Ersatzakku: Original oder Alternative

Während die Anzahl der im Haushalt genutzten, akkubetriebenen Geräte noch vor einigen Jahren recht überschaubar war, kommen seit einigen Jahren immer neue Produkte hinzu. In den 1980er Jahren beschränkten sich diese meist auf den tragbaren Kassettenspieler und die Taschenlampe, dann kamen Handy, MP3-Player und Akkuschrauber hinzu. Mittlerweile werden sogar Schlagbohrmaschinen und Rasenmäher mit Akkus betrieben.

All dies ist natürlich auf eine enorme technische Weiterentwicklung zurückzuführen: Akkus der jüngsten Generation sind so haltbar und leistungsstark wie nie zuvor, dafür wird ihnen aber auch einiges abverlangt. Und irgendwann macht auch der beste Akku schlapp und muss getauscht werden. Gut, dass es zumindest für Markengeräte auch Ersatzakkus zu kaufen gibt. Doch worauf ist beim Kauf eines neuen Akkus zu achten?


Was spricht für den Kauf eines originalen Ersatzakkus?

Eigentlich ist es naheliegend: Wenn der Akku eines Markengerätes ausgetauscht werden muss, ist der Markenhersteller der richtige Ansprechpartner für einen neuen Akkumulator. Allerdings gehört es mit zur Wahrheit, dass man bei einem Akku eines Markenherstellers auch den höchsten Preis zu bezahlen hat. Ein Blick ins Internet genügt um festzustellen, dass die kompatiblen Alternativen häufig deutlich billiger zu haben sind.

Trotzdem macht es Sinn, sich für den Qualitätsakku der Marke zu entscheiden. Denn hier garantiert der Hersteller, dass Gerät und Akku uneingeschränkt miteinander kompatibel sind. Außerdem kann man bei Marken-Akkus darauf vertrauen, dass die gemachten Angaben zu Leistung, Ladedauer und anderen technischen Daten auch zutreffend sind. Bei einigen Alternativen ist dies nicht immer der Fall, wie auch unabhängige Tester (zum Beispiel von der Stiftung Warentest) festgestellt haben.

Auch kann es in haftungsrechtlicher Hinsicht von Vorteil sein, wenn in einem Gerät ein Originalakku steckt. Sollte es zu einem schwerwiegenden Defekt kommen, so kann der genutzte Akku mitentscheidend sein, ob der Gerätehersteller haftbar gemacht werden kann. Dies gilt sogar über die gesetzliche Garantiezeit hinaus. Klar, dass die Markenhersteller deshalb auch penibel darauf achten, dass ihre Akkus von bester Qualität sind und auch alle Sicherheitsanforderungen erfüllen. Schon aus diesen Gründen lohnt es sich, beim Kauf eines Akkus etwas tiefer in die Tasche zu greifen und sich für das Markenprodukt zu entscheiden.

Warum eine Alternative zu einem originalen Ersatzakku kaufen?

Mit dem immer breiter gefächerten Bedarf an Akkus für die verschiedensten Geräte wurden freilich auch schnell die Nachahmer auf den Plan gerufen. Heute gibt es kaum noch ein akkubetriebenes Markengerät, für das es keinen Billigakku eines Noname-Herstellers gäbe. Die Gründe für eine Entscheidung zugunsten des Billigakkus lassen sich natürlich immer mit dem deutlich geringeren Preis erklären, manchmal aber auch mit der Verfügbarkeit. Denn im Internet sind zahlreiche Anbieter von billigen Akkus zu finden, die oft schneller liefern als der Vertragshändler.

Auch qualitativ haben viele Hersteller von billigen Akkus nachgebessert: Die ersten Produkte dieser Art passten oftmals nicht perfekt ins Gerät oder schränkten dessen Funktion ein. Auch vor aufgeblähten Akkus, die aus heiterem Himmel zu brennen anfangen, braucht man heute kaum noch Angst zu haben. Das Restrisiko ist ungefähr mit jenem vergleichbar, das man auch bei den Akkus von Markenherstellern eingeht. Zwar rät der Elektrotechnik-Verband VDE nach wie vor ganz grundsätzlich vom Kauf und Gebrauch von Noname-Akkus ab. Fachredakteure wie Techniker weisen aber darauf hin, dass man nicht alle billigen Akkus gleichsetzen dürfe, da sie qualitativ große Unterschiede aufweisen könnten.

Es wird sogar vermutet, dass es sich bei einigen billigen Akkus in Wahrheit um umgelabelte Original-Akkus handele, die aufgrund von Überproduktionen oder optischer Beeinträchtigungen nicht als Markenakku gehandelt werden. Im Einzelfall sollte man also genauer auf die Produktbewertungen achten. Es gibt übrigens auch einige „Noname-Hersteller“, die sich eben doch einen Namen gemacht haben und die auch von Fachleuten guten Gewissens empfohlen werden.

Wie finde ich den richtigen Ersatzakku?

Zuerst einmal muss die Frage geklärt sein, ob der neue Akku ein Ersatz für den alten sein soll oder ob er im Wechsel mit diesem betrieben werden soll. Der erste Fall tritt ein, wenn der alte Akku defekt ist oder weit unter seiner ursprünglichen Leistung zurückbleibt. Die zweite Situation ergibt sich bei besonders häufig und viel genutzten Geräten: Auch wenn der Akku leer ist, steht dann ein weiterer Akku zur Verfügung.

Im ersten Fall gilt es, die eigenen Prioritäten auszuloten: Ein qualitativ hochwertiger Akku des Markenherstellers ist immer teurer als das kompatible Noname-Produkt. Dafür weiß man bereits um die verlässliche Qualität des Produktes, denn schließlich hat man einen identischen Akku bereits über lange Zeit verwendet. Ein Kauf eines identischen Akkus des Markenherstellers bietet sich vor allem dann an, wenn das zugehörige Gerät viel genutzt wird und man bei dessen Funktion keinerlei Kompromisse eingehen kann oder will. Bei einem nur gelegentlich genutzten Akku-Gerät hingegen bietet es sich möglicherweise an, auf ein deutlich günstigeres Noname-Produkt auszuweichen. Der Preisvergleich lohnt sich aber in jedem Fall.

Um einen passenden Akku zu finden, wird natürlich entweder die genaue Bezeichnung des alten Akkus oder die genaue Produktbezeichnung des Gerätes benötigt. Mit diesen Daten kann man sich entweder an den niedergelassenen Fachhandel wenden (zum Beispiel an den Baumarkt oder das Gartencenter) oder im Internet recherchieren. Verkaufsstellen für Originalakkus findet man entweder über die Website des Herstellers oder eine einfache Suche im Netz. Kompatible Billig-Akkus gibt es vor allem über große Handelsplattformen wie Amazon oder Ebay. Fachhändler der Markenhersteller sind auf diesen Seiten aber ebenfalls vertreten.

Wie unterscheiden sich der originale und der alternative Ersatzakku?

An einer Stelle kann ganz klar Entwarnung gegeben werden: Trotz aller hartnäckigen Gerüchte, die das Gegenteil behaupten, sind Austauschakkus nicht per se schlechter als jener, der bereits mit dem Gerät ausgeliefert wurde. Auch umgekehrt ist dies nicht der Fall. Kein Hersteller will also mit der Leistung oder der Lebensdauer eines Akkus irgendwie tricksen, um dadurch mehr Profite zu machen. Wenn der Original-Akku defekt ist, kann man über den Hersteller einen identischen Ersatz bekommen.

Manchmal ist der Ersatz sogar besser als das Original, wenn er zum Beispiel mehr Leistung bringt oder eine längere Betriebsdauer verspricht. Vor allem bei einigen Herstellern von heimwerker- und Gartengeräten findet man Akkus mit unterschiedlicher Leistung, die in allen Geräten eingesetzt werden und auch gegeneinander getauscht werden können.

Bei Billig-Akkus konnte teilweise festgestellt werden, dass diese nicht so leistungsstark sind wie die Originale. Auch die Lebensdauer der Noname-Akkus ist oftmals kürzer. Im Hinblick auf die Sicherheit sind auch die markenlosen Akkus vertrauenswürdig, sofern sie bei einem seriösen Händler erworben wurden. Von einem Akku-Kauf „auf der grünen Wiese“ oder bei einem Straßenhändler im Ausland raten Experten dringend ab. Auch wenn diese den Originalen zum Verwechseln ähnlich sehen, kann man als Laie nicht unter die Verkleidung des Akkus schauen.

Einige Billig-Akkus unterscheiden sich optisch so wenig vom Original, dass man sie kaum als Noname-Alternative erkennen kann. Und tatsächlich handelt es sich bei einigen dieser Akkus um Originale, die aus verschiedenen Gründen umdeklariert wurden. Eine mangelnde Sicherheit des Akkus steckt allerdings nie dahinter: Wenn ein Markenhersteller bei einzelnen Produkten oder einer ganzen Charge schwerwiegende Mängel entdeckt, wird die Ware generell vernichtet. Sie landet also auch nicht als Noname-Produkt im Handel.


Wie ist die Erfahrung mit Blumax Akkumulatoren als Akku im Ersatz?

Bisher scheint es noch keinen alternativen Hersteller zu geben, der Akkus für alle Geräte vom Handy über die Kamera bis hin zur Bohrmaschine im Programm hat. Allerdings zeigt sich, dass bestimmte „Noname“-Hersteller in einzelnen Segmenten Akkumulatoren anbieten können, die als vollwertiger Ersatz zu den Markenprodukten gelten können. Bei Digitalkameras ist Blumax ein solcher Anbieter.

Die Akkus von Blumax werden deutlich unter den Preisen gehandelt, die man für Originalakkus hinblättern muss. Unter den alternativen Produkten zählen sie aber auch nicht zu den absoluten Billigheimern, was durchaus seine Berechtigung hat: Die Blumax-Akkus können in Sachen Kapazität, Ladedauer und Langlebigkeit mit den Originalen mithalten, was längst nicht alle Noname-Akkus von sich behaupten können. Doch diverse Tests geben Blumax-Akkus unabhängig voneinander gute Zensuren.

Eine Recherche auf den bekannten Handelsplattformen wie Amazon oder Ebay bestätigt diesen Eindruck: Fast alle Kunden bewerten die Akkus von Blumax als positiv. Es lohnt sich also, auch bei alternativen Akkus genauer hinzuschauen und sich nicht unbedingt für das billigste unter den Billigprodukten zu entscheiden. Schön ist, dass es von Blumax auch weiteres Zubehör gibt, etwa die passenden Ladegeräte.

Welche Erfahrungen mit Vinitech Akku wurden gemacht?

Der Hersteller Vinitech hat sich vor allem auf die Akkus von Notebooks und Akkuschraubern spezialisiert, die natürlich auch bei Markengeräten nicht ewig halten. Insbesondere bei häufig genutzten Geräten ist es irgendwann zwangsläufig soweit, dass der Akku ausgetauscht werden muss. Entgegen landläufiger Meinung kann der Akkutausch beim Laptop in aller Regel auch von einem technischen Laien vorgenommen werden, man muss also nicht zwingend eine Fachwerkstatt aufsuchen.

Allerdings braucht es dann auch eine Antwort auf die Frage, welchen Ersatzakku man denn für das Gerät nehmen sollte. Positiv zu vermelden ist, dass es für alle Notebooks von Markenherstellern (und sogar für viele Noname-Laptops) Austausch-Akkus zu kaufen gibt. Neben den meist recht teuren Akkus der Markenhersteller finden sich oft auch die Angebote von Vinitech. Diese kosten meist nur die Hälfte von dem, was man für das Originalprodukt bezahlen müsste. Käufer monieren jedoch teilweise, dass die Notebook-Akkus von Vinitech eine kürzere Betriebszeit hätten, als sie es von den Marken-Akkus gewohnt waren.

Anders bei den Vinitech-Akkus aus dem Heimwerker-Bereich: Hier wird ein besonders gutes Preis-Leistungs-Verhältnis gelobt. Zudem bietet Vinitech auch Akkus für Markengeräte an, für die kein Original-Akku im Handel zu finden ist. Dann kann Vinitech also die letzte Rettung sein – und schlägt sich als solche außerordentlich gut. Insgesamt stellen Akkus von Vinitech also eine denkbare Alternative zu den Originalen dar. Man sollte aber immer genauer hinschauen und die Bewertungen der einzelnen Akkus studieren. Dann besteht auch kaum ein Risiko, ein minderwertiges Produkt gekauft zu haben.

Fazit: Die Glaubesfrage – Ersatzakku Orginal oder Nachbau?

Insgesamt gibt es im Vergleich zwischen dem Original und der Alternative keinen klaren Testsieger. Zwar weisen auch unabhängige Tester immer wieder darauf hin, dass man sich nicht für die allerbilligsten Noname-Akkus entscheiden sollte, da diese technisch oft mangelhaft seien und sogar gefährlich werden könnten. Umgekehrt gibt es auch Beispiele von Marken-Akkus, die sich aufgebläht oder zu brennen begonnen haben.

Für einen Original-Akku spricht auf jeden Fall, dass man eine größere Sicherheit geboten bekommt. Man kann sich also auf die technischen Daten verlassen, weiß um die hundertprozentige Kompatibilität zwischen Akku und Gerät, kann von langen Betriebszeiten und einer langen Lebensdauer ausgehen und bekommt die Garantie, die man vom Markenhersteller gewohnt ist. Unter Umständen kann es auch bei Haftungsfragen nach schwerwiegenden Defekten relevant sein, ob man einen Originalakku eingesetzt hat. Der wohl wichtigste Aspekt ist natürlich die Leistung: Beim Original weiß man, was man hat und was man vom Gerät erwarten kann. Dies ist für Profis von besonderer Bedeutung.

Wird ein akkubetriebenes Gerät allerdings eher selten benutzt, kann der Kauf eines alternativen Akkus eine gute Entscheidung sein. Denn ein solcher funktioniert in den meisten Fällen ebenso oder zumindest annähernd so gut wie ein Markenakku, kostet aber deutlich weniger. Etwaige Defizite, die sich zum Beispiel in einer kürzeren Betriebszeit oder einer nicht ganz so langen Lebensdauer zeigen könnten, lassen sich dann durchaus in Kauf nehmen. Allerdings ist es immer sinnvoll, nach Tests und Produktbewertungen zu recherchieren und sich im Zweifel nicht für den allerbilligsten Noname-Akku zu entscheiden.

Autor: Peter Baumeister

Der Autor: Peter Baumeister > Über 25 Jahre Berufserfahrung im Bereich Bauen und Sanierung verdienen es zu Papier gebracht zu werden. Dabei neue interessante Tools und Techniken für Handwerker zu testen ist meine Passion.

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