Ostereier bemalen – So gelingen kleine Kunstwerke

Ostereier bemalen Farbe

Zuerst einmal muss geklärt werden, ob die Eier zu Ostern aufgehängt oder gegessen werden sollen. Sollen sie als Schmuck für den Osterstrauch dienen, müssen sie zuerst ausgepustet werden. Das Ausblasen der Eier ist recht anstrengend, aber mit einem recht günstigen Auspumpgerät aus dem Bastelladen lassen sie sich leicht „auspusten“. Wer lieber selbst auspusten möchte, macht mit einer Nadel oder dem Eierpikser oben und unten in das Ei ein Loch.

Dann das Loch vorsichtig vergrößern. Das geht gut mit einem Schaschlik Spieß oder einer dünnen Stricknadel. Der Eidotter sollte am besten mit einem Draht angestochen werden, so kann er leichter ausgeblasen werden. Ist das Ei schließlich ausgeblasen, muss es vorsichtig ausgewaschen und auf ein langes Holz gesteckt werden. Dafür eignet sich wieder der Schaschlik Spieß. Kork, Moosgummi oder ähnliches als Fixierung hilft kleineren Kindern, damit das Ei auf dem Spieß nicht verrutscht. Im Bastelladen gibt es zudem praktische Eierhalter.

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Oft kommen Acrylfarben beim Eier bemalen zum Einsatz. Sie decken besonders gut. Wer auf Umweltfreundlichkeit achtet, nimmt Acrylfarben auf Wasserbasis. Zum kompletten Trocknen brauchen sie allerdings recht lange. Zum Trocknen können die bemalten Eier direkt schon in den Strauch gehängt werden. Das Aufhängen ist ebenfalls denkbar einfach. Ein Stück Faden an ein Stück Zahnstocher binden, den Zahnstocher in das ausgeblasene Ei stecken und vorsichtig am Faden ziehen. Der Zahnstocher legt sich unter dem Lock quer und schon kann das Ei sicher aufgehängt werden.

Filzstifte, Marker und Leuchtstifte sind ebenso bestens geeignet, um Eier damit zu bemalen. Auch Wasserfarben eignen sich gut. Für kleine Kinder bieten sich Fingerfarben an, mit denen sie die Eier vorsichtig verzieren oder stempeln können.

Mit Wachsmalstiften geht es ebenfalls, wenn sie vorsichtig an einer Kerze erhitzt werden. Im Anschluss können mit ihnen Klecke auf dem Ei platziert werden. Um die Kleckse zu glätten und die Farben verlaufen zu lassen, sollte das fertig bemalte Ei zum Schluss nochmal in die Kerzenflamme gehalten werden. Diesen Part sollten aber unbedingt Erwachsene übernehmen und am besten im Garten durchführen.

Ostereier bemalen Techniken

Durch zwei verschiedene Techniken lassen sich besondere Muster auf die Eier zaubern. Interessante Muster ergeben sich mit der Spritztechnik. Dazu braucht es ein kleines Sieb und eine Zahnbürste. Die Bürste mit Farbe benetzen und über das Sieb streichen, sodass die Farbe auf das Ei spritzt. Dabei aber unbedingt die Umgebung mit Zeitung und die Kleidung mit einem Kittel oder einer Schürze schützen.

Eine andere Möglichkeit ist die Eier zu bekleben. Dafür eignet sich Tapetenkleister aus dem Baumarkt. Hier die Informationen auf der Packung beachten. Mit dem angerührten Kleber können Papierschnipsel aus Seidenpapier, Konfetti oder Zeitungspapier aufgeklebt werden. Auf diese Weise kann das Ei beispielsweise mit einem Comic verziert werden. Besonders werden die Eier, wenn statt Papier kleine Stoffreste zum Einsatz kommen.

Gepunktete Eier lassen sich leicht mit kleinen Aufklebern herstellen. Mit etwas Feingefühl können die Eier auch mit Abzieh- und Rubbelbildchen verziert werden. Das gewisse Etwas lässt sich mit Moosgummi oder Glitzersteinchen mit Bastelkleber erreichen. Zum Aufkleben eignen sich auch lustige bunte zusammen geknüllte Kügelchen aus Papier. Der Blingbling-Effekt kann zudem mit Glitzerkleber aus dem Bastelladen erreicht werden.

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Ostereier der anderen Art bekommen Gesichter. Das können Häschen oder Männchen sein. Für ein Häschen wird ein kleiner Wattebommel als Nase angeklebt und aus Fotokarton Ohren und Barthaare ausgeschnitten und aufgeklebt. Mit Farbe Augen und Schnäuzchen aufmalen und fertig ist das Häschen. Eine andere Möglichkeit ist das Ei zu köpfen, feuchte Watte hineinzulegen und darauf Kressesamen zu geben.

Natürlich auf die Vorderseite noch ein Gesicht malen. Die kleinen Kresseköpfe machen sich auf dem Ostertisch besonders gut. Wer möchte, kann ihnen auch ein Eier-Dorf basteln. Dazu bekommen die Eier Papp-Dächer angeklebt und Fenstern und Türen aufgemalt. Beim Shoppping das Osterei nicht vergessen.

Die Eier zum Verzehr lassen sich ganz einfach mit Farben aus dem Handel färben. Dafür gibt es verschiedene Farben in der Kaltfärbetechnik, Batikfarben und viele mehr. Um ein besonderes Muster in den gefärbten Eiern zu haben kann mit einem Pinsel oder Wattestäbchen Zitronensaftkonzentrat vor dem Färben auftragen.

Die Farbe nimmt an diesen Stellen nicht an. Es ist allerdings nicht ganz einfach, da Zitronensaft nicht sichtbar ist. Die Zeichnung ist daher auch nicht sichtbar und es braucht schon etwas Übung und Gefühl, um ein schönes Muster am Ende zu haben. Ein Zauberstift aus dem Bastelladen macht das Ausradieren der Farbe nach dem Färben möglich.

Vor dem Färben können die Eier für die Osterdekoration 2017 auch mit heißem Wachs vor den Gestalten beträufelt werden. Wachsmalstifte tun hier ebenfalls einen guten Dienst. Mit etwas Geschick und Übung lassen sich mit einer Nadel feine Verzierungen mit Wachs auftragen. Sollten Kinder diese Arbeiten ausführen, darf das nur unter Aufsicht geschehen. Und besondere Vorsicht ist bei der Nadeltechnik angesagt. An der heißen Nadel besteht sehr schnell die Gefahr sich die Finger zu verbrennen.

Eine andere Möglichkeit Muster in das Ei zu bringen sind Blätter, Gräser und ein Nylonstrumpf. Mit Pinsel und Eiweiß werden die Materialien auf das Ei geklebt, dann kommt der Nylonstrumpf darüber und anschließend das Ei so ins Färbebad.

Ostereier färben und bemalen mit Vorlagen

Vorlagen zum Ostereier bemalen gibt es in nahezu grenzenloser Vielfalt. Jeder kann die Eier so verzieren, wie er selbst es gerne möchte. Es eignen sich dazu im Prinzip alle Vorlagen, die aus sämtlichen Bereichen kommen. Beispielsweise kleine Bildchen aus dem Window Color oder sonstige Zeichnungen, verschiedene Figuren, natürliche Motive oder was die eigenen Ideen so hergeben. Im Internet sind viele Seiten zu finden, die Vorlagen für die Ostereier liefern. Beim Ostereier verzieren gilt aber ganz klar, erlaubt ist, was gefällt und den eigenen Ideen sind keine Grenzen gesetzt.

Ostereier bemalen Tradition

Ostereier gestalten hat zur Osterzeit eine lange Tradition. Dabei können sie nach Rezept  hartgekocht, aus Schokolade, Marzipan oder zum Dekorieren aus Kunststoff sein. Sie lassen sich drinnen und draußen wunderbar dekorieren und strahlen in ihren bunten Farben um die Wette. Warum die Ostereier bunt gefärbt oder angemalt werden unterliegt unterschiedlichen Vermutungen. In vielen Kulturen gilt das Ei als Symbol für Fruchtbarkeit sowie für die Wiedergeburt und neues Leben. Weil sich hinter jeder Schale vom Ei ein neues Leben verbirgt.

Das Ei wurde bereits im alten Ägypten als Ursprung der Welt verehrt, während im antiken Griechenland und Rom bunte Eier zur Feier der Tag- und Nachtgleiche verschenkt und aufgehängt wurden. Mit der Tag- und Nachtgleiche wurde damals ein neuer Jahresbeginn markiert. Das Ei wurde als heiliges Symbol für den Neubeginn verehrt. Damit die Verstorbenen auferstehen konnten, waren Eier auch schon früh Grabbeigaben.

Die uralte Symbolik machte sich das Christentum später zu Eigen und gab ihr eine besondere Bedeutung. Das frisch geschlüpfte Küken erinnert am Ostersonntag an die Auferstehung Jesu. Für Christen ist das Ei daher ein wichtiger Bestandteil der beim Osterfest nicht fehlen darf.

Im Mittelalter erhielten die Eier als Kennzeichnung der Bedeutsamkeit eine rote Färbung. Damit sollte an das vergossene Blut Jesu und seinen Opfertod am Kreuz erinnert werden. Dass Eier in anderen Farben angemalt wurden, kam erst sehr viel später auf. Von Aschermittwoch bis Karfreitag, in der Zeit der Kreuzigung Jesu, galt eine strenge Fastenzeit. Eier fielen wie Fleisch unter das Abstinenzgebot und durften daher in dieser Zeit nicht gegessen werden.

Die Hühner allerdings hielten sich nicht daran und legten ihre Eier weiterhin. In der letzten Fastenwoche, der Karwoche, wurden alle Eier gesammelt und aufbewahrt. Im Mittelalter gab es keine Kühlschränke. Deshalb wurden Eier um Sie haltbar zu machen gekocht. Um sicher die „alten“ also gekochten Eier von den Neuen und Frischen nach der Fastenzeit unterscheiden zu können, erhielten sie die rote Farbe.

Als besonders heilig wurden Eier angesehen, die in der Karwoche gelegt wurden. Nach 40 Tagen Fastenzeit durften am Ostersonntag die Eier endlich gegessen werden. Die heiligen Eier aus der Karwoche kamen zur Weihung und wurden dann verschenkt oder beim Frühstück gegessen.

Die Eierfärbetradition ist bis heute beibehalten. Sogar Schokoladeneier sind mit buntem Papier verpackt. Gefärbte Eier haben aber auch einen ganz praktischen Nutzen. Sie lassen sich nach dem Verstecken viel leichter finden.

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