Tipps und Ideen für Balkon bepflanzen im Frühjahr

Saatgut Anzuchtset mit Holzkiste

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Positiv

  • ZERTIFIZIERTES SAATGUT SORTIMENT
  • für Wohnung und Balkon
  • Holzkiste (32x21x10cm zum Aufbauen)
  • Anzuchterde
  • Saatgut

Negativ

  • keine Bekannt

Nicht nur der Garten, sondern auch der Balkon bietet sich perfekt zum Bepflanzen an. Da er für viele Wohnungen den einzigen Bereich im Freien darstellt, ist er auch viel zu schade, um nur zum Wäschetrocknen und als Lagerplatz zu fungieren.

ideen balkongarten
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Wann sollte man den Balkon bepflanzen?

Die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt für die Balkonbepflanzung lässt sich kurz und knapp beantworten: Immer. Jedenfalls dann, wenn es sich um einen Südbalkon handelt, der viel Sonne abbekommt. Außerdem ist ein gewisser Windschutz insbesondere in der kalten Jahreszeit hilfreich, denn auch die härtesten Balkonpflanzen wollen eiskalten Winden nur ungerne ausgesetzt sein.

Eine Fahrt zum Baumarkt oder ins Gartencenter lohnt sich eigentlich immer, denn dort werden die passenden Balkonpflanzen quasi „in Echtzeit“ angeboten. Viele Balkonpflanzen können den frostigen Winter übrigens ohne große Probleme überstehen, wollen aber bereits vor dem Frost eingepflanzt werden. Ohnehin ist es ein schwieriges Unterfangen, Balkonpflanzen in durchgefrorene Erde setzen zu wollen.

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Was kann man jetzt im Frühjahr schon in Balkonkästen pflanzen?

Eigentlich kann die Frühjahrsbepflanzung des Balkons bereits im Spätherbst beginnen. Denn schon zu dieser Zeit können die Zwiebeln für die ersten Frühjahrsblüher in die Erde gesetzt werden. Beispiele dafür sind Krokusse und Schneeglöckchen, Aber auch Tulpen und Hyazinthen kommen tief in der Erde gut durch den winterlichen Frost, um anschließend voll durchzustarten. Mancherorts schauen die ersten Triebe bereits zum Jahreswechsel heraus und bieten eine entsprechende Angriffsfläche für später einsetzenden Frost. Sie lassen sich aber gut mit Tannenzweigen abdecken, zum Beispiel jenen des Weihnachtsbaumes.

Stiefmütterchen und Tausendschön sind so robust, dass sie späte Fröste gut verkraften können. Daher lassen sich diese Blühpflanzen bereits ab Anfang März auf den Balkon pflanzen, sofern dort mit einer ausreichenden Zahl an Sonnenstunden zu rechnen ist.

Primeln und Alpenveilchen eignen sich sogar für einen schattigen Balkon. Allerdings mögen beide Pflanzen keine Staunässe, daher sollten die Blumentöpfe nach starken Regenfällen im Bedarfsfall kontrolliert und entleert werden.

Wenn noch einmal stärkerer Frost droht, sollten alle hier benannten Frühlingsblüher mit einem schützenden Vlies abgedeckt werden. Meist ist dieses aus einem Material gefertigt, das trotzdem noch Licht hindurchlässt. Auf keinen Fall sollten Frühlingsblumen vom Balkon in die warme Wohnstube umziehen, da sie den plötzlichen Klimawechsel und die zumeist geringeren Lichtverhältnisse nicht verkraften.

Doch nicht nur Blühpflanzen, sondern auch diverse Nutzpflanzen können bereits im März nach draußen gesetzt werden. Rosmarin kann, sofern er sich bereits zu einer größeren Pflanze entwickelt hat, ganzjährig draußen stehen. Kresse ist deutlich kurzlebiger, kommt aber auch mit geringer Wärme und wenig Licht zurecht und darf daher bereits ab März draußen ausgesät werden. Sehr ähnlich verhält es sich auch mit Schnittlauch und Petersilie, die oft auch im Supermarkt als Topfpflanzen angeboten und draußen eingepflanzt werden dürfen. Vorsicht ist jedoch bei einigen wärmeliebenden Kräutern geboten: Basilikum und Salbei etwa können schon bei leichtem Frost eingehen. Bei Minze und Melisse gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Sorten, auch hinsichtlich der Frostbeständigkeit. Im Zweifel ist ein geschützter Platz an der Hauswand aber eine gute Lösung.

Weniger bekannt ist, dass sogar typisches Wintergemüse des Gartens auf dem Balkon gedeihen kann. Spätestens im Frühjahr dürfen also Zwiebeln, Karotten, Lauch, Kohlrabi oder Radieschen ausgebracht werden. Die Witterung ist für diese Nutzpflanzen in aller Regel das geringere Problem, da es eher am Platz scheitert. Es gibt aber clevere Möglichkeiten für die Möblierung des Balkons, sodass sich auch diese Herausforderung meistern lässt.

Video Tipp: Balkon gestalten / Tipps & Ideen für Balkon Garten

Was für Blumen kann ich im März pflanzen?

Während die genannten Zwiebelpflanzen wie Krokusse, Tulpen und Hyazinthen oft aus Zwiebeln sprießen, die bereits im Herbst in die Erde gesetzt wurden, werden andere Blumen erst im Frühling gepflanzt. Buschwindröschen und Duftveilchen können im März auch als Blühpflanzen eingesetzt werden, um auch ungeduldige Balkongärtner mit ihren Blüten zu erfreuen.

Auch viele der genannten Zwiebelblumen werden im Frühling „ausgewachsen“ angeboten. Die Tulpe ist dafür ein typisches Beispiel, aber auch die gelbblühenden Narzissen dürfen jetzt noch in die Erde gesetzt werden.

Selbstverständlich sollte die Witterung immer im Blick behalten werden, um etwa bei starken Frösten oder Hagelschauern schnell reagieren zu können. Schön ist, dass einige dieser Frühlingsblüher zwar als ausgewachsene Blume angeboten werden, bei denen die Blüte jedoch noch verschlossen ist. Sobald die Blumen dann in Töpfe oder Blumenkästen eingesetzt wurden und die ersten Strahlen der Frühlingssonne abbekommen, kann man der Natur bei der Arbeit regelrecht zuschauen. Auf diese Weise lässt sich der Winter schnell vom Balkon und aus den Gedanken vertreiben.

Wann mit der Aufzucht für den Balkongarten beginnen?

Für all jene, die keine große gärtnerische Geduld besitzen oder einfach keinen grünen Daumen haben, um Pflanzen aus Saatgut zu ziehen, empfiehlt sich am ehesten der Kauf von Jungpflanzen für den Balkon. Im Handel findet man dazu zu jeder Jahreszeit die Pflanzen, die aktuell auf den Balkon gepflanzt werden dürfen.

Prinzipiell ist es allerdings auch machbar, die Pflanzen selbst aus der Saat zu ziehen – im Idealfall sogar aus dem Saatgut eigener Pflanzen aus dem Vorjahr. Außerdem kann man Saatgut aller Art im Fachhandel bekommen.

Wann der richtige Zeitpunkt zum aussäen ist, ist immer abhängig von der Art der Pflanze und den Gegebenheiten vor Ort. Viele Pflanzen können bereits in den ersten Wochen des Jahres ausgesät werden. Ein typisches Beispiel sind Tomaten: Ab Anfang Februar ist es möglich, diese in speziellen Anzuchttöpfen oder / und einem eigens zu diesem Zweck geeigneten Gewächshäuschen in der Wohnung auszusäen. Wichtig ist, dass die Jungpflanzen einen Standort mit möglichst viel Tageslicht bekommen, zum Beispiel auf der Fensterbank eines Südfensters. Der gewählte Raum sollte beheizt sein, die Heizung sich aber nicht unmittelbar unter oder neben der Anzuchtstation befinden.

Wer darüber hinaus noch darauf achtet, dass die Jungpflanzen die richtige Menge an Wasser bekommen und nicht von Schädlingen befallen werden, der bekommt pünktlich zum Frühjahr tolle Setzlinge, die auf den Balkon gepflanzt werden dürfen. Bei den bereits erwähnten Tomaten sollten allerdings die Eisheiligen abgewartet werden, denn die meisten Tomatenpflanzen vertragen keinen Frost – zumal sie im Frühjahr ja noch recht klein sind.

Welches Zubehör für den Balkongarten benötige ich?

Beim Zubehör für den balkongarten kommt es freilich auch immer auf die individuellen Gegebenheiten und die Wahl der Balkonpflanzen an. Einige Dinge können aber als Grundausstattung genannt werden, da sie prinzipiell überall dort gebraucht werden, wo Pflanzen im freien gezogen werden.

  • Blumenerde / Pflanzenerde, je nach Art der Pflanzen
  • Rindenmulch oder andere Material für die untere Schicht von Töpfen oder Kästen
  • Blumentöpfe, Pflanzkästen, Blumenampeln, Hängebeete o.ä., je nach Gegebenheiten und Wahl der Pflanzen
  • Werkzeug (Gartenschere, kleine Schaufel, Messer, evtl. Handforke, Handrechen und Unkrautjäter)
  • Gießkanne
  • Befestigungsmaterial (geeignete Schnur, Binder, Rundstäbe aus Holz)
  • geeigneter Dünger (Bei Nutzpflanzen unbedingt Bio-Dünger verwenden!)

Darüber hinaus gibt es einiges an Zubehör, das den balkongarten zusätzlich vereinfacht oder verschönert.

  • Blumentreppe (hilft bei der Unterbringung und Organisation vieler Pflanztöpfe)
  • Arbeitstisch (erlaubt das Arbeiten mit den Pflanzen in angenehmer Höhe)
  • Mini-Gewächshaus (kann das Wachstum anregen und schützt südliche Gewächse vor der Witterung und Frost)
  • Automatisches Bewässerungssystem (sorgt auch bei Abwesenheit für die Bewässerung des Balkongartens)
  • Eimer für Bio-Abfall (vor allem für Pflanzenreste)
  • Rankhilfe beziehungsweise Rankgitter (bei Bedarf, je nach Wahl der Pflanzen)
  • Beschilderung der Pflanzen, sofern notwendig.

Bei der Entscheidung für das notwendige Zubehör hilft oft bereits ein Ausflug in den Baumarkt oder ins Gartencenter. Denn dort wird das Zubehör gerne rund um die jeweiligen Pflanzen dekorativ drapiert. Selbstverständlich sollen damit auch Kaufanreize geschaffen werden, doch möglicherweise lohnt sich auch ein Vergleich mit anderen Angeboten. Das richtige Zubehör besteht aus Dingen, die bewusst eingekauft wurden, im Idealfall langlebig und gut zu handhaben sind.

Wie eine Hängebeet Balkon anlegen?

Auch ein kleiner Balkon kann eine Menge Platz bieten, wenn man diesen geschickt ausnutzt. Eine Möglichkeit ist zum Beispiel ein sogenannter vertikaler Garten. Bei einem solchen werden Pflanzen durch Hängen oder stapeln vertikal so angeordnet, dass der verfügbare Platz bestens ausgenutzt wird.

Dies kann gut gelingen, wenn die folgenden Aspekte berücksichtigt werden.

  • Standort: Auch und insbesondere bei Hängebeeten oder anderen vertikalen Aufbauten ist es wichtig, einerseits auf ausreichend Sonnenlicht, andererseits aber auch auf einen adäquaten Windschutz zu achten.
  • Die Pflanzvorrichtung: Für Hängebeete muss eine Möglichkeit zum Aufhängen vorhanden sein, alternativ gibt es aber auch geeignete Pflanzregale für den Außenbereich. Wichtig ist, dass das gewählte System die eigenen Ansprüche erfüllt und zu den Gegebenheiten passt. Es gibt sowohl fertige Hängebeete und Pflanzregale im Handel als auch die Option, sie selber passgenau zu konstruieren. Das Material dafür gibt es in jedem Baumarkt.
  • Die Wahl der geeigneten Pflanzen: In einem Hängebeet oder einem Pflanzregal ist zwar erstaunlich viel Platz, jedoch nicht in der Höhe. Daher ist es wichtig, Pflanzen mit eher geringem Höhenwachstum zu wählen – oder solche, die sich flexibel selber einen Weg suchen, der ihnen ein ausreichendes Maß an Platz bietet.
  • Die richtige Anordnung: Gerade bei vertikalen Beeten ist es wichtig, die Pflanzen gemäß der jeweiligen Ansprüche zu verteilen. Da die Licht- und Windverhältnisse in den verschiedenen Etagen des Beetes unterschiedlich sind, fühlen sich die Pflanzen dort auch unterschiedlich wohl. Darüber hinaus können die einzelnen Pflanzgefäße natürlich so geschichtet und befüllt werden, wie es der jeweiligen Pflanze am besten gefällt.
  • Das richtige Gießen: Gar nicht so einfach: Die Erde-Mengen in den einzelnen Pflanzgefäßen sind eher gering, außerdem sorgt der Wind häufig für eine zusätzliche Austrocknung des Hängebeetes. Darum gilt zumeist der Grundsatz beim Gießen: Oft, aber wenig. Automatische Bewässerungssysteme lassen sich natürlich so programmieren, dass sie dies ebenfalls gewährleisten.

Fazit: Wann kann man anfangen zu pflanzen?

Ein gut geplanter Balkongarten kann einem das ganze Jahr hindurch Freude bereiten. Wer neu mit dem Bepflanzen des Balkons beginnen möchte, tut dies am besten mittels kleiner Anzuchtstation an einem geeigneten Platz in der Wohnung. Hier können Nutzpflanzen schon im Winter ausgesät werden, um dann im Frühling auf den Balkon gesetzt zu werden.

Draußen kann es im Prinzip losgehen, sobald es keinen Dauerfrost mehr gibt. Wenn die Erde in den Töpfen und Kästen locker genug ist, können schon im März erste Frühlingsblüher wie Stiefmütterchen, Narzissen oder Tausendschön auf den Balkon gesetzt werden – sofern die Zwiebeln nicht ohnehin in den Kästen oder Pflanztöpfen seit dem Spätherbst überwintert haben. Auch Kräuter wie Kresse, Schnittlauch oder Petersilie sind genügsam und überstehen auch rauere Frühlingsnächte ohne größere Probleme.

Wärmeliebende Pflanzen, die ursprünglich in südlicheren Gefilden beheimatet sind, sollten allerdings erst nach den Eisheiligen ihren Platz auf dem Balkon finden. Dies gilt etwa für Tomaten, Basilikum und Zitruspflanzen.

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