Parkett schleifen – Anleitung und Ratgeber

Parkett gehört zu den Bodenbelägen, die eine lange Lebensdauer mitbringen. Wird dieser Belag allerdings über Jahre hinweg benutzt, zeigt sich dies durch eine stumpfe Oberfläche und zahlreichen, kleinen Kratzern. Im Vergleich zu anderen Böden lassen sich diese Makel aber wieder beheben, ohne dass gleich ein neuer Bodenbelag verlegt werden muss.

Je nach Dicke der Laufschicht kann Parkett mehrmalig renoviert werden. Während Massivholzparkett bis zu 22 Millimeter dick ist, verfügt Mehrschichtparkett eine Schicht von 2,5 bis 6 Millimetern. Kommt es zu einer Renovierung des Parketts wird lediglich eine 0,5 Millimeter dicke Schicht abgetragen.

Wobei, dass Parkett schleifen nicht zwingend von einem Fachmann vorgenommen werden muss, denn das Abtragen der Nutzschicht kann hier auch ein Hobby-Handwerker problemlos selbst in Angriff nehmen. Kommt es nach dem Schleifen zudem zu einer Oberflächenbehandlung mit Wachs, lack oder Öl, sieht der Parkettboden anschließend aus, wie neu.

Parkett schleifen Anleitung – Wie gehen Sie hier richtig vor?

Auch über das Thema, Parkett schleifen Anleitung, haben wir Wissenswertes zusammengetragen. Damit das Parkett alsbald wieder zum alten Glanz zurückfinden kann, gilt es die Oberfläche gleich in mehreren Arbeitsschritten abzuschleifen und anschließend neu zu versiegeln. Parkettschleifmaschinen müssen dafür aber nicht extra gekauft werden, denn in diversen Fachmärkten lassen sich solche Geräte auch kostengünstig leihen.

Durchschnittlich gilt es immer mit etwa drei bis vier Schleifgängen zu rechnen. Hier unterscheidet der Fachmann zwischen dem Grob- bzw. Vorschliff, sowie zwischen dem Zwischen- und Endschliff. Welche Körnung hier das Schleifpapier mitbringen sollte, hängt außerdem stets von der Bodenbeschaffenheit ab. Je unebener der Holzuntergrund ist, desto gröber sollte das Schleifpapier sein. Passende Körnungen für Parkett sind üblicherweise 24, 36, 60, sowie 100.

Mit einem Schleifpapier mit den Körnungen 24, sowie 36 gilt es den Grobschliff vorzunehmen. Auf diese Weise wird die alte Lackschicht abgetragen. Erst, wenn die Walzen der Schleifmaschine ihre volle Drehzahl erreicht haben, gilt es allerdings das Gerät auf den Boden zu setzen. Nur so lassen sich unschöne Rillen im Parkettboden vermeiden. Wobei dies auch gilt, wenn Sie die Parkettschleifmaschine während des Schleifens ausstellen möchten. Am Ende des Schleifgangs sollte die Maschine dann mit einer Vorwärtsbewegung angehoben werden.

Ratsam ist es zudem immer an der Wand mit dem Parkett schleifen zu beginnen und dies dann bis zur Raummitte fortzuführen. Bahn für Bahn gilt es die Oberfläche im Vorwärts-, wie im Rückwärtsgang zu bearbeiten. Wobei die meisten Parkettböden stets diagonal abgeschliffen werden, wenn es um den Grobschliff geht. Anschließend gilt es den Schleifstaub zudem vom Boden abzutragen.

Gilt es hingegen den Zwischenschliff vorzunehmen, sollte das, Parkett-Verlegemuster genau betrachtet werden, denn so werden die Schleifspuren des ersten Arbeitsschritts zum Verschwinden gebracht. Mosaikparkett wird in diesem Fall quer zum Einfall des Lichts und Fischgrätparkett in diagonalen Bahnen mit der Holzrichtung bearbeitet, während sogenanntes Stabparkett in Quer-, sowie Längsbahnen mit der Richtung des Holzes abgeschliffen wird. Durchaus kann es sein, dass der Zwischenschliff wiederholt werden muss. Dies hängt vom Bodenzustand ab.

Ist der Zwischenschliff erfolgreich durchgeführt worden, können sichtbare Risse, wie Fugen mit Holzreparaturleim ausgebessert werden. Anschließend gilt es den Boden gründlich abzusaugen. Der letzte Schleifvorgang sollte dann mit der Körnung 100 oder 120 erfolgen, denn der Feinschliff sorgt jetzt für eine ebene Oberfläche.

Parkett schleifen und ölen – Was gilt es hier zu beachten?

Den Parkett schleifen und ölen, beansprucht durchaus eine Menge Zeit. Nach der Aufbereitung gilt es schließlich noch die Behandlung der Oberfläche vorzunehmen. Ob der Holzboden gewachst, lackiert oder doch geölt werden soll, kann hier ein jeder Heimwerker selbst entscheiden.

Wer den Parkett ölen möchte, hat hier die Wahl zwischen nicht aushärtenden und aushärtenden Mitteln. Wobei Sie wissen sollten, dass ein Ölen des Parkettbodens nicht zu einer Versiegelung führt, wie beim Lackieren. Durch das Ölen entsteht eine offenporige Schutzschicht, so dass eine Zusatzbehandlung mit Wachs eine gute Maßnahme darstellt. Auf diese Weise kann das Holz dann ebenso vor Verschmutzungen geschützt werden. Gilt den Parkett nach dem Schleifen zu Ölen, sollte dieser Vorgang zudem zweimal erfolgen.

Parkett versiegeln  – Worauf kommt es hier an?

Nach dem schleifen, gilt es, dass Parkett versiegeln in Angriff zu nehmen. Wie bereits erwähnt, ist Ölen in diesem Fall der Klassiker, allerdings handelt es sich hier keinesfalls um eine Versiegelung den eine Schutzschicht legt sich durch das Öl nicht auf die Parkettoberfläche. Erst, wenn hier nachträglich ein Wachsen erfolgt, ist der zuvor geölte Parkettboden versiegelt. Schließlich wirkt Wachs bekanntlich wasserabweisend, ist zudem geruchsneutral und verändert die Farbe des Holzes wirklich nur minimal. Damit diese Versiegelung langanhaltend bestehen bleibt, ist es ratsam, das Wachsen einmal im Jahr regelmäßig vorzunehmen.

Wer hingegen seinen Parkettboden mit Lack versiegelt, schützt seinen Boden dauerhaft vor Abbrieb, sowie vor Feuchtigkeit. Durch das Lackieren des Parkettbodens kommt es zu einer widerstandsfähigen, geschlossenen Lackschicht. Wobei es dem Holz dennoch weiterhin möglich ist zu „atmen“. So kommt hier vor dem Lack in der Regel erst einmal eine Grundierung aufs Parkett. Anschließend darf dann die Lackschicht aufgetragen werden. Wobei diese dann mehrere Tage benötigt, um gänzlich auszuhärten.

Wie teuer ist die Aufbereitung eines Parketts bei einem Fachbetrieb?

Auch über das Thema, Parkett schleifen kosten, haben wir natürlich ausgiebig recherchiert, denn nicht jeder Besitzer eines solchen Bodenbelags ist gleich handwerklich so begabt, dass er diese Arbeit selbst in Angriff nehmen kann.

Möchten Sie lediglich die Arbeit des Abschleifens von einem Experten durchführen lassen, empfiehlt es sich sämtliche Vorarbeiten, wie Raum ausräumen, besenreine Reinigung, sowie Entfernen der Sockelleisten selbst vorzunehmen, denn allein für das Abschleifen des Parketts verlangen die meisten Fachkräfte pro Quadratmeter zwischen 15 und 20 Euro. Gilt es hingegen auch die Versiegelung des Parkettbodens durch einen Experten vorzunehmen steigt dieser Quadratmeterpreis schnell auf etwa 20 bis 30 Euro.

Wer hier hingegen selbst zum Parkettschleifgerät greift, kann einiges an Geld sparen. Die Leihgabe einer solchen Maschine ist in der Regel in einem jeden Baumarkt, wie Fachhandel möglich. Wobei die Preise häufig bei höchstens hundert Euro pro Tag liegen. Die benötigte Eckschleifmaschine kann dann unter Umständen noch einmal zwischen 40 und 60 Euro kosten, allerdings ist dieses Gerät auch kein Muss, denn auch mittels eines einfach Schwingschleifers lassen sich die Ecken und Kanten problemlos schleifen.

Fazit:

Parkettböden sehen wirklich in einer jeden Wohnung sehr edel aus. Durchaus benötigen aber auch diese Bodenbeläge eine besondere Pflege und sollten zudem bei Abnutzungserscheinungen entsprechend behandelt werden.  Den Parkett schleifen, ölen bzw. lackieren, kann ein guter Hobby-Handwerker auch durchaus selbst in Angriff nehmen, denn so kompliziert ist die Aufbereitung eines Parketts auch nicht. Wer die oben genannte Anleitung genau studiert kann sich hier den Experten sparen und somit seinen Geldbeutel schonen, denn ein Fachbetrieb verlangt in der Regel allein für das Abschleifen des Parketts zwischen 15 und 20 Euro pro Quadratmeter.

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