Ist ein Carport Bausatz die bessere Wahl?

Carports gibt es in den verschiedensten Varianten und Ausführungen. Einige dieser Unterstellmöglichkeiten für den Pkw werden komplett selbst geplant und mit zugekauftem Material (zum Beispiel aus dem Baumarkt oder Holzhandel) selbst gebaut. Außerdem gibt es natürlich Unternehmen, die sich auf den Bau von Carports spezialisiert haben. Die dritte Möglichkeit ist ein Carport-Bausatz, den man ebenfalls im Baumarkt oder bei einem anderen Fachhändler bekommen kann.

Wie finde ich den besten Carport Bausatz?

Carport-Bausätze gibt es fast wie Sand am Meer. Gerade in den letzten Jahren ist die Möglichkeit, sein Auto in einem offenen Carport unterzustellen und es damit sprichwörtlich von der Straße zu holen, immer populärer geworden. Mittlerweile konkurrieren zahlreiche Anbieter miteinander und bieten Carports in den verschiedensten Materialien und Ausführungen in nahezu jeder Preisklasse an.

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Bei einer solchen Auswahl ist es nicht immer ganz leicht, den Überblick zu behalten und den besten Carport Bausatz zu finden. Eine Checkliste mit individuellen Kriterien kann allerdings helfen, etwas Übersicht zu schaffen.

  • Welches Budget ist vorhanden? Natürlich muss ein Carport-Bausatz auch immer bezahlbar sein. Wenn Geld keine Rolle spielt, so kann man bei der Auswahl eines Carport-Bausatzes anders entscheiden als bei einem knapperen Budget.
  • Welche Bauform soll es sein? Carports gibt es in den verschiedensten Ausführungen und Bauformen, daher gibt es auch hier die Qual der Wahl.
  • Muss der Carport über die Unterstellmöglichkeit für einen Pkw hinaus weitere Zwecke erfüllen? Soll hier beispielsweise eine Lagermöglichkeit für Camping- oder Sportgeräte (Zelte, Skier, Paddelboote) bestehen oder ein Geräteschuppen angebaut werden?
  • Welches Material wird für den Carport bevorzugt? Die meisten Carport-Bausätze werden aus Holz hergestellt, es gibt aber auch Carport-Bausätze aus Aluminium oder anderen Werkstoffen.
  • Wer baut den Carport-Bausatz zusammen? Die meisten Carport-Bausätze sind so ausgelegt, dass sie auch von einem versierten Heimwerker errichtet werden können. Zumeist werden aber mindestens zwei Personen benötigt. Wenn der Carport-Bausatz ohnehin von einer Spezialfirma zusammengebaut werden soll, muss man sich als Käufer keine weiteren Gedanken machen. Manchmal bietet sogar der Händler des Carport-Bausatzes an, ein eigenes Monteur-Team mit dem Aufbau zu beauftragen.

Am besten ist es, sich zuerst einmal einen allgemeinen Überblick über die angebotenen Carports zu verschaffen. Das ist inspirierend und hilft dabei, die eigenen Vorstellungen zu bestätigen oder zu revidieren.

Was ist bei der Auswahl eines Bausatzes für ein Carport zu beachten?

Die Auswahl eines Carports fällt anhand der bereits benannten Kriterien deutlich leichter. Es gibt allerdings noch weitere Aspekte, die bei der Entscheidung für einen Carport-Bausatz eine Rolle spielen. Dabei handelt es sich um jene Punkte, auf die man als Bauherr keinen oder nur wenig Einfluss hat.

  • Wie ist die Beschaffenheit des Grundstücks? Bei einem Hanggrundstück müssen an einen Carport-Bausatz andere Anforderungen gestellt werden als bei einem vollkommen ebenen Gelände.
  • Wo soll der Carport errichtet werden? Muss es ein freistehender Carport oder ein Anlehncarport werden, weil dieser zum Beispiel direkt an das Wohnhaus oder die Garage gebaut wird?
  • Müssen besondere Witterungsbedingungen einkalkuliert werden? Gibt es in der Region zum Beispiel oft große Hitze, starken Frost, heftige Stürme oder extreme Niederschläge?
  • Entspricht die eigene Wahl eines Carport-Bausatzes der kommunalen Bauordnung beziehungsweise dem Bebauungsplan? Nicht jede Kommune lässt ihren Bürgern bei Carports die komplette Wahlfreiheit. Teilweise können Carports komplett abgelehnt werden oder es gibt Vorschriften seitens der Behörde, wie ein Carport beschaffen sein muss.
  • Was sagen die direkt angrenzenden Nachbarn? Auch als Nachbar hat man ein Mitspracherecht, wenn ein Carport auf dem nächsten Grundstück errichtet werden soll. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Sicht des Nachbarn beeinträchtigt oder womöglich sogar dessen Grundstücksausfahrt behindert wird. Vor dem Kauf eines Carports bietet es sich daher an, mit dem Nachbarn das Gespräch zu suchen und diesen von Anfang an in die eigenen Pläne einzubeziehen.

Was muss ein Carport Bausatz beinhalten?

Ein Carport ist prinzipiell eine recht einfache Konstruktion, die mit vergleichsweise wenigen Teilen auskommt. Dies gilt auch für einen Carport-Bausatz. Die Anzahl der zugehörigen Teile hängt insgesamt stark von der Ausführung und Beschaffenheit des Carports ab: Der Bausatz für ein Doppelcarport enthält mehr Zubehör als der für ein Einzelcarport. Grundsätzlich besteht ein freistehender Carport zudem aus mehr Einzelteilen als ein Carport, der an ein Haus oder eine Garage angelehnt ist.

Der Mindestumfang eines Carport-Bausatzes besteht aus den folgenden Teilen:

  • Grundelemente und Montagematerial des Carports (incl. der Stützpfeiler, dem Dach und dessen Unterkonstruktion sowie allen notwendigen Schrauben und anderen Kleineisenteilen.
  • Fundamentplan
  • Grundriss des fertigen Carports
  • Ausführlicher Montageanleitung

Carport-Bausätze der höheren Preisklasse sind in den meisten Fällen aus Aluminium oder einem anderen korrosionsbeständigen Metall gefertigt. Einige dieser Carports können sogar als Basis für Solarmodule zur Stromerzeugung dienen. Diese Solarmodule können bei den Carport-Bausätzen sogar zum Lieferumfang gehören. Auch eine Beleuchtung ist bei hochwertigen Carport-Bausätzen dieser Kategorie vorgesehen und wird mitgeliefert.

Was ist bei der Anleitung von einem Carportbausatz zu beachten?

Ein Carport kann man im Baumarkt, im Fachgeschäft oder online kaufen. Gerade beim Online-Handel sollte aber unbedingt darauf geachtet werden, dass man sich an einen vertrauenswürdigen, europäischen Händler wendet. Dieser sollte dem Carport-Bausatz unbedingt eine deutschsprachige, vollständig verständliche Anleitung beilegen (im Zweifel bietet sich eine Rückfrage an).

Beim Empfang des Carports ist die Anleitung zuerst das wichtigste Element. Gerade wer noch keine Erfahrung im Aufbau eines Carports hat, sollte die Anleitung ausführlich studieren. Sollten sich dabei irgendwelche Unklarheiten ergeben, ist eine Rücksprache mit dem Händler oder der Serviceabteilung des Herstellers ratsam. Gleiches gilt auch bei der Überprüfung des Carport-Bausatzes auf Vollständigkeit. Eine Anleitung eines guten Carport-Herstellers enthält auch eine ausführliche Materialliste, mit der man das tatsächlich mitgelieferte Material abgleichen kann. Wenn etwas fehlt, ist jetzt ebenfalls der richtige Zeitpunkt, um den Händler beziehungsweise den Carport-Hersteller zu kontaktieren.

Anschließend ist die Anleitung beim Zusammenbau des Carports wichtig, um die einzelnen Montageschritte immer wieder auf ihre Richtigkeit hin zu überprüfen. Wer sich vor dem Baubeginn eine Kopie der Montageanleitung macht, ist auf der sicheren Seite. Wenn die Kopie der Anleitung auf der Carport-Baustelle verschmutzt oder davonfliegt, liegt das Original weiterhin in der Schublade im Büro. Dort kann sie auch dauerhaft verbleiben (oder mit anderen Bau- und Produktanleitungen gut abgeheftet werden). So ist es auch nach Jahren noch möglich, bestimmte Bauschritte des Carports nachzuvollziehen und auch den Händler beziehungsweise Hersteller kontaktieren zu können, wenn beispielsweise Elemente ausgetauscht werden müssen oder ein Anbau an den Carport erfolgen soll. Dieses Vorgehen bietet sich ohnehin bei allen Geräten und anderen größeren Anschaffungen an.

Wie bereite ich den Untergrund für einen Carport Bausatz vor?

Wie der Untergrund für ein Carport beschaffen sein muss, hängt stark vom Carport, aber auch von den Gegebenheiten auf dem Grundstück ab.

Handelt es sich um einen eher kleinen Carport, der über einer bereits existenten, also gepflasterten oder anderweitig befestigten Hofeinfahrt aufgebaut werden soll, so genügt in vielen Fällen ein sogenanntes Ramm- oder Schraubfundament. Bei diesen Varianten werden die notwendigen Unterbauten für die Stützpfeiler des Carports einfach per überdimensionaler Schraube im Untergrund verschraubt oder eine Spitze wird in den Untergrund gerammt. In beiden Fällen ist die Stabilität aber nur bis zu einem gewissen Grad gewährleistet, außerdem bieten sie sich zum Beispiel bei felsigem Untergrund nicht an.

Eine andere Alternative für die Verankerung kleiner Carports sind einbetonierte H-Anker, die als Balkenschuhe für die Stützpfeiler des Carports dienen. Für diese Anker müssen nur kleine Bereiche ausgehoben und mit Beton verfüllt werden, was insgesamt einen eher geringen Arbeitsaufwand darstellt.

Bei größeren, schwereren Carports ist es notwendig, den gesamten Untergrund für ein Fundament auszuheben. Hierbei kann sich das Fundament samt zugehöriger Bodenplatte über die gesamte Fläche des Carports erstrecken. Bei einem sogenannten Punktfundament handelt es sich um einen Unterbau, der ähnlich einer Gitterstruktur aus Fundamentpunkten besteht, die sich über die gesamte Fläche des Carports verteilen.

Welches Fundament für einen Carport-Bausatz jeweils notwendig ist, beantworten Fachhändler oder Hersteller gerne. Wer eine Fachfirma mit dem Aufbau des Carport-Bausatzes beauftragt, kann sich auch mit den dort zuständigen Experten beraten. Im Zweifel kann dann aber eine zweite Meinung sinnvoll sein, denn Spezialfirmen bieten gerne die aufwändigste und damit teuerste Variante an. 

Wo kaufe ich einen Carport Bausatz am besten?

Angeboten werden Carport-Bausätze sowohl von Baumärkten als auch von einigen Baustoffhändlern und manchmal sogar im Fachhandel für Garten- und Landschaftsbau. Darüber hinaus haben sich einige Händler komplett auf Carports und Garagen spezialisiert und bieten dazu ein sehr umfangreiches Angebot.

Auch im Internet kann man zahlreiche Angebote finden. Hier ist allerdings Vorsicht geboten, denn neben vielen vertrauenswürdigen Händlern bieten auch einige schwarze Schafe ihre Carport-Bausätze an, oft zu vermeintlichen Schnäppchenpreisen. Allerdings ist bei diesen Angeboten fraglich, ob man sich auf die offerierte Qualität verlassen kann und ob dem Bausatz wirklich eine verständliche, ausführliche Anleitung beiliegt. Wenn bei einem Billigangebot aus dem fernen Ausland irgendwelche Komponenten fehlerhaft sind oder komplett fehlen, so ist eine Ersatzbeschaffung meistens eine schwierige Angelegenheit.

Es bietet sich also an, sehr genau auf die Reputation des jeweiligen Händlers eines Carport-Bausatzes zu achten. Vertrauenswürdige Händler sind an speziellen Zertifizierungen (zum Beispiel „Trusted Shop“) zu erkennen, außerdem sind die angebotenen Carports meist von unabhängigen Prüforganisationen getestet und ausgezeichnet.

Optimal ist es, wenn man sich den aufgebauten Bausatz-Carport beim Händler anschauen und auf Herz und Nieren überprüfen kann. Dafür lohnt es sich, auch mal einen etwas weiteren Weg in Kauf zu nehmen. Immerhin möchte man lange Freude an seinem Carport haben, also soll es sich bereits an der Konstruktion des Carport-Bausatzes scheitern.

Wie so oft gilt auch hier: Manchmal ist das vermeintlich billigste Angebot unter dem Strich eines der teuersten. Wer ganz sicher gehen möchte, lässt sich bei der Wahl des richtigen Carport-Bausatzes von einem versierten Handwerker beraten.

Fazit: Carport als Bausatz kaufen: JA oder NEIN?

Strenggenommen handelt es sich bei nahezu jedem Carport um einen Bausatz, denn kaum ein Carport wird in sprichwörtlich einem Guss hergestellt.

Die meisten Carport-Bausätze sind allerdings darauf ausgelegt, dass sie auch von versierten Laien problemlos zusammengesetzt werden können. Hierbei muss natürlich immer mindestens zu zweit gearbeitet werden, da einige Komponenten des Carports lang und  dementsprechend schwierig zu hantieren sind.

Ein besonderer Vorteil eines Carport-Bausatzes sind Preis und schnelle Verfügbarkeit. Carport-Bausätze aus dem Baumarkt können zwar selten sofort mitgenommen, aber innerhalb kürzester Zeit geliefert werden. Im Vergleich zu Carports, die komplett selbst geplant und gebaut werden, sind Carport-Bausätze meist die zweitbilligste Wahl.

Generell gilt aber: Einen Carport-Bausatz sollte man nur dann kaufen und selber aufbauen, wenn man das notwendige handwerkliche Knowhow besitzt. Ein falsch konstruierter Carport ist nicht so langlebig und kann eventuell sogar gefährlich sein.

Im Zweifel sollte also immer eine Fachfirma mit dem Bau eines Carports betraut werden. Einige dieser Unternehmen machen die komplette Planung und konstruieren den neuen Carport vollständig selbst (was natürlich einige Kosten verursacht). Es gibt aber auch Handwerksbetriebe, die den Aufbau eines Carport-Bausatzes übernehmen – auch wenn der Kunde diesen zuvor selbst ausgesucht und bestellt hat.

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