Schutzgasschweißen: MIG, MAG, WIG und Sicherheit

Beim Schutzgasschweißen schützt ein zugeführtes Gas Lichtbogen und Schmelzbad vor störenden Reaktionen mit der Umgebungsluft. Zu den wichtigsten Verfahren gehören MIG und MAG mit automatisch zugeführter, abschmelzender Drahtelektrode sowie WIG mit nicht abschmelzender Wolframelektrode. Verfahren, Schutzgas, Zusatzwerkstoff und Geräteeinstellung müssen zum Werkstoff und zur Schweißaufgabe passen.

Schutzgas macht das Schweißen weder rauchfrei noch ungefährlich. Lichtbogenstrahlung, Schweißrauch, elektrische Gefährdungen, Brandgefahr und Druckgasflaschen verlangen Ausbildung, wirksame Absaugung und vollständige persönliche Schutzausrüstung. Ein Schweißgerät sollte deshalb nicht allein nach maximaler Stromstärke oder niedrigem Preis ausgewählt werden.

Schutzgasschweißen: MIG, MAG, WIG und Sicherheit [Bild mit Hilfe von KI erstellt]
Schutzgasschweißen: MIG, MAG, WIG und Sicherheit

Der folgende Ratgeber erklärt die Verfahren und Auswahlkriterien, ersetzt aber keine praktische Schweißausbildung, Gefährdungsbeurteilung oder qualifizierte Schweißanweisung. Tragende, druckführende und sicherheitsrelevante Bauteile dürfen nur von entsprechend qualifizierten Personen nach den geltenden Anforderungen gefertigt werden.

Wie funktioniert Schutzgasschweißen?

Eine Stromquelle erzeugt zwischen Elektrode und Werkstück einen Lichtbogen. Dessen Wärme schmilzt den Grundwerkstoff und, je nach Verfahren, einen Zusatzwerkstoff. Das aus der Brennerdüse strömende Schutzgas begrenzt den Kontakt des flüssigen Metalls mit Sauerstoff, Stickstoff und Feuchtigkeit aus der Luft.

Ist die Gasabdeckung gestört, können Poren, Oxidation und ein instabiler Prozess entstehen. Zugluft, eine verschmutzte Gasdüse, falscher Gasdurchfluss, Leckagen oder ein zu großer Abstand zwischen Brenner und Werkstück zählen zu den häufigen Ursachen.

MIG, MAG und WIG im Vergleich

Verfahren Elektrode und Zusatz Schutzgas Typische Stärken
MIG abschmelzende Drahtelektrode mit motorischem Vorschub inertes Gas oder inertes Gemisch hohe Produktivität, häufig bei Aluminium und Nichteisenmetallen
MAG abschmelzende Drahtelektrode mit motorischem Vorschub aktives Gas oder aktives Mischgas breiter Einsatz bei
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un- und niedriglegierten Stählen
WIG nicht abschmelzende Wolframelektrode, Zusatz separat inertes Schutzgas sehr gute Kontrolle und saubere Nähte, besonders bei dünnen Werkstücken

MIG und MAG werden zusammen als Metall-Schutzgasschweißen, kurz MSG, bezeichnet. Der Deutsche Verband für Schweißen und verwandte Verfahren ordnet beide als Schutzgasschweißen mit abschmelzender Elektrode ein. WIG gehört zum Wolframschutzgasschweißen und arbeitet nach einem anderen Prinzip.

MAG-Schweißen für Stahl

Beim MAG-Schweißen wird die Drahtelektrode kontinuierlich durch den Brenner geführt und schmilzt als Zusatzwerkstoff ab. Das aktive Schutzgas beeinflusst Lichtbogen und Schmelzbad. Verfahren und Gaszusammensetzung werden auf Grundwerkstoff, Draht, Blechdicke, Position und gewünschte Naht abgestimmt.

MAG ist wegen der hohen Abschmelzleistung und guten Mechanisierbarkeit in Metallbau, Fahrzeugbau und Fertigung weit verbreitet. Das Verfahren kann jedoch Spritzer und erhebliche Schweißrauche erzeugen. Gute Ergebnisse setzen vorbereitete Fugen, gleichmäßige Brennerführung und ein abgestimmtes Zusammenspiel von Spannung, Drahtvorschub, Strom und Gas voraus.

Lichtbogenarten beim MSG-Schweißen

Je nach Strom-Spannungs-Bereich, Schutzgas, Draht und Prozessregelung entstehen unterschiedliche Werkstoffübergänge. Gebräuchlich sind unter anderem Kurzlichtbogen, Übergangs- beziehungsweise Mischlichtbogen, Sprühlichtbogen und Impulslichtbogen.

  • Kurzlichtbogen: kontrollierter Kurzschlussübergang, häufig für dünnere Bleche und Zwangslagen geeignet.
  • Sprühlichtbogen: feintropfiger Übergang mit höherem Wärmeeintrag und hoher Abschmelzleistung.
  • Impulslichtbogen: geregelter Tropfenübergang durch Stromimpulse, kann Spritzer und Wärmeeintrag gezielt beeinflussen.
  • Übergangsbereich: unregelmäßigerer Werkstoffübergang, der je nach Aufgabe ungünstig sein kann.

Moderne Stromquellen bieten herstellerspezifische Regelvarianten. Eine Programmauswahl ersetzt jedoch nicht die korrekte Zuordnung von Werkstoff, Gas und Schweißzusatz.

MIG-Schweißen für Nichteisenmetalle

MIG nutzt inerte Gase, die im Schweißprozess nicht gezielt mit dem Schmelzbad reagieren. Es wird häufig für Aluminiumlegierungen sowie weitere Nichteisenmetalle eingesetzt. Beim Aluminiumschweißen stellen Oxidschicht, Wärmeleitung und weicher Draht besondere Anforderungen an Vorbereitung und Drahtförderung.

Ein für Stahl eingerichtetes Schlauchpaket ist nicht automatisch für Aluminium geeignet. Drahtführungsseele, Vorschubrollen, Kontaktspitze und Brennerlänge müssen zusammenpassen. Verunreinigungen durch Stahlpartikel können die Nahtqualität beeinträchtigen; Werkzeuge und Bürsten werden deshalb werkstoffgerecht getrennt verwendet.

WIG-Schweißen für kontrollierte Nähte

Beim WIG-Schweißen brennt der Lichtbogen zwischen einer nicht abschmelzenden Wolframelektrode und dem Werkstück. Zusatzwerkstoff wird bei Bedarf separat von Hand oder mechanisiert zugeführt. Dadurch lassen sich Wärmeeintrag und Zusatz unabhängig voneinander steuern.

WIG eignet sich für viele Stähle, Edelstahl, Aluminium und weitere Metalle, sofern Stromart, Elektrode, Schutzgas und Vorbereitung stimmen. Das Verfahren arbeitet meist langsamer als MIG/MAG, ermöglicht dafür eine sehr kontrollierte Nahtausbildung. Es ist nicht einfach „MIG ohne Draht“, sondern verlangt eine andere Brenner- und Zusatzführung.

Auch beim WIG-Schweißen entstehen Gefahrstoffe. Die DGUV-Fachinformation zum WIG-Schweißen weist auf Partikel und Gase hin und fordert die Erfassung des Schweißrauchs an der Entstehungsstelle. Thoriumhaltige Wolframelektroden erfordern besondere Schutzmaßnahmen; heute sollten geeignete thoriumfreie Elektroden bevorzugt werden.

Plasma- und Orbitalschweißen einordnen

Plasmaschweißen

Brenner beim Schutzgasschweißen [Bild mit Hilfe von KI erstellt]

Beim Plasmaschweißen wird der Lichtbogen durch eine Düse eingeschnürt. Dadurch entsteht ein konzentrierter, stabiler Plasmastrahl. Das Verfahren ist mit WIG verwandt, benötigt jedoch eine speziell aufgebaute Anlage und Prozessführung. Es reicht vom Mikroplasmaschweißen dünner Bauteile bis zu mechanisierten Anwendungen.

Die hohe Energiedichte ermöglicht schmale Nähte und gute Reproduzierbarkeit, stellt aber hohe Anforderungen an Parameter, Kühlung und Bauteilvorbereitung. Plasmaschweißen ist keine bloße Geräteeinstellung an jedem WIG-Inverter.

Orbitalschweißen

Orbitalschweißen beschreibt eine mechanisierte Brennerbewegung um ein feststehendes Rohr oder Rundbauteil. Häufig wird dafür ein WIG-Prozess eingesetzt. Geschlossene Schweißköpfe eignen sich für definierte Rohrdurchmesser und hohe Wiederholgenauigkeit; offene Systeme decken andere Geometrien und Wanddicken ab.

Das Ergebnis hängt von Nahtvorbereitung, Zentrierung, Schutzgasführung und programmierten Parametern über den gesamten Umfang ab. In Rohrleitungs-, Lebensmittel-, Pharma- und Anlagenbau gelten zusätzlich branchenspezifische Qualitätsanforderungen.

Welches Schutzgas ist das richtige?

Die Gaswahl richtet sich nach Verfahren, Grundwerkstoff, Zusatz, Materialdicke und Qualitätsanforderung. Argon, Helium, Kohlendioxid und definierte Mischgase werden je nach Prozess eingesetzt. Stickstoff ist kein universelles Standardschutzgas für beliebige Schweißarbeiten.

Aufgabe Typische Gasgruppe Wichtig
MAG an un- oder niedriglegiertem Stahl aktive Mischgase oder CO₂ nach Verfahrensvorgabe Einfluss auf Einbrand, Spritzer und Nahtform
MIG an Aluminium inerte Gase, häufig Argon oder abgestimmte Gemische Werkstoffdicke und Prozessleistung berücksichtigen
WIG an Stahl oder Edelstahl inerte Schutzgase nach Schweißanweisung Elektrode, Gaslinse und gegebenenfalls Formieren abstimmen
Wurzelschutz an Rohrnähten Formiergas nach Werkstoff und Vorgabe Zusammensetzung und Arbeitsschutz fachlich festlegen

Mehr Gas ist nicht automatisch besser. Zu hoher Durchfluss kann Luft in den Schutzgasstrom einziehen und die Schweißstelle schlechter abschirmen. Zu niedriger Durchfluss, Zugluft oder Leckagen verursachen ebenfalls Poren. Verbindliche Werte liefert die Schweißanweisung beziehungsweise die Kombination aus Geräte-, Draht- und Gasherstellerangaben.

Schutzgasschweißgerät auswählen

Die Auswahl beginnt mit Werkstoff, Dickenbereich und Einschaltdauer. Ein Gerät für gelegentliche dünne Stahlbleche muss andere Anforderungen erfüllen als eine Produktionsanlage für lange Nähte oder Aluminium.

Wichtige Auswahlkriterien

  • geeigneter Strom- und Spannungsbereich für die vorgesehenen Materialdicken,
  • ausreichende Einschaltdauer bei der tatsächlich benötigten Stromstärke,
  • stabiler, fein einstellbarer Drahtvorschub,
  • passende Vorschubrollen, Drahtführungen und Brenner für den Werkstoff,
  • verfügbare Prozessarten wie Kurzlichtbogen oder Impuls,
  • Netzanschluss und Absicherung am Einsatzort,
  • Brennerkühlung, Schlauchpaketlänge und Ersatzteilversorgung,
  • Polungs- und Anschlussmöglichkeiten für die vorgesehenen Drähte,
  • verständliche Bedienung und reproduzierbare Parameterspeicherung,
  • Kompatibilität mit wirksamer Schweißrauchabsaugung.

Die maximale Amperezahl allein sagt wenig über die Alltagstauglichkeit aus. Bei langen Nähten zählt die Einschaltdauer, bei dünnem Blech ein stabiler unterer Regelbereich. Für Aluminium kann ein Vierrollenantrieb, ein kurzer geeigneter Brenner oder ein Push-Pull-System entscheidend sein.

Arbeitsplatz und Werkstück vorbereiten

  1. Schweißaufgabe, Werkstoff und gegebenenfalls Beschichtung eindeutig bestimmen.
  2. Passendes Verfahren, Gas und Schweißzusatz nach Vorgabe auswählen.
  3. Brennbare Materialien entfernen und den Gefahrenbereich abschirmen.
  4. Wirksame Absaugung an der Entstehungsstelle positionieren.
  5. Gasflasche standsicher befestigen und Armaturen kontrollieren.
  6. Werkstück metallisch blank, trocken und passend vorbereitet einspannen.
  7. Schweißstromrückleitung auf sauberem, sicherem Kontakt befestigen.
  8. Parameter an einem vergleichbaren Probestück einstellen und prüfen.

Lacke, Öle, Zinkschichten und unbekannte Beschichtungen können beim Erhitzen gefährliche Stoffe freisetzen und die Naht stören. Sie dürfen nicht einfach überschweißt werden. Entfernung, Absaugung und persönliche Schutzmaßnahmen richten sich nach Werkstoff und Gefährdungsbeurteilung.

Schutzgasschweißgerät und vorbereiteter Schweißarbeitsplatz [Bild mit Hilfe von KI erstellt]

Sicherheit beim Schutzgasschweißen

Schweißrauch an der Entstehungsstelle absaugen

Eine offene Hallentür oder ein Ventilator ersetzt keine wirksame Erfassung. Die BGHM fordert, Schweißrauche zu erfassen, bevor sie in den Atembereich gelangen. Absaughaube, Absaugarm oder brennerintegrierte Absaugung müssen richtig positioniert und für Verfahren sowie Filteraufgabe geeignet sein.

Die Absaugung darf die Schutzgasabdeckung nicht stören. Ihre Wirksamkeit muss geprüft und die Anlage gewartet werden. Bei Edelstahl, Nickellegierungen, beschichteten Werkstoffen und engen Räumen können zusätzliche Maßnahmen erforderlich sein.

Augen, Haut und Umgebung vor Strahlung schützen

Der Lichtbogen erzeugt intensive sichtbare, ultraviolette und infrarote Strahlung. Erforderlich sind ein geeigneter Schweißhelm beziehungsweise Schutzschirm mit passender Schutzstufe, geschlossene flammhemmende Arbeitskleidung und Handschuhe. Auch umstehende Personen werden durch geeignete Schweißschutzvorhänge geschützt.

Persönliche Schutzausrüstung vollständig tragen

Die BGHM zum sicheren Schweißen nennt unter anderem Schweißerschutzhelm, brandhemmende hoch geschlossene Kleidung mit langen Ärmeln, Lederhandschuhe mit langen Stulpen und geeignete Schutzschuhe. Je nach Aufgabe kommen Lederschürze, Gamaschen, Gehörschutz und Atemschutz hinzu. Atemschutz wird fachlich ausgewählt und ersetzt keine technisch mögliche Absaugung.

Brand- und Explosionsgefahren beherrschen

Funken und heiße Metallteile können weit gelangen und verdeckte Glutnester verursachen. Entfernen oder schützen Sie brennbare Stoffe, kontrollieren Sie Hohlräume und legen Sie geeignete Löschmittel bereit. In betrieblichen Bereichen können Freigabeschein, Brandwache und Nachkontrolle erforderlich sein.

Gasflaschen sichern

Druckgasflaschen müssen gegen Umfallen gesichert, vor unzulässiger Erwärmung geschützt und mit passenden Druckminderern betrieben werden. Ventile, Schläuche und Anschlüsse werden sauber gehalten und auf Dichtheit kontrolliert. Beim Transport ist die Schutzkappe nach Vorgabe anzubringen; Flaschen werden nicht am Ventil oder Druckminderer angehoben.

Enge Räume nur mit besonderer Planung

Schutzgase können Sauerstoff verdrängen. In Behältern, Gruben und schlecht belüfteten Räumen besteht Erstickungsgefahr, auch wenn das Gas selbst ungiftig ist. Solche Arbeiten verlangen eine besondere Gefährdungsbeurteilung, Freigabe, Lüftung, Überwachung und Rettungsplanung. Sauerstoff darf niemals zum Belüften oder Abblasen verwendet werden.

Typische Schweißfehler richtig einordnen

Fehlerbild Mögliche Ursachen Prüfansatz
Poren gestörte Gasabdeckung, Feuchte, Schmutz oder Leckage Gasweg, Düse, Zugluft und Werkstücksauberkeit prüfen
viele Spritzer unpassender Arbeitspunkt, Gas oder Polung Parameter und Verbrauchsmaterial nach Vorgabe abgleichen
Bindefehler zu wenig Wärmeeintrag, falscher Winkel oder zu hohe Geschwindigkeit Nahtvorbereitung und Technik qualifiziert prüfen
Einbrandkerben zu hoher Wärmeeintrag oder falsche Brennerführung Spannung, Geschwindigkeit und Winkel anpassen
instabiler Drahtvorschub verschlissene Spitze, falsche Rolle oder gestörte Drahtführung Verschleißteile und Anpressdruck kontrollieren
Wolframeinschluss bei WIG Elektrode berührt Schmelzbad verunreinigte Elektrode fachgerecht anschleifen oder ersetzen

Eine optisch gleichmäßige Naht ist nicht automatisch tragfähig. Für relevante Bauteile sind geeignete Prüfverfahren, qualifizierte Schweißer und dokumentierte Verfahrensvorgaben erforderlich.

Schweißen oder Metall kleben?

Nicht jede Verbindung muss geschweißt werden. Bei dünnen Blechen, unterschiedlichen Werkstoffen oder temperaturempfindlichen Bauteilen kann eine konstruktive Klebung sinnvoll sein. Sie benötigt jedoch ebenfalls berechnete Klebeflächen und eine sorgfältige Oberflächenvorbereitung. Der Beitrag Metall kleben statt schweißen zeigt Möglichkeiten und Grenzen.

Müssen Bohrungen in Edelstahl vorbereitet werden, hilft der Ratgeber zum Bohren in Edelstahl. Bohr- oder Schleifarbeiten sollten räumlich so organisiert sein, dass Schleifstaub und Funken die Schweißvorbereitung und Gasflaschen nicht gefährden.

Häufige Fragen zum Schutzgasschweißen

Was ist der Unterschied zwischen MIG und MAG?

Beide Verfahren arbeiten mit einer automatisch zugeführten, abschmelzenden Drahtelektrode. MIG nutzt ein inertes Schutzgas, MAG ein aktives Gas oder aktives Mischgas. Die Auswahl richtet sich vor allem nach Werkstoff und Schweißaufgabe.

Was ist der Unterschied zwischen MIG/MAG und WIG?

Bei MIG/MAG schmilzt die kontinuierlich geförderte Drahtelektrode als Zusatzwerkstoff ab. WIG verwendet eine nicht abschmelzende Wolframelektrode; Zusatzwerkstoff wird bei Bedarf separat zugeführt.

Ist Schutzgasschweißen für Anfänger geeignet?

Grundlagen lassen sich unter fachkundiger Anleitung erlernen, das Verfahren ist aber nicht ohne Vorkenntnisse sicher beherrschbar. Schweißrauch, Strahlung, Strom, Brandgefahr und Druckgas erfordern Unterweisung, geeignete Ausrüstung und praktische Übung.

Reicht beim Schweißen ein geöffnetes Fenster?

Nein. Schweißrauch soll möglichst an der Entstehungsstelle erfasst werden, bevor er in den Atembereich gelangt. Allgemeine Raumlüftung kann ergänzen, ersetzt eine notwendige Punktabsaugung aber nicht.

Kann jedes Schutzgas für jeden Werkstoff verwendet werden?

Nein. Gasart und Zusammensetzung müssen zu Verfahren, Grundwerkstoff, Schweißzusatz und Qualitätsanforderung passen. Die Auswahl erfolgt nach Schweißanweisung und Herstellerangaben.

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