Schweißroboter – So wird die Metallbranche automatisiert

Bei einem modernen Schweißroboter handelt es sich um einen programmierbaren Industrieroboter. Dieser kann dann, beispielsweise, in der Automobilbranche verschiedene Schweißarbeiten vornehmen. Oftmals verfügen diese besonderen Roboter über fünf, sechs oder auch sieben Drehachsen, so dass dies dem Menschen schon verdammt nahe kommt. Vor allem, wenn es um die Genauigkeit, sowie um die Geschwindigkeit geht, bringen Schweißroboter natürlich klare Vorteile mit.

Große Stückzahlen, aber ebenso in der Serienanfertigung bieten diese demnach ein hohes Potenzial an Einsparungen und lassen auch hinsichtlich der Genauigkeit beim Arbeiten keine Wünschen offen. Hinzu kommt, dass Schweißroboter sich hervorragend bei mühsamen, gefahrvollen, sowie gesundheitsschädlichen Arbeiten hervorragend einsetzen lassen.


Die meisten hochwertigen Schweißroboter stammen aus Japan

Zu den größten Herstellern von Schweißrobotern zählt heute das Unternehmen Yaskawa aus Japan. Bereits seit dem Jahr 1915 gibt es diese Firma. Knapp acht Jahrzehnte später übernahm Yaskawa die Vertriebsfirma Robotec und damit auch die Robotermarke Motoman. Inzwischen gehören die blauen Industrieroboter hier zum Kerngeschäft. In Deutschland gibt es aktuell Yasakawa Schweißroboter bei Heidenbluth.

Mit Motologix sind Schweißroboter simpel zu programmieren

Nicht selten ist ein Schweißroboter ein Bestandteil von komplexen, wie automatisierten Fertigungseinrichtungen, die auch eine Programmsteuerung brauchen. In der Regel handelt es sich hier um SPS, eine sogenannte speicherprogrammierbare Steuerung. Häufig waren hier ganz spezielle Systeme nötig, die oftmals für Probleme sorgten. Die Firma Yaskawa hingegen bietet eine neue und eigene Programmiersprache für ihre Roboter an, so dass sowohl die Programmierung, als auch die Steuerung vorgenommen werden können, ohne dass man besondere Kenntnisse besitzen muss.

Was vereinfacht die Arbeiten neben einem Schweißroboter noch?

Um mittels Schweißrobotern Serienprodukte in hoher Stückzahl und in der Metallbranche automatisiert arbeiten zu können, benötigt es aber noch mehr.

Folgende Produkte sind demnach ebenso wichtig:

  1. Positionierer

Mit diesen werden, zum Beispiel, mit Wendern, wie Drehtischen die Bauteile in die richtige Position gebracht und im Anschluss an die nächste Station weitergereicht.

  1. Fahrbahnen

Mit Hilfe einer Linearführung oder einer Schwinge mit Servoantrieb kann der Arbeitsplatz des Schweißroboters in die vorprogrammierte Stellung gebracht werden oder aber der Roboter selbst zur nächsten Station weitergeleitet werden.

  1. Portale

Mehrere Schweißroboter können an einer Brückenkonstruktion über Kopf hängend angebracht werden, um dann große Produkte rationell fertigstellen zu können.

  1. Schließeinheiten

Mit diesen ganz individuellen Spannvorrichtungen können große Werkstücke sicher fixiert, aber ebenso so positioniert werden, dass die Schweißarbeiten ganz genau vorgenommen werden können.

Welche Schweißroboter von Yaskawa gibt es?

  • Wendigkeit, sowie große Arbeitsbereiche sind vor allem für ein prozesssicheres Widerstandspunktschweißen nötig. Diese Punkte erfüllen Schweißroboter der Baureihe Motoman MSbzw. VS. Das Spitzenmodell mit der Bezeichnung MS210 setzt dabei sogar Schweißpunkte noch im maximalen Arbeitsbereich von 2702 mm. Dabei erlaubt dieser bis zu 210 kg schwere Schweißzangen.
  • Die Motoman-Serie umfasst verschiedene 6-Achsen Roboter, welche speziell für das Schutzgasschweißen entwickelt wurden. Der maximale Arbeitsbereich beträgt in diesem Fall 2010 mm und das bei einer Traglast von für den Effekttor bis zu zehn Kilogramm.
  • Bei der Motoman-MC-Serie hingegen punktet der Schweißroboter mit einer enormen Genauigkeit bei einer Traglast von bis zu 50 Kilogramm. Eine Reichweite bis zu 2038 mm erlangt hier ein Roboterarm, so dass präziser ein Arbeiten kaum mehr möglich ist. Vor allem beim Schweißen, sowie Schneiden mit Hilfe von Lasertechnik ist dies ein großer Vorzug.

Fazit: Vor allem in der Automobilbranche sind Schweißroboter bzw. Industrieroboter kaum mehr wegzudenken. Mit ihren fünf, sechs oder gar sieben Drehachsen kommen sie schließlich der menschlichen  Kinematik sehr nahe. Zudem sind Roboter hier natürlich extrem genau beim Arbeiten und tun dies auch noch in einem rasanten Tempo. Hohe Einsparmöglichkeiten machen diese automatischen Arbeiter natürlich für viele Unternehmen sehr interessant. Zumal ihnen präzise Resultate stets sicher sein können. Hinzu kommt, dass solche Roboter problemlos gefährliche, mühsame, wie gesundheitsgefährdende Aufgaben übernehmen können.

Autor: Peter Baumeister

Der Autor: Peter Baumeister > Über 25 Jahre Berufserfahrung im Bereich Bauen und Sanierung verdienen es zu Papier gebracht zu werden. Dabei neue interessante Tools und Techniken für Handwerker zu testen ist meine Passion.
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