Wie bekomme ich meinen Keller trocken

Warum Keller feucht sind, kann ganz verschiedene Ursachen haben. In Altbauten treten oft die Probleme mit der Feuchtigkeit auf. Es kann aber auch ganz andere Ursachen haben, wie ein heftiges Gewitter mit Starkregen oder durch Hang- und Sickerwasser. Bei einem Schaden durch letzteres ist eine Erneuerung der Vertikalsperre nötig. Sie müssen den Keller trocknen.

Starkregen, der Keller volllaufen lässt, kommt meist sehr überraschend. Dabei kann es zu erheblichen Schäden kommen. Viele Hausbesitzer sind sich nicht darüber im Klaren, dass ihre Hausrat- oder Haftpflichtversicherung den Schaden in den meisten Fällen nicht übernimmt. Es braucht dafür eine extra Elementarschadenversicherung, die in dem Fall greift. Sie schützt ein Haus bei Hagel-, Blitz- und Wasserschäden durch Unwetter.

Dass auf einmal Wasser im Keller steht, muss aber nicht unbedingt auf ein schweres Unwetter zurückzuführen sein. Ein Rohrbruch in der Nachbarwohnung oder ein defektes Rücklaufventil können ebenso für den Wasserschaden verantwortlich sein. Besonders ärgerlich ist die Tatsache, dass nicht nur alle gelagerten Gegenstände im Keller kaputt gehen können, sondern vielmehr das Mauerwerk massiven Schaden nehmen kann. Die Gefahr von Schimmel ist damit ebenfalls gegeben, der sich negativ auf die Gesundheit auswirken kann.

Was muss ich bei einem vollgelaufenen Keller tun

Unwetter mit Starkregen kommen überraschend. Um dem Risiko eines vollgelaufenen Kellers vorzubeugen, kann einiges getan werden. Vor dem Einzug kann es schon helfen mit den Nachbarn zu sprechen, ob es in der Vergangenheit Wasserschäden durch Witterungsniederschläge gegeben hat. Inventar sollte in Wandregalen und nicht direkt auf dem Boden gelagert werden.

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Im Baumarkt oder in einem Onlineshop gibt es Sandsäcke, die an Türen oder vor Öffnungen platziert werden können, damit das Wasser da nicht weiter durchlaufen kann. Ist das Wasser bereits in den Keller eingedrungen, gibt es im Baumarkt Tauch- oder Schmutzwasserpumpen zu kaufen oder auch zu leihen. Zu guter Letzt leistet ein Trocknungslüfter gute Dienste und sollte zum Einsatz kommen, damit die Wände auch wirklich trocknen und es nicht zu einer Schimmelbildung kommt. Das beste Hochwasser-Schutzsystem hat allerdings ab einer bestimmten Pegelhöhe und entsprechend hohem Wasserdruck keine Chance mehr.

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Wie bekomme ich das was aus dem Keller

Ist der Keller vollgelaufen, ist es wichtig, schnell zu handeln. Die Feuchtigkeit kann sonst tiefer in Boden und Mauerwerk einziehen und die Gefahr der Schimmelbildung nimmt zu. Der Keller sollte aus dem Grund nach dem Sinken des Pegels schnellstmöglich ausgepumpt werden. Den Keller selbst auszupumpen, sollte man nur machen, wenn das Wasser nicht meterhoch steht. Ist der Wasserstand zu hoch, könnte das zu Beschädigungen an Stromleitungen führen, weshalb bei zu hohen Wasserständen unbedingt die Feuerwehr alarmiert werden sollte.

In einigen Regionen besteht bei starkem Hochwasser zudem die Gefahr, dass bei zu schnellem Abpumpen des Wassers das Haus instabil wird. Das liegt daran, dass in dem Fall der Druck vom Grundwasser zu hoch ist. Bei nur wenigen Zentimeter Wasser im Keller können Hausbesitzer das Abpumpen problemlos selbst übernehmen.

Ganz wichtig ist es, vor dem Auspumpen den Strom abzuschalten. Nur so lassen sich lebensgefährliche Stromschläge vermeiden. Erst wenn der Strom abgeschaltet ist, sollte der Keller betreten werden, um die Pumpe aufzustellen.

Zum Auspumpen vom Keller eignen sich entweder eine Tauchpumpe oder eine Schmutzwasserpumpe.

Der größte Teil des Wassers lässt sich mit einer Tauchpumpe aus dem Keller abpumpen. Die Pumpen können im Baumarkt ausgeliehen werden. Wer in einem Hochwassergebiet wohnt, sollte sich eine eigene kleine Pumpe anschaffen, die sich dort auf jeden Fall lohnt.

Im Normalfall hat die Pumpe die entsprechenden Ablaufschläuche dabei, durch die das Wasser dann vom Keller ins Freie gepumpt wird. Damit die Pumpe an einer trockenen Stelle stehen kann, sollte ein ausreichend langes Stromkabel vorhanden sein. Es ist besser die Pumpe an eine Steckdose im Erdgeschoss oder vielleicht sogar im ersten Stock anzuschließen.

Bei stark verschmutztem Wasser reicht eine normale Tauchpumpe allerdings nicht mehr aus. In dem Fall muss eine Schmutzwasserpumpe zum Einsatz kommen. Sie ist gegen größere Partikel und Fremdkörper im Wasser deutlich unempfindlicher als es eine Tauchpumpe ist.

Was mache ich wenn die Pumpen kein Wasser mehr ziehen

Ist nur noch wenig Wasser im Keller, sollten zuerst nach Möglichkeit alle Kleinteile entfernt werden, damit sie nicht an die Pumpe kommen und diese verstopfen. Wenn das Wasser nur noch wenige Millimeter hoch ist, ist die Saugkraft der Pumpe nicht mehr ausreichend und sie kann das Wasser nicht mehr abpumpen.

Hier kommen dann Kelle, Eimer und saugfähige Tücher zum Einsatz. Ein Nass-Trockensauger kann hier ebenfalls wertvolle Dienste leisten. Nasssauger können Wasser aufnehmen. Sie arbeiten wie Staubsauger, nur dass sie eben bei Nässe eingesetzt werden können. Sie haben keine Filterbeutel wie herkömmliche Staubsauger.

Eine spezielle Flachsaugpumpe ist noch eine andere Alternative. Sie hat den Vorteil gegenüber anderen Wasserpumpen, dass sie das Wasser komplett abpumpen kann. Damit wird die Arbeit mit Eimer und Tuch hinfällig.

Wie bekomme ich den Keller Trocken

Ist das Wasser komplett aus dem Keller entfernt, geht es ans Aufräumen und eventuelle Schäden beseitigen. Waren Möbel und Gegenstände im Keller die nass geworden sind, sollten sie zum Trocknen an einen gut gelüfteten und vor Feuchtigkeit geschützten Ort gebracht werden. Im Keller würden sie nicht trocknen.

Wenn der Keller voll Wasser war, reicht gründliches Heizen und Lüften nicht mehr aus. Oft ist eine professionelle Trocknung von Boden und Wänden nötig, die verhindert, dass Feuchtigkeit tief in der Bausubstanz bleibt, was zu Schimmelbildung führen kann. Im Zweifel hilft ein Sachverständiger, der nicht nur den Schaden einschätzt, sondern auch Auskunft über die notwendigen Maßnahmen gibt.

Luftentfeuchter helfen bei zu hoher Luftfeuchtigkeit. In der Luft ist Wasserdampf enthalten, der sich nach dem kondensieren an kühlen Orten als Schwitzwasser niederschlägt. Die häufigsten Folgen davon sind Korrosion und Schimmelbildung, die Materialien und Hauswände angreifen und zudem ein gesundheitliches Risiko darstellen. Der Luftentfeuchter nimmt den überschüssigen Wasserdampf aus der Umgebungsluft auf und reduziert so die Luftfeuchtigkeit.

Die meisten Luftentfeuchter arbeiten nach dem Kondensations-Prinzip. Die Luft wird im Inneren des Gerätes abgekühlt und es bildet sich Kondenswasser. Das Wasser wird in einem Auffangbehälter aufgefangen oder direkt über einen Schlauch in das Abflusssystem vom Haus geleitet. Manche Luftentfeuchter haben auch Granulat im Auffangbehälter, welches das Wasser bindet.

Es kann bis zu einigen Wochen dauern, bis nach einem Wasserschaden alles wirklich wieder getrocknet ist. Es kommt immer auf das Ausmaß des Wasserschadens an. Wem Kondensations- bzw. Adsorptionstrockner zu wenig sind, der kann sich mit Heizlüftern behelfen. Im Normalfall kommen dabei Infrarot- bzw. Mikrowellenbautrockner zum Einsatz.

Die Mikrowellentrocknung arbeitet durch Bestrahlung mit hochenergetischen Mikrowellen. Sie hat einige Vor- aber auch Nachteile. Die wesentlich schnellere Trocknung als bei der Kondensations- bzw. Adsorptionstrocknung ist ein klarer Vorteil. Weiterhin vorteilhaft ist ein geringerer Energieaufwand bei kleinen Flächen. Die Nachteile sind allerdings nicht zu unterschätzen. Sehr hoher Energieaufwand bei großen Flächen, hoher Personal- und Maschineneinsatz sowie hoher wirtschaftlicher Aufwand. Es kann zu lokalen Schädigungen in der Materialstruktur kommen. Durch die Mikrowellen besteht ein Strahlenrisiko für Menschen.

Der Infrarottrockner wird etwa 10 bis 20 Zentimetern vor der Wand aufgestellt und erhöht mittels Infrarotstrahlen die Oberflächentemperatur des angestrahlten Bauteils. Die in der Tiefe gespeicherte Feuchtigkeit tritt dann an der Oberfläche aus. Die feuchte Luft kann im Anschluss durch ein geöffnetes Fenster nach außen weichen oder von einem Kondensationstrockner in trockne Luft umgewandelt werden.

Der Infrarottrockner muss immer wieder verrückt werden, da er nur die direkt angestrahlten Wanderoberflächen erwärmt. Eine kontinuierliche Beaufsichtigung ist daher erforderlich. Infrarottrockner machen keine Betriebsgeräusche und sind für den Menschen ungefährlich, da sie keine gesundheitsschädliche Strahlung abgeben.

Wie bekomme ich die Wasserflecken beim Streichen weg

Haben sich nach dem Wasser im Keller Wasserflecken an der Wand gebildet, sollen diese natürlich schnellstmöglich wieder verschwinden. Sie stören die Optik enorm. Dabei hilft es in der Regel nicht, einfach darüber zu streichen. Mit der richtigen Isolierfarbe und unter Beachtung einiger Schritte lassen sich Wasserflecken dauerhaft von der Wand entfernen.

Wasserflecken an der Wand bilden kristalline kleine Gebilde oder einfach ausgedrückt Salze. Um sie dauerhaft zu entfernen, müssen die Salze unbedingt zuerst abgeschabt werden. Selbst wenn sie noch so klein sind, ihr Entfernen ist entscheidend. Mit einem handelsüblichen Spachtel können sie durch abschaben und abkratzen schnell entfernt werden.

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Um das weitere Ausbreiten vom Wasserfleck zu verhindern hilft die teuerste Wandfarbe nichts. Selbst nach mehrmaligen überstreichen kommt der Fleck wieder zum Vorschein. Dafür braucht es eine spezielle Isolierfarbe, die den Fleck für immer unsichtbar werden lässt. Die Isolierfarbe lässt sich einfach verarbeiten und wird mit einem Malerpinsel aufgetragen. Der Fleck muss gut bedeckt sein.

Ist die Isolierfarbe vollständig getrocknet, kann der Kampf gegen den Wasserflecken wieder aufgenommen werden. Beim Entfernen vom Salz sind Spuren an der Wand entstanden, die jetzt verspachtelt werden müssen. Sonst hätte die Wand Furchen, die genauso hässlich wären wie der Fleck zuvor. Die Spachtelmasse kann leicht mit einem Breitspachtel gleichmäßig aufgetragen werden.

Nach der vollständigen Trocknung der Spachtelmasse kommt der erste Anstrich mit neuer Farbe, die etwas verdünnt sein kann. Für ein gleichmäßiges Ergebnis sollte hier eine Rolle verwendet werden. Wenn der erste Anstrich getrocknet ist, kann der zweite und letzte Anstrich folgen.

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