Kabel in der Wand angebohrt

Es kommt immer wieder vor, dass Sachen aufgehängt werden sollen, für die es nötig ist, ein Loch in die Wand zu bohren. Wenn dann nicht bekannt ist, wo die Stromleitungen verlaufen, kann das ein echtes Lotteriespiel werden. Wer ein Kabel in der Wand angebohrt hat kann sich in Lebensgefahr befinden. Ein tödlicher Stromschlag kann die Folge sein.

Im günstigsten Fall gibt es nur einen Kurzschluss und die Sicherung fliegt raus, was die Bohrmaschine zum Stillstand bringt. Wenn ein Schutzleiter oder Neutralleiter getroffen wird, kann es aber sein, dass der Schaden lange nicht entdeckt wird.

Angebohrte Kabel in der Wand mit Reparaturset instand setzten

Im Handel gibt es Reparatursets, die das reparieren von angebohrten Kabeln um einiges erleichtern. Durch ein Unterputz Reparaturset kann das Kabel repariert werden, ohne dass eine Dose dabei zum Einsatz kommen muss. Mit dem Unterputz Reparaturset lassen sich in Wand und Decke Stromleitungen reparieren.

Wichtig ist auch hier erst die Sicherung für die Stromleitung auszuschalten, die repariert werden soll. Und zusätzlich erst die Spannung prüfen, um nicht Gefahr zu laufen einen Stromschlag zu bekommen. Im nächsten Schritt muss die Stromleitung für ca. 15 cm freigelegt werden.

Die Isolierung am Kabel sollte ungefähr 3 cm betragen, zudem sollten die Adern an den Enden isoliert werden auf ca. 10 mm. Im nächsten Schritt wird ein großer Schrumpfschlauch über das Kabelende geschoben. Jetzt müssen die Enden der Adern mittels Quetschverbindern verbunden werden.

Damit sich der Schrumpfschlauch verkleinert, müssen die Quetschverbinder erwärmt werden. Dazu braucht es ein Heißluftgerät. Zum Schluss werden die Enden der Stromleitungen mit dem großen Schrumpfschlauch zusammengeschrumpft.

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Arbeitsschritte beim Kabel in der Wand reparieren

  1. Sicherung ausschalten
  2. Kabelenden zum Reparieren freilegen
  3. Kabelenden mit Abisolierzange freilegen
  4. Stossverbinder auf Kabelenden pressen
  5. Schrumpfschlauch von Stossverbindern wasserdicht verschrumpfen

Kabel durch Setzten einer Verteilerdose reparieren

Wer keine komplett neue Leitung verlegen möchte, muss sich mit einer Abzweigdose behelfen und diese einbauen. Lüsterklemmen helfen dabei, die beschädigte Leitung wieder zu verbinden. Schadensstellen lassen sich an Leitungen im Allgemeinen gut erkennen. Das Loch für die Unterputzdose auf keinen Fall mit einer Lochsäge aussägen.

Mit einem Seitenschneider wird die Leitung genau an dem angebohrten Punkt durchgeschnitten. Es müssen aus der Verteilerdose, die auch Abzweigdose oder Verbindungsdose heißt, zwei Öffnungen für die beiden Leitungsenden herausgedrückt werden. Die beiden Leitungsenden probehalber in die Verteilerdose stecken und testen, ob die Dose in das Loch in der Wand passt. Um die Abzweigdose eingipsen zu können, wird etwas Gips benötigt.

Wird das Loch in der Wand angefeuchtet, hält der Gips besser. Gips in das Loch einbringen und Verteilerdose einsetzen. Es ist darauf zu achten, dass der Rand der Abzweigdose bündig mit dem Putz abschließt. Zum Abschluss komplett mit Gips auffüllen und sauber die Wandoberfläche ab spachteln. Leitungsenden müssen isoliert werden, das ist wichtig.

Dazu werden Lüsterklemmen verwendet. Wer auf die Idee kommt nur Klemmen von Wago zu verwenden, wird schnell feststellen, dass es nicht funktioniert. Die durchtrennte Leitung ist für letztere schlichtweg zu kurz und muss mit einem Stück Stromkabel in der Unterputzdose verlängert werden.

Farbe auf Farbe der einzelnen Adern beim Verbinden beachten. Dann Dose aufsetzen, Sicherung einschalten, um die Leitung zu prüfen. Jetzt zeigt sich, ob alles richtig gemacht wurde.

Auf was ist zu achten beim Kabel in Wand reparieren ?

Ganz wichtig und erste Regel: Sicherung raus! Bei allen Arbeiten an Kabeln muss die Sicherung rausgenommen werden. Im nächsten Schritt noch die Spannungsfreiheit prüfen. Erst dann kann an den Kabeln gearbeitet werden.

Wer mit Strom und Kabeln keine Erfahrung hat, sollte sich nicht selbst daran wagen. Dafür ist das Risiko viel zu hoch. Erfahrene Heimwerker können kleinere Arbeiten an Kabeln meist relativ problemlos selbst durchführen, für alle anderen heißt es aber Finger weg und Elektriker rufen. Mit Strom ist nicht zu spaßen und für die eigene Sicherheit sollte nicht der Kostenfaktor im Vordergrund stehen.

Wie vermeide ich ein Anbohren von Kabel in der Wand

Um Kabel beim Bohren in der Wand nicht zu treffen, haben sich Leistungssuchgeräte bewährt. Ein Bauplan ist auch sehr hilfreich, aber nicht immer verfügbar. Eine ungefähre Orientierung sind die Schalter und Steckdosen. Allerdings ist darauf nicht immer Verlass, besonders nicht in Altbauten oder Wohnungen und Häusern, in denen nachträglich Kabel versetzt oder neu eigenzogen wurden.

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  • Maximal Abtasttiefe:Lokalisiert die Eisenmetalle bis zu 80mm (3,15 Zoll); Nichteisenmetalle bis zu 60mm (2,36 Zoll); lebende Drähte bis zu 50mm (1,97 Zoll); Mitte des Holzstrahls in der Wand bis zu 20mm (0.79 Zoll)
  • LCD-Hintergrundbeleuchtung:LCD-Hintergrundbeleuchtung verwendet, auch wenn schwach beleuchtet, kann auch deutlich zeigen. Die grafische Anzeige der Hintergrundbeleuchtung auf dem Scanner mit einem Piepser zeigt die Anzeige des Holz- / Lebendraht- / Metallmodus an. Metallerfassungstiefe, Erkennungssignalstärke, Mittelpunkt mit maximaler Lesbarkeit.

Richtiges verwenden von Ortungsgeräten

Strom ist gefährlich und der Umgang damit sollte nur unter allergrößter Vorsicht erfolgen. Wer mit Strom hantiert kann sich in Lebensgefahr bringen. Nicht immer wurden die Regeln zum Verlegen der Stromleitungen eingehalten, daher muss vor dem Bohren unbedingt geprüft werden, ob sich eine Leitung an der Stelle befindet oder nicht.

Besonders wenn nachträglich Leitungen eingezogen oder bestehende Leitungen verlegt wurden ist es wichtig die Kabel finden zu können. Wer den Handwerker zur Hand hat, der die Leitungen verlegt hat, kann ihn natürlich fragen. Noch besser wäre es, wenn ein Plan beim Verlegen erstellt worden wäre. Oft sind aber weder das eine noch das andere in der Nähe. Ein Leitungssucher ist in dem Fall eine sehr gute Wahl, um kein Lotto zu spielen beim Bohren.

Mit dem Leitungssucher oder Ortungsgerät wird mehrfach über die Stelle gefahren, die angebohrt werden soll. Wichtig in diesem Fall, die Sicherung drin lassen, da die Geräte auf elektrische Spannung reagieren. Fließt kein Strom, können sie die Kabel nicht aufspüren. Aber daran denken, bevor es ans arbeiten geht, Sicherung raus nehmen.

Wird ein Fund vom Leitungssucher gemeldet, sollte beim Bohren auf jeden Fall ein ausreichend großer Sicherheitsabstand zu der Stelle eingehalten werden. Das ist wichtig, da die Geräte nicht immer genau den Punkt anzeigen, sondern die Leitung auch mal versetzt laufen kann.

Installationszonen beachten

Installationszonen oder auch Verlegezonen bezeichnen die Bereiche in denen die elektrischen Leitungen verlaufen und ist in einem eigenen Beitrag behandelt. In Altbauten ist nicht immer Verlass darauf, dass die Leitungen nicht kreuz und quer verlegt wurden. Im Normalfall sollten sie im Bauplan eingezeichnet, was natürlich sehr hilfreich ist.

Allerdings hat nicht jeder Zugriff auf den Bauplan. Meist lässt sich an der Position von Schaltern, Steck- oder Abzweigdosen ableiten, wo Kabel in der Wand verlegt sind. In modernen Gebäuden ist es meist gar kein Problem, denn hier wurde sich beim Verlegen der Leitungen an die Regeln gehalten.

Normalerweise verlegen Profis Leitungen nur waagrecht und senkrecht zur Decke oder zum Boden. Dabei werden im Regelfall immer circa 30 Zentimeter Platz zur Decke oder dem Boden eingehalten. Sich blind darauf zu verlassen ist allerdings keine gute Idee, denn es gibt keine Sicherheit, dass die Regeln beim Verlegen eingehalten wurden.

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