Möglichkeiten zur Abwasseraufbereitung

Möglichkeiten zur Abwasseraufbereitung
Möglichkeiten zur Abwasseraufbereitung
Keine Frage, unser Wasser ist ein sehr hohes Gut. Um unsere natürlichen Gewässer zu schützen bzw. die Herstellung von Trinkwasser zu unterstützen sind daher erst einmal sämtliche Abwässer von Schad-, wie Schmutzstoffen zu befreien. Anschließend wird dieses wieder zurück in den Wasserkreislauf gebracht. Sowohl Möglichkeiten zur Abwasseraufbereitung, als auch zur Erreichung einer optimalen Wasserqualität sind hier somit stets verschiedene Verfahren angewendet.

Die Aufbereitung von Abwässern kann allgemein in zwei grundlegenden Arten eingeteilt werden. So entfernt man zum einen problematische Substanzen aus dem Wasser. Dies erfolgt unter anderem durch Enteisenung, Reinigung, Sterilisation, Entmanganung, Enthärtung oder Entsalzung. Zum anderen sind dann noch gezielt Stoffe hinzugefügt, um die Wasserqualität zu steigern, sowie Parameter, wie Leitfähigkeit und pH-Wert zu erhöhen.

Wie wird Wasser genau aufbereitet?

Gleich mehrere Verfahren und Möglichkeiten zur Abwasseraufbereitung stehen hier zur Auswahl:

  1. Zur mechanischen Aufbereitung, wie die thermische Einwirkung, Belüftung und die Sedimentation sorgen physikalische Verfahren. Dazu gehört auch das Einsetzen von Sieben, Rechen, sowie Filtern.
  2. Schlammfaulung, anaerobe Abwasserreinigung, sowie biochemische Oxidation zählen hingegen zu den biologischen Verfahren.
  3. Fällung, Desinfektion, Flockung, wie Neutralisation finden sich dagegen in den chemischen Verfahren wieder.
  4. Die sogenannte Nanofiltration, sowie Filtration und Osmose gehören zum Membranverfahren.

In den kommunalen Kläranlagen ist außerdem meist das höchste Aufkommen an zu reinigendes Abwasser zu finden. Aus diesem Grund kommen hier häufig verschiedene Kombinationen an Verfahren zum Einsatz.

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Wasseraufbereitung in Kläranlagen

Stufe 1 ist hier in der Regel die mechanische Wasseraufbereitung. Circa 20 bis 30% der enthaltenen Feststoffe sind so aus dem noch gänzlich ungereinigten Abwasser entfernt. Dies geschieht meist dadurch, dass man das Abwasser erst durch eine Rechenanlage leitet. Stufenweise sind hier durch verschiedene Rechenarten dann die groben Substanzen entfernt.

Das vorgereinigte Wasser leitet man anschließend in einen sogenannten Sandfang. Hier werden demnach grobe Partikel, wie Steine, Sand, Glassplitter und Ähnliches beseitigt. Im Anschluss daran geht es weiter Richtung belüfteter Sandfang. Dieser entfernt Öle und Fette aus dem Wasser. Beim sogenannten Rundfangsand hingegen trennt man die Substanzen mit Zentrifugalkraft vom Abwasser und saugt sie dann ab.

Die nächste Stufe der Abwasseraufbereitung ist dann das Vorklärbecken. Hier ist die Fließgeschwindigkeit um einiges langsamer, denn nur so können sich die feinen Schmutzpartikel, die sich noch im Wasser finden auf dem Boden absetzen. So entsteht der sogenannte Primärschlamm, der vom Boden in einen Frischschlammtrichter verschoben wird. Durch die mechanische Reinigung lassen sich zwischen 30 und 40% der Verunreinigungen aus dem Abwasser beseitigen.

Wie lange braucht Wasseraufbereiter?

Als nächstes wird das Abwasser dann in das sogenannte Belebungsbecken weitergeleitet. Hier kommt es dann zur biologischen Reinigung. Reicht diese noch nicht aus, muss anschließend noch einmal die chemische Abwasseraufbereitung ran ans Werk. Ganz bestimmte chemische Verbindungen kommen jetzt zum Einsatz.

Die letzte Stufe der Abwasserreinigung ist das Membranverfahren. Teilweise wird diese Reinigungsstufe ebenfalls mit der Flockung oder Fällung zusammen eingesetzt. So werden dem Abwasser in diesem Fall Flockungs- oder Fällmittel zugesetzt. So bilden die abzuscheidenden Substanzen dann Flocken. Sie sind anschließend über ein Tuch oder Sandfilter geleitet und entfernt. Auch die Nanofiltration funktioniert in ähnlicher Weise. Mit Druck ist hier das Abwasser durch eine Membran gepumpt. Kleinste Teilchen, wie Moleküle oder Ionen hingegen werden so erfolgreich zurückgehalten.

Zu guter Letzt kommt das gereinigte Abwasser dann in den letzten Bereich der Kläranlage. Dieser nennt sich Klarwasserspeicher. Um die Qualität des Wassers noch einmal zu prüfen, werden hier dann erneut Wasserproben genommen. Sind die gesetzlich vorgeschriebenen Parameter dann erfüllt, wird das gereinigte Wasser dann wieder dem Wasserkreislauf zugeführt.

Fazit zur Wasseraufbereitung

Wie man sehen kann, muss das verschmutzte Abwasser einige Verfahren durchlaufen, um am Ende wieder als gereinigtes Wasser in den Wasserkreislauf zu gelangen. Verschiedene Stufen kommen hier zum Einsatz und nicht selten muss dem Wasser am Ende dann noch der eine oder andere Stoff zugeführt werden damit die Wasserqualität stimmt.

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