Fahrradschuppen selbst bauen oder kaufen – Ratgeber

Wasserdichtes Sunshade Fahrradschuppenzelt

9.2

GESAMTBEWERTUNG

9.2/10

Positiv

  • SCHNELLE INSTALLATION UND DEMONTAGE
  • FAHRRADSCHUTZSCHUPPEN
  • RAUMRETTUNGSZELT
  • NÜTZLICH UND EINFACH ZU TRAGEN
  • EXTREM VIELSEITIG

Negativ

  • keine Bekannt

Sicherlich gibt es genügend Möglichkeiten sein Fahrrad aufzubewahren, wenn man es nicht nutzt. Auf der einen Seite ist dies der Keller und auf der anderen Seite die eigene Garage. Ist beides nicht vorhanden, dann bietet sich der Fahrradschuppen an.


Was ist bei einem Fahrradschuppen zu beachten

Der Fahrradschuppen schützt Räder am besten vor allen Witterungseinflüssen, sodass sich dies letztendlich auch auf die Lebensdauer des Fahrrades auswirkt. Nicht nur Kälte, Regen und Schnee setzt dem Fahrrad zu, sondern auch extreme Hitze und die damit verbundene Sonneneinstrahlung. Insbesondere Reifen und Schläuche leiden darunter, weshalb man Fahrräder gerade im Sommer nicht der direkten Sonneneinstrahlung aussetzen sollte.

Einen Fahrradschuppen bekommt man aus den verschiedensten Materialien. Am bekanntesten sind hier der Fahrradschuppen aus Holz, Metall oder aus Kunststoff. Bei jedem der hier genannten Materialien müssen einige Dinge beachtet werden. Sollte aus welchem Grund auch immer kein Fahrradschuppen zur Verfügung stehen, kann man auch auf das Fahrradzelt oder die Fahrradschutzhülle ausweichen. Die beiden letzten Varianten sind jedoch die absolute Notlösung für das Fahrrad und wenn man lange daran Freude haben möchte.

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Darf man so einfach einen Fahrradschuppen bauen?

Vollkommen egal aus welchem Material der Fahrradschuppen bestehen soll, bevor man mit dem Bau beginnt, sollte man klären, ob man dafür eine Baugenehmigung benötigt. Dazu sollte man bei der Gemeinde oder der Stadtverwaltung im Idealfall mit einem Plan oder einer Zeichnung des Projektes vorsprechen. Plant man den Bau des Fahrradschuppens in einer Kleingartenanlage, dann muss auch der Vorstand befragt werden.

Ob man nun eine Baugenehmigung benötigt ist nicht nur von Bundesland zu Bundesland verschieden – vielfach auch schon von Stadt zu Stadt. Hatte man den Fahrradschuppen einfach ohne Genehmigung gebaut, kann es passieren, dass man ihn wieder abreißen und im schlimmsten Fall eine Strafe zahlen muss. Selbstverständlich sollte man vor Baubeginn auch mit angrenzenden Nachbarn über das Projekt sprechen, denn diese haben ein Mitspracherecht.


Fahrradschuppen aus Holz

Den Fahrradschuppen aus Holz kann man nicht nur für Fahrräder nutzen, sondern man kann darin auch Gartengeräte, Möbel für die Terrasse und Holz sowie jede menge an Kleinkram lagern. Der Fahrradschuppen aus Holz hat allerdings nicht nur Vorteile, denn er bringt auch einige Nachteile mit sich.

Vorteile

  • Das natürliche Material passt sich optisch sehr gut an den Garten oder das Grundstück an
  • Holz als Baumaterial passt sich den schwankenden Außentemperaturen an, sodass das Innenraumklima als angenehm empfunden werden kann.
  • Bei Holz handelt es sich um einen ökologischen Werkstoff, der sowohl nachwachsend ist als auch bei der Verarbeitung keine Umweltbelastung darstellt.
  • Der Fahrradschuppen kann einfach im Innenraum mit Regalen und Haken aufgewertet werden.
  • Holz kann beliebig gestrichen werden, sodass es zum Rest des Grundstückes passt.
  • Fahrradschuppen ist beliebig erweiterbar.
  • Holz ist robust, natürlich und langlebig
  • Es kommt nicht zu Kondensationen, sodass eine trockene Aufbewahrung gewährleistet ist.
  • Bei richtiger Pflege sehr lange haltbar.
  • Kann einfach aufgebaut und auch wieder abgebaut werden.

Nachteile

  • Holz ist deutlich pflegeintensiver als andere Materialien
  • Holz ist wenig wetterbeständig
  • Dach sollte möglichst wasserdicht sein.
  • Aufgrund der hohen Qualität ist Fahrradschuppen aus Holz meist auch deutlich teurer in der Anschaffung.
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Fahrradschuppen aus Kunststoff

Ein Fahrradschuppen aus Kunststoff ist pflegeleicht. Beim Kauf sollte man jedoch darauf achten, dass man einen doppelwandigen Kunststoff mit Metallverstärkungen wählt. Dadurch wird die Stabilität deutlich erhöht, sodass der Fahrradschuppen auch starkem Wind standhält. Sehr beliebt ist bei einem Fahrradschuppen aus Kunststoff ein HDPE-Kunststoff (hoch verdichteter Polyethylen). Dieser HDPE-Kunststoff ist nicht nur sehr stabil, sondern er ist auch recycelbar, witterungsbeständig und lässt sich spielend leicht reinigen.

Vorteile

  • Sehr pflegeleicht; Schmutz kann einfach mit Wasser abgespült werden
  • Es entsteht kein Rost; nichts kann faulen und man muss nichts streichen
  • Dank einer hohen UV-Beständigkeit bleibt der Fahrradschuppen aus Kunststoff lange farbecht.
  • Geringes Gewicht, sodass der Standort relativ problemlos angepasst und variiert werden kann.
  • Man benötigt nicht zwingend ein Fundament.
  • Leichte Montage
  • Langlebig
  • Frei positionierbar
  • Ist selbsterhaltend – dies bedeutet weder Schmutz noch Witterungen, Pilze oder Insekten können für einen Schaden sorgen.

Nachteile

  • Fallen meist durch eine moderne und futuristische Optik auf und passen sich daher wenig in bestehenden Gartenlandschaften ein.
  • Kann nicht beliebig mit Regalen und anbauten erweitert werden.
  • Zum Vergrößern muss ein spezielles Erweiterungskit beim Hersteller erworben werden.
  • Bietet wenig Gemütlichkeit
  • Besteht Gefahr von Kondensationen, was gerade für Fahrräder ungünstig ist.
  • Drinnen bei Kälte ungemütlich kalt, da man den Fahrradschuppen aus Kunststoff in der Regel nicht beheizen kann.
  • Durch das leichte Gewicht besteht eine höhere Kipp- und Kugelgefahr bei schweren Stürmen.
  • Eignet sich nicht wirklich für einen längeren Aufenthalt.
  • Sonneneinstrahlung und Hitze wird der Kunststoff spröde und kann brechen.
  • Eventuelle Weichmacher verdampfen bei höheren Temperaturen und sorgen für unangenehmen Geruch.
  • Kunststoff bleicht vielfach aus und sieht nicht mehr schön aus.
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Fahrradschuppen aus Metall

Gerade wegen der praktischen Eigenschaften ist der Fahrradschuppen aus Metall auf dem Vormarsch und wird immer wieder gerne genutzt. Beim Material wird unterschieden in feuerverzinktes Stahlblech und in pulverbeschichtetes Stahlblech. Ersteres ist stoßfester, während das letztere meist günstiger ist. Bei kleineren Kratzern breitet sich jedoch sehr schnell großflächig Rost aus.

Vorteile

  • Relativ einfacher Aufbau, da es sich meist um einen Bausatz handelt, der nach Anleitung aufgebaut wird.
  • Einige Fahrradschuppen aus Metall sind mit Schiebetüren ausgestattet – diese sind platzsparend und bequem.
  • Zum Reinigen reicht einfaches Wasser aus dem Gartenschlauch.
  • Muss nicht regelmäßig gestrichen werden.
  • Extrem robust
  • Geringe Kosten in der Anschaffung.
  • Vielfach auch sehr lange Garantie gegen Durchrostung.
  • Formstabilität wird garantiert.

Nachteile

  • Metallische Optik ist nicht jedermanns Sache – passt sich nicht so gut in bestehenden Garten ein.
  • Starker Regen wirkt sich wie trommeln auf dem Dach aus.
  • Zusätzliche Regale und Haken können nur schwer realisiert werden.
  • Wirken ungemütlich.
  • Nicht atmungsaktiv und wärmeisolierend – man benötigt elektrische Lüftung, damit Feuchtigkeit entweichen kann.
  • Fahrräder können durch die Kondensation leicht zu rosten beginnen.
  • Es kommt leicht zu Kratzern, die wiederum Rost nach sich ziehen.
  • Werden meist ohne Boden angeboten, sodass die Bodenfeuchtigkeit zu einem weiteren Problem werden kann.
  • Kann nicht beliebig erweitert werden.
  • Kann meist nicht in anderen Farben gestrichen werden.

Fahrradschuppen selbst bauen

Sicherlich kann man mit ein wenig handwerklichem Geschick einen Fahrradschuppen auch selbst bauen. Auch hier gilt wieder, dass man sich vor der Baumaßnahme versichert, ob eine Baugenehmigung erforderlich ist und wie Nachbarn zu dem Bauprojekt stehen.

Vorteile

  • Zahlreiche individuelle Möglichkeiten was die Größe, die Form, das Material und auch die spätere Ausgestaltung angehen.
  • Als Heimwerker hat man seine Freude an einem solchen Bauprojekt, denn man kann seiner Kreativität freien Lauf lassen und ist nicht an vorgegebene Fahrradschuppen gebunden.
  • Eventuell bekommt man das benötigte Material günstiger oder gar kostenlos.
  • Sicherlich lohnt sich ein Fertigbausatz aus dem Baumarkt, denn dann muss man handwerklich nicht so extrem versiert sein.

Nachteile

  • Bauprojekt Fahrradschuppen erfordert nicht nur viel zeit, sondern auch eine gute Planung.
  • Man sollte statische und bautechnische Prinzipien kennen oder erwerben.
  • Material muss besorgt werden – eventuell benötigt man einen Transporter.
  • Vielfach benötigt man beim Zusammenbau Hilfe, die organisiert werden muss.
  • Kann zu Fehlern beim Bau kommen, sodass man erneut beginnen muss.

Fahrradschuppen mit Schiebetür

Beim Kauf eines Fahrradschuppens trifft man meist auf Modelle, die mit Schiebetüren ausgestattet sind. Auf den ersten Blick ist dies sicherlich auch eine feine Sache. Sind Schiebetüren aber wirklich so praktisch, wie man zuerst vermutet?

Vorteile

  • Sind bequem, denn man kommt leicht mit dem Fahrrad hinein und auch wieder heraus.
  • Sind platzsparend, denn man muss nicht die Spannweite beim Öffnen in die Planung und beim Aufbau mit einbeziehen.
  • Geben dem Fahrradschuppen eine hübsche Optik.
  • Lassen sich in der Regel leicht öffnen und schließen.

Nachteile

  • Können sich im Laufe der Zeit verziehen.
  • Öffnen und Schließen geht meist im Laufe der Zeit immer schwerer.
  • Laufschienen können rosten und müssen behandelt werden.
  • Laufschienen beginnen meist zu quietschen und benötigten Öl für eine bessere Lauffähigkeit.
  • Können sich im Laufe der Zeit verhaken und lasen sich dann nur mit enorm großem Kraftaufwand öffnen und schließen.
  • Können nicht einfach ausgetauscht werden.

Benötigt man eine Bodenplatte oder ein Fundament?

Ein Fahrradschuppen aus Holz kann man sehr einfach aufbauen. Man bekommt ihn in den verschiedensten Varianten, jedoch sollte er auf keinen Fall direkt auf der blanken Erde stehen. Ideal ist hier eine Bodenplatte aus Beton. Dazu reicht eine 20 cm tief ausgehobene Fläche, die man mit einem Frostschutzmittel oder mit Splitt auffüllt.

Das Ganze wird mit einer Rüttelplatte verdichtet bevor der Beton aufgegossen wird. Möchte man dagegen einen Holzboden für den Fahrradschuppen haben, dann benötigt man zusätzlich eine Unterkonstruktion. Gerade bei einem freistehenden Fahrradschuppen muss die Bodenplatte gut vorbereitet werden. Dazu wird die Fläche, die rundherum ca. 10 cm größer als der fertige Fahrradschuppen ist ausgehoben. Diese Fläche wird ca. 10 cm mit Kies befüllt und mit Sand abgeschlossen.

Dabei ist es wichtig, dass man mithilfe eines Brettes versucht die Fläche möglichst eben zu halten. Auf diese Fläche kommt dann der Holzboden oder die Pflastersteine bzw. Platten. Egal für welches Material man sich entscheidet, wichtig ist, dass alles waagerecht liegt, sonst kommt es später zu Problemen. Nachdem alle Steine verlegt sind, werden die Fugen mit Sand aufgefüllt. Restlichen Sand kann man mit einem Besen und mittels Wasser vorsichtig in die Fugen spülen. Zum Schluss sollten man die Ränder mit einer Mörtelstütze stabilisieren, damit auf keinen Fall etwas verrutschen kann.

Was tun, wenn Bau eines Fahrradschuppens nicht möglich ist?

Es gibt eine Reihe von Gründen, warum der Bau eines Fahrradschuppens scheitern kann. Auf der einen Seite stimmt das Bauamt dem Bau eines Fahrradschuppens nicht zu oder auf der anderen Seite haben Nachbarn etwas dagegen. Es kann auch sein, dass der Vermieter seinen Mieter den Bau eines Fahrradschuppens nicht erlaubt. Fahrräder müssen dann dennoch nicht der Witterung ausgesetzt sein. Man kann sich mit einem Zelt oder einer Fahrradplane behelfen. Diese bekommt man meist sehr günstig und kann sie rückstandslos wieder entfernen, wenn man sie nicht mehr benötigt.


Fazit:  Wie finde ich den richtigen Fahrradschuppen für mich?

Diese Frage kann nicht so pauschal beantwortet werden. Viele Punkte können die Entscheidung, in die eine oder in die andere Richtung beeinflussen.

  • Wird eine Baugenehmigung benötigt, dann gibt das zuständige Bauamt auch meist das Material, die Größe und den Standort vor.
  • Nachbarn entscheiden in den meisten Fällen über Material, Größe und Standort mit.
  • Der Preis ist ebenfalls ein wichtiges Entscheidungskriterium bei der Wahl des richtigen Fahrradschuppens. Möchte man nur wenig Geld ausgeben, wird es wahrscheinlich ein Fahrradschuppen aus Kunststoff werden. Deutlich teurer, dafür aber auch individueller und vielfältiger nutzbar ist der Fahrradschuppen aus Holz.
  • Wie schnell muss der Fahrradschuppen zur Verfügung stehen? Ein Fahrradschuppen aus Kunststoff kann in der Regel am schnellsten organisiert werden. Bei einem Fahrradschuppen aus Holz, muss man Zeit für den Bau, Aufbau und dergleichen einplanen.
  • Wie langlebig soll der Fahrradschuppen sein? Wenn er möglichst lange halten soll und auch nach Jahren schön aussehen soll, dann sollte man sich für einen Fahrradschuppen aus Holz entscheiden. Diesen kann man individuell an veränderte Bedürfnisse anpassen.

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