Wie Sie nicht nur die Qualität Ihrer Weine, sondern auch die Qualität der Weinkühler erhalten können

Die Qualität des Weines kann in jeder Phase der Weinherstellung und -lagerung gesichert werden. Die der Weinkühler durch Pflege, Wartung und gute Umgebungsbedingungen. Worauf gilt es zu achten?

Weinkühler – so leisten sie lange gute Dienste

Nicht nur Winzer, die im großen Stil anbauen, ernten und Wein herstellen nutzen Weinkühler. Ein Weinkühlschrank findet sich auch in immer mehr Privathaushalten oder bei Hobbywinzern. Im Grunde stehen alle Anweisungen in der Gerätebeschreibung, die helfen, einen Weinkühler dauerhaft in gutem Zustand und leistungsfähig zu erhalten.

Der Aufstellort

Der Platz an dem Weinkühler aufgestellt werden, sollte trocken sein und die Umgebungstemperaturen, die lt. Klimaklasse zulässig sind, weder über- noch unterschreiten. Trockene Räume schützen den Weinkühlschrank vor Rost und die Elektrik vor Eindringen von Feuchtigkeit.

Nur im angegebenen Außentemperaturbereich kann der Weinkühlschrank im normalen Betriebsmodus arbeiten und damit die Weinqualität sichern. Bereits wenige Grade Unterschied in der Raumtemperatur führen zu einem höheren Energieverbrauch. Ist die Umgebungstemperatur sogar stark abweichend, kann es sein, dass die gelagerten Weine gar nicht in der nötigen Temperatur gelagert werden und somit an Aroma verlieren.

Pflege und Wartung

Ein regelmäßiges Reinigen des Gerätes, verhindert die Bildung von Keimen und Pilzen. Dies ist wichtig, damit die Korken nicht reagieren. Kondenswasser, dass sich eigentlich gar nicht bilden dürfte, würde so aber auch früh bemerkt und könnte beseitigt werden.

Zudem sollte darauf verzichtet werden, andere Lebensmittel im Weinkühler aufzubewahren. Vor allem verderbliche Lebensmittel in offenen Verpackungen können schnell dafür sorgen, dass sich Kulturen bilden, die dem Wein schaden. Die Lagerung nicht geeigneter Produkte kann übrigens im schlimmsten Fall sogar dazu führen, dass die Garantieansprüche nicht geltend gemacht werden können.

Wein – vom Anbau bis zur Lagerung in Flaschen

Qualitätsweise brauchen vor allem den perfekten Standort für die Reben. Bodenbeschaffung, Temperaturen und Wasser müssen stimmen, sonst können die Pflanzen schnell von Krankheiten befallen werden oder wegen Mangel- bzw. Überernährung Schaden nehmen.

Herstellung und Lagerung müssen unter optimalen Bedingungen stattfinden, damit der Wein sein volles Aroma entfalten und erhalten kann.

Schneiden und Spritzen

Die Weinrebe schneiden, will gelernt sein. Zuviel oder zu wenig Schnitt, beeinträchtigt die Ausbeute und im schlimmsten Fall sogar das gesamte Wachstum der Pflanze. Weinreben können selbst nach Jahrzehnten noch gute Lesen einbringen, wenn sie richtig gepflegt werden.

Mehrmals im Jahr werden Reben gegen diverse Schädlinge gespritzt. Selbst Anbieter von Bioweinen tun dies, natürlich dann nur mit zugelassenen Mitteln.

Rankhilfen

Weinreben bilden lange Triebe, die mit geeigneten Rankhilfen gestützt werden müssen, damit die Trauben möglichst nicht am Boden liegend reifen. Das freie Hängen der Trauben erlaubt maximale Sonneneinstrahlung und schützt vor Staunässe, die sich am Boden bilden kann.

Die Rankhilfen müssen regelmäßig kontrolliert und ggf. repariert werden. In den Weinbergen haben sich seit langem Betonpfähle mit gespannten Drähten durchgesetzt.

Der perfekte Moment in der Weinlese

Zum Spätsommer verfolgen Winzer gespannt, wie hoch der Zuckergehalt in den Trauben ist. Auch der Wetterbericht wird genauer verfolgt, damit der perfekte Moment in der Weinlese nicht verpasst wird. Die Lese soll bei trockenem sonnigen Wetter erfolgen. Nasse Trauben könnten bei der Lagerung schnell schimmeln. Auf eine lange Lagerung wird verzichtet.

Später im Jahr, sind Hersteller von Eiswein noch einmal aufmerksam, wenn es heißt, hier die ersten Fröste zu nutzen und die Trauben für die Eisweine rechtzeitig einzuholen.

Lagerung

Gelagert werden soll Wein bei Temperaturen zwischen 10 und 12 Grad. In modernen Wohnhäusern gestaltet sich dies schwierig, daher setzen sich Weinkühlschränke immer mehr durch. Selbst Weißweine profitieren von so einem speziellen Kühlgerät, weil die Kühlschranktemperatur in der Küche oft deutlich unter 10 Grad liegt und somit zu kalt wäre.

Rotweine bei Zimmertemperatur zu lagern, beeinflusst das Aroma bereits nach kurzer Zeit. Weißweine werden inzwischen ja nicht mehr so lange gelagert, doch Kenner wissen es durchaus zu schätzen, auch hier einen gut gereiften Tropfen zu trinken. Damit Weißwein reift und nicht zu Essig wird, ist es besonders wichtig, dass er bei der richtigen Temperatur gelagert wird.

Licht

Weine reagieren auf UV-Strahlen. Das erklärt warum viele Weine in farbigen Flaschen abgefüllt werden. Weinkühlschränke, selbst mit Glastüren, verhindern den Einfall von Sonnenlicht und filtern die schädlichen UV-Strahlen heraus. Damit behalten Weine ihre Farbe und ihr Aroma. Wird Wein in kleinen Mengen gelagert, denken Verbraucher aber nicht daran, ob die Flaschen Sonnenlicht ausgesetzt sind oder nicht und riskieren damit einen Qualitätsverlust.

Winzergenossenschaften für den kleinen Bestand

Während große Weingüter sich mit der Herstellung und Lagerung gut auskennen, sind es vor allem die Hobbywinzer, die sich in Winzergenossenschaften organisieren, um zu lernen. Sie werden dabei unterstützt, ihre Weintrauben fachgerecht pressen und sauber abfüllen zu lassen. Bei Fragen stehen erfahrene Winzer zur Seite und selbst der Schritt an den Markt wird hier unterstützt. Winzergenossenschaften bieten die Weine ihrer Mitglieder an, kümmern sich ums Marketing, organisieren diverse Events, um die Weine bekannt zu machen.

Sehr beliebt sind Escapewanderungen durch Weinanbaugebiete in Verbindung mit Weinproben. Die Ratespiele werden angefeuert durch diverse Krimiautoren, wie Paul Grote oder Karin Joachim.

5/5 - (1 vote)

⇓ Weiterscrollen zum nächsten Beitrag ⇓


Schaltfläche "Zurück zum Anfang"