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Schleifscheiben Vergleich unserer Favoriten

Schleifscheiben Kaufratgeber und Vergleich aus einer Hand

Schleifscheibe

Das Schleifpapier, auch Schmirgelpapier genannt, ist allseits bekannt. Die Schleifscheibe ist nichts anderes als ein Schleifpapier, welche an einer Schleifmaschine angebracht wird. Welche unterschiedlichen Arten von Schleifscheiben es gibt und wofür sie einzusetzen sind, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Schleifscheiben Übersicht

Für alle gängigen Schleifmaschinen

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Vorteile Nachteile
✅ 20 Stück ❌ nicht für Holz oder Metalle
✅ für alle üblichen Schleifgeräte passend ❌ nur eine Körnungsausführung erhältlich
✅ optimal für Stahl und Edelstahl geeignet
✅ kostengünstig

Zum Bearbeiten verschiedenster Werkstoffe

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Vorteile Nachteile
✅ für Holz, Metall, Aluminium, Gusseisen und Stahlblech ❌ es wird ein Stützteller benötigt
✅ unterschiedliche Körnungen
✅ 12 verschiedene Schleifscheiben
✅ hohe Abtragleistung

Besonders für grobe Schleifarbeiten

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Vorteile Nachteile
✅ 10 Stück ❌ nur für Trockenbauschleifer
✅ hohe Abtragleistung durch harte und scharfkantige Körnung ❌ nicht für den Feinschliff geeignet
✅ für Beton, Stein und Putz geeignet ❌ lediglich eine Körnung erhältlich

Was ist eine Schleifscheibe?

Eine Schleifscheibe besteht aus dem Schleifkorn, einem Bindemittel und Poren. Sie ist von runder Form und für den Einsatz an Schleifmaschinen vorgesehen. Die Scheibe ist nichts wesentlich anderes als ein gekörntes rundes Papier, welches an einer Maschine befestigt in Bewegung gesetzt wird.

Durch das entsprechende Bearbeiten von Oberflächen aus Holz, Glas oder Metall werden diese geschliffen und können auf weitere Vorgänge, etwa dem Lackieren, vorbereitet werden. Eine präzise Arbeit mit dem Schleifpapier vereinfacht die weitere Veredelung des Gegenstands deutlich.


Wie funktioniert eine Schleifscheibe?

Durch die Reibungskraft der rotierenden Schleifscheibe wird von der Oberfläche eines Werkstücks die gewünschte Schicht abgetragen. Dieser Vorgang nennt sich trennen, schmirgeln oder schleifen. Mit unterschiedlichen Körnungen und Härtegraden wird das zu bearbeitende Produkt geschliffen.

Die Schleifscheibe arbeitet in der Bewegung, die die Maschine ausführt. Die meisten Schleifer, die eine Scheibe benötigen, üben eine leicht kreisende Bewegung aus. Je nach der Körnung einer Scheibe entsteht dann ein entsprechend starker Effekt. Dreieckschleifer schrubben eher auf der Oberfläche entlang und werden für das Abschleifen von Türen oder anderen großen Flächen verwendet. Durch den eckigen Aufbau, wenn auch Kanten und kleinste Zwischenräume erreicht, um ein gleichmäßiges Schliffbild zu erreichen.

Andere Schleifmaschinen arbeiten mit Bändern, die durch einen Motor gleichmäßig durch den Lauf gezogen werden. Auch deren Körnung entspricht der, der Schleifscheiben.

Nachteile von Schleifscheiben

Auch wenn die Anschaffung der Scheiben nicht teuer ist, so sind gerade Modelle, die mit einer groben Körnung zu nutzen sind, einem hohen Verschleiß unterlegen. Da sie sehr grobe Arbeiten umsetzen und einen Abtrag erreichen können, ist die Schicht schnell abgenutzt. Der Wechsel muss mitunter alle paar Minuten erfolgen, wenn es sich um eine große Fläche handelt.

Diese Zeit nutzt die Schleifmaschine selbst zum Abkühlen, da der Kraftaufwand viel Hitze erzeugen kann. Am besten sind hier übrigens Maschinen geeignet, die das Auflegen der Schleifscheibe über eine Art Klettverschluss erlauben. Dadurch geht der Wechsel sehr schnell vonstatten.

Andere Systeme, die mit einer Einspannung arbeiten, erfordern ein wenig Fingerspitzengefühl und benötigen die exakte Platzierung der Scheibe. Hierzu zählen unter anderem auch Drechselmaschinen, wie sie in der Tischlerei zum Einsatz kommen.


Welche Arten von Schleifscheiben gibt es?

Zunächst werden Schleifscheiben nach natürlichen und synthetischen Kornwerkstoffen unterteilt. Diese sind unter anderem: Diamant, Granat, Schmirgel, Siliciumcarbide, Chromoxide etc.

Zudem gibt es verschiedene Arten von Schleifscheiben:

  • Schruppscheiben
  • Fächerschleifscheiben
  • Fiberschleifscheiben
  • Diamantschruppscheiben

Schruppscheiben

  • Kanten, Durchbrüche und Konturen entgraten
  • Farben entfernen

Die Schruppscheiben können große Teile von Oberflächen abtragen, sind aber nicht für Feinarbeiten geeignet. Werkstoffe wie Aluminium, Bau-, Edel-, Schmiede-, Werkzeug- und Kohlenstoffstahl sowie Messing, Metalle und Titan können damit gut behandelt werden.

Fächerschleifscheiben

  • Ausarbeitung von Fehlstellen
  • Schweißnähte egalisieren

Mit den Fächerschleifscheiben erhält der Gegenstand ein besonders gutes Finish. Es entsteht ein feines Schleifbild. Allerdings geschieht dies mit einer geringen Geschwindigkeit und einer entsprechend reduzierten Abtragleistung. Fächerschleifscheiben eignen sich für folgende Werkstoffe:

  • legierter und unlegierter Stahl
  • Baustahl
  • Werkzeugstahl
  • Schnellarbeitsstahl
  • rost- und säurebeständiger Stahl
  • NE-Metalle (Aluminium, Messing, etc.)
  • Kunststoffe
  • Holz

Fiberschleifscheiben

  • Oberflächen aufrauen
  • stufenweises Feinschleifen
  • Polieren/Hochglanzpolieren

Mit einer hohen Geschwindigkeit und Abtragleistung bearbeiten die Fiberschleifscheiben Gegenstände aus Bronze, Edelstahl und Edelstahllegierungen sowie Messing, Nickellegierungen, Stahl und Blech.

Diamantschruppscheiben

  • Flach- und Tiefschleifen
  • Politurschliff
  • Profilschleifen
  • Walzenschleifen
Vorteile der Diamantschruppscheiben Nachteile der Diamantschruppscheiben
  • kurze Bearbeitungszeiten
  • keine Beschädigungen
  • säure- und basenbeständig
  • die Zerspanungsleistung ist gleichbleibend
  • können keinen Stahl bearbeiten
  • hoher Anschaffungspreis

 

Die Werkstoffe Hartmetall, Quarz, Glas, Grafit, keramische Magnetwerkstoffe, Silizium sowie Natur- und Kunststeine können mit dieser Art des Schleifens bearbeitet werden.

Vorsicht gilt bei der Anwendung von Schleifscheiben besonders auf Oberflächen, die ohnehin anfällig sind. Darunter fallen auch Lacke. Sie können mitunter mikroskopisch große Schäden nehmen, die der Anwender erst nach einer gewissen Zeit nachvollziehen kann. Durch die Aufrauung der Oberfläche werden die unterschiedlichen Lackschichten abgetragen. Die Rillen und Überbleibsel, die dabei entstehen, sind mit einer Schramme auf der Haut vergleichbar. Aber im Gegensatz zu menschlichen Haut wächst diese Unebenheit nicht mehr zu. Nur durch die Anwendung von Versiegelungen oder dem Auftrag einer neuen Lackschicht kann hier der Anwender für ein gutes Ergebnis sorgen.

Zusätzlich sollten die Schleifscheiben immer von einem Hersteller und am besten dem Herausgeber der Schleifmaschine stammen. Auf diese Weise können keine Qualitätsunterschiede entstehen. Dies gilt auch für die Anwendung der Scheiben an einem Projekt. Wer immer den gleichen Hersteller anwendet, zumindest für das gleiche Projekt, kann eher gleichmäßige Ergebnisse erzielen. Dabei gilt zu beachten, dass die Nummer der Körnung immer mit dem Arbeitsschritt korrespondieren muss. Für das richtige Schleifen erfolgt zuerst die grobe Abtragung der Oberfläche und danach der Schliff auf eine glatte Oberfläche. Vergleichbar sind diese Arbeitsschritte mit der Pflege von Fingernägeln, die zuerst mit einer groben Feile gekürzt und danach geglättet werden. In den meisten Fällen erfolgt das Schleifen immer in unterschiedlichen Schritten, damit das Ergebnis optimal ausfallen kann.

Für verschiedene Werkstoffe kommen unterschiedliche Schleifscheiben-Arten zum Einsatz!


Welche Härtegrade kann eine Schleifscheibe besitzen?

Die Härtegrade und diversen Kennzeichnungen werden wie folgt unterteilt:

Kennzeichnung A bis D: extrem weich

Kennzeichnung E bis G: sehr weich

Kennzeichnung H bis K: weich

Kennzeichnung L bis O: mittel

Kennzeichnung P bis S: hart

Kennzeichnung T bis Z: extrem hart


Welche Körnung kann eine Schleifscheibe haben?

Bei der Körnung stellt sich die Einteilung folgendermaßen dar:

Bezeichnung P12 bis P80: grob

Bezeichnung P100 bis P280: mittel

Bezeichnung P320 bis P600: fein

Bezeichnung P800 bis P2500: sehr fein

Ab einer Bezeichnung von P240 handelt es sich um eine Mikrokörnung.


Zusammenfassung zur Schleifscheibe

Für jeden Zweck gibt es eine geeignete Schleifscheibe, die für den jeweiligen Werkstoff zum Einsatz kommt. Die Scheiben unterscheiden sich in dem Härtegrad, der Körnung sowie der Art. Wichtig ist, die Wirkweise auf den zu bearbeitenden Gegenstand abzustimmen, damit einem perfekten Arbeitsergebnis nichts im Wege steht.

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