Selbermachen statt teuer kaufen – so einfach geht‘s

Die aktuellen Trends besagen, dass alles aus den vergangenen Jahren nicht mehr zu gebrauchen ist. Stattdessen sollen Sie lieber die neuesten Einrichtungstrends in der eigenen Wohnung umsetzen oder den Inhalt Ihres Kleiderschranks wegwerfen und sich komplett neu eindecken. Aber muss das wirklich sein? Gibt es keine andere Möglichkeit? Do-it-Yourself ist das Zauberwort. Denn mit ein bisschen handwerklichem Geschick können Sie viele Ideen ganz simpel umsetzen. Erfahren Sie in diesem Ratgeber, wie einfach es wirklich ist.

Bilderrahmen aus Eisstielen

Wie wäre es mit einem dekorativen Bilderrahmen für das neue Familienfoto? Natürlich könnten Sie diesen ganz bequem in der Stadt kaufen. Die sind allerdings Massenware und einer sieht aus wie der andere. Viel individueller ist dagegen ein DIY-Bilderrahmen aus Holzstielen. Wenn Sie Kinder haben, wird bestimmt oft genug ein Eis am Stiel genascht. Heben Sie die Überbleibsel einfach auf, lassen sie diese trocknen und basteln im Anschluss etwas Hübschen. Für dieses Kunstwerk benötigen Sie Folgendes:

  • vier Stiele
  • buntes Klebeband
  • Heißklebepistole
  • Schere

Sobald die Stiele getrocknet sind, bekleben Sie diese einfach mit buntem Klebeband. Das bekommen Sie in jedem gut sortierten Bastelladen oder im Internet. Alternativ können Sie Malstifte oder Wasserfarbe benutzen und die einzelnen Stiele ganz nach Ihrem Geschmack bemalen. Wenn Sie mit der farblichen Gestaltung zufrieden sind, nehmen Sie die Heißklebepistole zur Hand und geben jeweils einen Klecks des Flüssigklebers auf die Ecken zweier Holzstäbchen.

Die anderen zwei Stiele befestigen Sie auf diesen, sodass ein Quadrat entsteht. Zum Schluss müssen Sie lediglich das Bild auf der Rückseite befestigen und fertig ist der Bilderrahmen. Das ist ein Spaß für die ganze Familie, denn Ihre Kinder werden Ihnen bestimmt mit Begeisterung beim Malen und Basteln helfen. Achten Sie nur darauf, die Heißklebepistole nicht in Kinderhände zu geben. Nur zu leicht könnten sich die Kleinen sonst verletzen.

Möbel einen neuen Anstrich verpassen

Wenn Sie etwas in Ihrer Wohnung verändern wollen, müssen Sie sich nicht komplett neu einrichten. Manchmal reicht es einfach, wenn Sie Ihren Möbeln einen neuen Anstrich verpassen. Das ist gar nicht so schwer, wie es sich anhört:

  1. Bei Holzmöbeln müssen Sie zunächst den alten Lack entfernen. Das machen Sie mit Schleifpapier. Dadurch rauen Sie Oberfläche gleichzeitig an, wodurch der neue Lack besser haftet.
  2. Handelt es sich bei dem Material hingegen um Kunststoff (z.B. bei Gartenmöbeln), benötigen Sie eine haftvermittelnde Grundierung.

Damit sind die Vorbereitungen abgeschlossen. Nun können Sie damit beginnen, den Möbelstücken einen neuen Look zu geben. Achtung: Wenn Sie die Farbe auftragen, achten Sie darauf, dass sich keine „Nasen“ bilden. Das Ergebnis sieht dann nicht so schön aus. Wussten Sie übrigens, dass Sie mit Textil-Spraydosen-Farben auch Ihr Sofa farblich verändern können? Lassen Sie sich am besten im Baumarkt beraten.

Upcycling – aus Alt mach Neu

Sicherlich haben Sie das eine oder andere Kleidungsstück in Ihrem Schrank hängen, welches Löcher hat oder Ihnen vielleicht nicht mehr passt? Aber der emotionale Wert ist so hoch, dass Sie sich davon nicht trennen können? Dann denken Sie einmal über Upcycling nach. So nennt sich der Trend zur Widerverwertung.

Sie müssen eine kaputte Hose nicht gleich entsorgen. Sie können Sie stattdessen mit Flicken aufpeppen. Alternativ sind gerade alte Sachen eine gute Grundlage, um daraus etwas vollkommen Neues zu machen. Sie kennen das Prinzip wahrscheinlich. Bestimmt haben auch Sie einen Putzlappen in der Küche, der ursprünglich ein Unterhemd war. Ähnlich verhält es sich mit Upcycling.

Wie wäre es zum Beispiel mit einem neuen Einkaufsbeutel? Diese sind praktisch und vor allem umweltfreundlich, weil Sie nie wieder eine Plastiktüte brauchen. Um eine Tragetasche selberzumachen, nehmen Sie einfach ein altes T-Shirt.

  • Schneiden Sie die Ärmel ab und bei Bedarf die Seite mit dem Ausschnitt auf.
  • Nähen Sie im Anschluss die entstandenen Löcher zu, sodass die Grundform des Beutels entsteht.
  • Aus den Ärmeln können Sie die Henkel machen. Dafür schneiden Sie den Stoff in Streifen.
  • Die jeweiligen Enden nähen Sie nun am Beutelstoff fest.

Fertig ist Ihre neue Tragetasche. Besonders gut eignen sich T-Shirt mit Front-Print. Dann haben Sie nämlich gleich ein hübsches Bild auf der Vorderseite. Alternativ können Sie den Stoff auch bemalen oder in einer Druckerei mit einem Foto bedrucken lassen.

Lassen Sie andere teilhaben

Sie haben Spaß daran, neue „Kunstwerke“ zu erschaffen? Dann teilen Sie Ihre Liebe zum Handwerk doch einfach mit Ihren Freunden, Bekannten oder der Verwandtschaft. Selbstgemachtes eignet sich nämlich hervorragend als Geschenk zum Geburtstag oder zu Weihnachten. Oder wie wäre es, wenn Sie Ihr Hobby zum Beruf machen?

Wenn Sie zum Beispiel ein absolutes Händchen für Holz haben und es Ihnen Spaß macht, alten Möbeln ein neues Design zu geben, warum sollen sich nicht auch andere an Ihren Kreationen erfreuen? Sie könnten zunächst verschiedene Flohmärkte besuchen und dort Ihre Einzelstücke wieder verkaufen. Vielleicht haben Sie Glück und schaffen es, sich einen Namen zu machen. Alternativ gibt es viele Plattformen wie DaWanda oder eBay, wo Sie Ihr Glück ebenfalls versuchen können.

Dann müssen Sie sich allerdings mit der Thematik vertraut machen und Ihre Waren ansprechend präsentieren. Nützliche Tipps und Tricks finden Sie unter anderem auf https://www.mia-moda.de/einfach-selbstgemachtes-verkaufen/. Jenny Karl und Jan Knupper haben gemeinsam ein kostenloses E-Book zum Thema „DIY – Selbstgemachtes Verkaufen“ geschrieben und alle relevanten Fragen in den Bereichen Produktpräsentation, Urheberrecht oder Verkaufsplattformen beantwortet.

Selbermachen statt teuer kaufen – so einfach geht‘s
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Autor: Peter Baumeister

Der Autor > Über 25 Jahre Berufserfahrung im Bereich Bauen und Sanierung verdienen es zu Papier gebracht zu werden. Dabei neue interessante Tools und Techniken für Handwerker zu testen ist meine Passion.
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