Küchenfronten erneuern nach Maß – Kleiner Aufwand mit großer Wirkung

KINLO weiß glanz Möbelfolie

9.8

GESAMTBEWERTUNG

9.8/10

Positiv

  • Stilvoll
  • umweltfreundlich
  • wasserdicht
  • kostengünstige
  • gute Wahl Ihre Möbel zu schutzen

Negativ

  • keine Bekannt

Die Küche zählt zu den Räumen, in denen wir einen nicht unwesentlichen Teil unserer Zeit verbringen. Daher verwundert es auch nicht, dass sie längst kein reiner Arbeitsraum mehr ist. Auch in der Küche wollen wir uns wohlfühlen und Freude am Kochen haben. Dafür kommt es selbstverständlich auf eine gute Ausstattung in Bezug auf Werkzeug und Küchengeräte an. Ebenso wichtig ist aber das Design der Küche selbst. Jedes Möbelhaus zeigt unzählige Aufbau- und Designvarianten, die selbstverständlich auch aktuellen Wohn- und Einrichtungstrends unterliegen.


Wie gut, dass man sich für eine Veränderung nicht immer gleich eine komplett neue Küche kaufen muss. Sofern Geräte und Schränke in einem guten Zustand sind, können einfach nur die Küchenfronten erneuert werden. Mit so einfachen wie preisgünstigen Mitteln lässt sich die Küchenoptik komplett verändern.

Alternativ zu einer komplett neuen Küche gibt es die folgenden Möglichkeiten zum Erneuern der Küchenfronten.

Die Folierung der Küchenfronten: Auf die Fronten und Türen wird eine hauchdünne Folie aufgezogen. Bei dieser einfachen und schnellen Methode erhalten die Möbel eine neue, sehr gleichmäßige Optik.

Die Lackierung der Küchenfronten: Durch den Griff zu einem speziellen Lack können die Fronten ganz individuell gestaltet werden. Bei dieser Methode sind einheitlich gefärbte Flächen ebenso möglich wie Muster in verschiedenen Farben.

Der Austausch der Griffe an den Küchenfronten: Bereits durch den Austausch der Griffe an den Fronten kann die Gesamtoptik deutlich verändert werden. Hier ist die Auswahl so groß wie nie zuvor.

Der Austausch der kompletten Fronten: Bei Bedarf lassen sich natürlich auch die kompletten Küchenfronten austauschen. Auch diese Methode klappt einfacher und schneller, als man es im ersten Moment denkt.

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Küchenfronten durch Folierung erneuern

Zahlreiche Unternehmen bieten ihre Dienste an, wenn es um die Folierung von Küchenfronten geht. Es ist aber nicht unbedingt notwendig, eine solche Firma zu beauftragen: Mit wenig Geld, etwas Zeit und handwerklichem Geschick klappt die Folierung auch für den Laien.

Im ersten Schritt gilt es, die Eignung der Küche zu überprüfen. Zur Folierung eignen sich natürlich am besten glatt furnierte Küchenfronten ohne Rahmen oder andere bauliche Verzierungen. Denn jede Ecke und jeder Winkel bedeuten eine zusätzliche Hürde.

Danach muss die richtige Folie ausgewählt werden. Dabei kommt es nicht nur auf die Optik, sondern auch auf die Materialeigenschaften an. Gerade in der Küche sollte man sich am besten für eine strapazierfähige und feuchtigkeitsbeständige Folie entscheiden. Eine spezielle Küchenfolie ist also die beste Wahl.

Zudem kommt es natürlich auf die Wahl des richtigen Arbeitsmaterials an. Eine komplette Ausstattung für die Folierungsarbeit beinhaltet Cutter, Schere, Lineal, Schraubenzieher sowie ein Gummirakel.

Am besten lassen sich die Fronten folieren, wenn sie zuvor abmontiert wurden. Außerdem sollten sie fettfrei sauber sein. Gut eignet sich für die Reinigung ein Fensterputzmittel aus der Sprühflasche.

Nach dem glatten Folieren der Oberfläche wird die aufgetragene Folie noch einmal mit dem Gummirakel nachgezogen, um kleinste Blasen und Unebenheiten zu beseitigen. Sollte sich bei der Arbeit trotz aller Akribie eine größere Blase gebildet haben, wird die Folie im Idealfall nochmals bis zu der entstandenen Unebenheit abgezogen. Anschließend wird sie neu gespannt und verklebt. Falls diese Methode nicht möglich ist, kann die Blase auch mit einer möglichst feinen Nadel aufgestochen werden. Danach lässt sich die Folie an besagter Stelle fast faltenfrei glattstreichen.

Küchenfronten lackieren

Vorab sei gesagt: Durch das Lackieren der Küchenfronten kann die Küche zwar eine ganz individuelle Note bekommen. Diese kann die Arbeit eines Küchenherstellers in optischer Hinsicht sogar noch übertreffen. Allerdings ist das Lackieren von Küchenfronten eine aufwändige, zeitraubende Angelegenheit, die darüber hinaus einiges an Talent und handwerklichem Geschick voraussetzt. Wer beides mitbringt und darüber hinaus ausreichend Zeit für diese Arbeit hat, der kann sich aber durch das vollendete Werk mit einem wirklich einzigartigen Ergebnis belohnen.

Dies sind die wichtigsten Aspekte, die bei der Lackierung der Küchenfronten zu beachten sind.

Auch für das Lackieren müssen die Flächen auf ihre Eignung untersucht werden. Generell ist für das Auftragen von Lack eine leicht angeraute Oberfläche vonnöten. Dies setzt allerdings voraus, dass die Flächen bereits eine dementsprechende Oberflächenstruktur haben oder sich auf die notwendige Art und Weise vorbehandeln lassen.

Für das Lackieren müssen die Küchenfronten von Griffen und Scharnieren befreit und abgeschraubt werden. Anschließend werden sie mit einer elektrischen Schleifmaschine gleichmäßig abgeschliffen und anschließend auf mögliche Beschädigungen wie kleine Löcher oder tiefere Kratzer untersucht. Diese können schon vor dem Abschleifen vorhanden sein, entstehen manchmal aber auch bei dieser Vorarbeit.

Vor dem eigentlichen Lackieren werden derlei Beschädigungen ausgebessert. Dafür ist im Handel eine spezielle Spachtelmasse erhältlich. Bitte erst zu Lackrolle und Lackierpistole greifen, wenn die ausgebesserten Stellen vollständig durchgetrocknet sind.

Die eigentliche Lackierung sollte aus mindestens zwei Schichten bestehen. Nach dem Auftragen der ersten Schicht muss diese für mindestens 24 Stunden durchtrocknen, bevor sie nach dem erneuten Anschleifen ein weiteres Mal überlackiert wird.

Küchenfronten durch Austausch erneuern

Nach dem Austausch des kompletten Küchenmobiliars ist der komplette Wechsel der Fronten der größte vornehmbare Eingriff. Da es, wie bereits angedeutet, einige deutlich preisgünstigere Methoden gibt, der Küche ein neues Gesicht zu verschaffen, sollte man sich diesen Schritt besonders gut überlegen.

Die Vorteile beim kompletten Austausch liegen natürlich auf der Hand: Durch den Austausch bekommt die Küche nagelneue, garantiert nicht verzogene und in jedem Fall hygienisch saubere Fronten. Ältere, möglicherweise leicht beschädigte oder eben verzogene Türen eignen sich oftmals nicht für die Renovierung, sondern sind ein Fall für den Schrott.

Außerdem gibt es natürlich Veränderungen an der Küche, die durch das Lackieren oder Folieren nicht erreicht werden können. Wenn die zuerst glatten Flächen künftig eine gerahmte Optik erhalten sollen, ist der komplette Austausch im Prinzip die einzige Möglichkeit. Gleiches gilt, wenn die Türen Durchbrechungen erhalten oder komplett verglast werden sollen.

Besonders wichtig ist hier allerdings: Aufgrund verschiedener Raumgrößen sowie individueller Anforderungen und Wünsche beim Kauf einer Küche gleicht keine Kücheneinrichtung der anderen. Vor allem sind die Abmessungen der Schränke – und damit natürlich auch der Fronten – höchst unterschiedlich.

Daher können neue Küchenfronten nur in wenigen Fällen in vorgefertigter Standardgröße erworben werden. Fast immer sind Wechselfronten für die Küche individuelle Anfertigungen, die beim Hersteller nach exakten Vorgaben bestellt werden müssen. Selbstverständlich empfiehlt es sich, die neuen Fronten beim selben Hersteller zu beziehen, der die gesamte Küche hergestellt hat. Dies erhöht auch die Wahrscheinlichkeit, dass alte und neue Komponenten bestens zusammenpassen.

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Wie lassen sich die Blenden von Küchenfronten erneuern?

In jedem Küchenkonzept sind die kleinen Details die i-Tüpfelchen, auf die es letztlich ankommt. Darum ist es sinnvoll, bei einer Renovierung der Küche auch über den Austausch der Sockelleisten und Blenden nachzudenken. Hierbei handelt es sich um die Verblendungen unterhalb und manchmal auch oberhalb der Küchenschränke.

Blenden sind also keine tragenden Elemente, sondern die Verkleidung von eigentlich ungenutzten Hohlräumen: Da die Küchenschränke aus technischen Gründen und zur Sicherheit auf Füßen stehen, entsteht darunter automatisch ein Hohlraum. Ohne Verkleidung würde sich dort Staub und Schmutz ansammeln. Analog dienen vorhandene Blenden oberhalb der Küchenschränke ebenfalls der Hohlraumverschalung, wenngleich hier vor allem optische Aspekte im Vordergrund stehen.

Da die Blenden aus einem dünnen, und leichten Material bestehen, ist ihre Handhabung kinderleicht. In der Regel sind die Blenden aufgesteckt oder über spezielle Clips festgesteckt. Je nach Art des Clips müssen diese zum Lösen zur Mitte oder nach unten geschoben werden, schon ist die Blende ausgehakt.

Der zuvor verblendete Hohlraum liegt nun frei. Da er natürlich nicht hermetisch abgeriegelt war, wird sich dort trotz Verblendung eine gewisse Menge an Schmutz gesammelt haben. Nun ist die Gelegenheit, den freigelegten Bereich gründlich zu reinigen. Eine Reinigung der Blenden ist natürlich nur dann erforderlich, wenn diese lackiert oder foliert und anschließend erneut eingesetzt werden sollen.

Bei einem Austausch der Blenden muss natürlich nicht nur auf die richtigen Formate, sondern auch auf die geeigneten Befestigungsclips geachtet werden. Sofern diese nicht mehr verfügbar sind, können möglicherweise die alten Clips wiederverwendet werden. Mit etwas handwerklichem Geschick lassen sich aber auch komplett neue Befestigungsclips installieren.

Dürfen die Küchenfronten in einer Mietwohnung erneuert werden?

Diese Frage lässt sich nicht ganz eindeutig beantworten. Sofern die Wohnung ohne bereits vorhandene Küche angemietet wird, liegen Einrichtung und Gestaltung der Küche ganz alleine im Verantwortungsbereich des Mieters. Der Vermieter hat also kein Mitspracherecht, wie die Küche aussehen soll oder welche individuellen Eigenschaften sie haben darf.

Allerdings kann er verlangen, dass die Küche mit dem Auszug des Mieters wieder in die Ausgangssituation zurückversetzt wird, dass die Küchenmöbel also abgebaut und entfernt werden. In vielen Fällen verständigen sich Mieter und Vermieter allerdings darauf, dass ein Nachmieter die Küche gegen eine Abschlagszahlung übernehmen kann.

Anders sieht es aus, wenn der Vermieter dem Mieter eine Küche zur Verfügung stellt. In einem solchen Fall ist der Vermieter dazu verpflichtet, dem Mieter eine funktionstüchtige und hygienisch einwandfreie Küche zur Verfügung zu stellen. Bei dieser muss es sich aber nicht um ein neues, auch optisch attraktives Modell handeln. Der Mieter hat generell die Option, auf die Nutzung dieser Küche zu verzichten und einen Ersatz nach eigenen Vorstellungen einzubauen. Der Vermieter kann in einem solchen Fall aber verlangen, dass die zur Verfügung gestellte Küche sauber und trocken eingelagert und nach einem Auszug des Mieters wieder installiert wird.

Wenn der Mieter die ihm zur Verfügung gestellte Küche nutzen möchte, so hat er diese pfleglich zu behandeln und darf Veränderungen nur insoweit vornehmen, dass sie sich später wieder rückgängig machen lassen. Alle Veränderungen darüber hinaus sind eine Sache der Absprache. Wenn der Mieter aufgrund des optischen Zustandes einen Bedarf anmelden kann oder den Wunsch einer Modernisierung äußert, so kann der Vermieter ihm diese Maßnahmen erlauben. Verpflichtet ist er dazu allerdings nicht. Auch obliegt es dem Vermieter, ob und inwieweit er sich an den entstehenden Kosten beteiligt.

Fazit: Lohnt sich die Erneuerung von Küchenfronten?

In einer Zeit, in der die grassierende Wegwerfmentalität aus guten Gründen angeprangert wird, sollte man stets erst über eine Renovierung nachdenken, bevor ein kompletter Rundumschlag stattfindet. Wirklich veralten können bei einer Küche im Prinzip nur die Geräte, während das Mobiliar, sofern es denn gut gepflegt und entsprechend gut erhalten ist, eine Sache des Geschmacks darstellt.

Der Wunsch nach einer Erneuerung ist natürlich menschlich. Dabei sollte man allerdings stets die Frage vorausschicken, wie weit diese Erneuerung gehen soll. Für eine komplette Veränderung der Schrank- und Raumaufteilung ist es mit einer Sanierung beziehungsweise einem Austausch der Küchenfronten nicht getan. Wenn es allerdings nur um die Optik geht, gibt es für die Erneuerung der Küchenfronten unzählige Möglichkeiten.

Selbst die Erneuerung der Fronten durch einen qualifizierten Fachbetrieb ist in den meisten Fällen günstiger und einfacher als der komplette Austausch einer Küche. Nimmt man die Sache selbst in die Hand, kann man sogar nochmals Geld sparen.

Besonders interessant ist die Erneuerung von Küchenfronten übrigens dann, wenn man eine gebrauchte Küche übernehmen, dieser aber einen ganz neuen Glanz verleihen möchte. Es muss also nicht immer die brandneue Küche sein – sofern die Geräte in Ordnung sind und den modernen Anforderungen entsprechen.

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