Entrosten mit Salzsäure

Welche Nachteile beim Entrosten mit Salzsäure?

Die Salzsäure stellt eines der aggressivsten Mittel dar, die man sich in einem Baumarkt oder Haushaltswarenladen kaufen kann. Salzsäure eignet sich hervorragend zum Entrosten. In diesem Beitrag prüfen wir, ob Salzsäure sich zum Entrosten eignet.

Was ist Salzsäure?

Salzsäure ist bereits seit dem Mittelalter bekannt. Sie gehört zu den aggressivsten Mitteln, die die Menschen kennen. Ob man es glaubt oder nicht, Salzsäure ist auch in unserem Magen enthalten, jedoch in einer geringfügigen Konzentration, d. h. 0,1 bis 0,2 Prozent. Die Salzsäure in unserem Magen hat die Aufgabe die Proteine zu verdauen. Sie wird im Englischen als Muriatic Acid genannt.

Wie man mit Salzsäure entrostet

Es ist nicht besonders schwer Metall mit Salzsäure zu entrosten. Was man nutzen sollte ist eine 25-prozentige Salzsäure. Diese kann man sich in einem Baumarkt oder Haushaltsladen beschaffen. Grundsätzliche sollte man bei der Nutzung vorsichtig sein und am besten einen Gummihandschuh verwenden.

Kinder und Tiere sollten sich nicht in der Nähe befinden. Wenn man die Salzsäure gekauft hat, streicht man sie auf die Metalloberfläche. Dies kann man mit einem Pinsel machen, den man zusammen mit der Salzsäure kaufen kann. Abhängig vom Grad der Verrostung ist mehrfaches Streichen erforderlich.

Als Alternative kann man auch mit dem Gedanken spielen ein Säurebad herzustellen. Dies ist für die ganz harten Fälle gedacht, d. h., wenn es nur sehr schwierig ist das Metall zu entrosten. Wenn man sich für diesen Weg entscheidend, dann sollte der Verbraucher eine Wanne haben, die säurefest ist. Weiterhin sollten sämtliche Chromteile vor dem Tauchbad entfernt werden. Denn sie werden stumpf. Auch andere Materialien sollte man vor dem Tauchbad entfernen. Die verrosteten Bereiche entfettet man am besten vor dem Tauchbad.

Wenn das Tauchbad gemacht worden ist, sollte man gründlich mit Wasser spülen. Dazu nutzt man am besten VE-Wasser. VE-Wasser ist ein demineralisiertes Wasser, welches aggressiver als normales Wasser ist und aufgrund der fehlenden Salze eine höhere Lösungsfähigkeit besitzt. Daher wird es in vielen Bereichen auch als Lösungsmittel verwendet. Man kann also das warmes oder kaltes VE-Wasser nutzen, um richtig zu spülen.

Das Vorgehen beim Entrosten mit Salzsäure auf den Punkt gebracht:

  • Roststellen entfetten
  • Roststellen mit Salzsäure streichen oder tauchen
  • Nach Entrosten gründlich mit Wasser oder besser VE-Wasser abspülen
  • Rostschutz unverzüglich auftragen

Welche Vorteile gibt es beim Entrosten mit Salzsäure?

Der große Vorteil ist, dass mit Salzsäure Metallteile viel schneller und gründlicher entrostet werden können. Der Rost wird in der Tat vollständig entfernt. Kein Wunder, denn die Salzsäure ist ein sehr aggressives Haushaltsmittel und sollte daher in keinem Haushalt fehlen. Die Salzsäure ist ähnlich wirksam wie die Phosphorsäure. Allerdings ist die Phosphorsäure schwieriger zu bekommen während man die Salzsäure problemlos in jedem Baumarkt kaufen kann.

Welche Nachteile gibt es?

Wenn man vorhat empfindliche Metalle zu entrosten, dann sollte man die Finger von der Salzsäure lassen. Es eignen sich schonendere Entrostungsverfahren besser. Beispiele sind Oxalsäure, Oxalsalze oder Elektrolyse-Verfahren. Wenn Wasserstoff in das Metall eingelagert wird, rostet der Stahl viel schneller, als wenn man den Rost mechanisch entfernt.

Tipps & Tricks

Jedes Metall, welches mit Salzsäure entrostet wird, ist korrosionsanfällig. Nach dem Entrosten muss sofort eine Rostschutzgrundierung auf das Metall drauf.

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