Bosch gegen Scheppach – Tischbohrmaschine Vergleich und Praxistest

Tischbohrmaschine von Bosch gegen ein Modell von Scheppach

Wie wird der Vergleich Bosch gegen Scheppach durchgeführt?

Zum Praxistest Tischbohrmaschinen sind angetreten das Modell Bosch PBD 40 gegen das Modell Scheppach DP 40.

Bezeichnung Bosch PBD 40 Scheppach DP 40
Anzahl der Gänge 2 Gänge 2 Gänge
Gewicht 11 kg 13 kg
Leistung 710 W 710 W
Bohrfutterspanne 1,5 – 13 mm 1,5 – 13 mm
Leerlaufdrehzahl 280 – 850 sowie 600 – 2500 Umdrehungen/min 490 bis 2600 Umdrehungen/min

Technische Daten der Tischbohrmaschine Bosch PBD 40

Die Tischbohrmaschine Bosch PBD 40 ist zugleich eine Getriebebohrmaschine, die zudem ein großes Ausstattungspaket mit sich bringt. Der Praxistest hat belegt, dass die Tischbohrmaschine von Bosch über eine elektronische Drehzahlregelung mit einer sogenannten Konstanthaltung verfügt.

Um Missgeschicke beim Bohren zu vermeiden ist das Modell von Bosch mit einer elektronischen Bohrtiefe-Einstellung ausgestattet. Des Weiteren verfügt das Modell von Bosch über eine LED-Beleuchtung und einen Kreuzlaser. Die Tester haben im Test jedoch bemängelt, dass die Tischbohrmaschine von Bosch nur eine Ausladung von 110 mm hat, sodass sie sich eigentlich nur für kleinere Werkstücke gut eignet.

Als positiv bewertet wurde, dass sich beim Arbeiten mit der Maschine nicht nur die Spindel, sondern der komplette Maschinenkopf bewegt. Ein weiteres Manke der Tischbohrmaschine, was den Testern sofort ins Auge fiel, ist, dass das Modell aufgrund seiner Getriebekonstruktion ein wenig lauter im Betrieb ist als eine Maschine mit einem Riemenantrieb.

Die Tischbohrmaschine von Bosch verfügt über einen 710 W Motor. Der Bohrfutterspannbereich wurde von den Testern mit 1,5 bis 13 mm ermittelt. Einen großen Vorteil hat man bei der Nutzung des Modells durch die Displayanzeige. Des Weiteren sorgt der Universalmotor des Modells für eine präzise Einstellung der Drehzahlen.

Vorteile Nachteile
Maschine hat einen feststehenden Bohrtisch Durch den Bohrtisch ist das Modell nicht mobil
Werkstücke können eingespannt bleiben Bohrtisch bietet nur begrenzte Möglichkeiten in Bezug auf die Größe des Werkstückes
Möglichkeit von punktgenauen Bohrungen
Einstellen der Bohrtiefe ist möglich
kaum manueller Kraftaufwand vonnöten

Technische Daten der Tischbohrmaschine Scheppach DP 40

Die Tischbohrmaschine Scheppach DP 40 überzeugte im Praxistest durch ihren hohen Bedienkomfort und die praxisgerechte Ausstattung. Der Bohrtisch des Modells hat die Abmessungen 330 x 300 mm und ist somit vollkommen ausreichend. Am Bohrtisch gibt es zwei Nuten in Längsrichtung – hier lassen sich der beiliegende Anschlagwinkel oder ein Maschinenschraubstock befestigen. Dank der V-Nut wird das Fixieren von Rohren erleichtert. Direkt unter der Bohrsäule gibt es einen verschiebbaren Werkstückhalter, der für einen sicheren Sitz des Bohrgutes sorgt.

Das Bohrfutter kann schlüssellos genutzt werden und hat einen Spannbereich von 1,5 bis 13 mm. Auch bei diesem Modell hat die elektronische Drehzahlregelung mit Konstanthaltung die Tester überzeugt. Dank der elektronischen Bohrtiefen-vorwahl lassen sich Reihenbohrungen mühelos durchführen. Hilfreich bei der Arbeit ist der Kreuzlinienlaser sowie das Anzeigen der gewählten Drehzahl auf dem Display. Mit dem massiven Standfuß lässt sich die Tischbohrmaschine Scheppach DP 40 verschiedentlich befestigen. Dabei ist es vollkommen egal, ob es sich um Metallrohre, Holzrundstäbe oder ähnliche Holzstücke handelt.

Das Zweigang-Getriebe der Maschine ist sehr laut, was jedoch wie bereits erwähnt baubedingt ist. Bei Überlastung kommt es zu einer automatischen Abschaltung, was wiederum für die Sicherheit ein großes Plus bedeutet. Jedoch haben die Tester hier bemängelt, dass sich das Modell immer wieder abgeschaltet hat, wenn der Bohrer durch das Werkstück gebrochen ist. Der maximale Bohrdurchmesser in Stahl beträgt laut Praxistest 13 mm und bei Holz liegt dieser bei 40 mm. Leider fehlt dem Modell die Höhenverstellbarkeit und die Möglichkeit der Neigung des Tisches, sodass nur in einer Position damit gearbeitet werden kann.

Vorteile Nachteile
hochwertiges Design keine stabile Elektronik
günstig in der Anschaffung sehr laut
Laser Markierungshilfe Abschaltautomatik reagiert sehr sensibel
optimal für Reihenbohrungen
einfache Handhabung

Fazit: Ergebnis des Vergleichstest Bosch gegen Scheppach

Aufgrund der geringen Werkzeugabmessungen kann die Tischbohrmaschine von Bosch nur für sehr begrenzte Einsatzbereiche genutzt werden. Als sehr positiv im Test bewertet wurde, dass man auch mit dem Modell auch empfindliche Oberflächen präzise und genau bohren kann. Heimwerke, die die Tischbohrmaschine nur gelegentlich nutzen und doch ein semiprofessionelles Gerät suchen sind mit der Tischbohrmaschine Bosch PBD 40 sehr gut bedient. Für ihre Preisklasse erfüllt das Modell von Bosch alle erforderlichen Leistungen sehr gut. Negativ fiel den Testern jedoch die Haptik des Materials auf, denn diese könnte durchaus etwas hochwertiger sein.

Ähnlich wie die Bosch läuft das Modell von Scheppach auch sehr laut, was auch hier an der Getriebekonstruktion liegt. Die Tischbohrmaschine Scheppach DP 40 eignet sich für schnelle und präzise Bohrarbeiten und kann mit einem Preis von rund 200 Euro in jeder Hinsicht überzeugen. Insbesondere Heimwerker profitieren von dem günstigen Modell des Herstellers, denn die Tischbohrmaschine arbeitet präzise und genau und erfüllt in ihrer Preisklasse durchaus alle geforderten Leistungen, die im Heimwerkerbereich nötig sind.

Es können verschiedenen Materialien bearbeitet werden und auch Reihenbohrungen sind dank der einstellbaren Bohrtiefe kein Problem mehr. Man kann damit flüssig arbeiten, ohne immer wieder nachmessen zu müssen. Als Heimwerker ist man mit diesem Modell bestens ausgerüstet.

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