Mörtelspritze – Schnelle und einfache Verarbeitung von Mörtel

Schneller & einfacher arbeiten mit einer Mörtelpumpe bzw. Mörtelpresse

Handmörtelpumpe mit Zubehör

9.8

GESAMTBEWERTUNG

9.8/10

Positiv

  • ERGONOMISCHES DESIGN
  • Düsen: 12, 20, 35, 56 mm
  • Hochwertiges ABS und Edelstahlmaterial
  • Geeignet für: Normale Fugenmasse, Epoxidharz Fugenmasse

Negativ

  • keine Bekannt

Mörtel in seinen unterschiedlichsten Formen und Anwendungsbereichen ist auf dem Bau ein unersetzliches Material. Dank zeitgemäßer Mischungen und modernem Zubehör kann er überall so eingesetzt werden, wie er tatsächlich benötigt wird. Eine Mörtelspritze ist dabei ein besonders wichtiges Hilfsmittel.


Was ist eine Mörtelspritze?

Eine Mörtelspritze ist ein Gerät, mit dessen Hilfe sich Mörtel zielgerichtet auch an schwer zugänglichen Stellen verteilen lässt. Die einfachsten Mörtelspritzen funktionieren über den Handbetrieb und erinnern optisch an eine Kartusche, wie man sie für Silikon oder Acryl verwendet. Durch den Druck auf einen an der Mörtelspritze befindlichen Hebel wird der Mörtel aus der Spritze gepresst.

Das Gerät besteht also aus der eigentlichen Spritze sowie einem Druckkörper, der in der Regel 500 oder 1.000 ml Volumen hat und aus Kunststoff oder Edelstahl gefertigt ist. Einfache Mörtelspritzen kann man bereits für 50 Euro bekommen, hochwertige, handbetriebene Mörtelspritzen liegen preislich bei mehreren hundert Euro. Allerdings kann man bei den höherpreisigen Mörtelspritzen nahezu immer davon ausgehen, dass sie sich für die Arbeit mit allen gängigen Mörtelarten eignen. Bei billigeren Mörtelspritzen hingegen muss stets darauf geachtet werden, dass sich die Mörtelspritze für den vorgesehenen Mörtel verwenden lässt. Wer immer mal wieder mit unterschiedlichen Mörtelarten arbeitet, ist meistens mit einer Universal-Mörtelspritze am besten beraten.

Darüber hinaus gibt es auch Mörtelspritzen, die für den großflächigen Einsatz verwendet werden. Überall dort, wo Mörtel in möglichst kurzer Zeit auf eine relativ große Fläche aufgebracht werden soll, kann mit einer solchen Mörtelspritze relativ viel Handarbeit eingespart werden. Stattdessen wird mit einem Schlauch gearbeitet, an dessen vorderem Ende sich die Mörtelspritze befindet. Der Mörtel kann mit diesem Gerät als einheitliche Wulst auch über größere Flächen verteilt werden.

Eine Mörtelspritze dient also einerseits der besseren Erreichbarkeit von schwer zugänglichen Arbeitsbereichen, andererseits dem schnellen Auftragen von Mörtel.

Wozu wird eine Mörtelspritze verwendet?

Während die meisten Bereiche bei der Arbeit mit Putz und Mörtel in der Regel gut erreicht werden können, sodass eine Arbeit mit der Kelle möglich ist, gibt es auch immer wieder schwer zugängliche Bereiche. Insbesondere in Engstellen, aber auch im Bereich des Kellers oder des Daches kann es also hilfreich sein, mit einer Mörtelspritze zu arbeiten.

Ebenfalls sinnvoll ist eine Mörtelspritze dort, wo ein einhändiges Arbeiten notwendig ist. Wer beispielsweise weit oben auf einer Leiter steht, der benötigt eine seiner Hände für seine eigene Sicherung. Da ist es nahezu unmöglich, gleichzeitig einen Eimer mit Mörtel zu halten und den Putz mit einer Kelle zu verteilen. Mit einer befüllten Mörtelspritze wird das Arbeiten also einfacher und deutlich sicherer.

Darüber hinaus gibt es Mörtelspritzen im Großformat, die häufig auch als Putzpumpen oder Exzenterschneckenpumpen bezeichnet werden. Diese Mörtelspritzen besitzen keinen eigenen „Mörteltank“, sondern werden per Schlauch aus einem solchen gespeist. So lässt sich sehr effizient und zeitsparend arbeiten, wenn Mörtel schnell und gründlich aufgetragen werden soll.

Ein typisches Einsatzbeispiel für eine solche Mörtelspritze ist Klebemörtel, der zum Verkleben von Dämmstoffplatten an der Wand aufgetragen werden soll. Hier kann ein Handwerker den Mörtel per Mörtelspritze aufbringen, während ein zweiter unmittelbar danach die Dämmstoffelemente platziert. Innerhalb von kürzester Zeit kann mit diesem Verfahren eine große Wand fertig gedämmt werden.

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Wie wird eine Hand-Mörtelspritze richtig verwendet?

Wie bereits angedeutet, kann man eine Hand-Mörtelspritze gut mit einer Silikon- oder Acrylatkartusche vergleichen. Denn ähnlich wie bei einem solchen Gerät ist auch bei der Mörtelspritze ein länglicher Zylinder erkennbar. Durch die Betätigung eines Hebels (in der Regel eines Kniegelenkhebels, ähnlich wie man ihn auch vom Feuerlöscher kennt) wird die Bodenplatte in den Zylinder gepresst. Durch diesen Druck wird der im Zylinder befindliche Mörtel durch die vorne angebrachte Spritze herausgedrückt. Sofern der Mörtel gleichmäßig und blasenfrei angemischt beziehungsweise eingefüllt wurde, kann er nun auch entsprechend gleichmäßig in den vorgesehenen Bereichen aufgebracht werden. Je nach Intensität des Drucks auf den besagten Hebel wird der Mörtel exakt so dosiert, wie er benötigt wird.

Der große Vorteil einer solchen Hand-Mörtelspritze liegt darin, dass man meistens einhändig arbeiten kann: Die Mörtelspritze wird mit der gleichen Hand gehalten, mit der sie auch geführt und bedient wird. Solange noch ausreichend viel Mörtel im Zylinder ist, kann man also sehr einfach, sicher und präzise arbeiten.

Einige Hand-Mörtelspritzen, vor allem aus dem niedrigsten Preissegment, werden ähnlich bedient wie eine Einwegspritze beim Arzt. Dieses Prinzip ist sehr einfach und zuverlässig und erleichtert sogar die Reinigung der Mörtelspritze. Allerdings erfordert eine solche Mörtelspritze die beidhändige Arbeit, was nicht in jedem Einsatzbereich problemlos möglich ist.


Wie eine elektrische Mörtelspritze verwenden?

Eine elektrische Mörtelspritze ist grundsätzlich ähnlich aufgebaut, erinnert optisch aber eher an eine Bohrmaschine mit aufgesetztem Trichter. Auch die Funktionsweise kann ähnlich wie die einer Bohrmaschine beschrieben werden: Der Schalter zum Start der elektrischen Mörtelspritze befindet sich am Griffstück, wo er auch bei einer Bohrmaschine zu finden ist.

Der Einfülltrichter ersetzt bei der elektrischen Mörtelspritze den „Tank“, der bei manuellen Geräten notwendig ist. Der fertig angemischte Mörtel wird bis zur modellbedingten Füllhöhe in den Trichter eingefüllt. Durch die Betätigung des Schalters am Griff der Maschine wird der Mörtel unter Druck nach vorne geschoben, wo er durch die Dosierspitze ins Freie gelangt. Je nach Intensität des Drucks kann die Abgabemenge des Mörtels individuell dosiert werden, ganz nach Bedarf.

Theoretisch kann auch die elektrische Mörtelspritze einhändig verwendet werden. Allerdings kann sie bei einem komplett befüllten Einfülltrichter ein entsprechend hohes Eigengewicht bekommen. Aus diesem Grunde, aber auch zur besseren Dosierung und einem zielgerichteteren Arbeiten, bietet sich aber ein beidhändiges Arbeiten an. Wie eine Bohrmaschine besitzt die elektrische Mörtelspritze zu diesem Zweck einen weiteren griff im vorderen Bereich.

Je nach Arbeitsweise und insgesamt zu verarbeitender Mörtelmenge kann ein Arbeiten mit zwei Personen sinnvoll sein. Während eine Person die Mörtelspritze bedient und den Mörtel in den relevanten Bereichen aufbringt, füllt die zweite Person den möglichst frisch angemischten Mörtel nach. So ist die Arbeit mit der elektrischen Mörtelspritze im Idealfall ähnlich effizient wie die mit einer großformatigen Putzpumpe.

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Was ist beim Reinigen einer Mörtelspritze zu beachten?

Nach jedem Gebrauch muss die Mörtelspritze zuerst gründlich mit klarem Wasser gereinigt werden. Je nach Art der Mörtelspritze wird diese dafür auseinandergeschraubt, um das Pumprohr ebenfalls reinigen zu können. Auch Kolbenstange, Einstellgewinde und Dichtung werden ausgiebig mit Wasser gereinigt, damit sich daran keine Verkrustungen bilden können. Dichtungen und ähnliche, ebenfalls elastische Teile können mit Silikonöl oder geeignetem Fett behandelt werden, um die Elastizität zu erhalten.

Auch bei kleinen Pausen sollte noch in der Mörtelspritze verbliebener Mörtel vollständig herausgedrückt und das Gerät mit Wasser ausgespült werden. Eine ausführliche Reinigung der Mörtelspritze muss bei solchen kurzen Unterbrechungen allerdings nicht erfolgen.

Wenn die Arbeit mit der Mörtelspritze erledigt ist, wird das Gerät wie beschrieben gereinigt. Sofern von Seiten des jeweiligen Herstellers keine anders lautenden Angaben gemacht werden, können auch andere Teile der Mörtelspritze nach der ausgiebigen Reinigung und dem Abtrocknen mit Silikonöl oder einem vergleichbaren Mittel eingesprüht werden. Auf diese Weise bleibt die Funktion aller mechanischen Teile erhalten, auch wenn die Mörtelspritze über lange Zeit nicht verwendet wird. Außerdem unterbinden derlei Pflegemittel die Anhaftung von Staub und Schmutz.

Gelagert wird die Mörtelspritze an einem trockenen, möglichst frostfreien Ort. Auch sollte die Lagerung möglichst staubfrei erfolgen. Eine spezielle Box oder ein Werkzeugkasten bieten sich ggf. für die Lagerung an.

Auch wenn die Mörtelspritze optimal gereinigt und eingelagert wurde, sollte sie vor jeder erneuten Benutzung auf ihre Funktion überprüft werden. Dies gilt natürlich insbesondere dann, wenn sie für Monate oder Jahre nicht benutzt wurde.


Wo kaufe ich eine Mörtelspritze am besten?

Eine Mörtelspritze kann man im Prinzip überall dort erwerben, wo es Baustoffe und das zugehörige Gerät beziehungsweise Handwerkszeug gibt.

  • Der Baumarkt vor Ort hat in der Regel immer mehrere Varianten von Mörtelspritzen vorrätig, die meistens per Handbetrieb funktionieren. Elektrische Mörtelspritzen sind dort ebenfalls erhältlich, müssen manchmal aber erst beim Lieferanten bestellt werden.
  • Der lokale Baustoffhändler ist nicht nur auf Heimwerker eingestellt, sondern bedient auch zahlreiche Profi-Kunden. Dort erhältliche Mörtelspritzen sind daher manchmal etwas hochpreisiger, dafür aber von entsprechend hoher Qualität. Außerdem ist der Baustoffhandel der richtige Ansprechpartner, wenn Mörtelspritzen für den großflächigen Einsatz beziehungsweise für den Dauerbetrieb benötigt werden.
  • Der spezialisierte Onlineshop ist dann eine gute Wahl, wenn man sich mit Mörtelspritzen gut auskennt und genau weiß, was man benötigt und kaufen möchte. Zwar liefern auch diese Shops in der Regel ausführliche schriftliche Informationen, die von einem handwerklichen Laien aber nicht immer leicht zu verstehen sind. Auch ein telefonisches Beratungsgespräch kann die Beratung vor Ort im Baumarkt oder Baustoffhandel nur teilweise ersetzen.
  • Der über eine Shoppingplattform (Ebay, Amazon o.ä.) zu findende Händler sollte immer ein deutscher oder wenigstens europäischer Anbieter sein. Denn erstens kann man sich bei diesen Händlern dann auf eine ordentliche Produktqualität und einen guten beziehungsweise wenigstens annehmbaren Service verlassen. Zweitens können bei Shops aus Übersee zusätzliche Zollgebühren auf den Preis aufgeschlagen werden. Außerdem sind die Produkte von dort meistens wochenlang unterwegs.

Wie so oft gilt also auch hier: es ist absolut sinnvoll, die verschiedenen Mörtelspritzen bei den diversen Anbietern miteinander zu vergleichen und dabei auch auf die Preise zu achten. Ein vermeintliches Schnäppchen bedeutet aber schnell, dass man am falschen Ende spart und schon recht bald eine weitere Mörtelspritze kaufen muss.

Fazit: Kann ich mir eine Mörtelspritze selber bauen?

Eine Mörtelspritze erscheint auf den ersten Blick als ein nicht sonderlich komplexes Gerät, bei dem sich ein Eigenbau womöglich anbieten könnte. Allerdings gilt es einige Aspekte beim Bau einer Mörtelspritze zu beachten:

  • Der Druckzylinder muss sicher und stabil sein und auch einem hohen Druck standhalten.
  • Der Kolben muss in der Lage sein, einen ausreichend hohen Druck auszuüben, um Mörtel von unterschiedlicher Konsistenz aus dem Druckzylinder herauszudrücken.
  • Die Spitze des Gerätes sollte leicht zu reinigen und austauschbar sein.

Auch der Umbau einer Silikon- oder Acrylspritze bietet sich nur auf den ersten Blick an. In der Praxis zeigt sich allerdings, dass diese Stoffe andere Anforderungen an das Material und die Beschaffenheit eines Gerätes stellen.

Sehr versierte Heimwerker mit Geduld und großer Freude am Tüfteln können sich durchaus an die Sache heranwagen, eine Mörtelspritze selber zu konstruieren. Allerdings wird das Gerät erfahrungsgemäß nicht von heute auf morgen fertig konstruiert sein.

In allen anderen Fällen gilt: Eine Mörtelspritze aus dem Fachhandel gibt es zwar selten als echtes Schnäppchen, dafür kann man sich auf die Funktion voll und ganz verlassen. Auch nach Jahren tut eine solche Mörtelspritze noch problemlos ihren Dienst.

Wer sich keine Mörtelspritze kaufen möchte, etwa weil er nur einen sehr kleinen Bereich zu bearbeiten hat, der kann sich das Gerät möglicherweise auch bei einem örtlichen Handwerksbetrieb ausleihen. Alternativ erledigt der Profi-Handwerker die entsprechende Arbeit innerhalb von wenigen Minuten selbst – und die anfallenden Kosten liegen trotzdem noch unterhalb jener, die man für eine neue Mörtelspritze hätte ansetzen müssen.

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