Spezifisches Gewicht von Holz bestimmen

Das Gewicht des Holzes hängt von seinem Wassergehalt und von der jeweiligen Holzart ab. Jeder Baum hat dementsprechend auch seine Darrdichte. Die Darrdichte ist die eigentliche Holzdichte bei 0 % Wasseranteil – also wenn sich das Holz in einem absolut trockenen Zustand befindet. In der Praxis ist auf natürlichem Wege ein 0 %-iger Wassergehalt nicht zu erreichen.

Wie viel Feuchtigkeit das Holz enthält, hängt vor allem davon ab, ob es frisch gefällt wurde oder ob es bereits getrocknet bzw. zum Trocknen gelagert wurde. Anderseits kann man nur auf eine künstliche Weise in einem Trockenofen bei über 100° C das Holz auf 0 % Restfeuchte bringen. Solches Holz nennt man darrtrockenes Holz. Dabei ist darrtrockenes Holz am leichtesten und waldfrisches Holz am schwersten, was bedeutet dass das Gewicht des Holzes von seinem momentanen Wassergehalt abhängig ist.

Der Wassergehalt im Holz bestimmt sein Gewicht
Darrtrockenes Holz hat einen Wassergehalt von 0-5%, raumtrockenes Holz von 6-11% und lufttrockenes Holz von 12-20%. Frischholz aus dem Handel hat oft einen Wasseranteil von bis zu 26%, fasergesättigtes Holz von 27-35% und wassergesättigtes Holz hat einen Wassergehalt über 35%. Von einer Fasersättigung spricht man, wenn die Zellwände absolut mit Wasser gefüllt sind, während bei wassergesättigtem Holz auch alle Hohlräume mit Wasser gefüllt sind.

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Wenn das Holz im Freien gut abgelagert wurde, hat es nach 2 Jahren Lagerzeit also immer noch eine Holzfeuchte von 15-20%. Brennholz mit einem wesentlich geringerem Wassergehalt bekommt man nicht mal beim Holzhändler angeboten, denn auch technisch getrocknetes Holz hat immer noch einen Wassergehalt von 15-17%.

Eine deutlich höhere Holzfeuchte hat vergleichsweise ein frisch geschlagener Baumstamm, mit einem Wassergehalt von 25-40%. Deshalb ist waldfrisches Holz in der Regel etwas günstiger und eine rechtzeitige Anschaffung lohnt sich, wenn das Brennholz genug lang gelagert wird.

Gewichtsunterschiede zwischen frischem und trockenem Holz
Wenn Sie Ihr Brennholz z.B. mit dem Anhänger selbst nach Hause fahren möchten, dann müssen Sie auch wissen, wie viel Gewicht z.B. ein Raummeter Holz wiegt, denn schließlich möchten Sie nicht wegen Überladung angehalten werden.

Es ist also schlauer vorher auszurechnen, wie viel Ihre Holzladung wiegt. Um das tatsächliche Holzgewicht berechnen zu können, muss man die Restfeuchte im Holz und die jeweilige Holzsorte kennen. Im frisch geschlagenen Zustand wiegt die Buche und Eiche ca. 1200 kg/fm (fm = Festmeter). Wenn das Holz aber auf 20 % Restfeuchte getrocknet ist, sind es nur noch ca. 750 kg.

Spezifisches Gewicht von Holz bestimmen - So gelingt es Ihnen richtig
Spezifisches Gewicht von Holz bestimmen – So gelingt es Ihnen richtig

Vergleichsweise wiegen Weichholzsorten deutlich weniger: Fichte und Tanne wiegen frisch geschlagen 950 kg/fm, bei einer Restfeuchte von ca. 20 % wiegen sie jedoch nur noch 520 kg. Hier noch einige Holzsorten und ihr Gewicht im frisch geschlagenen bzw. trockenen Zustand:

  • Ahornholz: 1200 kg / 670 kg (pro Festmeter)
  • Lärchenholz : 1200 kg / 610 kg
  • Kiefernholz: 610 kg / 560 kg

Die Dichte des Holzes kann je nach Wachstumsbedingungen variieren, deshalb handelt es sich bei den Gewichten nur um ungefähre Angaben, die zur Orientierung dienen sollen.

Die Begriffe Raummeter und Festmeter verstehen und berechnen
Wenn gesägtes und ordentlich gestapeltes Holz einen Umfang von ca 1 Meter Länge, 1 Meter Höhe und 1 Meter Breite hat, bezeichnet man dies als einen Raummeter. Bei einem Raummeter werden auch entstandene Luftzwischenräume mitgerechnet.

Dabei kann man noch unterscheiden, ob bereits gespaltene Scheite, bloße Stämme oder sogar ganze Rundhölzer aufgestapelt werden. Die Zwischenräume zwischen den Rundlingen und Scheiten unterscheiden sich immerhin recht stark. Wenn aber massives Holz ein Maß von 1 m x 1 m x 1 m hat, dann sprechen wir von einem Festmeter Brennholz.

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Beim Festmeter werden die Zwischenräume zwischen einzelnen Holzscheiten nicht mitgerechnet. Dieser Wert ist ein rein mathematischer Wert und diesen gibt es in der Praxis nicht. Deshalb wird beim Kaminholzverkauf auch nie das Maß Festmeter genutzt, sondern nur bei Berechnungen. Mit einem Umrechnungsfaktor von 0,7 wird ein Raummeter in Festmeter umgerechnet. Ein Raummeter Holz macht also im Durchschnitt 0,7 Festmeter aus. Umgekehrt macht ein Festmeter Scheitholz etwa 1,4 Raummeter Holz aus.

Gewicht von Brennholz anhand Holzsorte und Feuchtegehalt berechnen
Bei der Berechnung des Holzgewichtes müssen die genannten Werte unbedingt beachtet werden, damit wir zu einem korrekten Resultat kommen. Wenn man zum Beispiel einen Raummeter frisch geschlagenes Buchenholz hat, dann wird das Gewicht von einem Raummeter frischer Buche mit dem Umrechnungsfaktor 0,7 multipliziert und man bekommt das Gewicht von einem Festmeter frisches Buchenholz.

Beispielrechnung: 1200 kg x 0,7 = 840 kg. In die Rechnung muss nur die entsprechende Holzsorte und Feuchtegehalt des Holzes miteinbezogen werden und schon hat man ausgerechnet wie viel ein Raummeter des Holzes wiegt, das man transportieren möchte. Um das Gewicht der ganzen Holzmenge zu berechnen, muss die Anzahl der Raummeter mit dem „Pro-rm-Gewicht“ multipliziert werden.

Wenn Sie keine Lust haben das Gewicht von Holz selbst zu berechnen, können Sie einige Werte und Daten für die häufigsten Brennholzsorten auch in folgender Tabelle nachlesen.

HolzartScheitholz geschüttet, 33cm lang

in kg/srm, bei 20% Feuchte

 Birke345
 Buche366
 Eiche355
 Fichte231
 Kiefer230
 Lärche296
 Tanne220
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