Wie messe ich die Raumfeuchtigkeit richtig

Wie messe ich die Raumfeuchtigkeit richtig
Wie messe ich die Raumfeuchtigkeit richtig
Mit dem Zeitalter der Aufklärung ist die Naturwissenschaft moderner geworden. Die Erfindung präziser Instrumente ermöglicht es dem Hausbewohner exakte Messwerte der Raumfeuchtigkeit vermittelt zu bekommen.

Inzwischen ist es so, dass sich viele Menschen innerhalb geschlossener Gebäude aufhalten. Damit aber auch zuhause ein gesundes Klima geschaffen werden kann, ist es notwendig die Raumfeuchtigkeit regelmäßig zu messen und dann entsprechende Maßnahmen einzuleiten.

Es gibt zwei unterschiedliche Verfahren, um die Luftfeuchtigkeit zu messen. Zum einen ist das die Taupunktmethode und zum anderen ist das die Hygroskopie.

Die Taupunktmethode beruht auf einem Temperaturvergleich zwischen zwei Messpunkten. Der erste Messpunkt ist ein Spiegel, der so lange abgekühlt wird, bis sich Wasser auf dem Spiegel bemerkbar macht. Dabei gibt eine Dampfsättigungskurve an, wie hoch die absolute Luftfeuchtigkeit ist.

Der zweite Messpunkt bestimmt dann die tatsächliche Raumtemperatur. Eine komplizierte Formel hilft die relative Luftfeuchtigkeit zu bestimmen. Es soll an dieser Stelle erwähnt werden, dass dieses Messverfahren sehr kompliziert ist.

Daher wird es im Privatbereich nicht angewandt. Für alle anderen aber, die sich mehr mit diesem Thema auseinandersetzen wollen oder hochpräzise Messwerte erzielen wollen, diese Menschen sind bei der Taupunktmethode gut aufgehoben.

Wie messe ich die Raumfeuchtigkeit richtig mit der Taupunktmethode?
Wie messe ich die Raumfeuchtigkeit richtig mit der Taupunktmethode?

Das zweite Messverfahren macht sich die Hygroskopie zunutze. Es geht darum synthetische Materialien mit der Umgebungsluft auszutauschen. Dieses Funktionsprinzip kann sehr gut anhand eines mechanischen und elektrischen Hygrometers aufgezeigt werden.

Womit kann ich Raumentfeuchtung messen

Die Raumentfeuchtung misst man in der Regel mit einem Haarhygrometer. Dieses Gerät liefert sehr genaue Ergebnisse. Das Gute ist, das ein Haarhygrometer unabhängig von Strom funktioniert. Leider sind dieses Geräte ein bisschen anspruchsvoll was die Handhabung angeht, aber immer noch einfacher als die Geräte, die sich der Taupunktmethode bedienen.

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Haarhygrometer sollte man vorsichtig einsetzen, weil schon die kleinsten Schäden an der empfindlichen Mechanik das Gerät unbrauchbar machen können. In diesem Fall werden die Abweichungen immer größer und die Werte verzerrter.

Grundsätzlich ist es nicht wirklich erforderlich ein Haarhygrometer oft zu pflegen. Es würde selbst in diesem Zustand immer noch exakte Werte liefern. Und trotzdem sollte man aber versuchen das Gerät so wie alle anderen Geräte regelmäßig zu pflegen. Unabhängig davon ob das Gerät exakte Werte liefern oder nicht, kann die Langlebigkeit dieses Produktes verlängert werden.

Für eine einfache Reinigung wickelt man das Gerät alle ein bis zwei Monate in ein Tuch ein, was zuvor mit lauwarmen Wasser getränkt wurde. Wenn das Hygrometer ausgewickelt wird, sollte der Zeiger auf 100 Prozent stehen.

Elektrische Hygrometer besitzen zwar eine größere Toleranz als geeichte Haarhygrometer, dafür aber sine die Messwerte sehr zuverlässig. Wenn man ein bisschen mehr investiert, dann erhöht sich die Genauigkeit, während die Reaktionszeit verkürzt wird.

Wie kann ich Raumentfeuchtung durch Lüften senken

Neben dem Einsatz eines elektrischen Raumentfeuchtungsgerätes sollte man auch die Wohnung ab und zu mal richtig durchlüften. Dies hat den Vorteil, dass nicht nur die alte unbrauchbare Luft aus der Wohnung abgeführt wird, sondern auch neue und frische Luft zum Atmen hineinkommt.

Für eine richtige Lüftung bedient man sich des Stoßlüftens. Es handelt sich hier rum ein spezielles Verfahren, welches man vier bis fünfmal am Tag machen sollte. Die Fenster werden hier sehr weit geöffnet, damit die neue Luft richtig in die Räumlichkeiten reinströmen kann.

Es reicht bereits aus, wenn man die Fenster zehn bis fünfzehn Minuten lang öffnet. Während dieser Zeit sollte man auch die Heizung runterstellen, da ansonsten mehr Energie verschwendet wird als erforderlich ist.

Die Fenster in Kippstellung zu halten ist dagegen reine Energieverschwendung und nicht sinnvoll. Durch die Kippstellung der Fenster kann sogar das Schimmelwachstum gefördert werden.

Womit kann ich Luftfeuchtigkeit im Raum messen

Die Luftfeuchtigkeit kann mit der Taupunktmethode und mit dem Hygrometer gemessen werden. An dieser Stelle soll aber erwähnt werden, dass die Taupunktmethode äußerst kompliziert ist. Sie wird daher im privaten Bereich weniger angewendet. Trotz der Vollständigkeit soll aber auf dieses Verfahren eingegangen werden, bevor das Hygrometer beschrieben wird.

Taupunktmethode

Bei der Taupunktmethode werden zwei Temperaturen verglichen, die sich an unterschiedlichen Messpunkten befinden. Der erste Messpunkt wird als Spiegel bezeichnet. Der Spiegel muss abgekühlt werden, damit eine Feuchtigkeit entsteht. Die Dampfsättigungskurve gibt dabei an, wie hoch die absolute Luftfeuchtigkeit ist.

Lesetipp: Womit kann ich die Luftfeuchtigkeit im Raum messen?

Den zweiten Messpunkt kann man über die normale Temperatur ermitteln. Sind die Daten für beide Messpunkte erfasst, so kann mit einer bestimmten Formel die Luftfeuchtigkeit gemessen werden.

Auch, wenn das Verfahren der Taupunktmethode so aufwendig ist, liefert dieses Verfahren die exaktesten Werte. Als Taupunkt wird bei dieser Methode also die Temperatur bezeichnet, welche unter Berücksichtigung eines unveränderten Drucks unterschritten werden muss.

Erst dann ist es möglich, dass Wasserdampf als Tau aus der Feuchten Luft entzogen werden kann. Die Luftfeuchtigkeit beträgt am Taupunkt um die 100 Prozent. In diesem Fall ist die Luft dann mit Wasserdampf gesättigt.

Je mehr Wasserdampf in der Luft enthalten ist, desto höher ist die Taupunkttemperatur. Dieses Wissen wird bei der Taupunktmethode angewandt, damit der Spiegel beschlagen werden kann. Beschlagen wird der Spiegel, wenn die Temperatur sinkt. Anders ausgedrückt kann man auch sagen, dass die Reflektivität des Spiegels sich verringert, wenn die Temperatur abnimmt.

Bei einem Gerät wie dem Taupunktsypiegelhygrometer werden Spiegel eingesetzt, die temperierbar sind. Der Spiegel wird bei diesem Gerät also solange abgekühlt, bis die Luftfeuchtigkeit sich auf dem Spiegle niederschlägt. Eine Lichtquelle und ein Photosensor bestimmen den Moment, wenn die Kondensation erfolgt ist.

Die Taupunkttemperatur sowie der Druck, welche zum Messzeitpunkt herrschten, liefern ein Wertpaar, welches in die absolute Feuchtigkeit umgerechnet werden kann. Damit man die relative Feuchtigkeit bestimmen kann, braucht man noch die Temperatur der Probe, welche zum Zeitpunkt der Taupunktmessung erfasst worden ist.

Hygrometer

Wie sich schnell erkennen lässt, ist die Taupunktmethode äußerst kompliziert. Besser ist es daher ein Hygrometer einzusetzen. Mithilfe eines Hygrometers kann man recht einfach und schnell die Feuchtigkeit ermitteln.

Selbst, wenn das Gerät über einen längeren Zeitraum nicht gepflegt wird, liefert es sehr zuverlässige Werte. Wenn man aber eine höhere Genauigkeit haben will wie bei der Taupunktmethode, so muss man ein bisschen mehr investieren.

Schließlich steigt die Messgenauigkeit mit dem Preis prozentual an. Die Geräte in der unteren bis mittleren Preisklasse sind für den Privatbereich geeignet, währen die teureren Geräte für technikaffine Menschen geeignet sind.

Hygrometer gibt es als elektrische Hygrometer und als Haarhygrometer.

Wie kann ich die Luftfeuchtigkeit durch Lüften senken

Damit die Luftfeuchtigkeit immer im normalen Bereich bleibt oder gar nicht erst ansteigt, sollte man die Räumlichkeiten in regelmäßigen Abständen richtig durchlüften. Zwar kann ein Raumentfeuchter helfen die alte Luft aufzusaugen, jedoch sollte man ergänzend dazu von der Methode des Stoßlüftens Gebrauch machen.

Hier werden die Fenster für einige Minuten lang weit aufgemacht. Auf diese Weise kann neue und frische Luft hineinströmen, während die alte Luft abgeführt wird. Während des Stoßlüftens sollte man auf jeden Fall die Heizung herunterfahren, um Energiekosten zu sparen.

Zwar mag es manche Menschen geben, die ihre Fenster dauerhaft kippen, allerdings ist diese Methode nicht wirklich geeignet, um einen Schwung von Frischluft hereinzubekommen. Viele Menschen machen nebenbei noch den Fehler ihre Heizung laufen zu lassen, während die Fenster dauerhaft gekippt sind. Anschließend darf man sich über die hohen Heizkosten nicht wundern.

Das regelmäßige Lüften ist nicht aufwendig und kann wahre Wunder bewirken. Frischluft wird man in allen Bereichen wahrnehmen können, zumal die Gesundheit gefördert wird.

Wie viel Prozent Luftfeuchtigkeit ist normal?

Wenn man seiner Gesundheit etwas Gutes tun will, sollte man die Luftfeuchtigkeit in seiner Wohnung optimieren. Mit einem Hygrometer kann man die Luftfeuchtigkeit messen und auf diese Weise sicherstellen, dass man zuhause die richtigen Temperaturen vorfindet.

Um zu verstehen wie viel Luftfeuchtigkeit normal ist, sollte man zunächst wissen wie die Luftfeuchtigkeit definiert ist.

Die Luftfeuchtigkeit beschreibt wie viel Wasser sich in der Luft befindet. Sie wird normalerweise relativ zum Maximalwert angegeben. Daher liegen die Werte zwischen 0 Prozent bei trockener Luft und bei 100 Prozent wenn die Luft mit Wasser gesättigt ist. Die Luftfeuchtigkeit kann nicht höher als 100 Prozent sein. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Luft überschüssiges Wasser nicht halten kann.

Checkliste für den Kauf von einem Luftfeuchtigkeitsmesser

Bei dem Kauf eines Luftfeuchtigkeitsmessers sollte man folgende Faktoren berücksichtigen:

  • Preis
  • Messbereich Luftfeuchtigkeit
  • Messbereich Temperatur.

Die meisten Geräte sind für einen günstigen Preis zu bekommen. Die Preise der einzelnen Geräte unterscheiden sich kaum. Aus diesem Grund macht es Sinn das beste Gerät zu kaufen.

Der Messbereich für die Luftfeuchtigkeit unterscheidet sich bei den einzelnen Feuchtigkeitsmessern. Folgende Ausprägungen sind möglich:

  • 10 bis 99 Prozent
  • 20 bis 90 Prozent
  • 10 bis 99 Prozent
  • 10 bis 90 Prozent.

Die meisten Geräte enthalten einen Messbereich, der Werte zwischen 10 und 99 Prozent angibt. Es ist ratsam ein Gerät zu kaufen, wo der Messbereich so genau wie möglich ist. Bei 10 bis 99 Prozent ist das der Fall. Bei 20 bis 90 und 20 bis 90 Prozent ist das weniger der Fall. Hier sind die Werte nicht aussagekräftig genug um die Luftfeuchtigkeit richtig einzuschätzen.

Beim Messbereich für die Temperatur verhält es sich ähnlich. Folgende Ausprägungen sind möglich:

  • -50 bis 70° C
  • -10 bis 50° C
  • 0 bis 50° C
  • -50 bis 70° C.

Je größer die Skala ist, desto besser kann man die Temperatur einschätzen. Bei einem Messbereich von -50 bis 70° C kann die beste Einschätzung der Luftfeuchtigkeit vorgenommen werden.

Wann ist Luftfeuchtigkeit hoch?

Die absolute Luftfeuchtigkeit sagt aus, wie viel Wasser sich in der Luft befindet. Sie wird normalerweise als g/m³ angegeben. Unter der Abkürzung versteht man Gramm Wasser pro Kubikmeter Luft. Ein normaler Wert ist 10 g/m³.

Bei 20 Grad liegt der Maximalwert gesättigter Luft bei 7,3 g/m³. Lieft eine absolute Luftfeuchtigkeit von 10 g/m³ vor, sollte eine relative Feuchtigkeit von 58 Prozent vorliegen. Dieser Wert liegt im normalen Rahmen und ermöglicht ein angenehmes Wohnklima. Um ein ideales Wohnklima zu gewährleisten, sollte die Luftfeuchtigkeit der Luft zwischen 40 und 60 Prozent liegen.

Bei welcher Luftfeuchtigkeit soll man lüften?

Wie oben beschrieben muss die Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent liegen, um ein angenehmes Raumklima zu ermöglichen. Liegt die Luftfeuchtigkeit zwischen 55 und 60 Prozent oder darüber, sollte man lüften.

Wie bekommt man hohe Luftfeuchtigkeit aus der Wohnung?

Um eine hohe Luftfeuchtigkeit aus der Wohnung zu bekommen, sollte man die Wohnung lüften. Dazu empfiehlt sich das Stoßlüften. Es funktioniert so:

Man öffnet alle Fenster weit auf und wartet einige Minuten bis die alte Luft durch neue frische Luft ersetzt worden ist. Anschließend schließt man die Fenster wieder. Dieses Verfahren hat den Vorteil, dass die gesamte Luft aus dem Innenbereich aus der Wohnung gelangt und somit die Luftfeuchtigkeit einen idealen Wert bekommt.

Wann sollte man lüften und wann nicht?

Lüften sollte man immer dann, wenn die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist. Man kann auch lüften, wenn die Luftfeuchtigkeit einen idealen Wert hat. Lüften sollte man aber nicht, wenn es draußen zu kalt ist. In diesem Fall würde man viel Heizenergie verschwenden.

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