Individuelle Raumgestaltung mit Wand- und Deckenpaneelen

So bringen Sie Abwechslung und Wärme in Ihr Heim

Moderne Häuser und Wohnungen sind heutzutage häufig sehr effizient gebaut. Ein einfacher Kubus als Bauform sowie weiß getünchte Außenfassaden und Innenwände strahlen nicht gerade heimelige Wärme zum Wohlfühlen aus. Besonders für den Innenbereich gibt es aber mittlerweile zahlreiche Möglichkeiten, um seinem Heim Individualität, Geborgenheit und Wärme zu verleihen.

Diese Attribute werden oft durch die Gestaltung der Fußböden in Angriff genommen. Ob Teppich, Fließen, Parkett oder Laminat: Für Fußböden werden die verfügbaren Gestaltungsmöglichkeiten genau geprüft und umgesetzt. Die Wände und Decken dagegen stehen oft nicht so sehr im Fokus. Klassischer Innenputz oder Raufasertapeten prägen das Bild vieler Innenräume. Individualität kommt hier häufig lediglich durch die Wahl der Wand- und Deckenfarbe ins Spiel.

Dabei gibt es mittlerweile zahlreiche Möglichkeiten, um einem Raum mit Wand- und Deckenverkleidungen eine individuelle Wohlfühlatmosphäre zu verleihen. Denn auch die Installation und Montage von Wand- und Deckenpaneelen ist bei Weitem nicht mehr so kompliziert wie früher. Auch Heimwerker und Amateure können mit etwas Geschick und dem richtigen Zubehör und Werkzeug ein einwandfreies Ergebnis erzielen.

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Die Wahl der richtigen Wand- und Deckenpaneele

Hat man sich einmal entschieden, eine Wand oder Decke mit Paneelen zu verkleiden, stellt sich die Frage, welche Ausführung am besten passt. Das ist natürlich zunächst einmal vom persönlichen Geschmack abhängig. Darüber hinaus sollten aber auch die bereits bestehende Innenarchitektur und die Möblierung des Raumes mit in die Überlegung mit einbezogen werden.

Wenn die Planung bereits das Verlegen eines Laminatbodens im skandinavischen Stil vorsieht und auch die Möbel in hellen Farbtönen gehalten sind, dann sollte man das bei der Wahl der Wand- bzw.

Deckenpaneele berücksichtigen, um ein stimmiges Raumklima zu erhalten. Wenn die Raumgestaltung in einem Gesamtkonzept erfolgen soll, lohnt es auch oft, sich online Inspirationen und Anregungen zu holen, bevor man eine Entscheidung trifft.

Neben der tollen Optik haben Wand- und Deckenpaneele auch noch weitere vorteilhafte Eigenschaften. Sie sind sehr pflegeleicht und oft mit einem feuchten Tuch leicht zu reinigen. Außerdem wirken sie wärme- und schallisolierend.

Vorbereitung und Planung ist wichtig, wenn das DIY-Projekt gelingen soll

Für die Montage und Anbringung der Wand- und Deckenpaneele muss man heutzutage kein professioneller Handwerker mehr sein. Mit Sorgfalt, Ruhe und etwas Geschick kann das auch ein Laie durchaus bewältigen.

Damit das eigenhändige Anbringen von Wand- oder Deckenpaneelen jedoch gelingt, bedarf es einer sorgfältigen Vorbereitung und Planung.

Neben den Wand- oder Deckenpaneelen sind weitere Materialien und Werkstoffe notwendig, um das Projekt in die Tat umzusetzen.

Für die Unterkonstruktion, an der die Paneele befestigt werden, benötigt man:

  • Holzlatten
  • Rahmendübel
  • Schrauben
  • Nägel
  • Paneelleisten
  • Profilbrettkrallen
  • Befestigungsclips.

Wenn die Paneele in einem Feuchtraum angebracht werden sollen, ist eine zusätzliche Imprägnierung der Rückseiten und Stirnflächen mit einem lösungsmittelfreien Holzschutzmittel zu empfehlen.

Auch die benötigten Werkzeuge sollten verfügbar sein, um ein nahezu professionelles Ergebnis zu erzielen. Ein Akkuschrauber, eine Feinsäge, ein Leistennagler, ein Hammer, ein Maß-bzw. Meterband und eine Stichsäge sind beim Anbringen von Wand- und Deckenpaneelen notwendig.

Wird alleine gearbeitet, sind auch eine Profilbrettzange und ein Nagelhalter oft sehr hilfreich. Gegebenenfalls wird auch ein Pinsel oder eine Bürste benötigt, um das Holzschutzmittel aufzutragen.

Sind Deckenpaneele noch modern?

Noch bis in die 1990er Jahre hinein lag es voll im Trend, beim Innenausbau einen gewissen rustikalen Charme zu zeigen. Die Holzpaneele mit ihren gemaserten Oberflächen und den natürlichen Farbschattierungen sorgte dabei für die entsprechende Atmosphäre.

Mittlerweile gelten Wand- und Deckenpaneele als etwas altmodisch. Doch auch die hölzerne Wand- und Deckenverkleidung hat sich in den letzten Jahren weiterentwickelt. Mittlerweile sind Holzpaneele technisch komplett ausgereift und so leicht zu verarbeiten wie nie zuvor. Außerdem hat man schier unbegrenzte Gestaltungsmöglichkeiten.

Die klassische Paneele aus Vollholz ist nach wie vor im Handel erhältlich. Die meisten Käufer entscheiden sich allerdings eher für Elemente mit MDF-Kern und einer Beschichtung aus Kunststoff.

Durch die dadurch bestehende Oberflächenversiegelung eignen sich die Paneelen auch für Feuchträume. Selbst fugenlose Paneele sind im Handel zu finden, die sich ohne die typische Paneelenoptik verlegen lassen.

Optisch bieten Paneelen also eine Vielfalt, wie sie bei kaum einer anderen Wand- oder Deckenverkleidung zu finden ist. Oftmals ist schlicht nicht erkennbar, um welche Art der Verkleidung es sich tatsächlich handelt.

Man kann also keineswegs behaupten, Paneelen für Wand und Decke hätten sich vollkommen überholt. Im Gegenteil: Zum üblichen Trockenbau mit Gipskartonplatten stellen sie eine vollwertige Alternative dar.

In Bezug auf ihre schall- und wärmeisolierenden Eigenschaften sind MDF-Paneelen oft sogar die bessere Wahl. Die Verarbeitung des Materials ist ebenfalls einfacher, als es beim Gipskarton der Fall ist.

Wie macht man Paneele an die Wand?

Das Anbringen von Wandpaneelen ist auch für den Laien recht einfach möglich. Die Vorgehensweise kann man in vier Schritte unterteilen, die in der folgenden Reihe auszuführen sind.

Die Montage der Unterkonstruktion für die Paneelen

Die Paneele können nicht direkt an der nackten Wand befestigt werden, sondern benötigen eine Unterkonstruktion. Diese besteht aus Unterkonstruktionslatten, die man  senkrecht mit Dübeln an die Wand schraub.

Der Abstand zwischen den einzelnen Latten orientiert sich dabei an den zu verlegenden Paneelen. Ein Richtwert ist ein Abstand von 40 Zentimetern.

Man beginnt damit, die Bohrlöcher an der Wand sowie an der Lattung vorzuzeichnen. Nach dem Bohren werden die Dübel gesetzt und die Latten montiert. Per Wasserwaage kontrolliert man die Lage der Konstruktionslatten, um sie bei Bedarf nach zu justieren.

Die Dämmung integrieren und die Konterlattung montieren

Sofern die Wandverkleidung gedämmt werden soll, befestigt man jetzt den Dämmstoff zwischen den Latten an der Wand. Diesen verklebt beziehungsweise verschraubt man mit einer speziellen Folie an der Lattung.

Als Dämmung eignet sich vor allem organisches Material, das eine Resistenz gegen Fäulnis und Schimmelbildung aufweist. Die Stärke der Dämmung beträgt üblicherweise 40 mm oder mehr.

Die Dämmung dient an Innenwänden üblicherweise mehr dem Schall- als dem Wärmeschutz. Insbesondere in hellhörigen Häusern kann ein Schallschutz von entscheidender Bedeutung sein.

Direkt über die Dämmung schraubt man nun die sogenannte Konterlattung, die eine gleiche Stärke wie das Dämmmaterial besitzt. Diese sorgt dafür, dass auch hinter den Paneelen im entstandenen Latten-Gitter noch etwas Platz für die Zirkulation der Luft erhalten bleibt.

Die Paneele montieren

Paneele bestehen immer aus einem Material, das sich dem Raumklima anpasst. Damit dies gleich von Beginn an der Fall ist, sollte man die Paneelen eine Nacht vor der Montage in den entsprechenden Raum bringen, damit sie sich akklimatisieren können.

Aber auch später benötigten die Bretter noch Bewegungsfreiheit. Daher werden sie nicht direkt an der Lattung verschraubt, sondern mittels spezieller Befestigungsklammern montiert.

Hierfür nagelt man die Befestigungsklammern auf die Unterkonstruktion. Das Paneel sollte mit rund 2 cm Abstand zum Decken- oder Wandabschluss angebracht werden. Anschließend bringt man das erste Paneel so an, dass die Feder zum Wand- oder Deckenanschluss zeigt.

Anschließend setzt man die folgenden Paneele jeweils mit der Feder in die Nut des zuletzt montierten Paneels, um es auf der Seite der eigenen Nut mit einer Klammer zu fixieren.

Die Abschlussarbeiten

Schalter und Steckdosen sollte man beim Verlegen von Paneelen so installieren, dass sie sich auf einer Ebene mit der Paneelenoberfläche befinden. Sie müssen also „aus der Wand herausgeholt“ werden.

Außerdem muss man für die entsprechenden Installationen Löcher in die Paneelen schneiden, in die man anschließend die benötigten Hohlwanddosen einsetzt. Die elektrischen Arbeiten sollten nur durch erwiesene Fachleute vorgenommen werden.

Um die notwendigen, in der Regel kreisrunden Ausschnitte zu realisieren, zeichnet man diese zuerst auf der Oberfläche der Paneelen auf. Anschließend kann man die Ausschnitte mit einer sogenannten Lochsäge vornehmen. Dabei handelt es sich um einen kreisrunden Aufsatz für die Bohrmaschine, der einen mit Sägezacken bewehrten Rand besitzt.

Nun folgt der letzte Schritt: Mittels Abschlussleisten verdeckt man die an den Kanten verbliebenen Dehnungsfugen der Paneele.

Wie wird Paneele an die Decke gemacht?

Auch bei der Montage von Deckenpaneelen geht man Schritt für Schritt vor. Genau wie bei den Wandpaneelen, befestigt man auch die Deckenpaneelen nicht unmittelbar auf dem Mauerwerk, sondern benötigt eine Unterkonstruktion.

Diese besteht aus Dachlatten, die man per Dübel an der Raumdecke montiert. Diese Lattung stellt nicht nur die Unterkonstruktion für die Deckenpaneele dar, sondern bietet auch Raum für Dämmung, Leitungen und Rohre. Der Abstand zwischen den einzelnen Latten sollte etwa 40 Zentimeter betragen.

Bereits bei der Anbringung der Latten werden etwaige Unebenheiten in der Decke per Wasserwaage erfasst und durch das Anbringen kleiner Holzplättchen ausgeglichen. Nur wenn die Unterkonstruktion vollkommen in der Waage ist, kann man die Deckenpaneelen wirklich perfekt montieren.

Alternativ kann man die Decke bei sehr hohen Räumen auch ein Stück tiefer hängen. Dafür gibt es im Handel spezielle Abstandshalter, die an der Decke montiert werden. Diese kann man sich als längliche Haken vorstellen, die sich übrigens in der Länge justieren lassen. Diese Haken führen also durch einen entstehenden Hohlraum und dienen an ihrem unteren Ende der Aufhängung der Deckenpaneelen.

Für die eigentliche Arbeit muss man zuerst die entsprechende Fläche vermessen. Die passenden Deckenpaneelen bekommt man im Baumarkt oder im Onlinehandel. Nachdem man die Unterkonstruktion (Dachlatten oder Abstandshalter) installiert hat, kann bereits die Montage der Paneelen beginnen.

Diese verlegt man abhängig von der gewünschten Ausrichtung. Die erste Reihe der Paneelen wird immer an der Unterkonstruktion fest verschraubt, bevor die übrigen Paneele per Nut und Feder montiert werden. Falls notwendig, muss man das letzte Panel einer Reihe kürzen.

Wichtig ist, etwaige Lampenanschlüsse zu berücksichtigen und ggf. in die Deckenpaneele einzuzeichnen. Den dafür erforderlichen kreisrunden Ausschnitt sägt man allerdings erst nach dem fertigen Verlegen der Paneele.

Zum Schluss schneidet man Ecken- und Abschlussprofile zu, um diese entsprechend aufzukleben. Zurückbleibende Fugen dichtet man mit Silikon oder Acryldichtmasse ab. Auf diese Weise kann man der Schimmelbildung vorbeugen.

In welche Richtung verlegt man Deckenpaneele?

Die Richtung der Verlegung von Deckenpaneelen ist nicht festgelegt, sondern kann nach Bedarf und eigenen Vorlieben erfolgen. Verlegt man die Paneele in Längsrichtung, wird der Raum optisch verlängert. Die Quer-Verlegung hingegen verkleinert den Raum optisch oder lässt ihn optisch breiter erscheinen.

Insbesondere bei langen Fluren bietet sich also eher eine Quer-Verlegung der Deckenpaneelen an.

Welche modernen Wand- und Deckenpaneele gibt es?

Ob Kunststoff, Holz oder eine detailgetreuen Steinoptik: Moderne Paneelen haben die verschiedensten Gesichter und entsprechend viele Einsatzmöglichkeiten. Vor allem das Internet bietet hier neben zahllosen Gestaltungsideen eine fast ebenso große Modellauswahl.

Diese ergibt sich durch neue Materialien, die Paneelen nun für jeden Bereich des Hauses geeignet machen. Sogar in Feuchträumen können Paneele genutzt werden, um dort beispielsweise alte, weniger schöne Fliesen zu kaschieren.

Insbesondere für Heimwerker kann es bedeutsam sein, sich nicht nur in Bezug auf die Optik, sondern auch auf das Material von Experten beraten zu lassen. Paneelen aus Kunststoff und Holz sind in jedem Baumarkt vorrätig und haben jeweils ihre eigenen Vor- und Nachteile. So sind Paneelen aus Kunststoff vergleichsweise leicht, während Holz ein deutlich höheres Gewicht aufweist.

Paneelen aus Holz tragen meist zu einem wohnlicheren Ambiente bei, leisten einen besseren Schall- und Wärmeschutz und sind langlebiger. Dafür punkten Paneelen aus Kunststoff mit einem niedrigeren Preis und ihrem geringen Gewicht.

In Feuchträumen sollte man sich ohnehin für Paneelen aus Kunststoff entscheiden, da das Echtholz in diesen Bereichen Schaden nehmen würde.

Fazit: Sind Holzdecken noch zeitgemäß?

Holzdecken und Wandverkleidungen aus Holz erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit.

Echtholz strahlt Wärme sowie Natürlichkeit aus. Daher eignet es sich sehr gut für eine dekorative Gestaltung des Wohnraumes. Dabei stehen die verschiedensten Holzarten und Designs zur Wahl. Viele Hersteller bieten Echtholz-Paneelen mit einer UV-beständigen Acryllackbeschichtung an. Diese sorgt dafür, dass die Holzfarbe auch in hellen Bereichen der Wohnung lange originalgetreu erhalten bleibt.

Darüber hinaus bietet der Handel die verschiedensten Dekor-Paneele an. Diese können etwa brillante Farben oder eine Holzoptik besitzen, außerdem sind durch täuschend echte Steinnachbildung und andere Designs besondere Akzente zu setzen. Diese Dekor-Paneele bestehen aus Kunststoff, sind deutlich leichter als Holzpaneele und kosten weniger.

 

  Vorteile Nachteile
Echtholz-Paneele Wohnliche Atmosphäre

Gute Schallisolierung

Guter Wärmeschutz

langlebig

natürlich

Hoher Preis

Geringere Auswahl

Teilweise lange Lieferzeiten

Dekor-Paneele Große Auswahl

Geringes Gewicht

Niedriger Preis

Langlebig

Dauerhaft Farbecht

Weniger stabil als Echtholz

Kaum Schallschutz

Kaum Wärmeisolierung

Nicht so langlebig wie Echtholz

 

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