Zisternenpumpe – Überblick der Modelle und Verwendung

Vorteile & Nachteile von Tauchpumpen für die Zisterne

Hauswasserwerk PUMPE Regen-Star-SUPER 800-3 mit 10m Kabel

9.4

GESAMTBEWERTUNG

9.4/10

Positiv

  • preiswerte, solide Qualitäts-Tauchdruckpumpe
  • zur schnellen Behälter-Umfüllung
  • Hochwertiges Dichtungssystem
  • Mit integriertem TROCKENLAUF-SCHUTZ
  • Mit eingebautem RÜCKSCHLAG-VENTIL

Negativ

  • keine Bekannt

Welche Pumpe für die Zisterne?

Natürlich wird heute niemand mehr auf die Idee kommen, das in der Zisterne befindliche Wasser mit einem Gefäß per Hand abzuschöpfen. Auch die Handpumpe hat längst ausgedient. Moderne elektrische Pumpen befördern das Wasser schnell und unkompliziert ans Tageslicht. Dabei bestehen zwei unterschiedliche Pumptechniken, die sich wiederum in verschiedene Bauformen aufteilen.

Der hauptsächliche Unterschied besteht darin, dass die eine Pumpe selbst ansaugend ist, die andere nicht. In der Umsetzung bedeutet dies, dass bei einer nicht selbst ansaugenden Pumpe das Pumpengehäuse mit der innen liegenden Fördertechnik immer mit Wasser gefüllt sein muss. Die selbst ansaugende Pumpe hingegen benötigt dies nicht.

Sie erzeugt ein Vakuum und zieht so das Wasser hoch, zumindest bis zu einer physikalisch begrenzten Ansaughöhe von etwa 8 m, abhängig von der Höhe über dem Meer. Vordergründig hört sich die selbst saugende Pumpe als die einfachere Lösung an, in der Praxis jedoch finden sich für beide Techniken Vor- und Nachteile.

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Welche Pumpe nun für eine Zisterne eingesetzt wird, sollte von der Art der Nutzung des gespeicherten Wassers abhängig gemacht werden und auch vom Gesamtsystem, also nicht allein von der Zisterne, sondern auch deren Peripherie. Daneben stellt sich aber auch die Frage, wie hoch die Investitionen sein dürfen, denn gerade bei der Pumpentechnik bestehen recht große Preisunterschiede.

So bedeutet eine komfortable, wartungsarme Pumpe, die zum Beispiel über die Zisterne die gesamte Wasserversorgung eines Hauses automatisch sicherstellt, von der Dusche bis zur Waschmaschine, einen recht hohen Kostenpunkt. Es geht natürlich auch einfacher und kostengünstiger, was aber in der Regel auch die Verwendungsmöglichkeiten einschränkt.


Verwendung einer Saugpumpe als Zisternenpumpe?

Eine selbstsaugende Pumpe oder eben eine Saugpumpe besitzt eine Technik, die es erlaubt, sowohl Wasser als auch Gas beziehungsweise Luft anzusaugen. Das Pumpengehäuse und das darin befindliche Fördermittel bilden mit dem Ansaugrohr eine abgedichtete Einheit.

Wird die Saugpumpe eingeschaltet, zieht sie zunächst die Luft aus dem Saugrohr, das in das Wasser in der Zisterne hineinragt. Ohne Luft entsteht ein Vakuum, in das wiederum das Wasser hineingezogen wird. Das Prinzip ist das gleiche wie bei einem Strohhalm, mit dem ein Kind Limonade aus einem Glas saugt.

Es gibt eine große Anzahl verschiedener Bauformen der selbstsaugenden Pumpe, teils für die Verwendung zum Transport von Wasser, teils für das Ansaugen gasförmiger Stoffe. Bei einer Zisterne ist die zu benutzende Pumpe natürlich dafür ausgelegt, Frischwasser anzusaugen.

Die Saugpumpe kann über dem Wasserspiegel montiert werden und benötigt aufgrund ihrer Bauform kein Rücklaufventil, das verhindert, dass das Wasser bei Stillstand der Pumpe wieder zurückfließt. Die Pumpe muss nicht einmal direkt über der Zisterne montiert sein, solange die maximal mögliche Ansaughöhe eingehalten wird. In der Regel werden über Zisternen sogenannte Zisternen- oder Brunnenhäuschen gebaut, in denen die Pumpe montiert wird.

Das kann bei der Nutzung einer Saugpumpe wegfallen, indem die Pumpe im Haus montiert und das Saugrohr aus der Zisterne dorthin geführt wird, dabei muss jedoch beachtet werden, das Saugpumpen für flüssige Medien meist über einen Trockenlaufschutz verfügen, der Ansaugweg in der Horizontalen also nicht zu weit ausfallen darf, sonst schaltet sich die Pumpe ab, um eine Überhitzung zu vermeiden. Im Großen und Ganzen stellt die Saugpumpe eine komfortable Lösung als Zisternenpumpe dar.

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Angebot Einhell Tauchpumpe GC-SP 3580 LL (350 W, 8.000 Liter pro Stunde, flachabsaugend bis 1 mm, Pumpenstart ab 8 mm, integriertes Rückschlagventil)
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Wie eine Tauchpumpe als Zisternenpumpe verwenden?

Wie der Name es schon beschreibt, wird eine Tauchpumpe in das in der Zisterne befindliche Wasser eingetaucht. Üblicherweise besitzt sie eine Bauform, die es erlaubt, das die Tauchpumpe aufrecht auf dem Grund der Zisterne steht.

Im unteren Bereich des Pumpengehäuses strömt das umgebende Wasser in die Tauchpumpe ein und wird dort über die Fördereinrichtung nach oben gedrückt. Im oberen Teil der Tauchpumpe ist ein Schlauch oder auch eine Rohrleitung montiert, über die das Wasser aus der Zisterne herausbefördert wird. Eine Tauchpumpe ist nicht selbstansaugend und sie besitzt auch keinen Zuleitungsbereich mit einem Rückschlagventil, sie muss im Wasser stehen, um funktionieren zu können.

Eine Tauchpumpe lässt sich auf sehr einfache Art und Weise in einer Zisterne verwenden. Einen entsprechend langen Schlauch an die Pumpe montieren, die Pumpe in die Zisterne hinab lassen, den Stecker des Elektrokabels in die Steckdose oder das Verlängerungskabel stecken und die Wasserförderung aus der Zisterne geht los.

Dabei bleibt die Tauchpumpe in ihrer Einsatzfähigkeit sehr vielfältig. Sie kann ohne großen Aufwand wieder aus der Zisterne hinausgehoben und an anderer Stelle eingesetzt werden, etwa um einen überfluteten Keller leer zu pumpen. Allerdings ist die derartige Nutzung der Tauchpumpe als Zisternenpumpe eher ein Provisorium, die es zum Beispiel nicht ermöglicht, dass die Zisterne vollständig geschlossen ist.

Der Deckel des Zugangs muss ja mindestens ein Spalt offen bleiben, durch den der Schlauch und das Elektrokabel verlaufen. Das aber ist nicht unbedingt vorteilhaft, denn eigentlich ist eine Zisterne ein Trinkwasserbehälter und das darin befindliche Wasser gilt es vor Verschmutzungen zu bewahren.

Wie ein Hauswasserwerk als Zisternenpumpe verwenden?

Als Hauswasserwerke werden üblicherweise Kombinationen aus einer Pumpe und einem Pufferspeicher benannt. Ein Hauswasserwerk soll die Versorgung mit Trink- oder Brauchwasser in einem Gebäude sicherstellen.

Ein wichtiges Merkmal eines Hauswasserwerkes ist die beständige, unterbrechungsfreie zur Verfügungstellung von Wasser an den Endverbrauchsstellen, etwa einem Handwaschbecken. Genau dafür dient der Pufferspeicher. Die Pumpe im Hauswasserwerk wird abhängig vom Pegelstand im Pufferspeicher ein- und ausgeschaltet, sie arbeitet also automatisch.

Meist kommen in Hauswasserwerken nicht selbst ansaugende Pumpen in den Einsatz. Trotzdem werden sie über dem Wasserspiegel der Zisterne montiert. Damit sich für den Pumpenbetrieb immer genügend Wasser im Pumpengehäuse befindet, ist das ins Wasser ragende Ansaugrohr mit einem Rückschlagventil ausgestattet. Dies verhindert das leer laufen des Pumpengehäuses, wenn die Pumpe nicht arbeitet.

Hauswasserwerke sind üblicherweise fest installierte Einrichtungen an der Zisterne mit stabilen Rohrleitungen, es gibt sie aber auch als mobile Einheiten. Fest installiert ermöglicht das Hauswasserwerk die Nutzung von Frischwasser aus der Zisterne, ohne das diese teilweise geöffnet ist, da die Rohrleitungen durch die Wandung der Zisterne geführt und abgedichtet sind. Das schließt wiederum die Nutzung des Hauswasserwerkes für eine anderweitige Nutzung aus oder beinhaltet jeweils eine relativ aufwendige Demontage und Montage.

Bezogen auf die Zisterne als Frisch- oder Trinkwasserspeicher ist die feste Einrichtung einer Zisternenpumpe zusammen mit einem Pufferspeicher, also ein Hauswasserwerk, die übliche Kombination, zumindest in Ländern, die zugleich eine beständige kommunale Wasserversorgung zur Verfügung stellen. In anderen Ländern mit periodischer oder überhaupt keiner öffentlichen Wasserversorgung kombiniert sich die Zisterne mit einer Pumpe und einem Wassertank auf dem Dach, von dem aus die Versorgung zu den Endverbrauchsstellen erfolgt.

Welche Filter benötige ich für die Zisternenpumpe?

Im Gegensatz zu einer Grundwasserpumpe oder einer Brunnenpumpe bezieht eine Zisternenpumpe ihr Wasser aus einem künstlich angelegten Reservoir, der Zisterne, die glatte und saubere Innenwände besitzt.

Die Zuführung des Frischwassers in der Zisterne wiederum kann unterschiedlichen Ursprungs sein. Es kann ein Tanklastwagen sein, der Frischwasser regelmäßig anliefert, es kann aber auch eine Zuleitung von einer Quelle oder einem Fluss sein. Welche Filter für die Zisternenpumpe notwendig sind, ist abhängig davon, woher das Wasser stammt, das in die Zisterne einfließt.

Kommt bereits aufbereitetes Trinkwasser in die Zisterne, um von dort über die Pumpe die Bewohner oder Nutzer eines Gebäudes mit Wasser zu versorgen, wird bestenfalls ein Kalkfilter benötigt, abhängig vom Härtegrad des Wassers in der jeweiligen Region. Ein Feinsandfilter erübrigt sich auf jeden Fall, denn das von der Zisternenpumpe angesaugte Wasser befand sich zuvor innerhalb der Zisterne in einer Ruhephase, in der sich eventueller Feinsand auf dem Boden der Zisterne absetzt. Dieser wird bei der regelmäßigen Reinigung der Zisterne, beispielsweise alle drei bis fünf Jahre, entfernt.

Ganz anders sieht es aus, wenn in die Zisterne zum Beispiel Grund- oder Quellwasser einfließt. In Deutschland darf Grundwasser nur dann als Trinkwasser genutzt werden, wenn es entsprechend aufbereitet wird und eine behördliche Genehmigung vorliegt. Je nach der Qualität des Grundwassers kann die notwendige Filteranlage recht aufwendig sein, wobei bei stark verschmutztem oder belastetem Grundwasser eine Aufbereitungsanlage so teuer und aufwendig in Kauf, Wartung und Unterhalt ist, das sich diese für den privaten Gebrauch niemals lohnt.

Aus großen Tiefen gefördertes Grundwasser besitzt üblicherweise eine wesentlich bessere Qualität als oberflächennahes Grundwasser und benötigt weit weniger Filter für die Zisternenpumpe.


Fazit: Welche Pumpe für die Zisterne?

Die Frage danach, welche Pumpe sich am besten für die Nutzung in oder an einer Zisterne eignet, kann über den Bedarf, das Budget und über den Komfort entschieden werden.

Welche Vorteile der Zisternenpumpe als Saugpumpe?

Der größte Vorteil der Zisternenpumpe in Form einer Saugpumpe besteht darin, dass diese so gesteuert werden kann, dass ein permanenter Wasserdruck an den Endverbrauchsstellen anliegt. Das lässt sich mit einem zusätzlichen Wasserdruckschalter realisieren.

Dieser schaltet die Saugpumpe ein, sobald durch Öffnen eines Ventils oder eines Wasserhahns der Druck in der Leitung abfällt. Das macht die Saugpumpe auch unabhängig von einem Pufferspeicher. Der Aufwand an peripheren Geräten zur Zisterne, wenn diese für die Trinkwasserversorgung eines Gebäudes genutzt wird, beschränkt sich auf ein Minimum. Das bedeutet zudem, dass sich der notwendige Wartungsaufwand nur auf die Saugpumpe und die Zisterne selbst bezieht.

Warum als Zisternenpumpe eine Tauchpumpe verwenden

Mit keiner anderen Pumpe kann so schnell Wasser aus einer Zisterne gefördert werden wie mit einer Tauchpumpe. Wasserschlauch anschrauben oder einrasten lassen, je nach Anschlussstück, die Tauchpumpe in die Zisterne ablassen, am Stromnetz einstecken, einschalten und schon geht es los. Wenn sich der Bedarf an Wasser aus der Zisterne auf einen eingeschränkten Bedarfskreis bezieht, ist die Tauchpumpe ideal.

Etwa zur abendlichen Bewässerung des Gartens oder zum Befüllen des Kinderplanschbeckens an heißen Tagen. Wird die Tauchpumpe gerade nicht als Zisternenpumpe eingesetzt, lässt sie sich anderweitig verwenden. Zum Beispiel als Pumpe im Keller, um dort Wasser aus einer Überflutung oder einem Rohrbruch abzusaugen.

Wie funktioniert eine Zisterne?

Sie ist die älteste technische Einrichtung zur Speicherung von Wasser und wurde unabhängig voneinander von unterschiedlichen Kulturen erdacht und genutzt, die Zisterne. Das Problem war und ist es auch heute noch, je nach Region, das durchaus Wasser vorhanden ist, aber entweder nur zeitweilig oder weit weg vom Wohnort.

Das tägliche Wasserholen am Fluss oder einer Quelle ist eine mühsame und zeitraubende Angelegenheit. In Europa waren es die Phönizier, die erstmals auf die Idee kamen, in Felsen nahe der Wohnstätten große Kammern zu schlagen und das Wasser entweder dorthin zu leiten oder hinzutragen. Auf dem amerikanischen Doppelkontinent waren es die Indianer Mittelamerikas, die lange vor Columbus Zisternen einrichteten und auch die Chinesen kannten diese Technik weit vor unsere Zeitrechnung.

Noch heute gibt es sowohl privat wie öffentlich genutzte Zisternen, etwa im Mittelmeerraum oder auch in Ländern mit ungenügend funktionierendem Rohrleitungssystem, in dem nur periodisch Wasser fließt.

Private Zisternen sind unterirdische Kammern, die je nach Größe von 1000 bis 15.000 Liter Wasser fassen können. In der Regel sind moderne Zisternen aus Stahlbeton gefertigt, mit einem in der Decke befindlichen Zugang. Meist ist die Zisterne unmittelbar am Wohnhaus angelegt und die Befüllung kann über Zuleitungen oder auch über Tankwagen erfolgen.

Das darin befindliche Wasser wird üblicherweise über Pumpen angesaugt und genutzt. Häufig gehört zu einer Zisterne ein zweiter, auf dem Dach des Wohnhauses befindlicher, kleinerer Tank. Das Wasser wird zunächst in diesen Tank gepumpt und fließt dann mittels Schwerkraft in die Wasserleitungen des Hauses.  Zisternen sind traditionell Sammel-Behälter für Frischwasser und nicht für Brauchwasser.

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