Ratgeber: Wintergarten – Varianten und Gestaltung

Wintergarten, Veranda San Remo

9.2

GESAMTBEWERTUNG

9.2/10

Positiv

  • Click-N-Lock System
  • Schiebpaneleesystem zur einfachen Montage
  • Inkl. Hauptschlüssel für die abschließbaren Türen
  • Schneelast von 150kg / m²
  • viele positvie Kundenbewertungen

Negativ

  • keine Bekannt

Was ist bei einem Wintergarten zu beachten?

Hat man sich für einen Wintergarten an seinem Haus entschieden, gibt es einiges zu beachten, denn dieses Bauvorhaben muss sorgfältig geplant werden. Im Vorfeld sollte man sich einige Frage stellen. Dazu gehört die Größe des fertigen Wintergartens ebenso wie die individuelle Nutzung. Aber auch die Frage nach dem Material sollte nicht zu kurz kommen. Der Wintergarten kann aus Holz, Aluminium oder aus Kunststoff gebaut werden. Am Anfang sollte man sich eine Skizze anfertigen, in der der Grundriss des Wintergartens klar zu erkennen ist.


Danach geht es an den Platzbedarf für die gewünschte Inneneinrichtung, denn hieraus ergibt sich die Mindestgröße des fertigen Bauprojekts. Soll der Wintergarten mehrere Zimmer miteinander verbinden, dann muss selbstverständlich an die unterschiedlichen Durchgangszonen gedacht werden. Gerade für die Planung des Wintergartens sollte man auf professionelle Hilfe zurückgreifen, denn schnell hat man etwas vergessen, das man später nicht einfach ergänzen kann. Da der Wintergarten eine Investition für viele Jahre darstellt, sollte man bei der Planung nicht am falschen Ende sparen.

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Wie kann man einen Wintergarten gestalten?

Bei der Planung sollte man sich fragen, wie soll der perfekte Wintergarten aussehen. Möchte man ein Blumenparadies oder doch lieber ein Wohnzimmer im Grünen. Befindet sich der Wintergarten auf der Südseite des Hauses, dann bietet er sich als Blumenparadies an, denn er bekommt viel Wärme und Sonnenstrahlen ab. Jedoch muss man dann an einen speziellen Sonnenschutz denken. Möbel und sonstiges Interieur sollten robust und langlebig sein, damit sie dem Wintergartenklima standhalten. Nachfolgend ein paar Ideen zur Gestaltung:

Der maritime Stil mit einem Bezug zum Meer – Hier dominieren die Farben Rot, weiß und blau. Strandkorb und Co. verleihen dem Wintergarten das gewisse Flair. Bei der Deko liegt man mit Netzen, Tauen, Muscheln und Treibholz auf der richtigen Wellenlänge.

Kreativität sorgt für Entspannung – Möchte man im Wintergarten einfach nur seinem Hobby nachgehen, sollte man seiner Kreativität freien Raum lassen. In einem Lesezimmer kann man ganz einfach die Seele baumeln lassen und in einem Musikzimmer kann man sich seiner Lieblingsmusik ungestört hingeben. Aber auch Atelier oder eigenes Fitnessstudio sind eine der vielen Gestaltungsmöglichkeiten.

Kann ich aus einer Terrassenüberdachung einen Wintergarten machen?

Hierbei gilt zu bedenken, dass man nur schrittweise aus einer Terrassenüberdachung einen beheizbaren Wintergarten machen kann. Dies funktioniert aber auch nur, wenn man bereits im Vorfeld eine thermische Konstruktion mit Isolierverglasung gewählt hat und die Bodenplatte mit einer Wärmedämmung versehen wurde. Letzteres ist besonders wichtig, damit aufsteigende Bodenfeuchtigkeit keine Chance hat sich zu verbreiten. Sicherlich kann man mit anbaubaren Seitenwänden, die als Windschutz dienen einen angedeuteten Wintergarten bauen.

Dazu benötigt neben den Seitenwänden eine Infrarotheizung für kühle Abendstunden, eine Sonnenschutzmarkise für die heißen Nachmittagsstunden und eine stimmungsvolle Beleuchtung. All dies gleicht fast einem Wintergarten und dennoch muss man Abstriche machen. Wichtig wäre auch, wenn man die angebauten Seitenwände dauerhaft verschließen möchte, muss für eine Lüftung nach oben gesorgt werden, da man es ansonsten im Sommer bei intensiver Sonneneinstrahlung kaum aushalten kann. Dies sollte man bereits bei der Planung für eine Terrassenüberdachung bedenken, denn ansonsten wird es schwer bis unmöglich aus einer einfach Terrassenüberdachung einen Wintergarten zu bauen.

Sicherlich sind an die Dachverglasung und die Konstruktion bei einer Terrassenüberdachung die gleichen Bedingungen geknüpft wie an einen Wintergarten und dennoch gibt es massive Unterschiede, die man im Vorfeld bedenken sollte, denn eine Nachrüstung bzw. ein Umbau von Terrassenüberdachung zu Wintergärten ist sehr aufwendig und sehr kostenintensiv. Man sollte daher mit dem Kompromiss leben oder auf den Wintergarten verzichten, wenn man nicht komplett neu bauen möchte. Eine Terrassenüberdachung bietet ausreichend Möglichkeiten die Zeit draußen zu genießen.

Was ist ein Kaltwintergarten?

Bei einem Kaltwintergarten handelt es sich um eine preisgünstige Alternative zum bekannten Warmwintergarten. Sucht man nach einer unkomplizierten Möglichkeit einer witterungsgeschützten Sitzmöglichkeit oder Abstellfläche, dann ist der Kaltwintergarten optimal. Der Kaltwintergarten schafft in jedem Fall einen Raum, der vor Wind und Wetter geschützt ist. Man kann in diesem zusätzlichen Raum auch Kleintiere, die ansonsten im Freien leben, ein Winterquartier bieten oder Pflanzen zum Überwintern einstellen. Plant man diese Möglichkeit, dann sollte man in jedem Fall eine Frostschutzheizung installieren.

Der Kaltwintergarten basiert auf einer Aluminium-Konstruktion, die man leicht montieren kann. Je nach Modell und Ausführung lassen sich einzelne Elemente zum Öffnen verschieben, was gerade im Sommer sehr angenehm ist. Der Kaltwintergarten passt sich den Bedürfnissen des Nutzers an und bietet eine Reihe von Verwendungsmöglichkeiten. Zumeist bestehen die Scheiben beim Kaltwintergarten aus Plexiglas. Auf Wunsch kann man sich jedoch auch für eine VSG-Verglasung entscheiden, was jedoch kostenintensiver ist.

Für mehr Komfort empfehlen Experten jedoch die Doppelverglasung mit Wärmedämmung. Entscheidet man sich für eine Festverglasung des Kaltwintergartens, kann man ganz einfach dem Problem mit Leckagen aus dem Dachbereich entgehen. Wird eine Einfachverglasung ohne Isolierung für den Kaltwintergarten gewählt, dann heizt diese sich schon bei den ersten Sonnenstrahlen auf, sodass man die ersten Frühlingstage durchaus „im Freien“ genießen kann.

Allerdings sollte man bedenken, wenn der Kaltwintergarten nicht beheizt wird, dann sind in der kalten Jahreszeit kaum Temperaturen von über 12 Grad zu erwarten. Bevor man sich für den Bau eines Kaltwintergartens entscheidet, sollte man abklären, ob der Bau genehmigungspflichtig ist. Nicht in allen Bundesländern kann man einfach drauflos bauen. Informationen und Auskünfte dazu bekommt man bei der zuständigen Verwaltung.

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Was ist ein Warmwintergarten?

Der Warmwintergarten wird vielfach auch als Wohnwintergarten bezeichnet. Als klassischer Wintergarten ist er für die meisten Menschen die optimale Lösung, wenn es um mehr Wohnfläche und bessere Nutzung geht. Der zusätzliche Wohnraum durch den Warmwintergarten kann das ganze Jahr über genutzt werden. So kann man den Winter kuschlig genießen, während es draußen stürmt und schneit. Mit einem Warmwintergarten ist man bei jeder Witterung der Natur immer ein Stückchen näher.

Beim Warmwintergarten handelt es sich um einen Anbau, der zusätzliche Wohnfläche bietet. Aus diesem Grund muss ein Bauantrag gestellt werden, damit man eine Genehmigung zum Bau bekommt. Die zuständigen Behörden, werden dem Bauherrn genau sagen, worauf beim Bau zu achten ist. Nur mit einer solchen Genehmigung kann man sich vor unschönen Überraschungen schützen. Daher sollte man nicht einfach drauflos bauen, sondern sich immer um eine Genehmigung bemühen.

Bei einem Warmwintergarten ist großer Wert auf die Verglasung zu legen, denn sie soll im Sommer viel Energie hineinlassen, aber im Winter möglichst wenig Wärme hinaus. Des Weiteren muss man für einen entsprechenden Sonnenschutz sorgen, denn sonst kommt es gerade in der heißen Jahreszeit zu einem gefährlichen Hitzestau.


Was ist ein Sommergarten?

Im Grunde genommen ist der Sommergarten nichts anderes als der Kaltwintergarten, der vielfach auch als Anlehnhaus oder Solarveranda bezeichnet wird. Der Sommergarten kann im Vergleich zum echten Wintergarten meist nur von Frühjahr bis Herbst genutzt werden. Dies liegt in erster Linie an der Isolierung und der Möglichkeit zum Beheizen. Gerade vor und am Ende der warmen Jahreszeit wird man am meisten von einem Sommergarten profitieren, denn er bietet die Möglichkeit im Freien zu sitzen und dennoch nicht der Witterung und der Kälte ausgesetzt zu sein.

In der Regel ist es im Winter im Sommergarten zu kalt, jedoch kann man mit einem mobilen Heizkörper zeitweise für einen gemütlichen Aufenthalt im Sommergarten sorgen. Gleichzeitig bietet der Sommergarten vielen Pflanzen und Gewächsen einen ausreichenden Schutz in der kalten Jahreszeit, da diese dann hell stehen, aber keinem direkten Frost ausgesetzt sind.

Der Sommergarten sollte möglichst mit Schiebetüren ausgestattet sein, die man bei Bedarf ganz einfach öffnen kann, denn sonst kommt es sehr schnell zum gefürchteten Treibhauseffekt. Genau wie beim Kaltwintergarten sollte man vor dem Bau des Sommergartens auf der entsprechenden Gemeinde nachfragen, ob man für die Realisierung einen Bauantrag stellen muss oder ob der Anbau genehmigungsfrei ist.

Welche Heizung ist für einen Wintergarten zu empfehlen?

Um den Wintergarten zu beheizen, sollte man einige Dinge im Vorfeld wissen. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten der Beheizung. Für welche man sich entscheidet muss man individuell entscheiden. Eine Wintergartenheizung hat die Aufgabe die Raumluft angenehm zu erwärmen und dafür zu sorgen, dass auch Oberflächen erwärmt werden und es nicht zu Kältebrücken kommt.

Man kann den Wintergarten mittels Heizkörper beheizen. Diese erwärmen die Raumluft und geben sie nach oben ab. An der Decke kühlt die erwärmte Luft ab, sinkt an den Seitenteilen nach unten und wird wieder von den Heizkörpern erwärmt, sodass ein Kreislauf entsteht.

Deutlich energieeffizienter ist die Fußbodenheizung, jedoch hat sie aufgrund der thermischen Trägheit einen gewissen Nachteil. Man kann eine Fußbodenheizung nicht schnell genug herunterregeln, wenn die Sonneneinstrahlung für ausreichend Wärme sorgt. In der Folge würde sich der Wintergarten überhitzen.

Man kann den Wintergarten natürlich auch elektrisch heizen, was sicherlich nicht wirklich effizient ist, wenn man nur an die anfallenden Stromkosten denkt.

Praktisch hingegen hat sich eine Luft-Luft-Wärmepumpe für den Wintergarten erwiesen. Hiermit lässt sich der Wintergarten effizient elektrisch beheizen, denn für das Heizen nutzt die Anlage die Außenluft, die erwärmt wird und dann an den Wintergarten abgegeben wird.

Die Vor- und Nachteile eines Kaltwintergartens

Vorteile Nachteile
kann nachträglich gebaut werden kalte Temperaturen, da keine Heizung vorhanden
günstiger Preis im Vergleich zu einem Warmwintergarten keine Wärmeisolierung
dient als Winterquartier für Pflanzen weniger Stabilität bei schweren Stürmen
nicht immer benötigt man eine Baugenehmigung kein Wohnwintergarten
wird ohne Fundament gebaut Probleme mit Kondenswasser
Attraktiver Schutz für Gartenmöbel und Co. Schimmelbildung durch das feuchte Raumklima
zusätzliche Aufenthaltsmöglichkeit im Frühjahr und Herbst

Die Vor- und Nachteile eines Sommergartens

Da für den Sommergarten im Grunde genommen das Gleich gilt wie für den Kaltwintergarten, kann man sich an den Vor- und Nachteilen von einem Kaltwintergarten orientieren. Im Übrigen haben die meisten Sommergärten keinen direkten Zugang zu Haus und sind nur von außen zu betreten. Dies hat natürlich den Vorteil, dass Wärme aus dem Haus nicht verloren geht, wenn die Tür aus Versehen nicht geschlossen wird und man sich über längere Zeit in dem Sommergarten aufhält.

Die Vor- und Nachteile eines Warmwintergartens

Vorteile Nachteile
setzt optische Akzente und kann individuell gestaltet werden Bauvorhaben verursacht hohe Kosten
bietet einen hohen Wohlfühlfaktor und ist lichtdurchflutet zumeist ist eine Baugenehmigung erforderlich, die vom zuständigen Bauamt erteilt wird
dient als Überwinterungsplatz für Pflanzen man muss sowohl Lüftung wie Beschattung beachten
vergrößert die potenzielle Wohnfläche eventuell Absprache mit den Nachbarn
nutzt vielfach die Sonnenenergie zum Heizen eventuell im Winter hoher Wärmeverlust durch die großflächige Verglasung
es gelt die Vorgaben des EnEv, die zwingend eingehalten werden müssen

Fazit: Wintergarten

Mit keinem anderen Bauprojekt wie dem Wintergarten sorgt man für soviel Licht und Nähe zur Natur. Bei Planung des Wintergartens sind im Vorfeld wichtige Punkte zu beachten, damit man später nicht vor ungewollten Problemen steht. Bei der Ausrichtung des Wintergartens sind einige Dinge wichtig. Bei einer Südausrichtung profitiert man von der guten Sonnendurchflutung, muss aber für Belüftung und Sonnenschutz sorgen.

Ist der Wintergarten nach Norden ausgerichtet, dann bietet er beste klimatische Bedingungen zum Leben und Arbeiten. Als Frühaufsteher profitiert man von einem Wintergarten in Ostausrichtung und möchte man die letzten Sonnenstrahlen genießen, dann sollte man sich für einen Wintergarten in Westausrichtung entscheiden.

Autor: Peter Baumeister

Der Autor: Peter Baumeister > Über 25 Jahre Berufserfahrung im Bereich Bauen und Sanierung verdienen es zu Papier gebracht zu werden. Dabei neue interessante Tools und Techniken für Handwerker zu testen ist meine Passion.
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