Spiegel entsorgen – Wohin mit den Scherben?

Wissen wie ein Spiegel richt entsorgt wird

Schnittfest Handschuhe

Schnittfest Handschuhe
9.2

GESAMTBEWERTUNG

9.2/10

Positiv

  • leistungsstarke 5-fach Schutz Handschuhe
  • Hände vor Schnittverletzungen schützen
  • Handschuhe sind Level 5
  • Hände vor Schneiden und Kratzen schützen
  • Verschiedene Handschuhgrößen

Negativ

  • keine Bekannt

Der erste Mensch der sein Konterfei gespiegelt sah wird sich wohl, zumindest (fast) zu tode erschrocken haben. Es ist wohl davon auszugehen, dass dies in einem damals noch sehr sauberen Gewässer der Fall gewesen ist.

Besonders Frauen werden davon begeistert gewesen sein. Dies dürfte der Anfang eines beispiellosen Geschäftszweiges gewesen sein.

Frauen wollen ihren Männern gefallen. Beschränkte sich dieser „Schönheitsdrang“ damals wohl auf die Frisur sind mit der Erfindung der reflektierenden Flächen die Möglichkeiten sein Äusseres zu verändern immer mehr geworden. Eine Frau OHNE Spiegel im Handtäschen ist dürfte so selten sein wie 6 Richtige im Lotto.

Im 14 Jahrhundert nach Christus konnten sich begüterte Menschen bereits die ersten Spiegel kaufen. Ende des Mittelalters wurden die Techniken zur Spiegelherstellung verfeinert. Dazu wurde auch Quecksilber verwendet.

Die ersten „richtigen“ Silber-Spiegel wurden im 19 Jahrhundert auf dem Markt gebracht. Die Techniken haben sich weiter entwickelt. Bei modernen, neuere Spiegeln wird eine Aluminiumfolie unter Vakuum auf ein Glas aufgebracht. Es gibt weitere Möglichkeiten wie bedampfen.

Spiegel in allen Grössen und Preisklassen

Ganz normale Spiegel wie sie etwa im Badezimmerschrank verwendet werden sind sehr günstig geworden. Wer Luxus schätzt kann sich auch in der heutigen Zeit vergleichsweise teure Spiegel kaufen.

Sogenannte Kristallspiegel kosten um einiges mehr. Um dieses Prädikat Kristallspiegel führen zu dürfen müssen Oxide vorhanden sein. Mindestens 10% Bleioxid, oder Zinkoxid muss enthalten sein. Die Fertigung von Kristallspiegeln ist entsprechen aufwendiger, womit die Preisdifferenz gerechtfertigt wird.

Spiegel gibt es in allen Grössen von wenigen Zentimetern im Durchmesser bis hin zu riesigen Spiegeln die für optische Teleskope verwendet werden. Aktuell dürfte ein Spiegel in Chile mit 39 Metern Durchmesser der grösste Spiegel der Welt sein. Allerdings besteht dieser Spiegel aus einzelnen Elementen. Hier handelt es sich natürlich um ganz spezielle Gussverfahren mit eigens dafür entwickelten Materialien. Solche Spiegel haben nichts gemein mit einem herkömmlichen Spiegel, sie werden wohl auch nicht so schnell entsorgt werden müssen.

Spiegel richtig entsorgen

Ganz klar, zuerst mal vorsichtig um sich nicht selber zu verletzen. Aber wohin damit? Bei grossen Spiegel die in nicht in kleine Scherben gebrochen sind stellt sich die Frage der Wiederverwertung.

Eventuell kann aus den grösseren Bruchstücken noch ein kleiner Spiegel geschnitten werden. Das kann man mit einem handelsüblichen Glasschneider, (schon ab 5 Euro zu bekommen) selber machen oder einen Glaser in der Nähe damit beauftragen. Aber ACHTUNG geschnittenes Glas ist sehr gefährlich. Werden die Schneidekanten poliert ist auch noch Vorsicht angebracht, aber die Verletzungsgefahr mindert sich.

Gefasst in einen passenden Rahmen kann auch ein kleinerer Spiegel seinen Zweck erfüllen. Die von den Stadtwerken zu Verfügung gestellten Glascontainer dürfen nicht für Spiegelscherben benutzt werden.

Dass hat seine guten Gründe.

Durch die Beschichtung mit Aluminium handelt es sich bei Spiegelglas um eine ganz andere Art von Glas.

Es lässt sich nicht im gleichen Recyclingprozess wieder verwenden. Die Aluminiumrückstände würden Verunreinigungen mit sich bringen. Altglas, dass für die Lebensmittelindustrie aufbereitet wird darf keine Fremdstoffe wie etwa Aluminium aufweisen.

Es bleibt also nur noch die einzelnen Spiegelstücke vorsichtig zu zerkleinern um mit ordentlichen Restmüll zu entsorgen. Bei der Zerkleinerung ist auch höchste Vorsicht geboten. Augen sollten mit einer Brille geschützt werden.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Scherben in einem alten Kleidungsstück einzupacken, so dass die Scherben beim zerkleinern nicht durch „die Gegend“ fliegen können. Das Kleidung-oder-Stoffstück muss natürlich alt sein und sowieso bereits ausersehen sein, entsorgt zu werden.

Das hat auch den Vorteil, dass man dann dieses Stoffstück problemlos in einen Abfallsack legen kann, ohne dass dieser durch die Scherben beschädigt wird.

Kreative Spiegelentsorgung

Leute mit einer „künstlerischen Ader“ können mit Spiegelscherben tolle Kunstwerke kreieren. Der finanzielle Aufwand ist minimal, gefragt sind Ideen. Die einzelnen Scherben können zu tollen Mosaiken verarbeitet werden.

Ein Beispiel:

  • Besorgen Sie sich eine Trägerplatte in der gewünschten Grösse. Geeignet ist Sperrholz in einer Dicke zwischen 5-10mm.
  • Damit beim Kleben eine optimale Haftung entsteht sollte diese grundiert werden. Damit sich die Trägerplatte nicht verzieht besser auch auf der Rückseite.
  • Die Scherben müssen entfettet werden. Dazu kann ganz gewöhnliches Spülmittel verwendet werden.
  • Nun sind die einzelnen Scherben auf die Trägerplatte aufzukleben. Dazu verwenden Sie vorzugsweise säurefreien Silikon, auch Spiegelsilikon. „Normaler“ Silikon würde die Beschichtung an den Scherben beschädigen.
  • Vor dem aufkleben sollten die Kanten der Scherben jedoch auf jeden Fall etwas geschliffen werden.
  • Die Fugen, (Zwischenräume) können wahlweise ebenfalls mit Silikon verfugt oder auch offen gelassen werden.
  • Ein passender Bilderrahmen rundet das Kunstwerk effektvoll ab. Es besteht natürlich auch die Option die einzelnen Glasteile mit Glasfarbe zu bemalen.

So oder so. Jedes Kunstwerk ist mit Sicherheit ein Unikat und ein „Hingucker“ erster Güte. Besonders geeignet sind solche Bilder bei modern gehaltenen Wohnungseinrichtungen.

Spiegel und Flachglas richtig entsorgen

Glas ist nicht gleich Glas. Bebst Spiegeln muss auch Fensterglas mit dem normalen Hausmüll entsorgt werden. Auch Fensterglas hat einen andern Schmelzpunkt wie Glas dass für die Lebensmittelindustrie verwendet wird. Störend für den Wiederverwertungsprozess sind auch alle Produkte aus Bleikristall, Porzellan und auch Keramik.

Andere Glasprodukte wie Leuchtstoffröhren sind als Sondermüll zu entsorgen. Die Frage wo solcher Sondermüll abgegeben werden kann, weiss die Gemeindeverwaltung zu beantworten.

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