Briefkasten montieren – Tipps zu Standort, Konstruktion und Zubehör

Der Briefkasten ist ein fester Bestandteil des Hauseingangs und für jeden Anwohner ein Muss zum Erhalt der Post. Die Modellauswahl ist groß und auch die Lösungen zum Montieren unterscheiden sich maßgeblich. Worauf es sowohl bei Kauf als auch Montage ankommt, in diesem Ratgeber zusammengefasst.

Wichtige Kaufkriterien beim Briefkasten

Damit ein Briefkasten nach dem Kauf problemlos montiert werden kann, sollte bereits beim Kauf auf die Voraussetzungen geachtet werden. Abhängig von baulichen Gegebenheiten und den optischen Erwartungen an das Ergebnis, muss die Produktauswahl erfolgen:

  • Unterputz: Um einen Briefkasten beispielsweise im Zuge eines Neubaus direkt in die Fassade zu integrieren, braucht es ein Unterputz-Modell. Wichtig ist hierbei, dass die Briefkästen einen umlaufenden und sauber verarbeiteten Putzabdeckrahmen aufweisen. Dadurch entsteht ein sauberer Abschluss zur Hauswand und ein formschöner Gesamteindruck.
  • Aufputz: Bei Bestandsgebäuden sind wiederum Aufputz-Briefkästen eine praktische und günstige Alternative, weil sie sich mit den richtigen Werkzeugen schnell und unkompliziert montieren lassen. In diesem Bereich gibt es dekorativ anmutende Ausführungen, die den Hauseingang charmant abrunden.
  • Stand: Soll die Fassade hingegen unberührt bleiben, sind Standbriefkästen eine Alternative. Hier erfolgt die Montage freistehend und flexibel: Ob direkt vor der Hauswand, am Wegrand zum Hauseingang oder an der Grenze zum Gelände. Der Ständer kann hierbei aus Standrohren bestehen oder einem geschlossenen Standfuß.

Namhafte Anbieter verkaufen Briefkästen inklusive vollständigem Montagematerial und legen eine verständliche Anleitung für die korrekte Montage bei. Der deutsche Briefkasten-Herstellern frabox erklärt in einer Anleitung, wie sich beispielsweise ein Wandbriefkasten mit Hilfe von Bohrschablonen anbringen lässt:

Beim Kauf des Briefkastens außerdem auf folgende Faktoren achten:

  • Material: Briefkästen müssen UV- und Witterungsbeständigkeit aufweisen. Die Post muss stets trocken bleiben und die Oberflächen ihre Optik viele Jahre behalten. Rostfreier Edelstahl ist eine mögliche Option für langlebige Produkte.
  • Norm: Die EN-Norm 13724 gewährleistet einen trockenen und sicheren Postempfang.
  • Einwurföffnung: Ein Briefumschlag im Format C4 passt ohne Knicken durch die Öffnung.
  • Schalldämpfung: Viele moderne Briefkästen verfügen über integrierte Dämpfer, wodurch die Einwurfklappe sanft schließt und keinen Krach macht.
  • Schlüssel: Der Produktumfang sollte nicht weniger als zwei Briefkastenschlüssel beinhalten.
  • Sicherung: Um das unbefugte Entwenden von Post zu verhindern, sind Briefkästen mit Entnahmesicherung ratsam.

Informatives für eine optimale Montageplanung

Damit sowohl die Zustellung der Post für Zusteller als auch das Entnehmen für Bewohner komfortabel gelingt, muss die Einwurföffnung des Briefkastens in einer bestimmten Höhe platziert sein. Empfehlenswert ist eine Einwurfhöhe zwischen 1.200 und 1.400 Millimeter.

Folgende Montagematerialien und Werkzeuge sollten für das Montieren griffbereit sein:

  • Bohrmaschine (z. B. Schlagbohrer für die Fassade)
  • Steinbohrer (oder Alternative – je nach Untergrund)
  • Schraubendreher / Akku-Schrauber
  • Schrauben (z. B. aus Edelstahl)
  • Passende Dübel
  • Bleistift
  • Zollstock
  • Wasserwaage
  • Hammer

Montage bei Unterputz- und Standbriefkasten

Eine gute Vorbereitung ist für die erfolgreiche Montage eines Briefkastens elementar. Alle nötigen Werkzeuge und Materialien sollten griffbereit liegen. Ist das Montagematerial vom Hersteller vorhanden, sollte es vor Beginn der Arbeiten auf Vollständigkeit kontrolliert werden. Wenn alles parat liegt und der ideale Platz für den Briefkasten ermittelt wurde, kann die Montage unterbrechungsfrei beginnen.

Da die Aufputz-Version im Video bereits thematisiert wurde, liefern die folgenden Informationen Hinweise zur Montage von Unterputz- sowie Stand-Briefkästen:

Montageart Tipps zur Vorgehensweise
Unterputz Der Unterputz-Briefkasten sollte beim Hausbau eingeplant werden, weil eine relativ große Aussparung im Mauerwerk benötigt wird. Wichtig ist hierbei, dass die Dämmung des Gebäudes nicht leidet. Ein Fachbetrieb sollte die Arbeiten im Zweifelsfall begleiten oder vollständig übernehmen, um negativen Auswirkungen auf die Wärmedämmung vorzubeugen.
Freistehend Das Gestell muss in ein Fundament aus Beton eingelassen oder mit einer Standplatte am Boden verschraubt werden, um Standsicherheit zu gewährleisten. Schwerlastanker sorgen bei Fußplatten für Sicherheit auch bei Sturm. Als Briefkastenfundament eignen sich Punkt- und Streifenfundamente – je nach Bauart des Briefkastens. Für ein frostsicheres Fundament muss die Tiefe etwa 80 Zentimeter betragen.
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