Frühjahrsputz: Balkon und Terrasse fit machen

Die ersten warmen Tage im Jahr locken in den Garten. Doch bevor entspannte Stunden im Liegestuhl verbracht werden können, steht der Frühjahrsputz auf dem Grundstück an. Auf Wegen, Terrasse oder Balkon hat der Winter eindeutig seine Spuren hinterlassen und die gilt es zu beseitigen. Dabei gibt es beim Kampf gegen Moos oder grüne Ablagerungen einiges zu beachten.

Grobe Reinigung: Laub beseitigen und Abläufe freispülen

Balkon, Terrasse oder ähnliche Sitzflächen sind zunächst grob zu reinigen. In manchen Bereichen bleibt der Schnee etwas länger liegen. Dieser sollte bei wärmeren Temperaturen bestenfalls selbst schmelzen und nicht per Hand entfernt werden. Durch gefrorene Bereiche unter dem Schnee könnten sonst Schäden entstehen. Sobald sich der Winter verzogen hat, werden die Überreste der Herbstzeit sichtbar. Nasses Laub liegt auf den Flächen und bindet jede Menge Schmutz. Mit Schaufel und Besen ist der grobe Schmutz zu entfernen. Das gilt auch für etwas größere Pfützen, die auf dem Untergrund zurückbleiben. Die ersten warmen Sonnenstrahlen trocknen den Boden somit besser ab.

Zudem sind die Abläufe genauer zu prüfen und zu säubern. Das gilt für die Dachrinnen als auch für die Abläufe in der Nähe des Bodens. Hier bleiben Laub und grobe Verschmutzungen zurück und verstopfen die Rohre möglicherweise. Bleibt Wasser über den Winter in den Leistungen, können Abflussrohre und Fallrohre schnell platzen. Sämtliche Anlagen zur Entwässerung müssen auf Schäden geprüft werden, um das Regenwasser im Frühling wieder professionell abzuleiten.

Auf Schäden prüfen

Der Frost und die Feuchtigkeit über den Winter machen der Bausubstanz zu schaffen. Die Außenbereiche sind am Haus besonders gefährdet, da sie über das ganze Jahr hinweg der Witterung ausgesetzt sind. Die Flächen sind horizontal angelegt und versiegelt, sodass Wasser länger steht und Schmutz sowie Pflanzenreste schnell ablagern. Auch der Schnee bleibt über längere Zeit liegen und kann die Bausubstanz angreifen. Dringt das Wasser in kleinste Ritzen, sprengt der Frost Verbindungsstellen auf oder hinterlässt Schäden. Das Ergebnis: der Belag kann platzen, Schadstellen sind zu sehen oder gar die Statik ist beeinträchtigt.

Handwerker bekommen gerade im Frühjahr viele Aufträge zur Sanierung von Balkonanlagen, damit diese möglichst schnell wieder nutzbar sind. Wer hier bereits Erfahrung hat oder sein Unternehmen nach der Winterpause schnell auslasten möchte, kann bei ibau geeignete Handwerkeraufträge finden. Als Infodienst für gewerbliche und öffentliche Ausschreibungen suchen sich Handwerker passende Aufträge nach Branche oder Ort. Gerade bei größeren Wohnanlagen wird die Sanierung der Terrassenbereiche oft ausgeschrieben.

Alle Oberflächen reinigen

Der Winter hüllt sich in feuchtes und kaltes Klima – ideale Bedingungen für Moose und Algen. Sie lagern sich auf den Oberflächen ab und hinterlassen einen schmierigen grünen Belag. Je nach Untergrund und mit den richtigen Tipps, lassen sich Terrasse und Balkon professionell reinigen. Fugen und Spalten sind mit dem Fugenkratzer von Moos zu entfernen. Anschließend geht es mit Hochdruck an den Bodenbelag. Hier wird unterschieden, um welche Materialien es sich genau handelt.

  • Boden aus Holz

Bei relativ weichem Holz sollte kein Hochdruckreiniger zum Einsatz kommen. Das Material würde Schaden nehmen und hinterher Flecken oder Risse aufweisen. Am besten eignet sich für die Reinigung etwas klares Wasser. Als Hausmittel und fernab der Chemie könnte etwas Soda helfen. In Kombination mit dem warmen Wasser wird der Brei auf die Oberfläche aufgetragen. Mit einem Gartenschlauch lassen sich alle Rückstände gemeinsam mit dem Schmutz entfernen. Anschließend ist das Holz aber noch zu pflegen. Graues Holz ist vorab mit einem Entgrauer zu behandeln.

  • Boden aus Stein oder Beton

Steinböden können ebenso empfindlich sein, wie weiches Holz. Das gilt vor allem für Naturstein oder offene Poren. Während Holz grau wird, setzt sich auf Beton oder Stein Grünbelag an. Diese abgestorbenen Moose und Algen sind zunächst mit einem Schrubber und Wasser zu entfernen. Chemische Reinigungsmittel sollten nur selten zum Einsatz kommen und immer erst an einer unauffälligen Stelle ausprobiert werden. Schließlich kann es zu Farbveränderungen kommen oder die Chemie greift empfindliche Materialien an. Der Hochdruckreiniger meistert starke Verschmutzungen zwar, könnte jedoch die Fugen ausspülen. Hier ist wieder Nacharbeit einzuplanen.

  • WPC Dielen

Terrassen mit WPC Dielen bringen den geringsten Aufwand mit sich. Sogar Stockflecken und Schimmel können einfach mit etwas Allzweckreiniger und einem Schrubber entfernt werden. Anschließend ist die Fläche mit kaltem Wasser abzuspülen. Eine zusätzliche Pflege braucht das Material nicht mehr.

Sonnenschutz und Sichtschutz aufbauen

Bevor die Gartenmöbel gereinigt werden, geht es an den Sonnenschutz oder Sichtschutz. Alte Markisen sollten ausgetauscht oder erfrischt werden. Manchmal helfen Schmutzradierer bei einigen Materialien weiter. Stärkere Verschmutzungen sind vielleicht mit einem Feinwaschmittel zu lösen.

Ein neuer Sichtschutz ist aufzubauen? Dann nur in harmonischer Einheit mit Balkon oder Terrasse. Wände aus Holz, Bambus oder Kunststoffelementen lassen sich strategisch positionieren, um neugierige Blicke der Nachbarn abzuwenden. Naturliebhaber entscheiden sich lieber für eine sogenannte grüne Wand. Gut positionierte Pflanzen am Rand der Terrasse oder in Kübeln sorgen für ein schönes Ambiente und dienen ebenso als Sichtschutz. Vielleicht gibt es noch Pflanzen aus dem Vorjahr, die langsam aus dem Winterquartier befreit werden können? Ein echter Hingucker sind Frühjahrsblüher, wie Primeln, Krokusse oder Narzissen, die einen ersten Farbtupfer in den Sitzbereich bringen.

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