Ratgeber: Wallbox-Ladestation für Elektroautos

Heidelberg Wallbox Home Eco

9.2

GESAMTBEWERTUNG

9.2/10

Positiv

  • Geeignet für alle Elektro- und Hybrid-Fahrzeuge
  • Intelligente Ladetechnologie MADE IN GERMANY
  • Ladeleistung einstellbar bis 11 kw
  • Intuitiv bedienbare Ladestation
  • Stromsparender Stand-by-Modus

Negativ

  • keine Bekannt

Die Wallbox-Ladestation sorgt dafür, dass man sein Elektroauto schnell und bequem zu Hause aufladen kann. Am Besten geht dies über Nacht, denn dann kann man den günstigen Nachtstrom-Tarif nutzen und zumeist wird das Auto auch in der Nacht nicht benötigt, sodass zum Laden ausreichend Zeit zur Verfügung steht.


Was kann eine Wallbox als Ladestation für E-Autos?

Da es in ganz Deutschland nur ca. 11.000 öffentliche Ladestationen für das Elektroauto gibt, sollte man idealerweise sein Fahrzeug zu Hause aufladen. Dazu benötigt man selbstverständlich eine spezielle E-Tankstelle, die Wallbox-Ladestation, was übersetzt nichts anderes bedeutet wie Wandkasten. Es handelt sich bei Wallbox also um eine spezielle Steckdose, die an einer Wand montiert ist, damit man sein Elektroauto schnell und komfortabel aufladen kann.

Solch eine Wallbox lädt den Akku des Fahrzeugs bis zu zehn Mal schneller auf als eine herkömmliche Steckdose. So wird die Ladezeit für einen Renault zum Beispiel von 10 Stunden an einer normalen Steckdose mit 2,3 kW auf ca. 1,5 Stunden mit einer 22 W Wallbox reduziert. Daher ist es für jeden Besitzer eines Elektroautos ratsam, sich schnellstmöglich eine Wallbox zu kaufen und zu Hause zu installieren. Dies spart nicht nur Zeit, was im Verlauf des Textes noch genauer erklärt wird.

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Warum brauche ich eine Wallbox als Ladestation bei einem E-Auto?

Sicherlich ist es möglich mit speziellen Kabeln den Akku des Elektroautos an der herkömmlichen Haushaltssteckdose aufzuladen, doch Experten raten davon dringend ab. Dies liegt vor allen Dingen daran, dass die Leitungen für solch große Strommengen, wie das Laden des Akkus, über einen längeren Zeitraum nicht ausgelegt sind. Durch den Dauerbetrieb und die große Menge, die durch die Leitung fließt, kann es zu einer Überhitzung kommen. Die folge davon ist eine Brandgefahr.

Man sollte die herkömmliche Steckdose also wirklich nur als Notlösung zum Laden des Akkus für das Elektroauto ansehen. Dies gilt, wenn man auf Reisen ist und keine Wallbox zur Verfügung steht oder einfach, wenn man Freunde besucht, die nicht über eine solche spezielle Steckdose in ihrem Heim verfügen. Die Investition in eine Wallbox-Ladestation für das neue Elektroauto lohnt in jedem Fall, wenn man bedenkt, was durch eine Überhitzung der Leitung alles passieren kann – bis hin zum Brand der Garage oder gar des Hauses.

Video: E – Mobilität Zuhause – Wallbox was ist das und was kann sie?

Welche Wallbox ist die beste?

Dazu werfen wir einen Blick auf einen Test vom ADAC aus dem Jahre 2019. Dieser hat sechs verschiedene Wallbox-Ladestationen mit je 11 kW Ladeleistung einem Test unterzogen. Dabei wurde die Sicherheit der Ladeboxen ebenso bewertet wie die Zuverlässigkeit des Ladens und natürlich auch die Bedienerfreundlichkeit. Alle Wallbox-Ladestationen konnten die Tester überzeugen. Als Testsieger wurde die Heidelberg Wallbox Home Eco gekürt. Sie erhielt die Gesamtnote 1.

Ebenfalls überzeugt waren die Tester vom ADAC von der Wallbox Webasto Pure mit der Note 1,2, der ESL Walli Light pro mit der Note 1,4, der Mennekes Amtron Start C2 mit der Note 1,6 und der Wallbox Chargers Pulsar mit der Note 1,9. Die Wallbox Perdok Ecoload erhielt bei diesem Test nur die Note 2,8 also ein befriedigendes Ergebnis. Dies lag in erster Linie an den unzureichenden Sicherheitshinweisen. Diese nicht ausreichenden Sicherheitshinweise könnten im schlimmsten Fall zu einem Fehler bei der Installation führen.

Bereits Ende 2018 hat sich der ADAC schon einmal mit dem Thema Wallbox-Ladestation beschäftigt. Damals wurden insgesamt 12 verschiedene Modelle getestet. In diesem Produkt wurde Wallboxen mit einer Ladeleistung von 3,7 bis 22 kW auf Herz und Nieren untersucht. Damals wurde rund die Hälfte aller Wallboxen als nicht empfehlenswert eingestuft. Es gab damals 3 Gruppen, die dem Test unterzogen wurden. Sieger in der Gruppe mit 3,7 bis 4,6 kW was die Wallbox Keba KeContact P30 mit der Note 1,3. In der Gruppe mit der Ladeleistung von 11 W siegte die Wallbox ABL eMH1 mit der Note 1 und in der Gruppe mit den Wallboxen mit einer Ladeleistung von 22 kW schnitt das Modell Mennekes Amtron Xtra 22 C2 mit der Note 1,4 ab. Auf keinen Fall zu empfehlen waren die Wallboxen Wall Box Chargers Commander mit der Note 4,5 und Alfen Icu Eve Mini mit der Note 5,0.


Wer installiert Wallbox für Elektroautos?

Für die Installation einer Wallbox-Ladestation für Elektroautos ist immer ein Starkstromanschluss nötig. Aus diesem Grund sollte diese Installation auch nur von einem Fachmann durchgeführt werden. Zum einen kann man sich für die Installation an einen Elektroinstallateur des Vertrauens wenden oder aber man wendet sich an einen Betrieb, der sich speziell auf die Installation von Wallboxen spezialisiert hat. Auf keinen Fall darf man die Wallbox-Ladestation für das E-Auto selbst installieren. Dies wird vom Gesetzgeber ausgeschlossen.

Der Elektroinstallateur des Fachbetriebes, der die Installation der Wallbox übernimmt, haftet in jedem Fall für den fachgerechten Einbau und muss daher auch die Anmeldung für Ladeeinrichtungen beim Netzbetreiber durchführen. Vor der Installation wird der Fachmann prüfen, ob der heimische Netzanschluss für die Installation einer Wallbox ausgelegt ist. Ist dies nicht der Fall, muss eine Starkstromleitung verlegt werden. Diese Leitung ist mit einer eigenen Sicherung geschützt.

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Was ist bei der Installation eine Ladestation (Wallbox) zu beachten?

Vorab sollte jeder Besitzer eines Elektroautos wissen, dass die Ladestation nicht von einem Laien wie ein x-beliebiges elektrisches Gerät an den Strom angeschlossen werden darf.

Die Installations-Voraussetzungen

  • Um in Deutschland eine Wallbox zu installieren ist die Verwendung von einem Fehlerschutzschalter zwingend vorgeschrieben. Dieser Schalter sorgt dafür, dass beim Laden des Fahrzeuges kein (DC-) Rückstrom in das (AC-) Stromnetz gelangt. Aus diesem Grund ist in den meisten Wallboxen eine entsprechende Schutzvorrichtung vorhanden.
  • Der Sicherungskasten im Haus muss ausreichend freien Platz für einen Sicherungsautomaten bieten oder es muss ein FI Typ B vorhanden sein.
  • Der Hausanschluss muss einen ausreichend großen Hausanschlusswert an das öffentliche Stromnetz haben. Ist dies nicht der Fall, kann dies mithilfe einer Verkabelung angepasst werden.

Die Eigentumsrechtlichen Voraussetzungen

  • Als Hauseigentümer darf man natürlich überall auf seinem Grundstück eine Wallbox installieren.
  • Als Wohnungseigentümer sieht es schon anders aus. Hier muss unter Umständen die Zustimmung der anderen Miteigentümer eingeholt werden. In einer Eigentümerversammlung wird dies geklärt und schriftlich festgehalten.
  • Als Mieter muss man sich die Zustimmung des Vermieters einholen, um eine Wallbox zu installieren. Durch hohe öffentliche Fördermittel kann man den Vermieter vielleicht eher umstimmen, dass er die Wallbox Installation erlaubt.

Die räumlichen Voraussetzungen

  • Der beste Platz für die Wallbox ist natürlich da, wo das Elektrofahrzeug in aller Regel geparkt wird.

Was kostet eine Wallbox für zuhause?

Je nach Ausstattung und Anforderung an die Wallbox variieren die Preise von 350 Euro bis zu 2.500 Euro. Diese Preise sind jeweils ohne die Installation berechnet. Man muss sich nicht zwingend für eine feste Wallbox entscheiden, denn es gibt auch mobile Möglichkeiten, den Mobile Charger.

Der Mobile Charger hat den Vorteil, dass man sein Fahrzeug sowohl an einer Starkstrom-Dose (CEE) mit bis zu 22 kW laden kann als auch an einer herkömmlichen Haushaltssteckdose. Welche Leistung man verwenden möchte, kann man direkt an der Ladestation einstellen. Natürlich ist das Laden hier von der Absicherung des entsprechenden Anschlusses abhängig. Ein mobiles Ladegerät ist immer dann sinnvoll, wenn sich in der Garage bereits ein Starkstrom-Anschluss (CEE) befindet.

Zuschüsse für die Wallbox

Auf der einen Seite bekommt man von der staatlichen Förderbank KfW einen Zuschuss für die Wallbox-Ladestation und auf der anderen Seite sollte man klären, welche Zuschüsse man noch bekommen kann. Je nach Bundesland und auch nach Gemeinde und Stromversorger kann man mit weiteren Zuschüssen für die Installation der Wallbox rechnen. Hier sollte man sich in jedem Fall im Vorfeld informieren.


Auto an Ladesäule aufladen – Was ist zu beachten

Das Elektroauto kann man auf viele verschiedene Möglichkeiten laden. Sicherlich ist es möglich zum Laden eine Haushaltssteckdose mit 230 V zu nutzen, was jedoch nicht zu empfehlen ist. Viel eher sollte man eine Wallbox oder eine öffentliche Ladesäule verwenden.

Im Grunde genommen funktioniert das Aufladen an der Ladesäule ähnlich wie das Tanken eines Verbrennungsmotors.

  • Motor abstellen
  • Per App oder mit einer Ladekarte anmelden
  • Abdeckung am Auto öffnen; das Auto mit der Ladestation verbinden
  • Den Ladevorgang online oder per App starten
  • Ist der gewünschte Ladestand erreicht, die Aufladung stoppen und abmelden
  • Verbindung zwischen Auto und Ladestation trennen
  • Motor starten und weiterfahren

Lädt man das Elektroauto zu Hause an der eigenen Wallbox auf, dann sollte man dies im Idealfall abends oder über Nacht erledigen. Je nach Stromtarif ist dann der Strom günstiger und das Auto wird in der Regel nicht benötigt.

Nutzt man eine öffentliche Ladestation, die es bisher noch nicht so oft in Deutschland gibt, müssen einige Punkte beachtet werden. Zum einen ist die Ladedauer vielfach auf 3 Stunden begrenzt, sodass möglichst viele Nutzer die Chance zum Laden bekommen und zum anderen muss ein Festpreis je Ladevorgang gezahlt werden, egal wie lange das Auto geladen wird.

Solche öffentlichen Ladestationen kann man jedoch nur in Kombination mit einer entsprechenden App vom Anbieter nutzen. Einige Anbieter nutzen eine sogenannte Ladekarte (RFID-Karte), die sie ihren Kunden zur Verfügung stellen. Somit ist der Preis meist vertraglich festgelegt und man kann nicht auf Schnäppchen reagieren.

Muss es schnell gehen mit dem Aufladen, dann kann man eine der sogenannten Schnellladestationen anfahren. Diese sind meist etwas teurer pro Ladung als die herkömmlichen öffentlichen Ladestationen.

Fazit: Wallbox für E-Autos richtig installieren

Was ist alles bei einer Wallbox zu beachten

  • Erlaubnis zur Installation der Wallbox einholen, wenn man nicht Hauseigentümer ist
  • Entscheidung der richtigen Wallbox – 11 kW reichen in den meisten Fällen aus
  • Zuschüsse für die Installation beantragen
  • Fachmann mit der Installation beauftragen
  • Eventuell Genehmigung beim Netzbetreiber für die Installation einholen – erst ab einer Ladeleistung von 11 kW vorgeschrieben

Welche Fehler bei der Installation von einer Wallbox sind zu vermeiden

  • Auf keinen Fall die Leitungen in Eigenregie verlegen (Lebensgefahr bzw. Ärger mit der Versicherung)
  • Das Anmelden der Wallbox beim Netzbetreiber nicht vergessen
  • Wallbox muss kompatibel mit den Steckervarianten Typ 1 oder Typ 2 sein
  • Als Mieter vor der Installation die Erlaubnis des Vermieters einholen

Autor: Peter Baumeister

Der Autor: Peter Baumeister > Über 25 Jahre Berufserfahrung im Bereich Bauen und Sanierung verdienen es zu Papier gebracht zu werden. Dabei neue interessante Tools und Techniken für Handwerker zu testen ist meine Passion.
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