Glasvordach richtig befestigen

Beim Befestigen eines Vordaches muss man einige Dinge beachten. Die Montage eines Glasvordaches ist in der Regel kein besonders schwieriges Unterfangen. Auch die Befestigung an einer Fassade ist nicht aufwendig. Ein unerfahrener Heimwerker kann ein Glasvordach in Eigenregie und ohne besondere Vorkenntnisse anbringen.

Wenn man kein Glasvordach selber baut, so muss man es irgendwo bestellen. Häufig gibt es mittlerweile viele Online Shops, die sich auf den Verkauf von Glasvordächer spezialisiert haben. Häufig findet man dort sehr gute und preiswerte Angebote.

Hat man das Glasvordach bestellt, muss man bei der Lieferung überprüfen, ob auch wirklich alles im Lieferumfang enthalten ist und ob das Glas beschädigt ist.

Beim Montieren eines Vordaches kommt es in erster Linie auf die richtige Verankerung an. Zum Teil werden die Fertigbausätze ohne Befestigungsmaterial geliefert. Zum Großteil sind diese aber im Lieferumfang enthalten. Die mitgelieferten Schrauben und Dübel sind für die Montage an einer Betonwand geeignet.

Wenn die Fassade aus einem anderen Baustoff besteht, so muss die Verankerung auch entsprechend angepasst werden. Am besten ist es, wenn man sich in einem Fachhandel beraten lässt, weil die statische Belastbarkeit sichergestellt werden muss. Bei wärmegedämmten Fassaden braucht man spezielle Abstandsmontagesysteme.

Beim Montieren sollte man folgende Gegenstände zur Hand haben:

  • Gerüst oder Leiter
  • Schlagbohrmaschine
  • Wasserwaage
  • Rätsche
  • Meterstab
  • Hammer
  • Stift
  • Montageanleitung

Weiterhin sollte man zwei Personen um Hilfe fragen, die bei der Montage helfen.

Folgende Schritte sind beim befestigen eines Glasvordaches zu beachten:

Schritt 1: Bauposition anzeichnen

Hier geht es darum die Mitte der Haustür zu ermitteln. Man zeichnet also eine senkrechte Linie. Wenn man den Anstricht mit einem Bleistift vermeiden möchte, so kann man auch Kreppband verwenden. Die gezeichnete Linie oder die Kreppbandmarkierung wird helfen, das Vordach mittig auszurichten. Das Vordach lässt man sich an die Wand halten. Mit einer Wasserwaage richtet man das Vordach aus und zeichnet anschießend die Bohrpunkte an. Eine weitere Möglichkeit besteht darin die Abstände der Bohrpunkte des Vordaches auszumessen. Alternativ zur Bohrschablone kann man auch einen Pappstreifen nutzen.

Schritt 2: Löcher bohren

In einem weiteren Schritt geht es darum die Löcher zu bohren. Dazu bohrt man an der markierten Stelle vorsichtig die Löcher in die Wand. Die Bohrlöcher werden nun gereinigt. Anschließend können die Dübel eingesetzt werden. Wie tief die Bohrung sein muss, das hängt von der Vordachgröße sowie vom Mauerwerk ab.

Schritt 3: Vordach anschrauben

Als Letztes geht es nur noch darum das Dichtungsband anzubringen und die Halterungen des Vordachs zu verschrauben. Anschließend muss nur noch das Vordach befestigt werden. Wenn das Vordach montiert ist, kann auch die Schutzfolie abgezogen werden.

Grundsätzlich ist die Montage eines Vordaches nicht kompliziert. Wichtig ist, dass man gleich bei der Lieferung überprüft, ob das Vordach Mängel oder Schäden aufweist. Wenn dies der Fall ist, kann man diese reklamieren und das Vordach zurückschicken lassen. Wenn das Vordach in Ordnung ist, so kann es auch so abgenommen werden und befestigt werden.

Manchmal ist das geeignete Befestigungsmaterial bereits im Lieferumfang vorhanden. Manchmal kann dies aber auch nicht der Fall sein. In diesem Fall muss man in einen Baumarkt gehen und sich dort das richtige Befestigungsmaterial besorgen. Schließlich kann es nicht schaden, wenn man sich noch zwei Helfer organisiert. Dadurch wird es viel einfacher das Vordach zu montieren. Im Notfall geht es auch mit dem Partner oder mit der Partnerin. In diesem Fall muss man aber ein bisschen mehr Zeit einplanen.

Vordächer aus Glas mit Klebeankern befestigen

Für das Befestigen von Vordächern aus Glas sollte man Klebeanker verwenden, die eine entsprechende Zulassung besitzen. Klebeanker sind zeitsparend, denn klassische Dübel erfordern sehr viel Zeit. Die Verarbeitung ist viel einfacher, da man für das Setzen des Klebeankers kein Spezialwerkzeug braucht.

Was ist beim Befestigen von Glasvordächern bei WDVS zu beachten

Wenn es um das Verankern von Glasvordächern an wärmegedämmten Wänden geht, dann muss man ein spezielles Befestigungsmaterial verwenden. Eine Wärmedämmung ist nur minimal belastbar. Eine schwere Last wie zum Beispiel ein Vordach muss immer im tragenden Mauerwerk befestigt werden.

Es gibt heute zwei unterschiedliche Varianten, mit denen Glasvordächer auf WDVS befestigt werden. Diese sind wie folgt:

Würth-System:

Mit dem System von Würtz werden Abstände von bis zu 12 cm überbrückt. Mithilfe einer Lochsäge wird eine 4cm Bohrung in den Putz gefräst. Danach wird mit einem langen Bohrer fertig gebohrt und der ausgewählte Dübel montiert. Dabei sollte die Gewindestange ausreichend lang aus der Wand herausragen.

In einem weiteren Schritt wird in die Bohrung als Abstandshalter ein Aluminiumzylinder mit einem Spezialwerkzeug in die Wand eingelassen. Die Putzschicht wird mit Ausgleichsscheiben aus PVC sowie mit einer Zentrierhülse überbrückt. Die Wärmebrücken werden durch die Ausgleichsscheiben minimiert. Die Last des Vordaches wird auf das Untermauerwerk übertragen. Das WDVS wird dabei nicht zusammengedrückt oder beschädigt.

Fischer-System:

Beim Fischer-System wirkt ein Anti-Kälte-Konus als thermische Trennschicht. Auf diese Weise werden Kältebrücken, Schimmelpilze und Stockflecken verhindert. Beim Fischer-System werden zwei unterschiedlich lange Gewindestangen verwendet. Für die eingesetzte Gewindestange wird ein passendes Loch in das Mauerwerk gebohrt.

Das Bohrloch wird gründlich gereinigt und dann mit oder ohne Dübel mit einer Zwei-Komponenten Mörtelmasse gefühlt. Zum Abschluss wird die Gewindestange mit PVC-Konus wieder eingeschraubt. Der Konus hat die Aufgabe die fehlenden Millimeter auszugleichen. Das Bauelement kann nun in das Innengewinde des PVC-Konus montiert werden. Bei Fischer-System ist kein Spezialwerkzeug erforderlich. Es wird auch kein Unterlegscheibensystem benötigt, da der Konus verstellt werden kann. Auch Wärmebrücken gibt es beim Fischer-System nicht. Jedoch kann die Bohrung nicht nachjustiert werden.

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