Welcher Staubsauger ist der Beste für mich?

Staubsauger haben in den letzten Jahrzehnten enorm an Vielfalt dazugewonnen. Kunden besitzen dadurch bessere Möglichkeiten für eine passgenaue Kaufentscheidung nach eigenen Bedürfnissen. Doch mitunter gestaltet sich die Wahl zur Qual. Wir möchten mit unserem Ratgeber dabei helfen, zur richtigen Kaufentscheidung zu gelangen. Welcher Staubsauger ist also für wechselnde Anforderungen der Richtige?

Standsauger mit Beutel  – die Klassischen

Der Standsauger mit Beutel ist der klassische Vertreter. Er ist für die meisten Bodentypen geeignet und seine Reinigungsleistung ist trotz immer neuer Grenzwerte beim Stromverbrauch, die aktuell bei 900 Watt liegen, hoch. Dies liegt daran, dass sich der technologische Fortschritt Wege bahnt, mit den ökologischen Vorgaben aus Brüssel umzugehen.

Auch das Preisleistungsverhältnis stimmt in der Regel, denn Standsauger sind relativ günstig. Dabei ist zu beachten, dass der regelmäßige Neukauf der Beutel sich natürlich im Preis bemerkbar macht. Als Faustregel ist ein Beutelwechsel etwa alle zwei bis drei Monate angezeigt. Dieser sollte nicht erst erfolgen, wenn der Beutel bereits voll ist, weil sich ein gefüllter Beutel zunehmend negativ auf die Saugleistung des Geräts auswirkt.

Der klassische Standsauger mit Beutel wird mit Strom betrieben und ist leiser als der Zyklonstaubsauger, der um die Jahrhundertwende herum angesagt war, was nun für den Saugroboter gilt, den wir ebenfalls besprechen werden. Nachteilig wirken sich die Geruchsbelästigung durch den Beutel sowie der unangenehme Vorgang beim Beutelwechsel aus, der vor allem Allergiker vor Schwierigkeiten stellt.

Zyklonsauger ohne Beutel – die Lauten

Zyklonsauger arbeiten mit einem Rotationsmotor, dessen Fliehkraft die Schmutzpartikel an sich bindet. In den letzten Jahren hat sich die noch relativ neuartige Technologie weiterentwickelt, sodass diese nicht mehr leistungsmäßig hinter dem klassischen Standsauger hinterherhinkt. Zyklonsauger kommen ohne Beutel aus, was zwar die Anzahl der notwendigen Behälterwechsel erhöht, diese aber nicht mehr dermaßen unangenehm gestaltet. Zudem muss der Behälter nicht mehr gewechselt werden, was sich preislich und zeitlich positiv auswirkt. Zyklonsauger sind handlicher zu führen als die massiven Standsauger und in der Regel mit mehr Funktionen ausgestattet. Ein Manko ist hingegen die zuweilen beträchtliche Lautstärkeentwicklung.

Akkustaubsauger – die Kabellosen

Akkustaubsauger sind nicht mehr auf Strom angewiesen und befreien damit vom lästigen Kabelsalat. Ihre unbegrenzte Reichweite lässt sich gut für Reisen nutzen. Durch ihr meist handliches Gewicht sind die platzsparenden Modelle oft für mobile Zwecke optimiert und mit Wandhalterungen für die leichte Aufstellung auch unterwegs versehen. Ihre starre Bauweise erschwert den Reinigungsvorgang trotz des leichten Gewichtes zuweilen und es gibt mehr schwer oder gar nicht zugängliche Stellen als beim Standsauger. Der Akku muss regelmäßig neu aufgeladen werden und seine Lebensdauer ist begrenzt.

Handsauger – die Handlichen

Handsauger sind besonders handlich, dies sollte nicht überraschen. Durch ihr leichtes Gewicht und ihre geringe Größe sind sie leicht zu bedienen und eine gute Ergänzung für schnelle, aber notwendige Arbeitseinsätze für zwischendurch, das heißt, wenn nicht gleich die gesamte Wohnung gesaugt werden muss. Durch ihre geringe Größe eignen sie sich nämlich weniger gut für größere Flächen und auch ihre Saugleistung ist stärker limitiert. Dafür sind Handsauger die idealen Reisesauger, zumal es auch viele Modelle auf dem Markt gibt, die per Akku betrieben werden. Schwer zugängliche Stellen lassen sich durch den Handsauger erreichen. Zudem sind sie ideal für Reinigungsarbeiten in der Höhe wie auf Möbeln zu verwenden. Dies ist ihr größter Vorteil gegenüber dem Standsauger.

Nasssauger – die Allrounder

Nasssauger bieten durch ihre Nasssaugefunktion ein enorm erweitertes Einsatzspektrum. Während herkömmliche Staubsauger vor feuchten Stellen kapitulieren müssen oder sogar einen Schaden davontragen, sind Nasssauger zur Feuchtreinigung geeignet. Mit ihnen ist es also möglich, feuchten Schmutz wie Flecken zu beseitigen, was dem Kunden die mühsame manuelle Fleckenreinigung erspart.

Außerdem ist es mit vielen Nasssaugern auch möglich, größere Mengen Wasser aufzusaugen und einen drohenden Wasserschaden zu verhindern. Diese Funktion wird zum Beispiel bei einer ausgelaufenen Spül- oder Waschmaschine dankbar entgegengenommen. Nasssauger weisen eine höhere Leistungsfähigkeit als normale Standsauger auf und sind oft sogar für Outdoor-Tätigkeiten wie die Reinigung von Garten und Terrasse geeignet. Viele Modelle sind mit einem Gebläse für die Laubbekämpfung versehen und sind durch ihre gründliche Reinigungsleistung die idealen Geräte für Allergiker.

Saugroboter – die Digitalen

Alle Voraussetzungen dafür, die Staubsauger des 21. Jahrhunderts zu werden, bieten Saugroboter. Sie verkörpern das Digitalzeitalter und sind damit eine logische Weiterentwicklung der ursprünglich elektromechanischen Haushaltshelfer. Saugroboter benötigen zur Saugleistung nicht mehr den Menschen. Stattdessen holen sie sich Energie über eine Ladestation, die sie selbstständig ansteuern und ebenso selbstständig wieder verlassen. Die übrige Zeit stehen sie dem Besitzer für die Bodenreinigung zur Verfügung und arbeiten die Wohnung nach einem voreingestellten Plan ab.

Dabei orientieren sie sich über Sensoren und Aktoren und lassen sich sogar in ein Smart Home integrieren. Unterschieden werden die Roboter, die eher rotierenden Drehscheiben ähneln, in Saugroboter, welche die Wohnung nach dem Zufallsprinzip und solche, welche die Wohnung nach einem präzis berechneten Schema abarbeiten. Die Saugroboter sind für alle gut geeignet, die sich das lästige Staubsaugen ersparen möchten und dem technologischen Fortschritt grundsätzlich aufgeschlossen gegenüberstehen.

Staubsauger für Allergiker

Allergiker sind auf eine vollständige Reinigungsleistung angewiesen. Diese werden durch integrierte HEPA-Filter fast vollständig erreicht, wobei Staubsauger mit HEPA-Filter vom Typ H13 nach der europäischen Klassifikation EN 1822 eine Reinigungsleistung von 99,95 % und vom Typ H14 von 99,995 % erreichen. Weitere Kennzahlen sind die Leistungsfähigkeit der Staubsauger sowie das Staubrückhaltevermögen. Die Kennzahl gibt an, wie viel Prozent des eingefangenen Staubes wieder zurück in die Wohnung gelangt. Auch hier gibt es wieder eine qualitative Einordnung, wobei Staubsauger mit der Staubrückhalteklasse A mit unter 0,02 % am besten punkten.

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