Industriestaubsauger – das sind die Auswahlkriterien

Beim Kauf eines Industriestaubsaugers kommt es nicht nur auf Leistung und Handhabung an. Wichtig ist vor allem, welche Art von Staub regelmäßig aufgesaugt werden soll, damit ein gesundheitsverträgliches Arbeiten möglich ist. Welche weiteren Kriterien spielen bei der Auswahl eines Industriestaubsaugers eine Rolle? 

Manche Staubarten sind gesundheitsgefährdend 

Industriestaubsauger werden von der kleinsten Werkstatt bis hin zur großen Fabrik genutzt. Heutige Geräte bestechen durch handliche Abmessungen bei höchstmöglicher Leistung. Die Investition lohnt sich, denn ein hochwertiger Industriestaubsauger erleichtert die Arbeit enorm und spart dadurch viel Zeit. So schaffen es handelsübliche Haushaltsstaubsauger nicht, groben Dreck oder Bauschutt wegsaugen.

Vor allem bei Arbeiten, bei denen gesundheitsschädigende Stoffe im Spiel sind, ist der richtige Industriestaubsauger unabdingbar. In gewerblichen Holzverarbeitungen entsteht regelmäßig Staub, der bereits in geringer Konzentration eine toxische Wirkung entfaltet. Das reizt nicht nur Bronchien, Nasenschleimhäute und Haut, sondern kann sogar Krankheiten wie Asthma und Krebs auslösen. 

Geprüfte Qualität macht sich bezahlt 

Zwar sind Schreiner und Tischler besonders exponiert für diese Gefahr, doch auch Hobbyhandwerker müssen Acht geben. Andere Arten von Staub können durch die Reaktion mit Luft zum hochexplosiven Gemisch werden. Neben regelmäßigem Absaugen des Staubs ist auch ein Luftrückführung in den Arbeitsräumen notwendig.  

Wichtig ist, dass ein Industriestaubsauger nach DIN geprüft ist. Bei Kombigeräten sollte zudem darauf geachtet werden, dass ein mit dem Buchstaben H beginnendes Prüfzeichen vorliegt. Zusätzliche Sicherheit schafft die GS-Zertifizierung. Gerade bei No Name-Geräten werden die Sicherheitsstandards oft nicht eingehalten und es kommt immer wieder zu tragischen Unfällen. 

Staubklasse ist nicht immer ausschlaggebend 

Je nach Einsatzort muss bei einem Industriestaubsauger eine ganz bestimmte Filterleistung vorliegen. Eingeteilt werden die Geräte in verschiedene Staubklassen. L steht für leicht gefährlichen Staub, M für mittel gefährlichen Staub und H für hoch gefährlichen Staub. Aufgrund der toxischen Eigenschaften, die Staub im Schreiner- und Tischlergewerbe entwickeln kann, müssen hier Industriestaubsauger der Klasse M und H eingesetzt werden. Arbeiten kleinere Schreinerbetriebe und Heimwerker mit Handmaschinen, sollte es mindestens Klasse M sein. 

Rückhaltevermögen im Blick behalten

Wichtig dabei zu wissen ist, dass die Klassen M und L mit demselben Filtersystem ausgestattet sind. Der einzige Unterschied besteht darin, dass M-zertifizierte Sauger die Absaugleistung überwachen. Preisbewusste Handwerker müssen daher diese höhere Investition nicht unbedingt tätigen.

Für gewöhnliche Arbeiten mit Bauschutt, Kies oder für die Autoreinigung ist die Klasse L immer ausreichend. Aufschluss gibt letztendlich der Staubdurchlass. Beträgt der Wert 0,1 Prozent, bedeutet das ein Rückhaltevermögen von 99,9 Prozent. Diese Werte finden sich auch bei guten L-Saugern. Die Staubklasse alleine sagt daher nicht aus, für welchen Einsatzzweck der Sauger geeignet ist und für welchen nicht.

Leistung nicht alleiniges Kaufkriterium

Auf dem Markt werden Geräte mit einer Leistung zwischen 1000 und 1500 Watt angeboten. Die Wattzahl ist nicht alles, denn es kommt darauf an, ob ein Nass- oder Trockensauger gewünscht wird. Nasssauger haben generell eine höhere Leistung. Ist das Gerät manuell auf die aktuellen Erfordernisse einstellbar, fällt eine geringere Maximalleistung weniger ins Gewicht. Bei der Wahl eines Industriesaugers kommt es nicht zuletzt auf den zu bearbeitenden Untergrund an.  

Ist der variabel, empfiehlt sich ein Kombigerät. Reichte die Leistung eines alten Gerätes nicht aus, sollte auf jeden Fall eine höhere Leistung gewählt werden. Ebenfalls spielen Saugvorsatz, Luftführung und Aerodynamik eine Rolle. 

Ein Industriestaubsauger muss mobil sein 

Bedacht werden sollten auch Schallleistungspegel, Staubemission und Energieeffizienzklasse. Damit die Mobilität gewährleistet ist, muss das Fahrgestell robust sein. Lässt sich die Saugeinheit entriegeln, kann sie bei Arbeiten auf der Leiter einfach mitgenommen werden. Daneben liegen die Stolperfallen beim Kauf im Detail.  

Industriestaubsauger haben ein hohes Fassungsvermögen, das sich nur voll ausreizen lässt, wenn das Kabel entsprechend lang ist. Vor dem Kauf sollten daher die Räumlichkeiten ausgemessen werden, um die Mindestlänge für das Kabel zu ermitteln. Bei dieser Messung sollte gleichzeitig die optimale Schlauchlänge festgehalten werden, damit jederzeit Bewegungsfreiheit gegeben ist.

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