Wie Handwerksbetriebe in der Corona-Krise flexibel bleiben

Die Maßnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus haben die Handwerksbetriebe in Deutschland ganz unterschiedlich getroffen. Zwar müssen in jedem Betrieb Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, damit sich die Mitarbeiter untereinander nicht anstecken können und der Mindestabstand zu Kunden und Externen versteht sich von selbst. Doch die wirtschaftliche Lage der Betriebe unterscheidet sich sehr stark. Es gibt einige wenige Handwerksbetriebe, die die Auswirkungen der Krise nahezu gar nicht spüren oder genug Reserven haben, um gelassen in die Zukunft zu blicken.


Doch die Mehrheit der Handwerksbetriebe beklagt sich über ausbleibende Aufträge und Absagen. Die Mitarbeiter müssen dann in Kurzarbeit gehen und die Eigentümer versuchen, den finanziellen Schaden so gut wie möglich zu minimieren. Doch wie können Handwerksbetriebe dafür sorgen, dass Sie nach der Corona-Krise zu alter Stärke zurückfinden? An dieser Stelle wollen wir einige wichtige Punkte zusammenfassen.

Die laufenden Kosten optimieren

Aktuell sind die Einnahmen in den Handwerksbetrieben deutlich niedriger, als ursprünglich erwartet wurde. Das macht die Liquiditätsplanung kaputt und kann zu Zahlungsschwierigkeiten führen. Glücklicherweise kann die Kurzarbeit dafür sorgen, dass zumindest bei den Personalkosten kurzfristig gespart wird. Allerdings reicht das noch nicht aus, um die aktuelle Situation zu überstehen.

Es müssen weitere Maßnahmen getroffen werden, um die Kosten bei sinkenden Einnahmen in den Griff zu bekommen. Dafür ist es notwendig, die laufenden Kosten auf dem Prüfstand zu stellen. Ein Beispiel dafür sind die Stromkosten. Diese sinken zwar mit einem sinkenden Verbrauch. Doch mit einem Wechsel des Stromanbieter ist es möglich, ohne Einsparungen Monat für Monat Geld zu sparen. Mit dem Vergleichsportal Verivox kann man verschiedene Stromtarife vergleichen und den günstigsten Stromanbieter finden. Häufig profitieren die Kunden nicht nur von günstigeren Preisen, sondern auch von attraktiven Wechselprämien. Worauf es bei der Inanspruchnahme von Wechselprämien ankommt, hat das Strom Magazin in einem Artikel zusammengefasst.

Die fehlenden Aufträge kompensieren

Viele Betriebe leiden darunter, dass Termine abgesagt wurden und nicht mehr so viele neue Aufträge vergeben werden. Viele Menschen halten ihr Geld lieber zusammen und wollen sich nach Möglichkeit keine Handwerker ins Haus holen, während der Corona-Virus eine ernst zunehmende Gefahr ist. Allerdings werden die kommenden Lockerungen auch dazu führen, dass wieder mehr Menschen einen Handwerker beauftragen. Bis zur vollständigen Erholung kann es natürlich noch dauern.

Doch schon in den kommenden Wochen kann man damit rechnen, dass die Auftragsbücher wieder voller werden. Deshalb ist es ratsam, sich schon jetzt entsprechend zu positionieren und darauf vorzubereiten. Wer gutes Marketing betreibt, wird zu den ersten Betrieben gehören, die wieder zu voller Auslastung gelangen. Aus diesem Grund sollte schon jetzt überlegt werden, wie man schneller als andere Betriebe an Aufträge kommen kann.

Dafür kann es ratsam sein, Interessenten und Kunden zu kontaktieren, die zu Beginn des Jahres angefragt hatten und ihr Projekt dann aus den aktuellen Gründen pausiert haben. Vermutlich werden sie in den kommenden Wochen oder Monaten weiterarbeiten wollen. Wir sich dann optimal positioniert, hat dann vermutlich bessere Chancen auf den Auftrag. Natürlich unterscheidet sich die optimale Vorgehensweise dabei je nach Branche und auch das Verhältnis zum Kunden spielt eine wichtige Rolle.

Viele Reparaturen führen Kunden während der Corona Krise selber aus im Haushalt.
Viele Reparaturen führen Kunden während der Corona Krise selber aus im Haushalt.

Zwar gibt es einige potentielle Kunden, die jetzt mehr Arbeiten im Haus und im Garten selbst erledigen, anstatt diese an einen Profi abzugeben. Das muss aber nicht zu sinkenden Einnahmen führen.
Gerade in der jetzigen Zeit sollten die Betriebe ihr Marketingkonzept überdenken und optimieren. In einer möglicherweise schon bald kommenden Rezession könnte es durchaus passieren, dass die vollen Auftragsbücher der Vergangenheit angehören. Mit der richtigen Vorbereitung muss das aber nicht das Aus bedeuten.


Die Liquidität optimal planen

In vielen Handwerksbetrieben findet keine oder nur eine unzureichende Liquiditätsplanung statt. Das passiert vor allem dann, wenn die Kreditlinie der Hausbank hoch genug ist oder es ausreichend Reserven gibt, wodurch eine exakte Liquiditätsplanung überflüssig wird. In normalen Zeiten ist es für ein gesundes Unternehmen möglich, bei Bedarf zusätzliche Kredite zu bekommen, wenn sie mehr Liquidität brauchen.

Aktuell ist das aber schwieriger geworden, da die Banken Kredite nicht mehr so einfach genehmigen, wie es noch vor einigen Monaten der Fall war. Die von der KfW abgesicherten Kredite für Unternehmen führen ebenfalls zu Problemen, da sie leider nicht ganz so einfach genutzt werden können, wie es von der Politik angekündigt wurde. Idealerweise wird schon mit der Liquiditätsplanung dafür gesorgt, dass die Betriebe auf weitere Kredite verzichten können.

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"