Wie lüfte ich richtig

TIPPS und TRICKS wie Sie Schimmelbefall vermeiden können

Schimmelpilze in Wohnung und Haus - Entfernen, Vermeiden

9.2

GESAMTBEWERTUNG

9.2/10

Positiv

  • meist unterschätztes Problem
  • Schimmelpilzbefall vermeiden
  • Schimmelpilze in Wohnungen
  • Schimmelpilze in Häusern
  • ein immer häufiger auftretendes Problem

Negativ

  • keine Bekannt

Das Lüften ist zwar nicht so schwer, jedoch wissen viele Menschen nicht wie es richtig geht. Und dadurch kann sich schnell Schimmel an der Wand bilden. Richtig lüften heißt, dass man zwei bis vier Mal täglich die Wohnung richtig durchlüftet. In einem 4-Personen Haushalt kommen täglich bis zu 12 Liter zusammen. Diese Mengen an Wasser müssen irgendwie wieder raus. Ansonsten lagert sich das Wasser auf den Wänden ab und es entsteht Schimmel.

Nur mit der richtigen Durchlüftung bekommt man Frischluft. Des Weiteren sollte man unbedingt in Bad und Küche lüften. Dies sind die Räume, die öfters nass werden. Hier ist die Gefahr sehr groß, dass sich Schimmel bildet. Nachdem man also geduscht hat oder die Wäsche zum Trocknen aufgehängt hat, kann man nichts verkehrt machen, wenn man danach ordentlich durchlüftet.

Damit richtig gelüftet werden kann, sollten die Fenster nicht einfach gekippt werden. diese Vorgehensweise ist aber nicht richtig. Denn hier kann der Luftaustauch nur minimal erfolgen. Bei einem gekippten Fenster kann die Wohnung insbesondere im Winter sehr schnell gekühlt werden. Dadurch wird viel Energie verschwendet.

Sehr kühl wird es am Sturz über dem gekippten Fenster. Dort lagert sich die Feuchtigkeit ab und es entsteht Schimmel. Besser ist dagegen ein regelmäßiges Stoßlüften. Das heißt, dass man seine Fenster fünf bis zehn Minuten richtig weit aufmachen sollte.

Richtiges Heizen und Lüften in Wohnungen.
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Einen besonders effektiven Luftaustausch bekommt man, wenn man die Räume querlüftet. Beim Stoßlüften sollte man dabei die Fenster in den gegenüberliegenden Räumen aufmachen. Die Türen werden ebenfalls aufgemacht. Dadurch entsteht ein Luftzug, welcher die Fähigkeit hat die Luftfeuchtigkeit aus der gesamten Wohnung zu entfernen.

Beim Lüften darf man aber auch nicht vergessen richtig zu heizen. Während des Lüftens sollte man daher unbedingt die Heizungen ausdrehen. Ansonsten wird viel zu viel Energie verschwendet. Wenn das Lüften abgeschlossen ist, kann die Heizung wieder auf die richtige Temperatur gedreht werden.

Wie lüfte ich richtig? Vergessen Sie beim Lüften nicht die Heizung abzuschalten.
Wie lüfte ich richtig? Vergessen Sie beim Lüften nicht die Heizung abzuschalten.

Beim Lüften in den Schlafzimmern gilt, dass man die Außenwände freilässt. Das Schlafzimmer ist besonders im Winter weitaus kühler als die restlichen Räumlichkeiten. Daher kann sich dort auch die Luftfeuchtigkeit viel schneller ansetzen. Besonders Außenwände sind von der Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer betroffen. Damit die Raumluft zwischen Wand und Möbeln richtig zirkulieren kann, muss man mindestens einen Abstand von 10 cm einhalten.

Sofern sich Kondenswasser am Fenster ablagert, so ist dies ein Zeichen für ein falsches Lüften. Fensterscheiben sind sehr kalt. Wen nicht richtig gelüftet wird, dann lagert sich die Feuchtigkeit dort ab. Daher muss man Kondenswasser immer abwischen.

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Lesen Sie auch: Richtig lüften – so geht’s

Des Weiteren kann nur richtig gelüftet werden, wenn die Raumtemperatur richtig ist. Wenn man richtig heizt, dann liegt die Raumtemperatur bei etwa 20 Grad. Wenn man Energie sparen will, dann sollte man um ein bis zwei Grad runterdrehen. Was die andere Räume in der Wohnung oder im Haus angeht, so reicht in den meisten Fällen eine niedrigere Temperatur aus.

In der Küche gibt es den Her und den Kühlschrank, welche mitheizen. Im Schlafzimmer wird eine Zimmertemperatur von 16 bis 17 Grad als ausreichend befinden, um richtig zu schlafen. Im Keller reichen dagegen sechs Grad aus während im Treppenhaus und im Windfang 12 Grad als angemessen empfunden werden.

Wenn man es nun ganz genau wissen möchte, kann man sich einen Hygrometer anschaffen. Diese Geräte bekommt man schon ab einem Preis von 20 Euro. Somit ist es möglich die relative Luftfeuchte in der Wohnung oder im Haus zu kontrollieren.

Die Luftfeuchtigkeit sollte beispielsweise im Winter nicht mehr als 50 Prozent betragen. Damit wir uns aber zuhause richtig wohl fühlen, sollte eine Luftfeuchtigkeit von ungefähr 60 Prozent angestrebt werden.

Was tun bei hoher Luftfeuchtigkeit

Solle das Lüften nicht ausreichen, dann sollte man die Heizung ein bisschen höherstellen. Denn wenn die Luft nicht so stark abgekühlt wird, dann wird die relative Luftfeuchtigkeit auch nicht ansteigen. Grundsätzlich kann man also behaupten, dass die Zimmer umso wärmer sind, desto niedriger die Luftfeuchte ist.

Eine Falle verbirgt sich in den Zimmerpflanzen. Pflanzen geben wie wir Menschen Atem an die Luft ab. So sammelt sich auf den Blattoberflächen Wasser, welches in die Umgebungsluft abgegeben wird. Je mehr Pflanzen man in seinem Raum stehen hat und je größer die Blätter sind, desto größer ist dieser Effekt.

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Wenn man nur in wenigen Räumen Probleme mit der Luft hat, dann sollte man versuchen die Pflanzen auf andere Zimmer zu verteilen. Häufig kann dies bereits Abhilfe schaffen. Alternativ kann man auch Pflanzen kaufen, die mit kleineren Blättern versehen sind. Diese verdunsten auch weniger Wasser.

Manchmal kann es aber auch sein, dass eine hohe Luftfeuchtigkeit nicht durch die Bewohner oder durch ihr Verhalten verursacht wird, sondern durch eine schlechte Isolierung an den Wänden oder Fenstern verursacht wird. Sollte es soweit kommen, dass dieser Verdacht besteht, so sollte man den Vermieter darauf ansprechen.

Sollte dieses Problem vom Vermieter nicht behoben werden, so sollte man eine Senkung der Mietkosten durchsetzen oder im schlimmsten Fall umziehen.

Lesetipp: Was bedeutet der Begriff Stoßlüften?

Grundsätzlich kann man als Mieter einen Mietminderungsanspruch geltend machen, wenn die hohe Luftfeuchtigkeit nicht durch ihn verschuldet ist. Vorsicht ist aber beim Einzug in Neubauten angesagt. Hier sind die Wände häufig noch nicht vollständig ausgetrocknet. Hier sollte der Mieter einfach mal öfters durchlüften.

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Letzte Aktualisierung am 7.12.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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Autor: Peter Baumeister

Der Autor > Über 25 Jahre Berufserfahrung im Bereich Bauen und Sanierung verdienen es zu Papier gebracht zu werden. Dabei neue interessante Tools und Techniken für Handwerker zu testen ist meine Passion.
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