Pflanzenschutzmittel kaufen ohne Sachkundenachweis

Pflanzenschutzmittel kaufen ohne Sachkundenachweis
Pflanzenschutzmittel kaufen ohne Sachkundenachweis
Ist Pflanzenschutzmittel kaufen ohne Sachkundenachweis möglich? Gemäß dem neuen Pflanzenschutzgesetz vom 14.02.2012 sowie der Pflanzenschutz-Sachkundeverordnung vom 06.07.2013 hat sich einiges geändert. Es ist deshalb ein neues Verfahren für die Bescheinigung der Sachkunde im Pflanzenschutz in Kraft getreten. Demnach muss dazu jeder, der Pflanzenschutzmittel aus beruflichen Gründen anwendet und solche Mittel verkauft einen Sachkundenachweis besitzen.

Es sind Menschen, die nicht sachkundig sind über Pflanzenschutz zu beraten beziehungsweise im Rahmen einer Ausbildung oder einer einfachen Hilfstätigkeit anleiten. Diese müssen dazu den bundesweit einheitlichen Sachkundenachweis (SKN) besitzen. Es ist ein im Scheckkartenformat gedruckte Bescheinigung. Sie muss man daher bei der zuständigen Stelle des Bundeslandes beantragen. Dies geschieht dort, wo der Antragsteller seine Meldeadresse hat.

Hierzu empfehlenswerte Pflanzenschutzmittel

Anschließend Neuerscheinungen und Angebote im Bereich Pflanzenschutzmittel

Brandneu und zudem eben erst auf dem Marktplatz erschienen. Diese Produkte sollten sie sich auf jeden Fall anschauen.

Neu
Biogrowi Orius - 100 Raubwanzen gegen Thripse. Pflanzenschutzmittel. Thripse Bekämpfung bei Zimmerpflanzen und Obst Pflanzen. Nützlinge für Natürliche und biologische Anwendung.
  • NÜTZLINGE GEGEN THRIPSE - Orius-Raubwanzen fressen erwachsene Thripse und deren Larven jedoch nicht die Eier. Sie brauchen viel Nahrung und saugen ihre Beute durch Berührung aus, allerdings nur dort wo ein echtes Schädlings-Problem besteht.
  • EINFACHE ANWENDUNG - Verteilen Sie die Raubwanzen gleichmäßig direkt aus der Tube und gruppieren Sie befallene Zimmerpflanzen mit blühenden Pflanzen dazwischen, um die Überlebenschancen zu erhöhen. Setzen Sie die Raubwanzen nur abends aus.
  • BIOLOGISCHES PRODUKT - Sicher für Mensch, Tier und Umwelt. Raubwanzen sind lebende Insekten und werden am besten sofort nach ihrer Ankunft freigesetzt. Lagern Sie die Röhre nicht kälter und immer horizontal. Dieses Produkt kann nicht zurückgegeben werden.

Welchen Pflanzenschutzmittel kaufen Kunden dazu am häufigsten?

Eine Empfehlung ist deswegen nur so glaubwürdig wie ein verifizierter Kauf. Deshalb präsentieren wir Ihnen täglich die meistverkauften Produkte auf Amazon aus jeder entsprechenden Kategorie. Das Ergebnis zeigen wir im Folgenden in der Bestseller-Liste.

Angebot COMPO Schädlings-frei plus AF, Insektizid gegen Schädlinge an Zierpflanzen, Gemüse und Obst, Effektiv Blattläuse bekämpfen, Anwendungsfertig, 500 ml
Angebot Substral Celaflor Schädlingsfrei Careo Konzentrat für Zierpflanzen, gegen Blattläuse, Buchsbaumzünsler, etc. 250 ml
Angebot COMPO Duaxo Universal Pilz-frei, Fungizid, Bekämpfung von Pilzkrankheiten an Obst, Gemüse, Zierpflanzen, Kräutern, Konzentrat inkl. Messbecher, 150 ml

Ist Glyphosat frei verkäuflich?

Das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat ist zwar hoch wirksam. Ebenso steht Glyphosat aber seit Jahren in der Kritik. Deshalb wird es für ein massenhaftes Insektensterben verantwortlich gemacht. Ebenso aber auch für viele Erkrankungen bei Menschen zur Verantwortung gezogen. Bis in den Sommer 2021 konnten auch Hobbygärtner allerdings das Mittel frei erwerben. Unter dem Namen „Roundup“ist es zudem allgemein bekannt.

Seither darf es aus diesem Grund an Privatleute nicht mehr ausgegeben werden. Auch in der professionellen Landwirtschaft darf das Mittel ab 2024 anschließend nicht mehr verwendet werden. Bereits die alte Bundesregierung unter Angela Merkel hat dafür den Weg vorgegeben. Durch die Ampel-Koalition ist er anschließend fortgesetzt. Das Pflanzenschutzmittel kaufen ohne Sachkundenachweis ist somit nicht mehr möglich.

Welche Spritzmittel werden verboten?

Glyphosat ist aus diesem Grund das prominenteste Spritzmittel für Pflanzen. Es ist aber bei weitem nicht das einzige Unkrautvernichtungsmittel, das 2021 verboten wurde. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat dazu eine ganze Liste ausgegeben. Andernfalls verliert man auf jeden Fall schnell den Überblick über die auslaufenden Lizenzen. Die folgende Liste hat dazu Gerd Münkel, Pflanzenschutzberater vom Landratsamt des Rhein-Neckar-Kreises, zusammengestellt.

Wirkstoff Angeboten u.a. unter folgenden Namen: Zu verbrauchen bis:
Chlorthalonil Amistar Opti, Zakeo Opti 20.05.2020
Dimethoat Danadim Progress, Rogor 40 LC 30.06.2020
Cyproconazol Alto 30.06.2020
Fenpropimorph Capalo, Corbel, Diamant, Juwel Top, Opus Top 30.10.2020
Propiconazol Achat, Gladio, Taspa, Agent, Tilt, Cirkon 19.03.2020
Triadimenol Matador, Ceralo, Baytan 3 28.02.2021
Flurtamone Bacara, Bacara forte, Cadou forte 27.03.2020
Pymetrozin Plenum WG 30.01.2020
Deiquat Reglone 04.02.2020
Bromoxynil Certrol B, B 235, Buctril Nagano 17.09.2021
Zeta Cypermethrin Fury 10 EW 01.06.2022
Beta Cyfluthrin Bulldock 30.06.2021
Mancozeb Valbon, Ridomil Gold, Tridex und weitere Fristen stehen noch nicht fest
Thiophanatmethyl Don Q, Topsin Duett Ultra 19.10.2021
Epoxiconazol Adexar, Ceriax, Champion, Eleando, Epoxion, Duett Ultra, Rubric, Juwel, Opus EC, Osiris, Retengo Plus, Rubric, Seguris und weitere 30.10.2021
Cyflufenamid Vegas 30.06.2022
Haloxyfop-P Gallant Super 30.06.2022
Pirimicarb Pirimor Granulat 30.04.2022

Nahezu alle hier genannten Mittel dürfen also bereits heute nicht mehr verwendet werden.

Welche Pestizide sind in Deutschland verboten?

Jedes Mittel, das gemäß EU-Verordnung 1107/2009 sowie dem Pflanzenschutzgesetz (PflSchG) nicht im betreffenden EU-Mitgliedstat ausdrücklich zugelassen wurde, darf nicht verwendet werden. Allerdings ist nicht nur das Land maßgeblich für die Zulassung oder das Verbot. Darüber hinaus ist auch die Art der Verwendung entscheidend. Nicht jedes Mittel, das etwa im Weinbau verwendet werden darf, ist beispielsweise auch auf dem Kartoffelacker zulässig.

Generell wird der deutsche Beitrag zur EU-Wirkstoffprüfung sowie die nationale Zulassung von Pflanzenschutzmitteln durch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) koordiniert. Außerdem sind das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) und das Julius-Kühn-Institut (JKI) in das Bewertungs- und Zulassungsverfahren eingebunden.

In Bezug auf die Risikobewertung hinsichtlich des Naturhaushaltes und des Grundwassers ist das Umweltbundesamt (UBA) dementsprechend mit in das Zulassungsverfahren eingebunden. Im Rahmen von § 29 des Pflanzenschutzgesetzes kann das BVL darüber hinaus begrenzt auf einen Zeitraum von 120 Tagen eine Notfallzulassung bekommen. Dementsprechend nicht regulär zulässigen Pflanzenschutzmitteln ohne Einbeziehung des Umweltbundesamtes freizugeben. Eine solche Ausnahme ist demzufolge bei Gefahren möglich, die sich anderweitig nicht eindämmen lassen.

Kann man noch Glyphosat kaufen?

Glyphosat wurde in Deutschland früher ebenso an Privatpersonen abgegeben. Roundup war ein bekannter Markenname, allerdings nicht das einzige Mittel auf dem Markt. Inzwischen sind der Verkauf und die Verwendung von Glyphosat für Privatpersonen nicht mehr zulässig.

Auch im professionellen Einsatz ist der Verkauf von Glyphosat dementsprechend stark reglementiert und reduziert. Ab 2024 ist auch im professionellen Bereich mit der Verwendung und demzufolge auch mit dem verkauf von Glyphosat Schluss. Es ist jedoch anzunehmen, dass für die Abwehr außergewöhnlicher Gefahren auch nach 2024 weiterhin gewisse Mengen an Glyphosat hergestellt und bevorratet werden. Entsprechend erfolgt dies auch unter strenger Bewachung.

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