Raumluftfeuchtigkeit in der Wohnung

Leider können wir es nicht sofort spüren, ob die Luftfeuchtigkeit ideale Werte aufweist. Die Auswirkungen machen sich aber bemerkbar. So müssen wir mit Schimmelbildung rechnen und weiterhin kann es passieren, dass unsere Gesundheit durch Schimmel beeinträchtigt wird. In diesem Fall kann man es sogar versuchen die Miete reduzieren zu lassen.

Dazu darf der Schimmel aber nicht die Ursache im eigenen Lüftungsverhalten haben. Der Schimmel sollte auf Baumängel zurückzuführen sein. Eines ist sicher. Liegt die Luftfeuchte nicht im richtigen Rahmen, so bekommen wir gesundheitliche Probleme. Es machen sich Erkältungskrankheiten bemerkbar und gleichzeitig entstehen Atemschwierigkeiten, die besonders Asthma-Leidende ziemlich hart treffen können.

Sollte man am eigenen Körper nichts feststellen können, aber die Fensterscheiben sind beschlagen, so ist dies ein guter Hinweis darauf, dass sich an der Wand Schimmel bildet. In diesem Fall kann man stark davon ausgehen, dass die Raumfeuchte keinen Idealwert besitzt.

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Die Höhe der Luftfeuchtigkeit lässt sich mit einem Hygrometer feststellen. Es handelt sich um ein Messgerät, welches den Feuchtigkeitsgehalt der Luft feststellen kann. Da sich eine zu hohe und zu niedrige Luftfeuchtigkeit negativ auf unsere Gesundheit und die Bausubstanz auswirkt, ist schnelles Handeln gefragt. Man sollte daher die Luftfeuchtigkeit nicht nur einmal, sondern mehrere Male am Tag kontrollieren.

Stellt man auch nach mehreren Messungen fest, dass die Luftfeuchte sich noch immer nicht im idealen Bereich befindet, so sollte man so schnell wie möglich nach der Ursache forschen.

Die richtige Luftfeuchtigkeit ermitteln

Wie auch bei der idealen Raumtemperatur kann nicht für jedes Zimmer die optimale Luftfeuchtigkeit angegeben werden. Abhängig davon ob es sich um ein Wohn-, Schlaf- oder Arbeitszimmer handelt, können die Idealwerte der Raumluftfeuchtigkeit stark variieren. Im Schnitt kann allerdings behauptet werden, dass die ideale Raumtemperatur zwischen 20 und 23 Grad liegt.

Dagegen bewegt sich die optimale Raumluftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent. Am besten wirft man hier einen Blick auf die Luftfeuchtigkeits-Tabelle. Hier bekommt man für jeden Raum die optimalen Luftfeuchtigkeitswerte und kann sich an diesen Werten orientieren, um langfristig die ideale Luftfeuchtigkeit zuhause sicherzustellen.

Die Tabellen für die Luftfeuchtigkeit besagen, dass wir uns bei einer Luftfeuchtigkeit bei unter 40 Grad unwohl fühlen. Bei diesen Werten werden unsere Schleimhäute gereizt. Dazu kommt noch, dass unsere Augen anfangen zu tränen.

Die Haut wird trocken und sie fängt an zu reizen. Es entstehen Rötungen, welchen nicht selten zu einem Juckreiz führen. Schließlich schwächt die trockene Luft das Abwehrsystem des menschlichen Körpers. Es treten dann vermehrt Erkältungskrankheiten ein. Natürlich sind dies keine schönen Tatsachen. Damit man verhindern kann, dass die Luftfeuchtigkeit zu stark fällt, sollte man diese immer mit einem Messgerät überprüfen und dann mit den richtigen Maßnahmen gegensteuern.

Wenn die Luftfeuchtigkeit dagegen längerfristig Werte von über 60 Prozent aufzeigt, dann ist die Schimmelbildung programmiert. Der Schimmelpilz schädigt der Bausubstanz und wirkt sich überaus gesundheitsschädigend auf den menschlichen Körper aus. Wenn dann noch die Sporen der Pilze in die Atemwege gelangen, dann können diese Asthma oder andere Allergien auslösen. Auch Hausstaubmilben können sich bei einer Luftfeuchtigkeit von über 60 Prozent rasant vermehren. Dies bekommen insbesondere die Allergiker zu spüren.

Es liegt daher im Interesse eines jeden Einzelnen die Raumfeuchtigkeit in allen Räumen zu überprüfen. Dies sollte aber nicht nur einmal erfolgen, sondern in mehreren Abständen. Nur so kann man auch zuverlässige und valide Ergebnisse erhalten. Mithilfe eines Hygrometers verschafft man sich bezüglich der Luftfeuchtigkeit Klarheit und stellt sicher, dass  der Luftfeuchtigkeitsgehalt langfristig zwischen 40 und 60 Prozent liegt. Wenn die Werte entweder darüber oder darunter liegen, dann müssen entsprechende Maßnahmen ergriffen werden.

Das heißt, dass bei einem zu hohen Wert die Luftfeuchtigkeit gesenkt werden muss, während bei einem zu hohen Wert die Luftfeuchtigkeit so schnell wie möglich erhöht werden sollte. Es gibt folgende Möglichkeiten, wie man dieses Problem bewältigen kann:

  • Entfeuchten mit einem elektrischen Luftentfeuchter
  • Durch gezieltes Lüften das Raumklima verbessern
  • Auf Hausmittel setzen

Raumluftfeuchtigkeit im Sommer und im Winter

Im Sommer kann es sehr schnell passieren, dass die Außentemperaturen tropische Verhältnisse annehmen. In diesem Fall ist es sehr schwierig ohne Klimaanlage in den Räumen für ein angenehmes Klima zu sorgen. Damit bei höheren Temperaturen die 23-Grad Marke nicht überschritten wird, sollte man die Außenjalousien schließen. Wenn keine Außenrollos vorhanden sind, kann auch ein blickdichter Vorhang eine Abhilfe schaffen.

Damit der Grenzwert von 60 Prozent im Sommer nicht überschritten wird, solle man die Fenster über den ganzen Tag geschlossen halten. Und trotzdem muss dafür gesorgt werden, dass die verbrauchte Luft mit Sauerstoff angereichert wird. Dazu kann man in den frühen Morgenstunden sowie am späten Abend die Fenster kurz weit aufmachen. Sofern die Feuchtigkeit an mehreren Sommertage mehrmals hintereinander unter die 40-Prozent-Marke rutscht, dann sollte man die Luftfeuchtigkeit künstlich erhöhen.

Selbst im Winter kann nicht immer gewährleistet werden, dass ein ideales Raumklima geschaffen wird. Aufgrund der niedrigen Außentemperaturen bleiben die Fenster oftmals verschlossen. Das ist kein Wunder, denn schließlich möchte man es im Winter so richtig gemütlich zuhause haben. Jedoch gegen gerade während dieser Zeit Menschen und Haustiere besonders viel Atemluft ab. Somit kann es sehr schnell passieren, dass der Feuchtigkeitsgehalt im Zimmer sehr schnell erhöht wird. Daher ist wichtig, dass man auch in den kalten Monaten mithilfe eines Hygrometers regelmäßig die Luftfeuchtigkeit überprüft.

Wenn der Feuchtigkeitsgehalt auf übe 60 Prozent ansteigt, dann muss man unbedingt lüften. Der Lüftungsvorgang sollte aber recht kurz ausfallen, d. h. fünf bis zehn Minuten. Dies gewährleistet nämlich, dass durch das Öffnen der Fenster die Feuchtigkeit gesenkt wird und gleichzeitig die angenehme Raumtemperatur nicht verloren geht. Während man die Fenster öffnet, sollte man den Heizkörper nach Möglichkeit ausschalten oder zumindest die Temperatur drosseln.

Wenn man mit dem Lüften fertig ist, dann dreht man die Heizung wieder auf die ursprüngliche Temperatur zurück. Gerade im Winter sollte man sich auf kurze Zeiträume zum Lüften beschränken. Dies solle man mehrmals am Tag wiederholen. Wenn immer nur für kurze Zeit gelüftet wird, dann bleibt es im Inneren der Wohnung auch angenehm warm. Wenn die Luftfeuchtigkeit im Winter unter 40 Prozent sinkt, dann kann man mit bewährten Hausmitteln wie Salz oder Katzenstreu dieses Problem lösen.

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Wie man die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung erhöht

Es ist zum Glück gar nicht so schwer die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. Mit einfachen Vorgehensweisen kann man die besten Resultate erzielen.

Den Haustieren sollte man immer die Möglichkeit geben sich auf den Wohnzimmer Teppich zu legen. Das hat den Hintergrund, dass auch die Tiere durch ihre Atemluft Wasserdampf abgeben. Wenn man ein Aquarium hat, dann kann man bei zu niedriger Luftfeuchtigkeit das Aquarium einfach den Deckel aufschieben. Auf diese Weise kann das verdunstete Wasser von der Raumluft sofort aufgenommen werden. Darüber hinaus kann sogar ein Zierbrunnen eine gelungene Abhilfe schaffen. Das plätschernde Wasser sorgt dabei nicht nur für ein angenehmes Gefühl, sondern erhöht auch die Luftfeuchtigkeit.

Auch Zimmerpflanzen können einen wesentlichen Beitrag dazu leisten die Feuchtigkeit zu erhöhen. Beispielsweise sind das Zyperngras und die Papyruspflanzen dafür sehr bekannt eine hohe Feuchtigkeit abzugeben. Wenn man dazu noch hin und wieder die Blätter mit Wasser besprüht, dann können die kleinen Wassertropfen ebenfalls zu einer erhöhten Luftfeuchtigkeit beitragen.

Natürlich kann man auch einige Behälter mit Wasser aufstellen. Diese helfen ebenfalls die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. Jedoch sollte man diese regelmäßig saubermachen. Denn Keime und Bakterien können nicht nur an der Wand entstehen, sondern auch in diesen Wasserbehältern. Schließlich kann man auch einen elektrischen Luftbefeuchter einsetzen. Das Reinigen ist bei diesen Geräten allerdings unabdingbar. Ansonsten sammeln sich auch dort Bakterien an.

Mit diesen Möglichkeiten sollte kein Problem sein die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. Allerdings sollte man es nicht übertreiben. Ansonsten kann die Luftfeuchtigkeit sich plötzlich in den oberen Prozentwerten wiederfinden, d. h. über 60 Prozent. Es gilt also auch hier, dass man die Luftfeuchtigkeit immer wieder überprüfen sollte, um auf der sicheren Seite zu sein.

Die Luftfeuchtigkeit senken

Damit man gesundheitliche Beeinträchtigungen von Anfang an vermeiden kann, muss man die Raumfeuchtigkeit senken. Dazu gibt es viele verschiedene Möglichkeiten.

Die erste Möglichkeit besteht darin die Feuchtigkeit aus der Luft einfach aufzusaugen. Dazu stellt man im Raum mehrere Schalen auf, die vier cm hoch mit Salz oder Katzenstreu gefüllt sind. Beide Materialien haben die Fähigkeit Wasserdampf aus der Luft aufzusaugen. Katzenstreu kann sogar Feuchtigkeit binden. Daher wird es auch für Katzen eingesetzt.

Die Schalen müssen aber nicht langweilig aussehen. Gerade, wenn man gleich mehrere Schalen gleichzeitig aufstellen will, so muss man sich nicht scheuen diese optisch hervorzuheben. Dem Erscheinungsbild der Inneneinrichtung kann dies sogar sehr guttun.

Beispielsweise kann man gefärbtes Salz oder Katzenstreu verwenden, welches Kieselsteinen sehr ähnlich aussieht. Weiterhin kann man Sand oder Muscheln dazugeben. Dies vermittelt ein mediterranes Flair. Wenn man die Schälchen schön dekoriert hat, so hat man nicht nur eine Möglichkeit geschaffen die Feuchtigkeit aufzusaugen, sondern man hat es auch geschafft, dass diese Elemente wunderbar in das optische Erscheinungsbild der Wohnung reinpassen. Wenn man alles richtig gemacht hat, so wird ein Besucher gar nicht die eigentliche Funktion dieser Schälchen feststellen können.

Alternativ zu diesen Schälchen kann man durch gezieltes Lüften die Feuchtigkeit nach draußen abführen. Dies kann aber nur gelingen, wenn die Außenluft trockener ist als die Raumluft. Gerade im Winter ist das jeden Tag der Fall. Die Tatsache, dass man keine Lust hat im Winter die Fenster zu öffnen, führt dazu, dass es in der Wohnung sehr schnell feucht werden kann.

Man sollte es sich aber gerade im Winter zur Angewohnheit machen die Wohnung regelmäßig zu durchlüften. Sobald man tagsüber die Fenster aufmacht, kann von draußen kalte und frische Luft eindringen und dabei die alte, verbrauchte Luft ersetzen. Mit der neuen Luft wird man auch wieder mehr Klarheit im Kopf haben und viel besser atmen können. In den warmen Sommermonaten sollte man nur früh morgens oder spät abends lüften.

Wenn man mit der Technik kein Problem hat, so kann man sich einen Luftentfeuchter oder eine Klimaanlage anschaffen. Beim Kauf sollte man aber darauf achten, dass man ein qualitativ gutes Gerät bekommt. Ansonsten kann nicht die gewünschte Leistung erzielt werden. Das Angebot von Luftentfeuchtern und Klimaanlagen ist heute sehr groß. Bevor man sich ein solches Gerät kauft, kann es nicht schaden, wenn man sich im Vorfeld einige Testbericht durchliest.

Raumluftfeuchtigkeit in der Wohnung
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Letzte Aktualisierung am 7.12.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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Autor: Peter Baumeister

Der Autor > Über 25 Jahre Berufserfahrung im Bereich Bauen und Sanierung verdienen es zu Papier gebracht zu werden. Dabei neue interessante Tools und Techniken für Handwerker zu testen ist meine Passion.
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