Laminat verlegen – DIY Anleitung zum selbermachen

Wie man einen Laminatboden verlegt

Wie wäre es in Zukunft mit einem Laminatboden? Ein Laminatboden sieht nur schick aus, sondern ist auch viel einfacher und günstiger herzurichten als ein Parkettboden. Das Verlegen von Laminat erfordert kein fachmännisches Wissen. Auch als unerfahrene Person kann diese Aufgabe bewältigen und erfolgreich einen eigenen Laminatboden verlegen. Wie das geht zeigen wir in diesem Beitrag.

Der Laminatboden als eine echte Alternative

Lange Zeit galt der einfache Parkettboden als der beste. Mittlerweile hat sich das aber geändert. Holzböden liegen heute mehr als je zuvor im Trend. Der preiswerte Laminatboden stellt für Mietwohnungen und Eigenheimen sowie in Geschäftsgebäuden eine echte Alternative zum klassischen Parkettboden dar.

Der Laminatboden imitiert eine Holzoberfläche, die sich vom Parkettboden kaum unterscheidet. Weiterhin ist Laminat ein gelungener Mehrschichtboden und mit einer Trittschalldämmung versehen.

Warum Laminatboden so beliebt ist

Der Laminatboden wird immer beliebter. Kein Wunder, denn der Boden ist preiswert in seiner Herstellung und sieht dem Parkettboden sehr ähnlich aus. Weiterhin sind die Paneele des Laminatbodens stabil und abriebfest. Der Hersteller gibt für gewöhnlich die Abriebklassen an.

Auf diese Weise ist es sogar möglich Diskotheken und ähnliche Räumlichkeiten mit einem Laminatboden zu versehen. In letzter Zeit konnten sich vermehrt auch imprägnierte Laminatböden bemerkbar machen. Dadurch konnte man Laminat unter Umständen sogar auch in Feuchträumen einsetzen. Laminatboden hat selbst für Wasser- und Fußbodenheizungssysteme Freigaben.

Laminatboden verlegen leichtgemacht

Dank der steigenden Popularität haben sich Lamintböden ständig weiterentwickelt. Wo in der Vergangenheit der Laminatboden noch als Billigboden bezeichnet wurde, ist diese Bezeichnung nicht mehr gültig. Ganz im Gegenteil. Der Laminatboden ist aufgestiegen, und zwar zu einer preiswerten Lösung zum Parkettboden.

Die neuen Verlege Techniken machen es dem Heimwerker sehr leicht diesen Boden zu verlegen. Kein Wunder, denn dank der Klicksysteme, die ohne Kleber auskommen, kann der Boden selbst von unerfahrenen Menschen verlegt werden.

Welche Materialien und Werkzeuge brauche ich für die Laminatboden-Verlegung?

Als Materialien brauchen Sie natürlich die Laminatboden-Paneele, Abstandskeile, PE-Folie 0,2 mm, Trittschalldämmung, Außenecken, Übergangsprofile, Fließspachtel, Rosetten, Leim oder Kleber. Um den Laminatboden fachmännisch zu verlegen braucht man eine Stichsäge, einen Fuchsschwanz, Gehrungslade, eine Bohrmaschine, ein Zugeisen, einen Hammer, Schlagklotz, Winkel, Spachtel, und eine Richtschnur.

Schritt 1 – Untergrund vorbereiten

In einem ersten Schritt gilt es den Untergrund ganz genau zu überprüfen und unter Umständen auszugleichen. Der Höhenunterschied darf auf einem Radius von einem Meter nicht mehr als 2 mm betragen. Ansonsten müssen Sie die Höhenunterschiede mit einem Fließspachtel ausgleichen.

Weiterhin müssen Untergrund und Fließspachtel vollständig ausgetrocknet sein. Sie können dazu den CM-Feuchtigkeitswert des Untergrunds messen, und abhängig vom Boden den Höchstwert ermitteln. Der Laminatbodenhersteller sollte Sie dazu im Vorfeld informiert haben.

Schritt 2 – Feuchtigkeitssperre und Trittschalldämmung auslegen

Trittschalldämmung und Dampfsperre sind in vielen Neubauten bereits im Boden eingearbeitet. Wenn dies nicht der Fall ist, dann brauchen Sie bei kalten Böden die Dampfsperre. Die Dampfsperre legen Sie Bahn für Bahn aus. Das heißt das Material wird 20 bis 40 Zentimeter überlappend ausgelegt. Die Dampfsperre darf bis zu 10 Zentimeter überstehen. Anschließend wird die Trittschalldämmung in der gleichen Richtung ausgelegt, die so aussieht wie die Längsrichtung des fertigen Bodens.

Schritt 3 – Paneel berechnen und ausmessen

Im Vergleich mit anderen Böden werden beim Laminatboden das erste und letzte Paneel gleich breit geschnitten. Dies ist wichtig, da es vorkommen kann, dass ein ganzes Paneel nicht passt. In diesem Fall muss man also ganz genau ausrechnen welche Breite das letzte Paneel hat. Hier sollte man aber gleichzeitig die Dehnungsfuge von 10 bis 15 mm berücksichtigen.

Wenn die Wände nicht in einem rechten Winkel zueinanderstehen, muss man die Abweichungen auf die erste Laminatreihe übertragen. Dies kann man mithilfe einer Winkelschmiege gewährleisten. Weiterhin sollte man die Federseite entgegen anderer Böden beschneiden. Eine weitere Möglichkeit besteht darin beim ersten Paneel nur die Feder abzusägen. Anschließend sägt man das letzte Paneel zurecht. Nun kann man auch mit dem Verlegen der ersten Laminatböden beginnen. Die erste Reihe verlegt man mithilfe der Distanzkeile.

Schritt 4 – Ab zweite Reihe verlegen

Den Laminatboden können Sie ab der zweiten Reihe mithilfe der Klicksysteme verlegen. Diese klicken Sie ein und nutzen Hammer und Schlagholz um das Paneel zu befestigen. Falls Sie verklebte Laminatböden haben, so schmieren Sie den Kleber nur auf Nut und Feder auf. Dazu wird die zweite Reihe längs zusammengeschlagen und dann die Stirnseiten mit dem Zugeisen bündig geschlagen. Wenn Sie diesen Schritt gemacht haben, ist die Grundlage für die weitere Arbeit geschaffen. Ab jetzt wird die Arbeit viel schneller und effektiver gehen.

Schritt 5 – Heizungsrohre

Falls Sie auf Heizungsrohre treffen, so müssen Sie mit einer Bohrmaschine und Kreislochbohrer Löcher schneiden. Diese sollten etwa 3 Zentimeter breit sein. Mittig zum Loch wird die Breite des Heizungsrohres eingeschnitten. Das Stück wird nun rausgenommen und das Paneel über das Heizungsrohr geschoben. Das fehlende Stück wird wandseitig eingesetzt und verleimt. Schließlich wird eine Rosette verwendet, um das Rohr abzudecken.

Tipps & Tricks

Den Laminatboden sollten Sie für einen ganzen Tag lang im Raum lagern, bevor er verklebt wird. Denn der Boden muss sich vor dem Verlegen zunächst akklimatisieren. Weiterhin sollten Sie darauf achten, dass keine Dampfsperre verwendet werden darf, wenn Sie Laminat auf einem Holzboden verlegen. Weiterhin verläuft die Längsrichtung vom Boden grundsätzlich parallel zum Hauptfenster.

Möglich ist auch, dass der Laminatboden parallel zur kürzeren Zimmerseite verläuft. Des Weiteren sollten Sie bei intensiv beanspruchten Böden darauf achten, dass die Abriebklassen hoch sind. Informieren Sie sich vor dem Kauf des Laminatbodens beim Hersteller. Der Hersteller wird in der Regel die Abriebklassen Ihnen auch mitteilen. Auch darf der Laminatboden niemals nass werden.

Wenn Sie den Laminatboden in einem Nassraum auslegen wollen, so brauchen Sie imprägnierte Laminatböden. Schließlich sollten Sie beim Verlegen auf einen Versatz von mindestens 40 Zentimeter achten. Was die Anordnung angeht, so stehen Ihnen zur Auswahl wilder, fortlaufender, oder gleichmäßiger Verband.

Close