So kommt Tageslicht in dunkle Wohnungen

So kommt Tageslicht in dunkle Wohnungen
So kommt Tageslicht in dunkle Wohnungen
(Tages-)Licht ist Leben. Licht lässt Lebewesen wachsen und gedeihen, lässt einen die Umwelt mit den eigenen Augen erfassen und sorgt gleichermaßen für Gesundheit wie für Wohlbefinden. Sofern die Sonne nicht in all ihrer hochsommerlichen Brutalität vom Himmel knallt, halten sich Mensch und Tier am besten im Freien auf. Allerdings verbringen die meisten Menschen das Gros ihrer Zeit im Innenraum. So bekommen Sie Tageslicht in dunkle Wohnungen.

Wer sich dort vordergründig in Bereichen aufhält, die kaum vom Tageslicht erreicht werden, bezahlt dies mittelfristig mit seiner Gesundheit. Tageslicht ist wichtig für Haut und Knochen, aber auch für das Gehirn und das Wohlbefinden. Durch Sonnenlicht produziert der Körper das wichtige Vitamin D und setzt Glückshormone frei. Fenster sorgen dafür, dass es im Haus möglichst wenige wirklich dunkle Ecken gibt. Wer die folgenden Aspekte beachtet, sagt damit den dunklen Ecken der Wohnung den Kampf an.

  1. Die richtige Wandgestaltung

Nicht nur die Fenster, sondern auch Türen und Wände werden mit ins Lichtkonzept der Wohnung einbezogen. Wichtig ist vor allem die Farbe der Innenwände: Während ein strahlendes Weiß das eintreffende Licht reflektiert und in der Wohnung streut, wirken dunkle Farben lichtschluckend. Wer also nicht absichtlich dunkle Bereiche in der Wohnung erzeugen möchte, trifft mit hellen Wänden die beste Wahl.

Weitere Möglichkeiten für Tageslicht in dunkle Wohnungen ergeben sich durch sogenannte transluzente Wände, die zwar nicht vollkommen durchsichtig, aber lichtdurchlässig sind. Das durchscheinende Licht wird weiter gestreut und wirkt dadurch besonders angenehm. Neben den althergebrachten Glasbausteinen (die sich entgegen landläufiger Meinung durchaus in die moderne Wohnung integrieren lassen) gibt es hierfür andere Alternativen aus säuregeätztem oder sandbestrahltem Glas. Je nach individuellen Vorstellungen und Möglichkeiten können Wände ganz oder teilweise aus diesem Material hergestellt werden.

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  1. Die Treppe bringt Helligkeit in den Wohnraum

Während Treppenhäuser in Altbauten oftmals dunkle Ecken sind, nutzt man sie heute gerne als natürliche Lichtquelle. Dort, wo mehrere Geschosse des Hauses miteinander verbunden werden, lassen sich besonders groß dimensionierte Fenster einplanen, die Tageslicht in die verschiedenen Ebenen des Hauses bringen. Je nach Architektur des Hauses sind hier nicht nur seitliche Fenster, sondern auch Lichtöffnungen nach oben integrierbar.

Dort, wo die Treppe nicht unmittelbar in die Wohnräume integriert ist, können Innenfenster Licht in die Zimmer bringen. Hier gibt es einerseits die Möglichkeit, gewöhnliche Klarglasfenster zu installieren. Alternativ fällt die Wahl auch hier auf transluzente Glaselemente, die lediglich das Licht durchlassen und in den dahinter liegenden Innenraum streuen.

  1. Oberlichter bringen mehr, als man oftmals denkt

Vor noch nicht ganz so vielen Jahren mussten Bauherren stets abwägen: Große Fenster brachten zwar viel Tageslicht in die Wohnung, stellten aber auch eine echte Kältebrücke dar. Also entschied man sich in vielen Fällen für eher kleine Fensteröffnungen und damit für tendenziell dunklere Räume. Fenster der modernen Bauart sind allerdings von so hoher Qualität, dass man sich über einen möglichen Energieverlust keine Sorgen zu machen braucht.

In vielen Altbauten ist es nicht nur möglich, die alten Fenster gegen Modelle mit bester Isolierverglasung zu tauschen. Oft lassen sich sogar zusätzliche Oberlichter integrieren, die in zuvor eher dunkle Räumlichkeiten richtig viel Tageslicht bringen. Zwar mögen Oberlichter flächenmäßig eher klein wirken. Schon ihre erhöhte Position in der Fensteröffnung bedeutet aber, dass hier richtig viel Licht hindurchfallen kann.

  1. Glastüren setzen finsteren Winkeln ein Ende

Je nach Lage des Hauses und der Bebauung rundherum fällt unterschiedlich viel Licht in die einzelnen Räume. Auch macht sich die Region bemerkbar, in der eine Immobilie sich befindet. Schon an dieser Stelle zeigt sich, wer auf der sprichwörtlichen Sonnenseite lebt. Die Himmelsrichtung tut ein Übriges: Nach Norden gerichtete Fenster liefern zwar auch Tages-, jedoch kein unmittelbares Sonnenlicht. Gleiches gilt, wenn Fenster ganz oder weitgehend im Schatten eines benachbarten Gebäudes liegen.

Dort, wo es nicht möglich ist, mehr Tageslicht von außen in den Innenraum zu bekommen, kann man in vielen Fällen aber den umgekehrten Weg gehen. Transluzente Innenwände werden dann ergänzt durch gläserne Türen, sodass eine vorher dunkle Wohnung geradezu lichtdurchflutet wird. Ein Prinzip, dass übrigens auch immer öfter bei der Altbausanierung eingesetzt wird. Denn auf diese Weise lässt sich vorhandener Wohnraum an moderne Wohnbedürfnisse anpassen und auch in der Zukunft weiterhin nutzen.

Wie wird die Wohnung für beste Lichtausbeute aufgeteilt?

Überall dort, wo man sich frei über die Aufteilung der Räume entscheiden kann, bietet sich die Nutzung der Himmelsrichtungen an.

  • Im Norden steht die Sonne nie, daher fällt durch die Fenster lediglich indirektes, dafür aber gleichmäßiges Licht. Dieses eignet sich gut für eine Abstellkammer oder einen Hauswirtschaftsraum, denn hier bleibt es auch im Hochsommer eher kühl. Oftmals besitzen diese Räume ohnehin eher kleine Fenster.
  • Im Süden wird die Wohnung von der direkten Mittagssonne erreicht. Hier liegen jene Räume, in denen man sich tagsüber viel aufhält. Neben der Küche kann dies zum Beispiel das heimische Arbeitszimmer, aber auch das Wohnzimmer sein.
  • Aus dem Osten fällt die Morgensonne durch das Fenster. Die meisten Menschen lieben es, von ihren Strahlen sanft geweckt zu werden. Daher bietet es sich an, das Schlafzimmer an der Ostseite der Wohnung zu integrieren.
  • Der Westen schließlich wird durch die Abendsonne verwöhnt. Wer es liebt, seinen Feierabend auf dem Balkon oder der Terrasse zu verbringen, der teilt die Wohnung dementsprechend auf. In den meisten Fällen bietet es sich an, von diesen Bereichen einen fließenden Übergang zum Wohnzimmer zu schaffen.
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