Styrodurplatten kleben – Anleitung und Tipps

Beim Verkleben von den Platten aus Styrodur kommt es auf den Kleber an

Pufas Styroporkleber

9.8

GESAMTBEWERTUNG

9.8/10

Positiv

  • leicht zu verarbeiten
  • feuchtraumbeständig
  • gebrauchsfertig
  • Zum verkleben von Styrodurplatten geeignet
  • Viele positive Kundenbewertungen

Negativ

  • keine Bekannt

Styrodurplatten müssen irgendwie geklebt werden, weil diese Platten aufgrund ihrer Beliebtheit nicht mehr wegzudenken sind. Der Stoff ist bei höheren Temperaturen verformbar und ist als Werkstoff oder Schaumstoff einzusetzen. Diese hervorragenden Eigenschaften sind auch auf die Herstellung zurückzuführen. Wenn Styrodur nämlich hergestellt wird, werden zähflüssige und härtbare Materialien durch eine Düse gepresst. Dieses Verfahren wird auch als Extrusion bezeichnet.

Aus diesem Grund kommt es auch zur Bildung von einem extrudierten Polystyrol. Damit Styrodur nun hergestellt werden kann, muss das Kunststoff-Polystyrol geschmolzen werden. Anschließend wird ein spezielles Treibmittel sowie ein Brandschutzmittel dazugegeben. Das flüssige Polystyrol wird mithilfe einer Breitschlitzdüse auf einem Fließband aufgetragen. Anschließend wird der Stoff aufgeschäumt und in spezielle Plattenformen reingegossen.

Styrodur wird als Perimeterdämmung bei Wohnhäusern an der Kellerwand verklebt. Aufgrund der hohen Druckfestigkeit besitzt das Styrodur die Fähigkeit die Last des Erdreichs auf die Kellerwand abzufangen. Darüber hinaus ist es sogar möglich, dass Styrodur unter der Bodenplatte genutzt werden kann. Schließlich kann der Stoff auch im Innenbereich bei der Kerndämmung eingesetzt werden. Weiterhin ist es möglich, dass Styrodur zwischen zwei Wandschichten befestigt wird.

Diese Platten können auf unterschiedlichen Arten und Weisen verklebt werden. Ab und zu wird auch gefordert, dass diese Styrodurplatten auf Bitumen verklebt werden müssen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Kellerwände gegen Feuchtigkeit aus dem Erdreich abgedeckt werden müssen. Bitumen stellt dabei den gängigen Dämmstoff dar. Wenn Bitumen also geklebt wird, dann wird eine dichte und durchgängige Dämmung gewährleistet. Dagegen erzeugen Dübel und Schrauben, dass Kältebrücken und Nässeintritt zulassen.

Bei der Perimeterdämmung treffen Mauerwerk und Erdreich aufeinander. Eine direkte Erdberührung macht eine vollständige Versiegelung gegen Feuchtigkeit unabdingbar. Stryrodur eignet sich nun dazu den Kellerräumen ihre Stammheit, Kühle und Kälte zu nehmen. Bitumen besitzt eine Wasser abhaltende Funktion, welche von der durchgängigen Aufbringung abhängt. Wen das Styrodur aufgeschraubt und angedübelt ist, dann kommt es an den Befestigungspunkten zu möglichen Schwachstellen. Das Kälte dämmende Styrodur kann befestigt werden, sofern man es aufklebt.

Damit man die Platten richtig kleben kann, sollte man den Spezialkleber von BASF verwenden. Es handelt sich um einen Kleber, welcher zur flüssigen und pulverförmigen Verarbeitung verwendet wird. Bei dem Kleber gilt zudem folgendes:

  • Die Mauerwerksabdichtung wird nicht durch den Klebestoff ersetzt
  • Es muss die Brandschutzklasse 2 gewährleistet werden
  • Beton, Bitumendickschicht, Kalksandstein, Putz und Ziegel eignen sich als Untergrund
  • Muss temperaturbeständig sein, d. h. von minus 20 bis 80 Grad plus
  • Im Außenbereich muss die Verarbeitung bei zwischen minus 5 und 30 Grad erfolgen
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Das Anrühren der Zweikomponentenmischung sollte nicht lange dauern. Nach nur zwei Minuten kann man die Mischung dann auch weiterverwenden. Wichtig ist, dass mit steigender Außentemperatur die Verarbeitungszeit um bis zu einem Drittel sinkt. Weiterhin muss die Dickbitumenschicht trocken bleiben. Schließlich ist Bitumenkleber nicht flexibel. Er hat somit nicht die Fähigkeit Wärmeausdehnungen der Styrodurplatten auszugleichen.

Beim Kleben sollte man natürlich auch den richtigen Kleber auswählen. Wie bereits erwähnt kann man dazu den Spezialkleber von BASF verwenden. Es gibt aber auch andere Kleber, mit denen das Kleben durchgeführt werden kann. Wichtig ist bei diesen Klebern aber, dass diese keine Lösungsmittel enthalten. Denn ansonsten würde das Lösungsmittel das Material zersetzen.

Vorteilhaft ist sicherlich die Tatsache, dass die Platten mit unterschiedlichen Klebearten bearbeitet werden können. Insofern hat die Firma BASF auch keine Monopolstellung. Schaut man sich auf dem Markt um oder betrachtet das Angebot in großen Online Shops genauer, so wird einem klar, dass man heute eine sehr große Auswahl bezüglich Klebern für Styrodurplatten hat.

Beim Auswählen des richtigen Klebers sollte man auch darauf achten, dass der Kleber geruchsneutral ist. Sofern die Platten in einem Aquarium eingesetzt werden, dann kann man auch den Spezialkleber nutzen, wie zum Beispiel den Aquarium-Silikon. Für diese Arbeit sind aber auch der Schnellfliesenkleber sowie der Montagekleber geeignet.

Welcher Klebstoff ist für Hartschaumplatten geeignet

Für das Kleben von Hartschaumplatten verwendet man am besten gebrauchsfertigen Dispersionsklebstoff, welcher eine hohe Klebekraft besitzt und pastös ist. Der Dispersionsklebstoff lässt sich sehr schnell verarbeiten und muss auf beidseitig aufgebracht werden. Nachdem der Klebstoff aufgebracht ist, müssen die Klebeflächen so schnell wie möglich aneinandergedrückt werden. Nach etwa einem Tag treten die volle Klebewirkung und Belastbarkeit ein.

Das Kleben von Styrodurplatten geht im Detail wie folgt

Als Erstes muss der Untergrund gereinigt werden. Damit die Platten auf der zu verklebenden Fläche gut halten, muss der Untergrund gereinigt werden. Staubablagerungen können gerade in der Bauphase sehr schnell entstehen, welche die Haftung der Platten stören würden.

Als Nächstes müssen die Unebenheiten verspachtelt werden. Schließlich sollte man sicherstellen, dass die Platten auf einem glatten Boden verklebt werden. Wen dies nicht der Fall ist, dann würden die Platten auch nicht richtig haften. Daher sollte man größere Löcher richtig verspachteln und die Oberfläche so glatt wie möglich machen.

Nun kommt es auf die Auswahl des richtigen Klebers an. Im Fachhandel trifft man oft auf spezielle Kleber, die ausschließlich für das Verkleben von Styrodurplatten hergestellt worden sind. Dieser Kleber muss in der Regel zuerst einmal angerührt werden, ähnlich wie Beton. Dazu sollte man natürlich die Herstellerangaben beachten, um eine perfekte Haftung zu gewährleisten.

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Schließlich müssen die Platten jetzt nur noch verklebt werden. Sofern es sich um eine große Fläche handelt, sollten die Platten versetzt verlegt werden. Zum Schluss müssen die Platten nur noch ausreichend getrocknet werden.

Es gibt auch die Möglichkeit die Platten an der Decke anzubringen. Dadurch bekommt man eine ausgezeichnete Dämmung. Man gehe daher wie folgt vor:

Die Decke wird in einem ersten Durchlauf mit dem Besen gefegt. Wichtig ist, dass die Decke sauber ist und der gesamte Staub restlos entfernt ist. Als Nächstes müssen Risse an der Decke bearbeitet werden. Man kann hierzu einen Reparaturspachtel einsetzen, um Risse und Unebenheiten ganz einfach zu entfernen. Nun rührt man denn Kleber oder Mörtel an.

Den ausgewählten Kleber gibt man am besten in einen Eimer und mischt ihn dort an. Jetzt werden die Platten zurechtgeschnitten. Sofern die Platten auf einer größeren Fläche verklebt werden sollen, dann muss eine erste Platten für die erste Reihe auf die richtige Größe zurechtgeschnitten werden. Nun kann man auch den Kleber draufmachen. Der Kleber sollte dabei auf die Rückseite der Platten aufgetragen werden. der Kleber ist dabei großflächig aufzutragen. Die Platten können nun in den Untergrund geklebt werden.

Beim Anbringen sollte man darauf achten, dass die Platten versetzt angebracht werden. Dadurch kann man die Entstehung von Wärmebrücken vermeiden. Unebenheiten sollten bei dieser Gelegenheit abgeschliffen werden. Die Fugen können mit einem PU-Schaum ausgefüllt werden.

Zum Schluss sollten die Platten noch gestrichen werden. Zwar hat das mit Kleben nur wenig zu tun, aber es hilft zumindest das Aussehen der Platten so zu verändern, dass diese eine schöne Optik bekommen. Damit man einen schnellen und positiven Effekt der Platten bekommt, sollte man diese am besten gleich nach dem Verkleben bestreichen. Selbstverständlich sollte man noch warten, bis die Platten vollständig getrocknet sind.

Nach dem Verkleben der Platten werden diese also noch einmal gründlich gereinigt. Verschmutzungen können zu einem schlechten Farbbild führen. Sofern sich Fugen oder Risse in de Platten gebildet haben sollten, dann muss man diese mit einer elastischen Fugenmasse reparieren. Die entsprechenden Stellen sind so zu verspachteln, dass der Untergrund eben ist. Ansonsten werden die Unebenheiten nach dem Streichen deutlich sichtbar.

Anschließend kann man auch den ersten Anstrich durchführen. Dazu wird die Farben vollständig von den Platten aufgesaugt, womit auch ein zweiter Anstrich erforderlich ist. Als Tipp gilt, dass die Farbe nicht verdünnt werden sollte.

Das Streichen kann problematisch werden, wenn die Platten alt sind oder im Raum geraucht wurde. Daher sollte man schon vor dem Kauf und Verkleben darauf achten, dass man neue Styrodurplatten hat. Auf jeden Fall sollte man in dem Raum nicht geraucht haben, ansonsten fällt das Nikotin raus und vermischt sich mit der Farbe. Die Farbe wird dann gelb.

Styrodurplatten kleben – Anleitung und Tipps
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Autor: Peter Baumeister

Der Autor > Über 25 Jahre Berufserfahrung im Bereich Bauen und Sanierung verdienen es zu Papier gebracht zu werden. Dabei neue interessante Tools und Techniken für Handwerker zu testen ist meine Passion.
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