(K)einblick in Nachbars Garten

Wenn man nicht unbedingt Lust verspürt, den Nachbarn alles zu zeigen, was im Garten so vor sich geht, steht und liegt, sollte man über Sichtbegrenzungen nachdenken. Im Sichtschutzzaun Shop findet man derlei sicherlich einiges.

Die Einleitung

Ach, wie ist das schön, wenn jetzt der Frühling, der sein blaues Band durch die Lüfte flattern lässt, in den Garten zu gehen und die Sonnenstrahlen zu genießen. Gut, momentan ist es noch zu kalt und der Garten sieht auch eher aus, als hätte man über den Winter komplett vergessen, dass man ihn gehabt hätte. Da muss erstmal ein ordentlicher Grundschnitt rein und dann – ja, dann – wenn die Temperaturen endlich angenehm genug dafür sind, steht einem schönen Sonnenbad in einer Liege nichts im Wege.

So ähnlich sahen das auch Bekannte im letzten Jahr. Im Frühling haben sie den Garten schön gemacht und im Sommer genutzt, um den lieben Gott einen ganz guten Mann sein zu lassen. Ab an den Gartenteich, das Strandtuch ausgebreitet und dann lagen sie (im Bikini) und er (in der Badehose) da und ließen sich die Sonne auf den Bauch brennen.

Das fanden deren Nachbarn eher übersichtlich amüsant und haben sich sehr häufig beschwert, sodass die Lösung darin bestand, einen Sichtschutzzaun aufzubauen. Und zwar in alle vier Himmelsrichtungen, die das Haus mit Garten so zu bieten hatte.

Was macht einen guten Sichtschutzzaun aus?

Zuallererst einmal sollte er hochwertig verarbeitet sein. Wenn der Zaun nach dem ersten Sturmtief den Weg allen Irdischen geht, dann hätte man sich den Kauf auch sparen können. Daher sollte er auch den äußeren Witterungseinflüssen standhalten können.

Was nützt der schönste Sichtschutzzaun, wenn er nach den ersten beiden Wintern aussieht, als hätte er schon seine zwanzig Jahre auf dem Buckel? Jetzt könnte man zwar argumentieren, dass die Aufgabe des Zaunes ja die ist, dass Leute nicht in den eigenen Garten blicken. Aber man selbst will doch, wenn man sich schon den Blick auf die Landschaft verstellt, wenigstens nicht auf was gucken, das den optisch-ästhetischen Ansprüchen nicht mehr genügt.

Und wenn es schon notwendig ist, sich einen solchen Zaun anzuschaffen, soll er wenigstens pflegeleicht sein. Es gibt ja schon genügend Fragen um das Mysterium „Sichtschutzzaun“, da sollte man sich mit den einfachsten Sachen nicht lange aufhalten müssen.

Welche Materialien sind als Sichtschutz geeignet?

Es gibt unterschiedliche Materialien, die sich als Sichtschutz eignen – zu ihnen gehören Holz, Bambus, WPC, Kunststoff, Aluminium, Stein und Glas.

Wie hoch darf mein Sichtschutz zum Nachbar sein?

Nordrhein-Westfalen hat in seinem Nachbarrechtsgesetz, derer es von Bundesland zu Bundesland verschiedene Varianten gibt,  festgehalten, dass die „Einfriedung“, sprich: der Zaun, die Höhe von zwei Metern nicht überschreiten darf. Sollten Sie jetzt doch von einem drei Meter fünfzig Sichtschutzzaun träumen, müssen Sie eine Baugenehmigung einholen. Und da die Grundstücksnachbarn verpflichtet sind, die Kosten für die Einfriedung zu übernehmen, man spricht dort von einer „hälftigen Kostenteilung“, stellt sich gleich die nächste Frage:

Kann Nachbar den Sichtschutz verbieten?

Nein. Er kann aber festhalten, dass er das Tim-Taylor-mehr-Power-drei-Meter-Luxuszäunchen mit Videoanlage und Wachhäuschen, inklusive Weinrankhilfe nicht mittragen will und somit zumindest diese Idee blockieren. Dann müssen Sie die Einfriedungsvariante wählen, die in ihrem Bezirk üblich ist. Und sollte keine sogenannte „ortsübliche Lösung“ existieren, haben Sie als Anrecht auf eine Einfriedung von 1, 20 Metern Höhe, die aber Ihren Wünschen entspricht.

Ist ein Sichtschutz im Garten erlaubt?

Laut Nachbarrechtsgesetzen (NachbarG) haben Sie als Grundstückseigentümer ein Recht darauf, eine Grenzeinfriedung zu errichten. Und wo es Rechte gibt, existieren auch Pflichten. Wenn Ihr Nachbar zu Ihnen kommt und verlangt, dass Sie eine Einfriedung errichten, müssen Sie dies tun. Und man kann, was die Gestaltung des Sichtschutzes angeht, unglaublich kreativ werden.

Fazit

Wenn Sie einen Sichtschutzzaun errichten wollen, informieren Sie sich vorher über die Gegebenheiten und die Regulationen. Anschließend können Sie fröhlich shoppen gehen. Viel Vergnügen und „Gut Grün“.

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