Gartenmauersteine – Beton, Granit und Naturstein

Es gibt verschiedene Grüne, weshalb man eine Gartenmauer mit Steinen auf seinem Grundstück errichtet. Zum einen kann man mit einer Gartenmauer sein Grundstück abgrenzen und zum anderen kann man sich so auch vor fremden Blicken der Nachbarn oder den Vorrübergehenden schützen. Für diesen Zweck gibt es eigens Gartenmauersteine.


Welche Steine sind als Gartenmauersteine geeignet?

Hier muss man im Vorfeld für sich klären, ob die Mauer nur eine optische Funktion hat oder auch aus funktionalen Gründen errichtet wird. Vielfach ist es bei Gartenmauern der Fall, dass beide Anforderungen erfüllt werden sollen. Eine Gartenmauer kann somit als

  • Sichtschutz
  • Schallschutz
  • Wärmeschutz
  • Sonnenschutz
  • Schatten
  • Abtrennung verschiedener Flächen
  • Grundstücksabgrenzung
  • v.m.

Je nachdem welchen Zweck die Gartenmauer erfüllen soll, können Betonsteine, Backsteine, Ziegel, spezielle Mauersteine und noch vieles andere verwendet werden. Zumeist sind Bausteine für eine Mauer so konzipiert, dass sie in den meisten Fällen verzahnend ineinandergreifen oder einfach nur gemauert werden müssen. Je nach Beschaffenheit des Gartenmauersteins gibt es auch Unterschiede bei den Bautechniken. Eine Mauerarten müssen gemörtelt werden, während andere wiederum nur geschichtet und verkantet werden. Ebenso ist es möglich je nach Steinart die Gartenmauer trocken zu bauen oder nass zu verbinden.

Ist eine Mauer mit Gartenmauersteinen genehmigungspflichtig?

Errichtet man eine Gartenmauer als Einfriedung auf seinem Grundstück, müssen im Vorfeld einige Hürden überwunden werden. Dies bedeutet, dass in erster Linie auf das Nachbarrecht zu achten ist. Zum einen muss man mit seinem Nachbarn darüber sprechen und zum anderen müssen die Vorschriften aus dem Bebauungsplan beachtet werden. In den meisten Bundesländern muss eine Gartenmauer eine Mindesthöhe von 1,20 m haben, jedoch darf sie die maximale Höhe von 1,80 m nicht überschreiten.

Stimmt der Nachbar zu, dann darf die Gartenmauer auch eine Höhe von bis zu 2 m haben. Bei einer Höhe von mehr 1,80 m ist zwingend eine Baugenehmigung vorgeschrieben, während bei einer Höhe von bis zu 1,80 m keine Baugenehmigung erforderlich ist. Vor dem Bau einer Gartenmauer sollte man zwingend mit dem Bauamt der Stadt oder Gemeinde sprechen, denn die Vorschriften können nicht nur von Bundesland zu Bundesland variieren, sondern vielfach auch von Gemeinde zu Gemeinde. Gerade die Bundesländer Bremen, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern haben ein eigenes Nachbarrecht.

Informiert man sich über den Bau einer Gartenmauer wird man oft auf den Begriff ortsübliche Einfriedung treffen. Doch was ist damit genau gemeint? Zumeist gelten bestimmte Einschränkungen, die immer wieder zu Streitführen, denn nicht jeder sieht eine ortsübliche Einfriedung als angemessen an. Hier kann nur das Bauamt entscheiden. In jedem Fall ist es ratsam auch mit den Nachbarn über den Bau einer Gartenmauer zu sprechen und sich sicherheitshalber auch eine schriftliche Einverständniserklärung geben zu lassen. Dies gilt insbesondere dann, wenn es sich um eine sogenannte ortsunübliche Einfriedung handelt.

Wo kann ich Gartenmauersteine kaufen?

Gartenmauersteine der unterschiedlichen Ausführungen bekommt man praktisch überall. Zum einen kann man zu einem Baustoffhersteller direkt vor Ort gehen und zum anderen kann es auch lohnend sein zum Unternehmen zu gehen, das generell für Mauerarbeiten oder Arbeiten rund um das Grundstück verantwortlich war. Entweder haben diese noch entsprechende Steine übrig oder aber sie können spezielle Steine besorgen, was vielfach auch günstiger sein kann, als wenn man als Privatperson diese Steine besorgt.

Selbstverständlich kann man auch zu einem Baumarkt in der Nähe gehen. Hier findet man in der Regel eine breite Palette an unterschiedlichen Gartenmauersteinen in unterschiedlichen Ausführungen, Größen und vielfach auch in verschiedenen Farben. Baumärkte können meist bestimmte Steine auch direkt bei einem Hersteller bestellen. Dies lohnt jedoch meist nur, wenn die Menge entsprechend groß ist, sodass es nicht zu unnötigen Kosten führt.

Wird man bei den Händlern oder Baumärkten vor Ort nicht fündig, wenn man einen ganzen Gartenmauerstein sucht, dann kann man auch im Internet unter einer Vielzahl von Anbietern nach den passenden Steinen suchen. Auch hier lohnt sich ein Kauf nur ab einer bestimmten Bestellmenge, da ansonsten die Lieferkosten höher sind als die Preise für die Steine selbst. Der Kauf über einen online Shop bringt natürlich eine ganze Reihe von Vorteilen mit sich. Zum einen kann man unter verschiedenen Steinen wählen und zum anderen lassen sich sehr leicht die Preise vergleichen, sodass man den für sich günstigen Lieferer für die Gartenmauersteine leicht finden kann.

Gibt es auch Gartenmauersteine die Hohl sind?

Es gibt eine große Auswahl an Gartenmauersteinen, die hohl sind. Diese sogenannten Hohlsteine können für die verschiedensten Zwecke eingesetzt werden – einer davon ist der Bau einer Gartenmauer. Mit den Hohlsteinen lassen sich Gartenmauern relativ schnell errichten. Jedoch sollte man einiges zu den Hohlsteinen wissen, bevor man sich zum Kauf entscheidet. Die Hohlsteine können sowohl aus Beton wie auch aus anderen Materialien bestehen. Die Steine sind innen komplett hohl oder auch teilweise hohl.

Mittels eines Nut- und Feder Systems können diese Steine trocken, also komplett ohne Mörtel aufeinandergesetzt werden. Anschließend füllt man die Hohlräume mit erdfeuchtem Beton aus. Somit ist der Bau einer Gartenmauer mit Hohlsteinen auch für den ungeübten Heimwerker einfach zu bewerkstelligen. Gerade bei den Hohlsteinen sind solche aus Beton sehr beliebt. Allerdings sollte man je nach Einsatzzweck immer darauf achten, dass man auch den richtigen Stein nutzt.

Für eine Gartenmauer sollte man als Hohlstein immer den Schalungsstein verwenden. Möchte man dagegen eher eine Böschung abfangen, dann lohnt es sich zu Pflanzsteinen aus Ringen und aus Beton zu greifen. Gerade für eine stabile Gartenmauer bieten sich die Hohlblocksteine sehr gut an. Durch die Luftkammern in den Steinen wird die Mauer sehr gut wärmedämmend. Zudem lassen sich auch für einen Laien solche Hohlblocksteine leichter teilen.

Welche Systeme für Gartenmauersteine gibt es?

Um eine Gartenmauer zu errichten, gibt es eine Reihe von verschiedenen Systemen. Jedes System hat seine Vor- und Nachteile. Man kann eine Trockenmauer aus Natursteinen bauen. Dazu werden meist Steine aus der Region verwendet die steine werden in der Regel nur aufgetürmt, sodass die fertige Gartenmauer sehr natürlich wirkt. Solche eine Gartenmauer aus Natursteinen ist sehr haltbar, muss jedoch richtig aufgetürmt werden. Mit Erde in den Zwischenräumen kann man dieser Gartenmauer zusätzlichen Halt verleihen.

In die Lücken kann dann Steingartenpflanzen gepflanzt werden, die durch ihre Wurzeln für zusätzliche Stabilität sorgen. Man kann sich auch für eine Wallmauer entscheiden, die in Norddeutschland als Friesenwall bezeichnet wird. Es handelt es hier um eine breite Variante der Trockenmauer. Diese Form der Mauer eignet sich somit auch nur für größere Grundstücke, da einige Quadratmeter an Platz benötigt werden. Des Weiteren gibt es noch das Bruchsteinmauerwerk, das Hammerrechte Schichtmauerwerk, welches in unregelmäßig und regelmäßig unterschieden wird, das Quadermauerwerk oder das Verblendmauerwerk.

Die verschiedenen Arten von Gartenmauern unterscheiden sich nicht nur in der Optik, sondern auch meist in der Art und Weise wie sie gebaut werden müssen, was für einen Laien unter Umständen sehr schwierig sein kann. Als moderne Natursteinmauer kommt gerade in der letzten Zeit immer wieder die Gabione zum Einsatz. Bei der Gabione handelt es sich um ein Gittergeflecht aus Draht, welches nach dem Errichten mit Natursteinen gefüllt wird. Gabionen lassen sich deutlich leichter aufbauen als eine Gartenmauer aus Natursteinen. Für das Füllen der Gabionen können dann deutlich kleinere Natursteine verwendet werden, was sich ebenfalls im Preis bemerkbar macht. Und letztendlich gibt es die gemauerte Steinmauer.

Sind Gartenmauersteine aus Beton die günstigere Alternative?

Plant man eine Gartenmauer mit Gartenmauersteinen aus Beton, dann muss man durchschnittlich mit folgenden Kosten rechnen. Pro Quadratmeter Mauerfläche sollte man mit einem Preis von 60 bis 100 Euro kalkulieren. Verwendet man dagegen hochwertige Sichtbetonstein, dann kann der Preis deutlich darüber liegen. Dies variiert zum einen von Händler zu Händler und natürlich auch von Qualität zu Qualität der Steine.

Am kostengünstigsten wird eine Gartenmauer aus Beton, wenn man sich für Betonzaunplatten entscheidet. Es handelt sich hierbei um Fertigelemente, die man auch ohne handwerkliches Geschick ganz einfach selbst verlegen kann. Somit kann ganz deutlich gesagt werden, dass eine Gartenmauer aus Betonsteinen deutlich günstiger ist als eine Mauer aus Natursteinen.

Des Weiteren lassen sich die geraden Betonsteine leichter verlegen und vermauern. Noch günstiger als mit Betonsteinen wird die Gartenmauer, wenn man sich für Klinker entscheidet. Klinker sind sehr haltbare Steine, die man meist sehr günstig bekommt. Pro Quadratmeter Steine sollte man hier mit Kosten von rund 15 Euro rechnen. Um das Mauerwerk herzustellen, fallen im Schnitt Kosten von 100 bis 150 Euro pro Quadratmeter Mauerwerk an, denn man sollte das zusätzliche Material nicht außer Acht lassen.

Fazit: Wie eine Gartenmauer richtig bauen?

Wie stark muss eine Gartenmauer sein?

Damit die Gartenmauer auch allen Belastungen standhält, sollte man beim Bau einiges bedenken – dazu zählt natürlich auch die Stärke der Gartenmauer. Die dicke der Gartenmauer beginnt meist bei 17 cm, kann aber auch bis zu 40 cm reichen. In erster Linie liegt die Dicke der Gartenmauer auch an der Art der Steine, die man verwendet. Gerade bei einer freistehenden Mauer sollte man auf die Windzonen achten, denn die Mauer bietet eine gute Angriffsfläche für Windböen.

Wie hoch kann man eine freistehende Mauer sein?

Eine freistehende Mauer ist sehr stark den Witterungsverhältnissen ausgesetzt. Dies bedeutet, dass die Mauer die Windlast abfangen und auch tragen muss. Aus diesem Grund gilt es darauf zu achten, dass die Mauer ein ausreichend dimensioniertes Fundament hat. Die Höhe der Mauer wird immer durch die Dicke und die Eigenlast der Mauer begrenzt, so dass man pauschal keine Höhe nennen kann. Bei einer Wanddicke von 24 cm sollte die Mauer eine Höhe von knapp einem Meter nicht maßgeblich überschreiten.

Haben die Steine jedoch eine Dicke von rund 36 cm, kann die Höhe der Mauer durchaus zwischen 2,20 m und 3,30 m liegen, wenn alle anderen Voraussetzungen stimmen. Plan man eine höhere Mauer, dann sollten zusätzliche Pfeiler und biegesteife Querriegel mit eingeplant werden. In jedem Fall sollte man sich die gewünschte Höhe der Mauer von einem Statiker durchrechnen lassen und seinen Ratschlägen Folge leisten, wenn man beim nächsten Sturm keine böse Überraschung erleben möchte.

Wie tief muss eine Mauer sein?

In jedem Fall benötigt die Gartenmauer ein gründliches Fundament. Bei einer Höhe des Fundaments von bis zu einem halben Meter reicht eine Schotterschicht vollkommen aus. Ein gemauertes Fundament sollte eine Tiefe von mindestens 80 cm haben. Ab dieser Tiefe kann sicher gestellt werden, dass auch im Winter das Erdreich nicht kälter als 0 Grad hat und es somit nicht zu einer Eisbildung im Boden kommt, was sich wiederum negativ auf die Standsicherheit der Mauer auswirkt.

Allerdings muss das Fundament auch mit frostsicheren Materialien erbaut werden. Dazu wählt man mindestens 60 % frostsicheren Schotter, der immer wieder verdichtet werden muss. Die restlichen 40 % des Fundaments kann man mit einer Betonschicht verschließen, die gerade bei höheren Mauern auch Stahlbewehrung enthalten sollte. Nicht vergessen sollte man bei einer längeren Mauer auch regelmäßige Dehnfugen einzubauen. Soll die Mauer an einer Böschung stehen kommt zu der Tiefe auch eine gewisse Dicke, denn die Mauer muss dem Druck der großen Erdmengen bei jedem Wetter standhalten. Auch hier gilt, vor dem Bau sollte man immer einen Fachmann um Rat fragen.

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