers für die Platzierung beziehungsweise Verlegung des Schlauches beachtet werden? Um einen vollkommen runden Ausschnitt zu erreichen, kann man sich eventuell auch an einen Profihandwerker wenden. Dort zahlt man zwar ein paar Euro, dafür kann sich das Ergebnis schon beim ersten Versuch sehenlassen.

Nach dem Aus- und Zurechtschneiden wird der Fensteradapter für den Schlauch eingesetzt und der Schlauch einmal testweise eingeschoben. Wenn alles passt, kann die Plexiglasscheibe in den Fensterrahmen eingesetzt und dort befestigt werden. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten die auch davon abhängen, ob die Fensterabdichtung dauerhaft an Ort und Stelle verbleibt oder nur bei Bedarf (also bei Betrieb der Klimaanlage) eingesetzt wird.

Darüber hinaus gibt es spezielle Lösungen, wenn das Fenster auch mit angeschlossenem Abluftschlauch zu öffnen sein soll.


Fazit: Ist die Fensterabdichtung für mobile Klimaanlagen aus Plexiglas die bessere Lösung?

Eine Fensterabdichtung aus Plexiglas ist beim Einsatz einer mobilen Klimaanlage in vielen Fällen eine bestechende Lösung. Immerhin wiegt die Platte wenig, kann sehr einfach auch in der heimischen Werkstatt bearbeitet werden und sieht nach dem Einpassen in die vorgesehene Fensteröffnung professionell aus.

Zudem ist es ein gewaltiger Vorteil, dass es sich bei Plexiglas um ein transparentes Material handelt. Daher lässt die Fensterabdichtung das Tageslicht nahezu ungehindert in den Raum fallen.

Allerdings ist Plexiglas nicht ganz billig und neigt zum schnellen Verkratzen. Wer sich den Umgang mit dem Material nicht zutraut und auch keinen Handwerker beauftragen möchte, der sollte sich in Sachen Fensterabdichtung lieber für eine andere Lösung entscheiden.

Auch wenn eine mobile Klimaanlage in immer wieder wechselnden Räumen mit unterschiedlich großen Fenstern eingesetzt wird, bietet sich eine Fensterabdichtung aus Plexiglas nicht an – es sei denn, man möchte eine solche für jeden Raum separat bauen, in dem die mobile Klimaanlage genutzt wird.

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