Fixkosten und laufende Kosten einer Holzheizung

Was Sie über die Kosten Ihrer Heizung wissen sollten

THERMIA Kaminofen Olympus E, Stahl, 7 kW

9.4

GESAMTBEWERTUNG

9.4/10

Positiv

  • Heizleistung: 7 kW
  • Aschebehälter: Ja
  • Gewicht: 95 kg
  • Rauchrohranschluss
  • ovale Form, abgerundete Sichtscheibe

Negativ

  • keine Bekannt

Das offene Feuer unserer Vorfahren hat sich längst mit moderner Technik verbunden und verschiedene Varianten für das gefahrlose und komfortable Heizen mit Holz hervorgebracht. Zwei Arten von Kosten entstehen bei der Anschaffung bzw. dem Gebrauch einer Holzheizung.

Die eine Art wird zu den Anschaffungskosten gerechnet, die andere zu den Betriebskosten. Dabei variieren die Kosten einer Holzheizung abhängig vom Umfang des Heizsystems und gewünschter Ausführung. Bei Anschaffung und Installation der Holzheizungen fallen ebenso verschiedene Kosten an, da es verschiedenartige Holzheizungen gibt.

Zusatzheizung oder Zentralheizung?
Die wohl günstigste Alternative der Holzheizung stellt der Öfen dar, doch dieser ist genauso wie der etwas aufwendigere Kamin, für das Beheizen der kompletten Wohnfläche eher nicht geeignet. Meistens kommen die Kamine deshalb als Zusatzheizung zu einem vorhandenen Heizsystem zum Einsatz und dienen der Einzelraumtemperierung.

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Die so genannten Holzzentralheizungen sind etwas kostspieliger, dafür aber als ausschließliches Heizsystem für das komplette Objekt und ebenso zur Brauchwassererwärmung verwendbar. Dennoch haben alle Holzheizungen eines gemeinsam: Sie alle müssen mit Holz befüllt und angemessen gewartet werden. Natürlich entstehen hierfür ebenfalls Kosten, wobei sich die laufenden Kosten, bei korrektem Umgang mit dem System, gegenüber Heizsystemen mit fossilen Heizstoffen durchaus lohnen.

Anschaffungskosten für Einzelraum-Befeuerungsanlagen
Auch wenn Sie über ein geringes Budget verfügen, bietet der Handel heutzutage viele Möglichkeiten, um eine Holzheizung zu erwerben. Schon für unter 1.000 Euro gibt es gute Kaminöfen zur Einzelraumbefeuerung. Diese eignen sich allerdings nur bedingt für die Verwendung als alleinige Heizquelle. Eine etwas kostspieligere Angelegenheit stellt der Kamin dar.

Kosten einer Holzheizung - Alle wichtigen Infos
Kosten einer Holzheizung – Alle wichtigen Infos

Je nach Ausführung und Bauart kann der Kamin nämlich schnell den Preis eines Kleinwagens erreichen – vor allem wenn er über Wasserleitungen und Luftkanäle verfügt, um damit z.B. das Duschwasser oder auch andere Räume zu erwärmen. Bei besonderen Designerstücken geht der Preis nochmals zusätzlich nach oben.

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Anschaffungskosten für Holzzentralheizungen
Eine Holzzentralheizung kostet dagegen zwischen 4.000 und 8.000 Euro, je nach Leistung und Ausstattung. Zu der Zentralheizung gehört ein Heizwasser-Pufferspeicher, damit die restliche Wärme nicht ungenutzt bleibt, sondern individuell abrufbar ist.

An die nötige Fördervorrichtung muss ebenso gedacht werden. Diese gibt es genauso in verschiedenen Ausführungen und muss an die Bedingungen entsprechend abgestimmt werden, im Fall dass sie in das Heizkesselsystem noch nicht integriert ist. Auch eine solche Fördervorrichtung erreicht dabei schnell die 1.000 Euro-Marke.

Wie hoch sind die Ausgaben für den Heizkessel?
Der Heizkessel stellt das Herzstück jeder Holzheizung dar. Um Wärme zu gewinnen, wird der Brennstoff in ihm verfeuert. Mit etwa zwei Dritteln verursacht der Heizkessel entsprechend seiner Bedeutung den größten Teil der kompletten Kosten. Dabei hängen die exakten Kosten eines Heizkessels von vielen Faktoren ab.

Der Wirkungsgrad und die Leistung haben den Einfluss darauf, wie erfolgreich das Heizmaterial in Energie umgesetzt wird. Sie sollten immer auf eine hohe Effektivität setzen, um die laufenden Kosten niedrig zu halten. Zwar sorgen Kessel mit hoher Effektivität für teure Anschaffungskosten, doch sie lohnen sich dann auf lange Sicht. Die höchste Effizienz und damit die größte Kostenersparnis, lässt sich mit einer Holzheizung einschließlich Brennwerttechnik erreichen.

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Ausgaben für die Brennwerttechnik
Klassische Heizwertkessel gewinnen die nötige Energie durch die Verbrennung des Brennstoffes. Moderne Brennwertkessel nutzen zusätzlich auch die Hitze aus den Abgasen des Heizkörpers und fügen sie dem Heizkreislauf hin.

Mit ungefähr 1.400 bis 2.300 Euro höheren Investitionskosten ist die Verwendung von Brennwerttechnik verbunden. Eventuelle Schornsteinsanierung macht die Brennwerttechnik noch hochpreisiger bei der Anschaffung. Diese zusätzliche Investition hat sich allerdings schon nach wenigen Jahren amortisiert.

Ausgaben für das Brennstofflager
Pellet- und Hackschnitzelheizungen brauchen fraglos ein zentrales Brennstofflager, wie z.B. ein Hackschnitzelbunker oder ein Pelletsilo, aus dem dann der Energieträger in die Holzheizung gebracht wird. Weitaus weniger aufwändige Brennstofflager brauchen die  sogenannten Holzvergaser. Je nach Bauweise kann auch der Holzlager Kosten zwischen 1.000 und 5.000 Euro verursachen.

Ausgaben für den Pufferspeicher
Wenn Sie die Kraft Ihrer Holzheizung richtig ausschöpfen möchten, ist ein Pufferspeicher für Sie eigentlich unverzichtbar, denn dieser sorgt für effizientes und dadurch auch günstiges Heizen. Das klappt aber nur, wenn die Anlage jederzeit durchheizen kann. Im Pufferspeicher wird dann die überschüssige Wärme eingelagert.

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Bei dem sogenannten Pufferspeicher handelt es sich um gut isolierte Wassertanks, deren Inneres von dem Heizkörper erhitzt wird. Bis die überschüssige Wärme wieder benötigt wird, bleibt sie durch die Isolation gut erhalten. So können Sie ohne Wärmeverlust effizient heizen. Abgesehen davon ist ein solcher Warmwasserspeicher übrigens auch notwendig, um staatliche Unterstützung zu erhalten.  Zudem sorgt es für ein großes Plus an Bequemlichkeit bei Holzvergasern. Je nach Größe belaufen sich die Kosten für einen Pufferspeicher auf 800 bis 1.500 Euro.

Ausgaben für die Installation der Holzheizung
Die Kosten für die Montage eines Heizgerätes können stark variieren. So müssen beispielsweise bei einer Hackschnitzelheizungen mehrere Teile umständlich miteinander verbunden werden. Dagegen werden Holzvergaser eher unkompliziert und schnell eingerichtet. Hauptsächlich hängen die Kosten vom Arbeitsaufwand ab und liegen in der Regel zwischen 500 und 2.500 Euro.

Laufende Kosten einer Holzheizung
Gegenüber den höheren Ausgaben bei der Anschaffung sind die Ausgaben im laufenden Betrieb bei Holzheizungen relativ gering. Dies gewährleistet, dass sich je nach Wärmeverbrauch die Investitionskosten bereits nach relativ kurzer Zeit amortisieren.

In der folgenden Liste befinden sich annähernde Brennstoffkosten für die stark nachgefragten Holzbrennstoffe: Holzpellets, Scheitholz und Hackschnitzel. Ausgegangen wird in diesem Beispiel von einem Verbrauch von 20.000 kWh (Kilowattstunden). Solch ein Verbrauch entspricht ungefähr einem jährlichen Energieverbrauch eines Einfamilienhauses.

  • Holzpellets: bei 200 Euro pro Tonne = ungefähr 820 Euro jährlich
    • Scheitholz: bei 50 Euro per Raummeter = ungefähr 590 Euro jährlich
    •          Hackschnitzel: bei 120 Euro pro Tonne = jährlich 560 Euro

Für eine gleichwertige Verwendung einer Gasheizung oder einer Ölheizung, liegen die laufenden Kosten meistens um ungefähr 300 Euro bis 700 Euro höher.

Sonstige laufende Kosten
Bei einer Holzheizung fallen neben den Kosten für Heizmaterial auch noch andere betriebsgebundene Ausgaben an:
•          Wartung: Um den fehlerfreien Betrieb zu gewährleisten, sollte eine Holzheizung regelmäßig gewartet werden. Kosten dafür betragen von 150 bis 400 Euro jährlich.

  • Schornsteinfeger: Bei einer Holzheizung sind ständige Kaminreinigungen durch einen Schornsteinfeger notwendig. Kostenpunkt: Ungefähr 130 Euro im Jahr.
  • Hilfsenergie: Um die140 bis 240 Euro bewegen sich die Kosten für die Elektroenergie, mit der die Holzheizung zum Laufen gebracht und gesteuert wird.

Sonstige Ausgaben für Reinigung und Betrieb betragen ca. 60 bis 180 Euro.

Fixkosten und laufende Kosten einer Holzheizung
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