Wie kann ich ein Carport selber bauen?

Extrem stabiles Carport mit Flachdach

9.2

GESAMTBEWERTUNG

9.2/10

Positiv

  • Extreme Schneelast von 100 kg/m²
  • Wartungs- und korrosionsfrei
  • Kein rosten, verrotten oder vergilben
  • pulverbeschichteter Aluminiumrahmen
  • 10 Jahren Garantie

Negativ

  • keine bekannt

Ein Carport scheint eine viel einfachere Konstruktion zu sein als etwa eine Garage. Gartenhäuser und Geräteschuppen lassen sich ohne große Schwierigkeiten auch von versierten Laien planen und bauen. Da ist es eigentlich nahe liegend, sich auch an den kompletten Eigenbau eines Carports zu wagen. Im Folgenden soll geklärt werden, ob es sich dabei um eine gute Idee handelt.


Wie baue ich mir ein Carport?

Generell ist der Bau eines Carports keine komplexe Wissenschaft, die nicht auch ein Heimwerker durchblicken könnte. Wer es richtig anpackt, kann durch den Bau eines Carports tatsächlich bares Geld sparen.

Die erste Grundregel beim Bau eines Carports heißt natürlich: Immer schön nach Plan arbeiten. Denn nur mit einer exakten Planung lassen sich die Details so berechnen, dass hinterher ein sehenswertes, stabiles Ergebnis entsteht. Auch hier ist eine Checkliste wieder ein gutes Hilfsmittel, um die Sache richtig anzupacken.

  • Wo soll der Carport entstehen? Soll der Carport auf einer bereits gepflasterten Zufahrt entstehen oder benötigt er eine ganz neue Grundstückseinfahrt? Wird es ein freistehender Carport oder soll er sich an Wohnhaus oder Garage anfügen?
  • Welche Anforderungen soll der Carport erfüllen? Wird ein Einzel- oder Doppelcarport benötigt? Dient er nur als Abstellplatz für das Auto oder soll er weitere Lagermöglichkeiten bieten (zum Beispiel durch einen angebauten Geräteschuppen)?
  • Sind alle baurechtlichen Vorgaben berücksichtigt? Darf der Carport überhaupt wie geplant gebaut werden? Gibt es Vorgaben durch die Bauordnung, den örtlichen Bebauungsplan oder das Nachbarrecht?
  • Wie groß ist das Budget? Die Antwort auf diese Frage kann für die Wahl des genutzten Materials entscheidend sein. Denn selbiges gibt es in unterschiedlichen Qualitäten in nahezu allen Preisklassen.
  • Woher kommt / wie entsteht der Konstruktionsplan? Kein Carport-Bau ohne Konstruktionsplan. Einen solchen kann man zum Beispiel online finden, ihn aber auch durch eine versierte Person oder ein Konstruktionsbüro erstellen lassen.
  • Wer baut den Carport? Versierte Heimwerker schrecken bekanntlich vor kaum einem Projekt zurück. Trotzdem ist der Bau eines Carports normalerweise keine Sache für eine einzelne Person, da hier mit langen und teilweise schweren Elementen hantiert werden muss. Ein Carport der „Marke Eigenbau“ kann natürlich auch durch eine Fachfirma nach eigenen Wünschen errichtet werden.
weka Y-Einzelcarport, mit Stahldach, Pfosten12x12 cm, Schneelast 125 kp
weka Flachdach-Einzelcarport 617 Gr.2
weka Einzelcarport 606 Gr.2

Was kostet es, einen Carport zu bauen?

Es gibt zahlreiche Faktoren, die über die anfallenden Kosten beim Bau eines Carports entscheiden. So kommt es natürlich auf die Größe, das Material und die gestalterischen Details an: Ein kleiner Carport in der Hightech-Version mit automatischer LED-Beleuchtung und Sonnenkollektoren auf dem Dach kann deutlich mehr Kosten verursachen als ein großer Carport aus günstigem Nadelholz, der ansonsten über keinen weiteren Schnickschnack verfügt. Hier einmal ein Überblick über die Kostenfaktoren beim Bau eines Carports.

  • Material: Neben Aluminium und anderen korrosionsbeständigen Metallen (die meist recht teuer sind), bieten sich beim Bau eines Carports vor allem diverse Hölzer an. Kesseldruckimprägniertes Kiefernholz gilt dabei als gut und günstig, das Holz der Douglasie liegt im Mittelfeld und wer auf Holz wie Eiche oder Bangkirai setzt, muss sehr tief in die Tasche greifen.
  • Fundament: Welcher Unterbau wird für den zu bauenden Carport benötigt? Wenn es sich um einen kleinen Carport handelt, der über einer bereits gepflasterten Hofeinfahrt entstehen soll, so sind die Kosten an dieser Stelle womöglich sehr niedrig. Anders sieht es aus, wenn nicht nur ein Fundament gegossen, sondern eine komplette Zufahrt für den Carport gebaut und gepflastert werden muss.
  • Arbeit: Wer selbst in die Hände spuckt und den Bau des Carports mit ein paar Freunden übernimmt, der muss als Arbeitslohn kaum mehr als ein paar Steaks für den Grill und ein paar Flaschen Bier einrechnen. Wer aber bereits beim Erstellen des Plans auf einen Profi setzt und hinterher ein Handwerksunternehmen mit dem Bau betraut, der muss recht tief in die Tasche greifen.
  • Nebenkosten: Der Materialtransport ist natürlich auch nicht kostenlos. Noch teurer wird es, wenn für den Bau des Carports eine Baugenehmigung erforderlich sein sollte (was für bestimmte Carports der Fall ist).

Zusammengefasst lässt sich festhalten: Die Kosten für den Eigenbaus eines Carports beginnen bei ca. 500 Euro, nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Wer mit 1.500 bis 2.000 Euro kalkuliert, ist aber meistens auf der sicheren Seite.


Aus welchem Material kann ich am besten ein Carport bauen?

Bei Carports und Carport-Bausätzen aus dem Handel gibt es im Prinzip drei vorherrschende Materialgruppen, die jeweils ihre Vor- und Nachteile haben.

  • Holz ist ein ökologischer, nachwachsender Rohstoff, der bereits seit Jahrtausenden durch den Menschen genutzt wird. Er hat sich, je nach Holzart, als langlebig und witterungsbeständig erwiesen und ist darüber hinaus einfach zu bearbeiten. Allerdings braucht Holz gerade im Außenbereich eine regelmäßige Pflege, um dauerhaft stabil und optisch attraktiv zu sein.
  • Aluminium ist ein recht leichtes, dabei aber auch stabiles und komplett wetterfestes Material, das auch bei jahrelanger Verwendung keiner besonderen Pflege bedarf. Allerdings ist es durch den Heimwerker nur schwer zu bearbeiten und recht teuer.
  • Edelstahl zeichnet sich ebenfalls als korrosionsbeständiges, langlebiges und extrem stabiles Material aus. Genau wie Aluminium ist es aber teuer und mit heimischen Werkzeugen nur schwer zu bearbeiten. Außerdem hat Edelstahl ein sehr hohes Eigengewicht, wodurch sich die Arbeit des Carportbaus zusätzlich erschwert.

Fast immer empfiehlt es sich also, beim Bau eines Carports vor allem auf den Werkstoff Holz zu setzen. Holz kann man im örtlichen Baumarkt oder Holzfachmarkt bekommen und von dort sehr kostengünstig nach Hause transportieren. Je nach gewählter Holzart ist das Holz sogar direkt verfügbar oder innerhalb weniger Tage bestellbar. Der größte Pluspunkt, der Holz zum idealen Werkstoff für einen selbst gebauten Carport macht, findet sich aber in der eigenen Werkstatt: Mit den dort ohnehin zumeist vorhandenen Werkzeugen und Geräten ist es keine große Schwierigkeit, einen Carport selbst zu bauen.

Welches Werkzeug ist zum selber bauen von einem Carport nötig?

Vor der Antwort auf die Frage, welches Werkzeug für den Bau eines Carports notwendig ist, muss immer die Frage nach dem gewählten Material stehen. Wer auf Aluminium oder Edelstahl setzt, der kommt an Geräten wie Schweißgerät und Spezialsäge nicht vorbei. Beim Holz gestaltet sich die Sache einfacher: Zwar kann es auch bei hölzernen Carports sein, dass spezielle Werkzeuge oder Geräte notwendig werden. Meistens genügen aber die Dinge, die man ohnehin in der heimischen Werkstatt hat.

  • Säge: Mit einer Kreissäge lassen sich auch große Elemente zuschneiden, für kleinere Teile ist eine Stichsäge optimal. Ein handbetriebener Fuchsschwanz hingegen bedeutet um ein Vielfaches mehr Arbeit und empfiehlt sich daher nicht.
  • Bohrmaschine: Eine gute Schlagbohrmaschine eignet sich perfekt, um notwendige Bohrungen für die späteren Verschraubungen ins Holz zu treiben.
  • Akkuschrauber: Holzschrauben können zwar auch mit dem Schraubenzieher festgedreht werden. Der Akkuschrauber erleichtert diese Arbeit aber ungemein.
  • Schleifmaschine / Elektrohobel: Zwar kann man das Holz zumeist auch fertig geschliffen beziehungsweise gehobelt kaufen. Dann ist es allerdings weitaus teurer, sodass es sich meistens lohnt, selbst zum entsprechenden Gerät zu greifen. Eine ungehobelte beziehungsweise ungeschliffene Oberfläche bietet der Witterung mehr Angriffsfläche, außerdem kann man sich dann gefährliche Splitter am Holz ziehen.
  • Steckschlüsselsatz: Tragende Verbindungen werden zumeist mit Schlüsselschrauben fixiert. Dafür sind die entsprechenden Steckschlüssel unverzichtbar.
  • Wasserwaage / Lot: Mit der Wasserwaage wird überprüft, ob waagerechte Verbindungen exakt in der Ebene sind. Ein Lot dient zur entsprechenden Überprüfung von senkrechten Bauteilen.
  • Bleistift: Ein Bleistift ist unverzichtbar, um notwendige Bohrungen oder Schnittstellen zu markieren.
  • Zentimetermaß / Zollstock: Ein solches Utensil hat jeder Heimwerker immer in der Tasche. Auch beim Carportbau leistet das Maßband hervorragende Dienste.

Noch fehlendes Material kann man für wenig Geld im Baumarkt kaufen. Meistens kann man dort auch Maschinen mieten, sofern man diese nicht zur Verfügung hat. Es muss nicht immer der Neuerwerb sein, wenn nach dem Bau des Carports keine weiteren Vorhaben geplant sind. 

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Wie plane ich den Selbstbau von einem Carport richtig?

Um den Bau eines Carports zu planen, müssen zuerst einmal die wichtigsten Aspekte geklärt sein: Welche Art eines Carports wird benötigt, wie groß muss dieser sein und erfordert dessen Bau eine Baugenehmigung oder die besondere Gestattung durch die örtliche Baubehörde?

Entscheidend ist darüber hinaus: Muss der Carport am gewünschten Standort besonderen Anforderungen standhalten, etwa häufigen Stürmen, extremer Hitze oder starkem Frost? Welches Budget steht für den Bau eines Carports zur Verfügung?

Nach der Beantwortung dieser Frage kann es an den eigentlichen Bauplan des Carports gehen. Hier sind natürlich die Besonderheiten des Standortes zu berücksichtigen, aber auch eigene Wünsche und Ideen an die Gestaltung können mit einfließen. Wer selbst nicht vertraut ist mit dem Erstellen komplexer Baupläne, der kann sich entweder selbst an einen Profi wenden oder sich online nach einem geeigneten Bauplan umschauen. Dabei sollte natürlich auch immer darauf geachtet werden, ob der Plan von einer vertrauenswürdigen Seite stammt. Denn natürlich darf hier kein Risiko eingegangen werden, das später eventuell gefährlich werden könnte.

Sofern die tragende Bausubstanz des Carports nicht verändert wird, sind der eigenen gestalterischen Kreativität beim Carportbau wenig Grenzen gesetzt. Dabei gilt es aber auch immer zu beachten, dass alle Auf- und Anbauten des Carports jeder Witterung standhalten.

Unbedingt ist auf die Anforderungen an das Fundament zu achten, die bei Carports verschiedener Größe höchst unterschiedlich sind. Wer den Bauplan eines Carports selbst erstellt hat, sich bezüglich des Fundaments aber unsicher ist, der sollte sich professionelle Beratung suchen. Eine andere Möglichkeit ist dann natürlich immer, ein vollflächiges Fundament nebst Bodenplatte herzustellen – und damit den bestmöglichen Unterbau für einen Carport.

Ist ein Bausatz zum Carport selber bauen geeignet?

Nur wenige Carports bestehen sprichwörtlich aus einem Guss. Daher handelt es sich bei fast allen Carports um Bausätze, die an Ort und Stelle zusammengebaut werden. Einige dieser Bausätze sind allerdings so kompliziert, dass sie nur von versierten Handwerkern zusammengebaut werden können.

Für den DIY – Carport besteht also entweder die Option, sich für ein komplett selbst geplantes Modell oder für einen Bausatz zu entscheiden. Die Vor- und Nachteile sind rasch erklärt.

  • Selbst entworfener Carport: Meist ist der selbst entworfene Carport die preisgünstigere Variante, da man das Material im Rohzustand im Baumarkt kaufen und selber bearbeiten kann. Dies kostet immer weniger als das bereits vorbehandelte und zugeschnittene Material eines Bausatzes. Allerdings können hier auch immer gravierende Fehler passieren, sei es hinsichtlich falsch zugeschnittener Teile oder beim Zusammenbau. Auch die Behandlung des Holzes erfordert Geschick, Geduld und eine gewisse Erfahrung.
  • Carport-Bausatz: Ein Carport-Bausatz kostet zwar mehr, diese Mehrkosten lohnen sich in vielen Fällen aber durchaus. Denn hier sind die Elemente genau nach bewährtem Plan zugeschnitten, oftmals schon vorbehandelt und adäquat beschriftet. Sollten bestimmte Teile falsch oder fehlerhaft sein oder sogar komplett fehlen, kann man sich bei einem Carport-Bausatz immer an den Hersteller beziehungsweise Verkäufer wenden, um einen Austausch oder eine Ergänzung des Bausatzes zu bekommen.

Fazit: Ist ein Carportbau als Do It Yourself möglich?

Generell ist der Bau eines Carports auch im DIY Verfahren möglich. Allerdings gilt es dabei zahlreiche Details zu beachten, damit man lange Freude an seinem Carport haben kann und dessen Sicherheit dauerhaft gewährleistet ist.

Komplette handwerkliche Laien sollten sich für den Bau eines Carports immer professionelle Hilfe holen (oder sich an geschickte Heimwerker aus dem persönlichen Umfeld wenden).

Gute, geschickte Heimwerker kommen mit dem Aufbau der meisten Carport-Bausätze sehr gut zurecht, sollten aber immer zu mehreren arbeiten und sich bei aufkommenden Fragen an den Händler oder Hersteller wenden.

Besonders erfahrene Heimwerker können sich für den Bau eines Carports womöglich sogar an den kompletten Eigenbau wagen, nebst Erstellung des Bauplans und des Fundamentes.

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