Kompaktwaagen – die richige Wahl, wenn Sie eine mobile Waage benötigen.

Die Kompaktwaage zeichnet sich durch ihr handliches Design aus. Sie lässt sich gut lagern und findet in zahlreichen Branchen ihr Einsatzgebiet.

Wozu werden Kompaktwaagen verwendet?

Kompaktwaagen zählen zu den eichpflichtigen Waagen, die nicht nur im Handel eingesetzt werden. Zu den weiteren Einsatzgebieten für die Kompaktwaage zählen die Industrie und vor allen Dingen die Labore. Da Kompaktwaagen meist sehr handlich und dabei robust sind, lassen sie sich flexibel einsetzen und können innerhalb eines Einsatzgebietes problemlos transportiert werden. In der Regel haben Kompaktwaagen einen recht hohen Wiegebereich, sodass damit auch schwere Lasten ohne Probleme gewogen werden.

Diese Eigenschaft machen sich sehr oft Paketdienste zu Eigen, die immer wieder kontrollieren müssen, ob Pakete den Bestimmungen und den angegebenen Gewichten entsprechen. Wird eine Kompaktwaage in einem Labor oder auch in einer Apotheke genutzt, dann nützt der Wiegebereich bis 60 kg nicht wirklich etwas. Hier kommt es eher auf kleinere Wiegeeinheiten an.

Solche Kompaktwaagen haben dann einen wiegeschritt, der meist bei 0,5 g liegt. Gerade in Laboren und dergleichen liegt die Mindestlast der Kompaktwaagen dann auch bei 10 g. Kompaktwaagen sind so vielseitig in ihren Einsatzmöglichkeiten, dass es für jeden Bereich spezielle Waagen gibt. Standwaagen mit großen Wiegebereichen kommen dann eher in Industrie und Handel zum Einsatz.

Hochwertige Kompaktwaagen, die auf dem Tisch platziert werden können, findet man eher im Ladengeschäft, wie zum Beispiel Metzgereien. Die Kompaktwaagen mit den kleineren Wiegebereich sind in Laboren, Apotheken und dergleichen zu Hause. Je nach Einsatzgebiet sollten die Kompaktwaagen bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Eine der wesentlichen Voraussetzungen, egal wo das Einsatzgebiet liegt, ist die Eichpflicht bzw. die Eichfähigkeit der Kompaktwaage.

Welche Bauformen an hochwertigen Kompaktwaagen gibt es?

Kompaktwaagen gibt es wie bereits erwähnt in verschiedenen Bauformen für unterschiedliche Einsatzzwecke.

  • Tischwaage – Die Tischwaage kommt sehr oft in der Gastronomie oder on Backstuben zum Einsatz. In diesen Bereich wird die Tischwaage auch sehr oft als Zutatenwaage, Portionswaage oder als Teiglingswaage bezeichnet. Der Wiegebereich ist hier sehr unterschiedlich und variiert von 3 kg bis zu einer Höchstlast von 30 kg. Die wiegeschritte beginnen hier oft bei 0,2g. Alle Tischwaagen, die in den genannten Bereichen eingesetzt werden, sind eichpflichtig. Das Wiegen bei einer Tischwaage erfolgt meist in Tischhöhe. Die kompakten Waagen kommen mit einer geringen Stellfläche aus und sind auf jeden Fall mobil. Die handliche Tischwaage kann so schnell umplatziert werden und an verschiedenen Orten im Betrieb eingesetzt werden.
  • Kompaktwaage – Die Kompaktwaage, zu der auch die Tischwaage gehört findet zumeist in Industrie und Handel seine Einsatzmöglichkeiten. Es gibt kaum ein Ladengeschäft, indem die Kompaktwaage nicht genutzt wird. Die Kompaktwaage bekommt man wie die anderen Modelle sowohl mit digitaler Anzeige wie auch mit einer mechanischen Anzeige. Je nach Typ werden die Kompaktwaagen mit Akku oder mit Netzstrom betrieben – außer die mechanischen Waagen benötigen keine zusätzliche Energiequelle. Kompaktwaagen, die so eingesetzt werden, müssen in jedem Fall geeicht werden. Im Übrigen sind die Kompaktwaagen zumeist wasserdicht und können Staub widerstehen, was gerade in Backstuben von großer Wichtigkeit ist. Zumeist haben die Kompaktwaagen eine Teilung von 1 g und eine Höchstlast von 30 kg. Bei vielen der Kompaktwaagen ist das Display beleuchtet.
  • Zählwaage – Die digitale Zählwaage kommt in den meisten Fällen zum Ermitteln von Mengen und Gewichten zum Einsatz. Zusätzlich bietet die Zählwaage eine exakte Rechenleistung, sodass sie in den meisten Fällen in allen Bereichen der Industrie zum Einsatz kommt. Dazu zählen neben der Produktion auch die Lagerhaltung und der Wareneingang. Gerade in diesen Bereichen kommt es nicht nur auf das genaue Zählen, sondern auch auf das exakte Wiegen an. Die Zählwaage findet man je nach Einsatzzweck als Tischwaage oder als Bodenwaage. Dank der integrierten Rechensoftware übernimmt die Zählwaage neben dem Wiegen auf das Zählen der Artikel, sodass hier nicht mehr manuell mitgezählt werden muss.
  • Paketwaage – Paketwaagen kommen dann zum Einsatz, wenn Pakete oder andere Packstücke exakt gewogen werden müssen, weil das Gewicht zur Bestimmung des Preises nötig ist. In den meisten Fällen sind Paketwaagen mobil und können bequem von A nach B transportiert werden. Die Handhabung ist sehr simpel, sodass jeder mit der Paketwaage arbeiten kann. Die kleinen Stellflächen der Paketwaagen sind so konzipiert, dass Pakete und Packstücke sicher stehen und das Gewicht genau ermittelt werden kann. Vielfach haben Paketwaagen eine Höchstlast von 60 kg, es gibt jedoch auch Modelle mit einer Gewichtslast von bis zu 250 kg.
  • Gewürzwaage – Diese Waagen werden sehr oft auch als Rezepturwaage bezeichnet. Es lassen sich damit exakte Mischungen bei Gewürzen oder in Apotheken von Arzneimitteln abwiegen und herstellen. Die eichpflichtigen Waagen garantieren exakte Ergebnisse, was gerade in diesen Bereich von großer Wichtigkeit ist. Aus diesem Grund sind Gewürzwaagen in der Regel auch mit einer Tara-Funktion ausgestattet, sodass sie nach jedem Wiegevorgang immer wieder auf = gestellt werden kann. Man kann so nacheinander alle Zutaten abwiegen, ohne dass immer wieder das Gefäß geleert werden muss – es reicht ein einfacher Tastendruck. Vielfach sind die Gewürzwaagen mit einem internen Justage-Gewicht ausgestattet. Dies bedeutet, dass die Waagen sich täglich automatisch justieren.

Wie unterscheiden sich hochwertige Kompaktwaagen von einfachen Waagen?

Da hochwertige Kompaktwaagen zumeist in Industrie, Handel oder in Laboren bzw. Apotheken zum Einsatz kommen, müssen diese in jedem Fall geeicht sein. Das Eichen muss in den meisten Fällen in jährlichen Zyklen erfolgen, denn nur so kann sichergestellt werden, dass die Waagen auf das Gramm genau wiegen, was in vielen Bereichen nicht unwichtig ist. Die einfache Waage dagegen wird meist im Privatbereich und in der Küche genutzt. Sie muss hier zwar auch genau wiegen, doch kommt es hier meist nicht so sehr auf das Gramm genau an. Die einfache Waage ist vom Werk her bereits geeicht.

Eine weitere regelmäßige Eichung muss hier jedoch nicht erfolgen. Des Weiteren sind hochwertige Kompaktwaagen meist deutlich teurer in der Anschaffung als eine einfache Waage, die man sich für den Hausgebrauch kauft. Der Preisunterschied kommt hier durch weniger exakte Mess- und Wiegeergebnisse zustande, was aber nicht bedeute, dass die einfache Waage schlechter ist als die hochwertige Kompaktwaage.  Für den üblichen Einsatz zu Hause reicht die einfache Waage vollkommen aus, während das Gesetz den Einsatz der hochwertigen Kompaktwaage in Industrie, Handel und Co. vorschreibt.

In vielen Fällen kommt man als Otto Normalverbraucher auch nicht an hochwertige Kompaktwaagen heran, da diese ausschließlich im gewerblichen Bereich verkauft werden. Der sorgsame Umgang mit einer einfachen Waage reicht jedoch aus, um sicher zu sein, dass die Waage möglichst exakt wiegt und dass es nur zu minimalen Abweichungen kommt. Grund hierfür ist die Eichung vom Hersteller direkt vor dem Verkauf der Waage.

Warum und wann muss eine Waage geeicht werden?

Bei der Eichung einer Waage handelt es sich immer um eine amtliche Angelegenheit. Nach einer EU-Richtlinie mit der Bezeichnung 90/384/EWG muss eine Waage amtlich geeicht sein, wenn sie für folgende Einsatzzwecke genutzt wird: In der geschäftlichen Praxis, wenn der Preis der Ware durch das Wiegen bestimmt werden muss, beim Herstellen von Arzneimitteln in Apotheken; beim Ermitteln von Analysen im medizinischen und pharmazeutischen Labor; bei amtlichen Zwecken und bei der Herstellung von Fertigpackungen.

Dabei wird die Waage vom Eichamt geprüft und erhält danach die Eichmarke. Durch die Eichmarke wird sichergestellt, dass die Genauigkeit der Waage im Rahmen der zulässigen Eich-Toleranz liegt. Diese Eich-Toleranz gilt für alle Mitgliedstaaten der EU.

Nur eine eichfähige Waage kann tatsächlich geeicht werden. Solche Waagen sind mit einem M gekennzeichnet. Das Gesetz schreibt die Eichung hier vor, denn dies dient letztendlich dem Verbraucherschutz.

Im Großen und Ganzen sind jedoch eichfähige und nicht eichfähige Waagen messtechnisch nahezu identisch. Allerdings sind bei eichfähigen Waagen einige Details gesetzlich vorgeschrieben. Dazu gehören die geschützte Software und einige zusätzliche Aufschriften.

Die Eichung von eichpflichtigen Waagen erfolgt immer exakt für einen bestimmten Bereich und nur dort ist die Eichmarke gültig. Wird die Waage an einen anderen Ort durch verkauf gebracht, muss sie dort neu geeicht werden, denn die alte Eichung hat hier keine Gültigkeit mehr.

Waagen aller Eichklassen müssen alle zwei Jahre amtlich geeicht werden. Für das sorgfältige Eichen ist der Besitzer oder Betreiber verantwortlich.

Wie eine hochwertige Kompaktwaage richtig aufstellen und in Betrieb nehmen?

Nachdem eine hochwertige Kompaktwaage erworben und geliefert wurde, muss sie vorsichtig ausgepackt werden. Nach dem Auspacken ist es wichtig, dass die Waage auf einer stabilen und geraden Fläche platziert wird. Der endgültige Standort sollte frei von extremen Temperaturschwankungen wie zum Beispiel Heizungswärme oder direkte Sonneneinstrahlung sein.

Ebenfalls muss die hochwertige Waage auch vor direktem Luftzug geschützt werden. Beim Wiegen sind Erschütterungen zu vermeiden. Während der gesamten Nutzungsdauer ist die hochwertige Kompaktwaage vor hoher Luftfeuchtigkeit, Dämpfen und staub zu schützen. Die Waage darf auf keinen Fall über längere Zeit starker Feuchtigkeit ausgesetzt werden. In jedem Fall ist eine statische Aufladung durch das Wiegegut zu vermeiden.

Je nach Anschluss Art werden nun die Batterien in die Waage eingelegt oder der Netzanschluss mit der Stromquelle verbunden. Bei Letzterem ist ein externes Netzgerät erforderlich. Nutzt man Batterien, dann legt man die in das dafür vorgesehene Fach und schaltet die Waage ein.

Nach dem Drücken der An-/Austaste erscheint die Anzeige 0. In den meisten Fällen muss die Printtaste so lange gedrückt werden bis im Display UNIT erscheint. Danach kann die Waage wie gewohnt verwendet werden. Bei Waagen mit Batteriebetrieb schaltet sich die Waage in der Regel innerhalb von 3 Minuten aus, um die Batterie zu schonen und so deren Lebensdauer zu erhöhen. Allerdings kann man auf Wunsch die Abschaltung auch deaktivieren, was für einige Bereiche des Einsatzes sehr sinnvoll ist. Hier sollte jedoch überlegt werden, ob man nicht grundsätzlich auf den Netzbetrieb umsteigt.

Fazit: Was ist beim Kauf einer Kompaktwaage zu beachten?

Hat man sich zum Kauf einer hochwertigen Kompaktwaage entschieden, sollte man schon vor dem Kauf einige Punkte beachten. Der wohl wichtigste Punkte ist der des Einsatzzweckes. Man sollte im Vorfeld wissen, für welchen Zweck man die Kompaktwaage in erster Linie nutzen will, denn dann kann man entscheiden, welche Feineinteilung oder auch welches Höchstgewicht für die Waage sinnvoll ist. Wird die Kompaktwaage eher in der Apotheke oder im Labor genutzt, dann macht ein Höchstgewicht von 30 und mehr kg kaum Sinn.

Als Paketwaage sollte sie jedoch ein Mindestgewicht mitbringen und auch die Stellfläche sollte so konzipiert sein, dass auch größere Packstücke darauf Platz finden. Ebenfalls wichtig vor dem Kauf ist das Überprüfen der Eichfähigkeit. Dazu muss überprüft werden, ob die Waage in dem betreffenden Land (EU) geeicht werden kann und welches Eichamt dafür zuständig ist. Grundsätzlich gilt, dass alle Waagen, die geeicht werden können mit der Kennzeichnung M versehen sein müssen. Ist dies nicht der Fall, kann die Waage nicht amtlich geeicht werden und darf per Gesetz für bestimmte Bereiche nicht eingesetzt werden. Nach Möglichkeit sollte man die Waage beim Händler des Vertrauens kaufen, damit man bei einem eventuellen Defekt auch einen Ansprechpartner hat.

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