Metallvordach richtig befestigen und verankern

Einfach und schnell erklärt wie ein Vordach aus Metall befestigt wird

Fischer 97807 Schwerlast-Befestigungsset 300 T

9.4

GESAMTBEWERTUNG

9.4/10

Positiv

  • Set mit Ankerhülse und Ankerstange M 10
  • Für Schweres in Beton und Mauerwerk
  • Verlängerte Verarbeitungszeit
  • Umfangreiches Systemzubehör
  • vielfältige Anwendungen

Negativ

  • keine Bekannt

An dieser Stelle soll erwähnt werden, dass für die Montage eines Vordachs nur bauaufsichtlich zugelassene Dübel und Verankerungen eingesetzt werden dürfen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass bei einem Sturz des Dachs das Leben von Menschen bedroht werden kann. Weiterhin kann auch ein hoher wirtschaftlicher Schaden entstehen. Die Versicherung könnten sogar eine Regulierung des Schadens einfach ablehnen.

Vordächer aus Metall sicher mit Klebeankern befestigen

Damit Vordächer aus Metall sicher mit Klebeankern befestigt werden können, sollte man Klebeanker einsetzen. Diese müssen aber eine entsprechende Zulassung besitzen. Klebeanker haben gegenüber Metall Vordächern den Vorteil, dass sie viel Zeit sparen. Die Verarbeitung ist wesentlich einfacher, da kein Spezialwerkzeug eingesetzt werden muss.

Fischer 97807 Schwerlast-Befestigungsset 300 T SBS Set M 10, Multifunktionsmörtel + Gewindestange + Siebhülse + Statikmischer
MUNGO MVA-S Ankerstange verzinkt-blau mit Mutter und Scheibe, 10 Stück, 12 x 220 mm, 1652212
Fischer Multifunktionsmörtel 300 T K, Inhalt: 1 Kartusche FIS VS (300 ml), 2 x Statikmischer, 502493

Wie Metallvordächern bei WDVS richtig befestigen

Metallvordächer können an einer wärmegedämmten Wand mit einem Spezialbefestigungssystem befestigt werden. Dies ist darauf zurückzuführen, dass eine Wärmedämmung nur geringfügig belastet werden kann. Ein Vordach ist im Vergleich zu einem Briefkasten oder zu einer Türklingel eine schwere Last, die entsprechend befestigt werden muss. Eine schwere Last muss daher immer im tragenden Mauerwerk befestigt werden. Dies gilt auch für Metallvordächer.

Inzwischen gibt es auf dem Markt zwei unterschiedliche Befestigungssysteme, um Metallvordächer bei WDVS richtig zu befestigen. Diese sollen im Folgenden kurz beschrieben werden:

Das Würth-System:

Das Würth-System ist ein Spezialwerkzeug, welches mit einem Systembaukasten und unterschiedlichen Bestandteilen ausgestattet ist. Es werden hier Abstände von bis zu 12 cm überbrückt. Mithilfe einer Lochsäge, welche als Zentrierbohrer fungiert, kann eine 4 cm Bohrung in den Putz gefräst werden.

Danach muss man einen Bohrer einsetzen, der auch lang genug ist um das das Loch fertig zu bohren, damit der Dübel montiert werden kann. Die Gewindestange sollte zudem ausreichend lang sein und aus der Wand herausragen. Im nächsten Schritt wird ein Aluminiumzylinder mit einem Spezialwerkzeug in die Wand eingelassen.

Die Putzschicht wird mit Ausgleichsscheiben aus PVC sowie mit einer Zentrierhülse überbrückt. Die Wärmebrücke wird hier durch die Ausgleichsscheiben reduziert. Gleichzeitig wird die Last des Bauelements über die Ausgleichsscheiben auf das Untermauerwerk übertragen. Als Ergebnis wird erreicht, dass kein Zusammendrücken des WDVS erfolgt. Im Vergleich zum zweiten System von Fischer, kann hier ein Nachjustieren bei Bohrfehlern vorgenommen werden.

Das Fischer-System:

Bei System von Fischer wirkt ein Anti-Kälte-Konus als thermische Trennschicht. Auf diese Weise werden Kältebrücken, Schimmelpilze und Stockflecken unterbunden. Bei diesem System findet man zwei unterschiedlich lange Gewindestangen vor. Diese werden als M12 und M16 bezeichnet. Thermax 12 ist eine Nutzlänge, die für 6 bis 11 cm geeignet ist.

Mithilfe dieser Stange sowie dem aufgeschraubtem PVC-Konus wird die Wärmedämmung ausgefräst. Anschließend muss man nur noch dafür sorgen, dass das Bohrloch richtig gereinigt wird. Abhängig vom Mauerwerk, d. h., Beton, Lochziegel oder Ähnliches, muss mit oder ohne Dübel eine Zwei-Komponenten-Mörtelmasse in das Loch reingespritzt werden. Danach muss die Gewindestange mit PVC-Konus wieder eingeschraubt werden. Durch den Konus wird erreicht, dass fehlende Millimeter ausgeglichen werden.

Nun kann in das Innengewinde des PVC-Konus auch das Bauelement befestigt werden. Der Vorteil ist bei diesem System, dass man nicht auf Spezialwerkzeug angewiesen ist. Weiterhin braucht man auch kein Unterlegscheibensystem. Der Grund ist, dass der Konus verstellt werden kann. Bei diesem System gibt es keine Wärmebrücken mehr. Der einzige Nachteil ist beim Fischer System, dass man bei fehlerhaften Bohrungen keine Nachjustierungen mehr vornehmen kann. Daher sollte man beim Bohren sehr sorgfältig vorgehen.

Für welches System man sich letztendlich entscheidet, das hängt auch von den eigenen Präferenzen ab. Beide Hersteller, Fürth und Fischer, bieten anerkannte, zuverlässige und durchdachte Befestigungssysteme an. Wenn man zumindest bei Bohrfehlern noch die Möglichkeit haben will Feinjustierungen vorzunehmen, so sollte man sich auf jeden Fall für das System von Würtz entscheiden. Wenn man aber kein Spezialwerkzeug an der Seite hat oder kein Unterlegscheibensystem hat, so sollte man sich für das Fischer-System entscheiden.

Metallvordach richtig befestigen und verankern
5 (100%) 2 votes

Letzte Aktualisierung am 7.12.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Ähnliche Suchanfragen:

Autor: Peter Baumeister

Der Autor > Über 25 Jahre Berufserfahrung im Bereich Bauen und Sanierung verdienen es zu Papier gebracht zu werden. Dabei neue interessante Tools und Techniken für Handwerker zu testen ist meine Passion.
Close